Der tropische Norden – Willkommen in Cairns

Am Dienstag mussten wir mal wieder extrem früh ausstehen. Um 5 Uhr klingelte bereits der Wecker, da unser Flieger einmal über den Kontinent bereits um 8.30 Uhr startete. So konnten wir aber noch in aller Ruhe unsere Siebensachen zusammenpassen und noch gemütlich frühstücken.

Es ging zunächst zu Fuss in Richtung Bahnhof, wo mir dieser Osterhase begegnet ist. Diese Fotogelegenheit konnte ich einfach nicht liegen lassen. In diesem Zusammenhang wuenschen wir euch allen zuhause ein paar schoene Osterfeiertage.

Einigermassen pünktlich startete unser Flieger und brachte uns in nur drei Stunden hoch oben in den Nordosten Australiens, es ging ins tropisch heiße Cairns.

Landeanflug auf Cairns
Dafür muss man die Australier einfach lieben, wenn es darum geht, Dinge zu verniedlichen, dann sind sie sofort dabei. Ich liebe es, wenn unsere Koffer von einer Schildkröte ausgespuckt werden 😂

Nachdem wir unsere Koffer hatten, brachte uns ein Uber in wenigen Minuten direkt in unser neues Zuhause fuer die naechsten fünf. Tage. Wir haben uns im Cairns Summer House eingemietet. Lustigerweise handelt es sich bei diesem Etablissement um ein Youth Hostel. Will heißen, wir sind mit grossem Abstand die ältesten Gäste. Dafür haben wir aber auch ein Doppelzimmer mit eigenem Bad. Neee Neee, Schlafsaal und Gemeinschaftsbad sind einfach nichts mehr für uns. Ich gebe zu, ich habe erstmal heftig mit der neuen Unterkunft gefremdelt. Vor allem wenn man aus einem Apartment kommt, dass alles zu bieten hatte, was man so braucht. Hier jedoch ist es einfach und spartanisch. Die rohen Wände aus Kalkstein erinnern ein bisschen an eine Justizvollzugsanstalt. Wir sind im Zellenblock C untergebracht 😂 Die Betten sind hart und das Zimmer ist sehr klein.

Aber mal im Ernst, unser Zimmer liegt ruhig am Ende eines Gangs und weit weg von der Partyzone. Die jungen Leute sind alle ganz nett und schauen uns auch nicht schräg an. Die meisten sind Europäer und vom Alter her scheinen viele direkt von der Schule zu kommen, also ist der Altersdurchschnitt vielleicht bei 20-24 Jahren. Wir ziehen ihn ordentlich nach oben.

Der Poolbereich der Jugendherberge. Der hat es uns bereits auf den Bildern angetan.

In Cairns regnet es, viel und oft. Heftige Regenfälle empfingen uns bereits bei der Ankunft. Meist lassen sie schnell nach, um nur wenig später wieder erneut herunterzuprasseln. Dabei ist es heiss mit hoher Luftfeuchtigkeit. Echtes Tropenwetter eben. Mir gefällt das total gut. Irgendwo überdacht zu sitzen und der Regen prasselt herunter, wie ein warmer Sommerregen bei uns zu Hause, das ist furchtbar gemütlich ❤️

Die Jugendherberge liegt im Norden der Stadt und so gingen wir später am Abend ein bisschen am Meer entlang. Cairns liegt wunderschön am Meer. Nachteilig ist nur, dass man nirgends wirklich baden kann. Vor allem jetzt gerade ist Hauptsaison fuer die hochgiftigen Würfelquallen. Eine Berührung damit kann, wenn sie nicht tödlich ist, im besten Fall aber äußerst schmerzhaft sein. Und wem diese Gefahr noch nicht gross genug ist, dem sei gesagt, dass es hier auch noch Krokodile gibt 😂

Aus diesem Grund gibt es im Zentrum ein grosses kostenloses Schwimmbad in der Stadt.

Mittwoch haben wir uns Cairns mal etwas näher angeschaut und sind dabei an einem Ladenlokal vorbeigekommen, in dem lauter Miniaturgebäude ausgestellt waren. Dahinter sass ein älterer Herr und wir kamen ins Gespräch. Er erzählte begeistert von seinem Hobby und dass ihm die Stadt kostenlos den Laden dafür zur Verfügung stellt. Er baut seit vielen Jahren die Häuser seiner Geburtsstadt nach. So fachsimpelten wir ueber Modellbau, ich erzählte natürlich auch von meinem Beruf als Architektin. In einem anderen Teil des Ladens waren Gebäude, die er auf seinen vielen Reisen gesehen hatte. Ich zeigte ihm das Alsfelder Rathaus und sagte er müsse da unbedingt hinreisen und es nachbauen. Da war er ganz angetan. Ein schönes Gespräch. Ich liebe es, immer wieder mit den Leuten vor Ort in Kontakt zu kommen.

Die dunklen Ecken von Cairns.

Zweites Fruehstueck ❤️

Dienstag und Mittwoch verliefen also eher ruhig und waren erholsam. Wir haben abends in der Herberge mit der Jugend gechillt. Ich habe angefangen ein gezeichnetes Reisetagebuch zu machen und versuche dabei, die australische Tierwelt festzuhalten.

Langsam gewöhne ich mich an die neue Umgebung, die Hitze macht mir noch etwas zu schaffen, wobei Kai sich da weniger schwer tut. Alles in allem geniessen wir die Zeit hier total und freuen uns bereits auf den naechsten grossen Abschnitt der Reise, die bereits am Sonntag startet. Doch vorher gibt es noch einiges, was man hier erleben kann.