Ich weiß mal wieder gar nicht wo ich anfangen soll, so sehr hat mich Melbourne (oder wie wir hier sagen ;-) Melben) bereits nach nicht mal 24 Stunden in seinen Bann gezogen. Wir sind beide schwer begeistert von dieser tollen Stadt, obwohl wir noch fast gar nicht gesehen haben. Ich versuche es einfach mal der Reihe nach:

In meinen zahlreichen Therapien habe ich gelernt fürsorglich mit mir umzugehen. So hat mein Ankunfts-Ich noch am Vorabend dafuer gesorgt, dass mein Gegenwarts-Ich den ersten Kaffee mit Milch bereits im Zimmer geniessen konnte. Kai wusste meine Fürsorge ebenfalls sehr zu schätzen. Unser Hotelzimmer ist eigentlich eher ein Apartment mit allem drum und dran und es gibt kein Frühstück im Hotel. So war der erste Kaffee im Bett mit australischen Keksen ein Genuss.
Nachdem wir uns frischgemacht hatten, ging erstmal auf Nahrungssuche und wir steuerten ein Lokal in einer der vielen kleinen „Lanes“ im Central Business District an. Das sind schmale Verbindungswege die das Strassenraster immer wieder durchbrechen. Die Guilford Lane war einfach schön, kleine nette Cafes, witzige Läden und die Wände waren voller Grünpflanzen und kleiner versteckter Kunst, die die Anwohner in einer Bürgerinitiative dort arrangiert haben.

Unser Frühstück im Café Krimper war hervorragend und so konnten wir dann frisch gestärkt auf Erkundungstour gehen.





Melbournes Innenstadt erinnert mich ein bisschen an Downtown San Francisco, es hat auch etwas von Toronto und dann ist es natuerlich auch vollkommen einzigartig. In jedem Fall gibt uns der erste Eindruck ein tolles Gefuehl. Auf einer Skala von 1-10, die bewertet, ob ich mir hier vorstellen koennte zu leben, erhält Melbourne eine 10 mit Sternchen.







Irgendwann sind wir soviel gelaufen und ich war schon total kaputt als wir endlich das Wollgeschäft ansteuerten, das ich mir von zu Hause schon auserkoren hatte. Ich habe vor, mir zum Andenken an diese Reise einen Koala aus lokaler Wolle zu stricken. Sie hatten was ich gesucht habe und mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht konnten wir uns zurueck ins Hotel machen.

Mittlerweile machte sich der Jetlag heftig bemerkbar und wir waren beide unfassbar müde. Zurück im Zimmer sind wir direkt in den Betten verschwunden und beide umgehend eingeschlafen. The struggle is real.
Nach zwei Stunden waren die Batterien wieder einigermaßen aufgeladen und wir sind zu einem Supermarkt in der Nähe gelaufen, um uns ein bisschen was zum Frühstück zu kaufen. Fuer mich gab’s Haferflocken, Joghurt und Obst und Kai hat sich mit Brot und Marmelade begnügt. Zurück in unserem Hotel sind wir kurzfristig mit dem Aufzug in den 28sten Stock gefahren. Dort oben befinden sich das Hotelgym und eine kleine Aussichtsterasse. Das Licht war toll und die Aussicht auf den Yarra River war wunderschön.



Kai ist später noch mal alleine spazieren gegangen und ich habe ein bisschen aufgeräumt. Ich bin ja eine absolute Chaotin, und schaffe es innerhalb von Minuten, meinen Kofferinhalt explodieren zu lassen. Kai war sehr beeindruckt von der Ordnung als er zurückkam.
Zum Abendessen gab es Sushi, welches wir uns mittags auf dem Heimweg gekauft hatten. Das war eigentlich fürs Mittagessen geplant, aber daraus wurde nix wegen akuter Müdigkeit.
Aus Erfahrung weiss ich, dass oft die zweite Nacht bei Reise in Richtung Osten am unangenehmsten ist. Man ist eben noch ein Stück in der alten Zeit, und noch nicht richtig in der neuen Zeit angekommen. Daher haben wir versucht, so lange wie möglich wach zu bleiben. Um halb elf ging es dann aber nicht mehr und nach direktem Kontakt mit der Matratze fielen uns die Augen ganz schnell zu.
Es war ein toller erster Tag in der quirligen, lauten und sehr lebendigen Stadt im Süden Australiens. Ich bin immer noch vollkommen fasziniert von dem Gedanken, dass wir es endlich hierher geschafft haben. Morgen geht es weiter. Volles Programm. Kai hats geplant. Ich bin gespannt.

























































































