Nemo und die Riesenmamba

Heute morgen hat uns der Tag damit überrascht, dass es in unserem frühstücksfreien Resort immerhin doch Kaffee gab. Anschließend fanden wir dann den weltbesten Ort, um ein leckeres frühstück einzunehmen. Sollte ich mich zurück in Deutschland mal wieder in einer wirklich besch……. Situation befinden, dann werde ich auf jeden Fall versuchen, mich genau dort hin zu visualisieren. Mit direktem Blick aufs Meer. 
Anschließend haben wir uns am Sunrise Beach Schnorchel und Flossen ausgeliehen und sind mit unseren schwarzen Plastikrüsseln bäuchlings im smaragdgrünen Wasser geschwebt. Direkt über monströsen Seeigeln und wabernden Seeanemonen mit CLOWNFISCHEN … Orange-Weiß gestreift –  wie im Nemofilm *kreisch*.
Irgendwann zog sich dann das Wasser soweit zurück, dass man nicht mehr gefahrlos weiterschnorcheln konnte, ohne direkte Bekanntschaft mit den Seeigeln zu machen. Hier gibt es nämlich Ebbe und Flut. 
Dafür konnte man aber geradewegs mit Kamera bewaffnet durch die Korallen laufen und die bunte Fischwelt von oben durch das klare Wasser beobachten. Wunderschön. 
Abends ging es dann zum Sonnenuntergang zum Sunset Beach. Und man kann sagen. Café del mar ist nichts dagegen ;-) Der Weg dorthin ist über einen dicht bewachsenen und berankten Pfad zu erreichen. Auf den ersten Blick sieht das sehr idyllisch aus. Dann, wenn man um sich schaut sieht man die vielen großen Netze, die sich kunstvoll zwischen dem Geäst spannen. Die Heimat der schwarzen Riesenmamba … ok, keine Ahnung wie die Spezies heißt und ob sie giftig sind. Jedenfalls standen uns beiden die Haare zu Berge.  Bislang sind wir von solchen Anblicken verschont geblieben. 
Schon ein bisschen gruselig. Aber dank Teleobjektiv kann ich natürlich Exclusives Bildmaterial liefern ;-) 
Und jetzt noch schnell was zum Entspannen ;-)

Koh Lipe

Der gestrige morgen begann erst mal mit einer blöden Überraschung. Nachdem am Tag zuvor Kais Kamera dem Salzwasser zum Opfer gefallen ist, wurden ihm heute Nacht seine Keens (Outdoor-Allround-Wasserfest-wandertauglich-Wunderschuhe) von der Terrasse geklaut, vielleicht waren es auch die Hunde, wer weiß das schon. Vor allem deswegen blöd, weil man auf einer solchen Reise das Schuhwerk sehr bedacht auswählt. Dafür hat er sich dann hier ein paar neue hochpreisige Luxus-Marken-Flip-Flops gegönnt ;-)
Hier? Achso. Ja. Genau. Wir sind jetzt auf Koh Lipe. Unserem letzten Spot in Thailand. Ein bisschen schade ist das natürlich schon. Aber wir freuen uns auch ganz dolle auf ein neues Land. 
Gestern ging es mit dem Speedboat in 2 1/2 Stunden bei etwas unruhigerer See zur neuen Insel. 
Die Fahrt war recht rasant, und ich habe gehofft, dass die drei sehr jungen Thaibootsführer wirklich wussten, was sie taten, zumal ein Getränk umhergereicht wurde, welches von einer Plastiktüte verdeckt wurde. Gut, wir haben es geschafft, der Tender brachte uns ordentlich durchgeschüttelt aber sicher an den Strand …
… und mit dem Mini Tuk-Tuk ging es in das Sunset Beach Resort am anderen Ende der sehr kleinen Insel. 
Zuerst habe ich ein bisschen mit der neuen Umgebung gefremdelt, aber wie schon gesagt, Herz und Hirn lassen sich nicht einfach so mit einem Speedboat verfrachten. 
Aber wie man sehen kann, alles wieder traumhaft schön. Der Sand sooo weiß und das Wasser wirklich kristallklar. Ein Strand schöner als der andere. Koh Lipe haben wir auch deswegen gewählt, weil man von hier direkt unkompliziert die Einreise nach Malaysia unternehmen kann. 
Die Insel macht allerdings eine etwas bedauerliche Entwicklung durch. Irgendwann vor ca. 10 Jahren hat ein findiger Bauunternehmer den Insulanern das Land abgekauft. Seitdem findet hier eine rege Bautätigkeit statt. Wie sonst vielleicht nur auf Koh Phi Phi gibt es hier eine Gegend, in der es wahrscheinlich genauso zugeht wie auf dem Ballermann. Aber egal … es gibt haufenweise wunderschöne Ecken, in denen es etwas beschaulicher zugeht. Außerdem war es auch mal wieder nett, am Abend durch die belebten Gassen zu stromern. 

Gekrönt haben wir dann den Tag mit einer einstündigen Fussmassage. Keine Ahnung, was uns diesbezüglich in Malaysia erwartet. Also noch ein gepflegtes Chang nehmen und einfach die Atmosphäre genießen. 

Glück & Pech

Gestern gab es nach dem Frühstück erst mal einen ausgiebigen Strandgang … mit allem was dazu gehört. Kai hat dann das Nachmittagsprogramm vorbereitet. 
Wir sind quer über die Insel ans andere Ufer gelaufen … um dort einen Strand zu entdecken, wie er üblicherweise nur in Reiseprospekten vorkommt. Oder auf diesen Postern, die alle Mädchen der 80er als Teenager in ihren havannabraun gestrichenen Jugendzimmern hatten. Der Sand war so fein, fast wie Mehl, er hat beim laufen gequietscht … und weiss war er, weißer als meine Waden jedenfalls. Und dann diese schräg in den Strand eingewachsenen Kokospalmen. 
Als hätte das nicht ausgereicht, tauchte auf einmal aus dem nichts dieses Restaurant auf, mit fackeln und den Stühlen im weißen Sand. Dort haben wir fürstlich gespeist und sind anschließend mit dem Tuk Tuk an auf die andere Seite der Insel gefahren worden. 
Am nächsten Morgen haben wir gleich in der Früh ein Kayak gemietet und haben uns zur Emerald Cave aufgemacht. Auf dem Weg dorthin … DELPHINE … Unfassbares Glück. 4 der wirklich zauberhaften Flossentiere zogen ihre Bahnen nur etwa 50 Meter von uns entfernt. Mir sind mal wieder (wie so oft auf dieser Reise) die Tränen gekommen. 
Kurz vorm Höhleneingang haben wir dann unser Boot festgezurrt und alle Sachen wasserdicht verpackt. Von hier aus ging es nur schwimmend weiter. Wir durchschwammen also bei teilweise vollkommener Dunkelheit diese Höhle, um am Ende wieder zum Licht zu kommen. Ein kleiner versteckter Strand … mit Sonnenlicht … wie im inneren eines Vulkans. Hiervon können wir leider keine Fotos bieten. Somit kommen wir zum Pechteil dieses Beitrages. Der wasserdichte Beutel, den uns der zahnlose kayakvermieter am Strand mitgegeben hat, war leider nicht mehr unversehrt! Kais Kamera … Wasserschaden … macht aktuell keinen piep mehr. Er trägt es mit Fassung. Speicherkarte geht aber noch. Jetzt wird die Kamera gerade getrocknet. Ob’s hilft? 
 

Koh Mook

Gestern Nachmittag sind wir auf Koh Mook angekommen, ein kleines Eiland der Trang Inseln … wieder ein Stückchen weiter südlich. Alleine die Reise hierher war bereits ein Erlebnis. Gebucht hatten wir die Überfahrt mit der Fähre in einem der 100 Reisebüros die es hier wirklich überall gibt. Dort bekommt man dann auch alles, was man als Tourist braucht: Benzin in Flaschen, Laundry Service, Internet … wirklich fast jeder bietet das komplette Paket an. Die Tour ist natürlich immer inclusive Abholung im Hotel. Das ist dann wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man kriegt ;-)

Abgeholt hat uns ein junger, leicht bekiffter Typ, mit Zigarette im Mund und Handyknopf im Ohr. Mit erhobener Hand zum Grüße lief er freudestrahlend auf uns zu … EEEYYY … whazapman? Kann man sich vorstellen wie Eddie Murphy, als er als Kameruner Austauschstudent das Zugabteil in „Die Glücksritter“ betrat :-)
Von dort gings zum nächsten Verteiler, wo wir auf einen größeren Bus mit noch mehr Personen verladen wurden. Auf der klapprigen Fahrt zur Fähre wurden immer neue Gäste aufgenommen. 
Anschließend folgte die wunderschöne etwa 90 minütige Überfahrt nach Koh Mook. 

Kurz vor dem Ufer stiegen wir dann um in ein Longtailboot, um dann direkt am Traumstrand durch das Wasser watend auf die Insel zu kommen. Es könnte nicht romantischer sein. 

Unser Resort war ulkigerweise direkt an diesem Strand und so sind wir barfuß und mit unseren Rucksäcken durch den pudrig weißen Sand gelaufen. Zwei Tage zuvor hatten wir dieses Domizil auf Agoda.de per Handy gebucht und hier wurden wir dann bereits erwartet und mit Namen begrüßt. Immer wieder faszinierend wie reibungslos das alles funktioniert. Wir haben unser kleines offenes Basthüttchen bezogen und sind einfach nur begeistert. Es ist mal wieder traumhaft schön hier. 

Gestern Abend waren wir dann gemütlich am Strand essen und auf dem Rückweg über den Sand nach Hause wurden wir dann Zeuge der allnächtlichen Krebswanderung. Überall waren auf einmal hunderte von Einsiedlerkrebsen, die ihre Muschelhäuser vor sich her über den Sand getragen haben. Ohne Taschenlampe und barfuß war der Rückweg somit recht abenteuerlich … 

Easy Rider

Gestern morgen, Kai stand unter der Dusche, so gerade eben wieder seifenfrei, fiel der Strom aus, soweit in Thailand nichts neues … passiert hier eigentlich ständig und verwundert kaum beim Anblick des unübersichtlichen Oberleitungsgewusels. 

Gestern war es jedoch anders. Unser Hauswirt teilte uns mit, dass auf der gesamten Insel bis 17.00 der Strom abgestellt wurde wegen irgendwelcher umstellungsarbeiten. Aha. Oh … vielen Dank fürs Bescheid sagen. Ja, wollte er ja, aber … naja … meckern nützt eh nix … der Thai wird dich ohnehin freundlich anlächeln. Hab ja mittlerweile rausbekommen, dass das Lächeln hier sehr vielschichtig sein kann und genauso wie das Schwanzwedeln einer Katze vom Laien leicht fehlinterpretiert werden kann ;-)

Egal, nach einem ausgiebigen Frühstück … Wie man es eben ohne Strom herstellen kann, haben wir uns Motorroller ausgeliehen und erkunden seitdem die Insel. Gestern waren wir damit im Süden, im Osten in Old Town Lanta und hatten dabei mächtig Spaß. Linksverkehr können wir damit als Australienvorbereitung auch schon ein bisschen üben. Heute Nachmittag waren wir oben im Norden und sind dort umhergeschlendert. Unbedingt erwähnenswert sind noch die „Tankstellen“ für die Zweitakter. Etwa alle 20 Meter verkauft man hier in alte Schnapsflaschen abgefülltes Benzin. 
Eben gerade sind wir über die nächtliche Insel zur benachbarten Kantiang Bucht gebraust, um uns in einer extrem gechillten Ungebung (Hängematte, softe Musik, coole Typen) unser Abendessen zu genehmigen. Und oh wunder, heute mal kein Thai Food ;-)

Thailändisch Kochen

Vorgestern Abend, als wir am Strand essen waren, ist mir auf dem Weg zur Toilette die wirklich toll gemachte Lehrküche des Restaurants aufgefallen.  Spontan habe ich Kai überredet, dass wir uns dort anmelden. 
Gestern Abend war es dann soweit, und es hat uns wirklich sehr viel Spaß gemacht. Alles wurde vom jungen, leicht verrückten thailändischen Chef genau erklärt und jeder konnte alleine alles nachkochen. 
Zuvor gab es eine kleine Lebensmittelkunde, und da war dann doch einiges dabei , wo wir mit der Zuordnung Schwierigkeiten hatten. 
Wir essen zuhause sehr gerne thailändisch und haben auch hier noch lange nicht genug von der abwechslungsreichen Küche. 
Das ganze war so liebevoll vorbereitet, alle Zutaten standen immer zum schnibbeln und zerkleinern bereit. Die Teller wurden hübsch garniert bereitgestellt und gegessen wurde direkt am Strand … zu Beginn mit dramatischen Sonnenuntergang. 
Das Menü
Som Tam 
(Papayasalat)
Ein Rohkostsalat mit grünen Papayas als Hauptzutat. Kai isst den sehr sehr gerne, aber da er in der Regel sehr scharf ist, war ich froh, dass wir den Schärfegrad selbst beeinflussen konnten. 
Pad Thai Goong Sod
(Pfannengerührte Nudeln mit Garnelen)
Mein absoluter Favorit der thailändischen Küche. Geschmacksgeber sind Tanarindensauce, Palmzucker und Fischsauce. 
Tom Kha Gai
(Suppe aus Kokosmilch mit Huhn) 
Sehr einfach zubereitet, mit Zitronengras, Galgant und Kaffir Limettenblätterrn.
Panaeng Currypaste
Currypasten werden ja sehr oft verwendet, am bekanntesten sind sicher die rote, grüne und gelbe Paste. Alle Zutaten kommen in einen massiven Steinmörser und dann muss man sehr kräftige Arme haben. 
Gaeng Panaeng Nuae 
(Panaeng Curry mit Kokosmilch und Rindfleisch)
Hat uns allen am leckersten geschmeckt, obwohl wirklich alles toll war … dies kannten jedoch die wenigsten. 
Yam, Yam. 
So und jetzt folgender Aufruf: 
Wer uns zu diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, den laden wir schon jetzt herzlich ein zu einem thailändischen Abend in unserer Wohnung, wo wir exakt dieses Menü nachkochen werden :-)