Gestern habe ich mir mal ein Blogpäuschen gegönnt, da am Freitag fast ein reiner Fahrtag war. Aber wenn man es dann alles zusammen betrachtet, gibt es doch wieder ein bisschen was zu erzählen.

Am Freitag morgen waren wir noch auf dem Balkon in Airlie Beach und da haben uns beim Frühstück gleich drei Kakadus besucht. Die sehen wirklich so lieb aus. Hätte ich gedurft, hätte ich gerne mein Obst vom Frühstück mit ihnen geteilt. Aber am Balkon hing ein Zettel mit der Bitte, die frechen Gelbfederköpfe nicht zu füttern. Sie werden schon wissen warum 😉


Die Strecke zum naechsten Haltepunkt war ca. 475 km lang. Einfach fahren war die Devise, vieles, wo sich ein Stop unterwegs gelohnt hätte gab es ohnehin nicht.
Zwischendrin machten wir Mittagspause in einem kleinen Ort namens Sarina. Dort hatte ich uns das Roots Collective Café ergoogelt. Ein wirklich bezaubernder liebevoll geführter Coffeeshop mit tollem Essen.


Irgendwann am späten Nachmittag erreichten wir dann Rockhampton, eine Kleinstadt, die vor allem durch ihre Viehzucht einen Namen hat. Es schien eine reine Durchfahrtsdestination zu sein, denn vor Ort gab es eigentlich nur Motels. So waren wir auch an einer Durchgangsstrasse im Best Western Cattle City Motor Inn untergebracht. Mit der recht einfachen Behausunge setzte der Veranstalter hier gekonnt einen Kontrapunkt zu den bisher recht gemütlichen und komfortablen Unterkünften. 😂

Aber es war sauber und die Betten waren bequem. Was will man mehr. Und so ein Motel gibt einem auch das echte Roadtrip Gefühl.

Am Abend wieder einmal das gleiche Phänomen wie in Townsville zwei Nächte zuvor. Trotz Freitag Abend war die Innenstadt wie ausgestorben. Kaum etwas hatte geöffnet.



Etwas frustriert erinnerten wir uns, dass es direkt neben dem Hotel einen Aldi gab. Dort sind wir dann hin, und haben uns Zutaten fuer ein leckeres Mikrowellenmenü gekauft.


Am naechsten Morgen gab es wir immer die Trilogie aus Packen, Frühstück und Schwimmen. Trotz Schwimmbad direkt neben der Hauptstraße ließen wir uns das nicht nehmen. Und unsere kleines Frühstück direkt vor dem Zimmer sieht doch auch ganz nett aus 😉

Danach sind wir direkt an den Stadtrand und hoch in die Berge gefahren. Dort war naemlich der Mount Archer Nationalpark.






Mit diesen Exemplaren hatten wir dort oben besonderen Spass. Es handelt sich dabei um Kookaburras, und wenn die zwitschern, dann klingt es so, als wuerden sie dich hämisch auslachen. Soooo lustig.

Die bunten Lorikeets gab es schon in Cairns tausendfach. Sie sind einfach so wunderschön.

Es war ja mittlerweile Samstag und auch heute mussten wir wieder 350 Kilometer abarbeiten. Zwischendurch machten wir Halt in einem kleinen Ort namens Miriam Vale. Dort hatte ich wieder einen netten Coffeeshop gefunden. Der hatte leider zu und eine Dame sagte uns im vorbeigehen, dass heute alles geschlossen hat wegen dem grossen Rodeo im Ort.


Mein Herz schlug direkt höher. Ein echtes australisches Rodeo. Sofort schossen Bilder in meinen Kopf, von Cliff Barnes und Miss Ellie, JR Ewing wie er von Sue Ellen hämisch einen Drink ins Gesicht geschüttet bekommt. Die sind zwar amerikanisch, aber durch die ausgeprägte Viehzucht hier in Australien, sind Rodeos hier auch etwas ganz typisches. Vergleichbar bei uns mit einer Kirmes oder einem Schützenfest. Mehr Australien geht nicht. Sowas liebe ich ja. Echtes Lokalkolorit.
Leider kostete das aber 20 dollar pro Person. Für nur mal eben reinschauen erschien uns das etwas zu teuer. Und zum Bleiben hatten wir einfach keine Zeit. Hier verfluchten wir dann mal kurz diese sehr eng getaktete und vorgeplante Reise, die einfach keinen Raum für Spontanität lässt. Nächstes Mal machen wie es wieser wie gehabt. Australien ist ein wirklich unkompliziertes Reiseland. Hotels gibt es praktisch an jeder Ecke und außerdem ist es Nebensaison. Aber das hilft jetzt nix und so bin ich kurz vorgelaufen und habe ein liebes Gesicht gemacht. Für ein paar Fotos und mal kurz gucken durfte ich schnell umsonst rein.



Es war mittlerweile Nachmittag als wir unsere bisher schönste Unterkunft der Reise erreicht haben. Das Turtle Sands Hotel direkt am Meer kurz hinter Bundaberg. Hier hat es uns wirklich besonders gut gefallen. Der Stand davor ist vor allem bekannt für die Schildkröten, die jährlich zur gleichen Zeit am Jahresende dorthin kommen und ihre Eier ablegen. Bis Ende März ist dann Hatching Season, da schlüpfen die kleinen Minikröten und versuchen ihren Weg ins Meer zu finden.
Das muss ein tolles Schauspiel sein, aber die Saison haben wir knapp verpasst.

So machten wir am frühen Abend dennoch einen Spaziergang am Strand. Grundsätzlich ist der sowieso ab 6 geschlossen, damit mögliche Nachzügler noch ungestört schlüpfen können. Während der Saison kann man den Strand auch nur in einer geführten Kleingruppe besuchen. Alles scheint hier viel weniger auf Massentourismus ausgelegt zu sein, als damals bei den Pinguinen.



Zwei schöne aber anstrengenden Tage liegen jetzt also hinter uns. Heute ist Sonntag. Was jetzt kommt, klingt nach purer Entspannung. Wir freuen uns darauf.






















































































































































































