Am Donnerstag haben wir mal wieder eine Tour gebucht. Dieses Mal jedoch mit etwas mehr Bedacht, so haben wir eine kleinere Gruppe gewählt und etwas mehr auf die Rezensionen im Internet geachtet. Und die Recherche hat sich gelohnt. Wir wurden nicht enttäuscht und es war ein ganz wundervoller Tag mit ganz viel Natur und Australian Wildlife.
Wir wurden am Morgen gegen halb acht direkt am Hostel abgeholt und begrüßt hat uns freudestrahlend ein waschechter „Cairnser“ mit Namen Rohan. „Hi you must be Gabrielle?“ Unser Fahrzeug war ein umgebauter Truck mit nur 18 Sitzplätzen, und wir waren die letzten im Bus und wurden als „Team Germany 2“ vorgestellt. Wir sind eben überall. Ein reiselustiges Völkchen. Sollte man nicht meinen, das es dennoch so viele Menschen gibt, die in diesem Land braun/blau wählen. Reisen sollte eigentlich den Horizont weiten. Sorry, ich schweife ab 😂


Unser erster Stop führte uns zum Mount Alexandra Lookout, von dort hatte man einen wundervollen Blick auf das Meer und den davor liegenden Regenwald.


Direkt danach wurden wir zur Daintree Icecream Company gebracht. Einer Institution in der Gegend, die sehr leckeres Eis machen, vor allem aus tropischen Früchten. Manche davon kannte ich ueberhaupt nicht.

Wir bekamen den Signature Cup, wobei Mango und Kokos natuerlich alte Bekannte sind. Die beiden anderen jedoch waren mir total neu, Wattleseed besteht aus dem Samen einer Akazienpflanze und ist hier traditionell in Australien zu finden, der Geschmack ist nussig und sehr lecker. Black Sapote ist eine Khaki Art, aber in schwarz, sie wird auch Puddingfrucht genannt und schmeckt tatsächlich ein bißchen nach Schokoladenpudding. Ein fantastisches Gewächs.

Bei der Weiterfahrt habe ich mich im Bus nach vorne gesetzt nach dem unser Guide gefragt hat, ob das jemand möchte. Von dort hatte man eine prima Aussicht, als wir tiefer und tiefer in den Regenwald gefahren sind.
Die Schilder, die hier vor Wildwechsel warnen, zieren ein Bild des im Busch verbreiteten Cassowary, einem flugunfähigen Laufvogel. Eine direkte Sichtung ist jedoch gar nicht sicher. Umso aufgeregt waren alle, als direkt neben unserem Parkplatz am naechsten Stop ein besonders grosses Exemplar in all seiner Pracht seelenruhig dort stand und uns neugierig anschaute.

„Yay, we’re off to a good start“ sagte unser Guide, denn von hier ab sollte eine etwa einstündige Wanderung über hölzerne Wege mitten durch den uralten Regenwald gehen, einem Teil des Daintree National Parks.

Und hier kann ich mal wieder nur Superlative benutzen. Es war einfach wunderschön und eine ganz tolle Atmosphäre. Von überall konnte man Tierlaute vernehmen und das satte Gruen der hunderten verschiedenen Pflanzenarten war einfach traumhaft schön anzuschauen.

Riesengroße Strahlenpalmen, einfach toll! Zu denen habe ich einen besonderen Bezug, denn ich hatte mal die Aufgabe, diese Pflanze in einer Metallkonstruktion nachzubauen, mit einer Spannweite der Blätter von bis zu 6m. Das war eine statische Herausforderung. Wer es mal sehen moechte, zu „bestaunen“ auf der Aussenterrasse des Loop 5 in Darmstadt Weiterstadt.

Schmettegage!!!! De Maulwurfn war furchtbar aufgeregt.

Später zurück am Ufer dann die Warnschilder vor Krokodilen und den extrem gefährlichen Würfelquallen. Nein nein nein, schwimmen im Meer ist leider gar nicht möglich.







Besonders toll war dann auch die Sichtung eines Baumes, in dem sich dutzende Flughunde tummelten. Sie hingen da so rum und ich konnte in aller Ruhe mein Tele aufschrauben, um die possierlichen braunen Teddybären im Batman Kostüm zu fotografieren. Das sind dann immer die Momente, in denen mein Hobby Fotografinnen Herz Purzelbäume schlägt. Sind die nicht drollig?



Später haben wir noch gemeinsam zu Mittag gegessen und ein kühlende Bad in einem glasklaren Bachlauf genommen, dieser sei angeblich vollkommen ungefährlich. Alle gingen rein und Kai hat versucht, sich von einer Liane direkt ins Wasser zu schwingen. Das war schon etwas ulkig und alle umstehenden hatten was zu lachen und es gab Applaus für seinen Mut. Das ist eben einfach das schöne an kleineren Gruppen, man kommt mit allen mal ins Gespräch und das macht so viel mehr spass.


Das absolute Highlight des Tages sollte jedoch noch kommen, eine etwa einstündige Fahrt auf dem Daintree Fluss, in dem einige Exemplare des größten lebenden Salzwasserkrokodils beheimatet sind. Man hat uns keine grosse Hoffnung auf eine Sichtung gemacht, da die Brühe vom vielen Regen braun war und der Wasserstand entrprechend hoch. Naja, egal, die Fahrt war trotzdem schoen. Aber dann, was war das, unsere Bootsführer steuerte eine Sandbank am Ufer an und da lag er, ein männliches ca. 5 m langes Exemplar eines australischen Salzwasser-Leistenkrokodils. Verrückt und absolut atemberaubend. So faszinierend er auch aussieht, dem moechte man nicht zu Nahe kommen. Der reißt einem nicht nur mal eben ein Bein aus. Wenn er seine Beute hat, dann wird diese erstmal ertränkt und mit der sogenannten Todesrolle (kennt man sicher aus dem Fernsehen) in seine Einzelteile zerlegt. Huiuiui. Nein, ich betone nochmals. Ins Wasser gehen wir hier nicht.

So ein Teleobjektiv ist wirklich sehr nützlich. Besonders bei der Krokodilfotografie.


Wie schon eingangs gesagt, der Tag war schön. Wir hatten eine ganz tolle Zeit, kaputt waren wir aber schon, als wir abends gegen sechs wieder zurueck im Hostel waren. Das wars jetzt aber erst mal mit den gebuchten Touren, ab morgen gibt es zwei Ruhetage hintereinander, bevor am Sonntag dann der eigentlich Urlaub anfängt 😂




















































































































