Für Montag hatten wir uns noch mal einen Ausflug gebucht, bereits von Deutschland aus. Es sollte mit dem Bus zur berühmten Great Ocean Road gehen. Angeblich eine der schönsten Küstenstraßen der Welt.
Der Tag startete sehr früh, der Wecker klingelte bereits um halb 7 am Morgen. Aus Gründen, die ich noch nicht so richtig erklären kann, macht mir das jedoch gar nichts aus. Und das auch noch mit Jetlag, da schläft man sonst immer bis in die Puppen und kommt morgens kaum aus dem Bett. Schon verwunderlich irgendwie, speziell im Hinblick auf meine derzeitige gesundheitliche Situation.
Gleich um die Ecke vom Hotel wartete ein Bus auf uns, der Fahrer hakte unsere Namen ab und wir stiegen wir die coolen Kids von früher ganz hinten im Bus ein.

Zunächst ging die Fahrt aus Melbourne heraus und dann immer weiter südwestlich bis an die Küste. Von da hieß es in loser Reihenfolge: Aussteigen, knipsen und wieder einsteigen. Wieder eine Abfertigung der Massen, schade. Warum wir gleich zweimal so eine Tour machen willst du wissen? Na weil beide vorher fest gebucht waren und wir da jetzt nun mal drin stecken ;-) . Beim eigentlich Highlight, den wirklich sehr bekannten 12 Aposteln, die mittlerweile nur noch zu siebt sind, drängten sich die Massen dicht an dicht entlang der gut ausgebauten Wege zu den diversen Aussichtspunkten.

London Bridge (has fallen)







Irgendwann erreichten wir eine kleine Küstenstadt namens Apollo und dort machten wir endlich mal länger als 5 Minuten Pause, eine ganze Stunde nämlich. Die nutzten wir, um mal eben vor ans Meer zu gehen und spaeter noch eine Tasse Kaffee zu trinken. Dort hat es uns gut gefallen. Es herrschte eine angenehme und ruhige Atmosphäre.

Später ging die gesamte Strasse wirklich nur noch direkt am Meer entlang, und das fuer fast eine Stunde. Der Himmel war blau mit ein paar Wolken, das Licht war toll und die Fahrt hat richtig Spass gemacht.
Es folgte ein weitere kurzer Pinkelstop in einem Küstenort namens Lorne, dort warteten zahlreiche Surfer gemeinsam auf die Wellen. Auf der Wiese am Strand tummelten sich die putzigen weißen Kakadus mit dem gelben Puschel auf dem Kopf.



Weil wir insgesamt gut in der Zeit lagen wurden wir nochmal mit einem kurzen Abstecher belohnt, unser Guide wollte uns freilebende Kängurus zeigen. Er war sich seiner Sache sehr sicher, ich war jedoch skeptisch. Tiere in der freien Natur zu sehen ist immer wieder Glueckssache. Während ich das noch dachte tauchten zwei Koalas in den strassenbegleitenden Eukalyptusbäumen auf. Der Fahrer machte halt und alle stiegen aus und beobachteten die beiden putzigen Beuteltiere. Eines, wie es in aller Seelenruhe hoch oben im Baum seine Lieblingsspeise knabberte, Eukalyptusblätter, während sein Kamerad neben ihm tief und fest schlief. Ein Koala schläft bis zu 20 Stunden am Tag, den Rest der Zeit frisst er seine Eukalyptusblätter. Grundsätzlich fühle ich mich dem Tier sehr verbunden 😂


Zu guter Letzt brachte uns der Fahrer dann in ein Wohngebiet mit angeschlossenem Golfplatz. Dort auf einmal tauchten sie auf, mindestens 20 Kängurus sassen verteilt auf dem glattgeschorenen Golfrasen und knabberten vor sich hin. Aaaaah, das ist kaum zum Aushalten. Echte, wildlebende Roos (wie die Aussies sagen). Wir konnten unser Glück gar nicht fassen. Ich liebe einfach solche Tiersichtungen. Stundenlang könnte ich da einfach nur sitzen und zuschauen.


Es war mittlerweile schon halb sechs am Nachmittag und ich war hundemüde. Kein Wunder. Glücklicherweise war es die letzte Station und ab hier ging es wieder auf die Autobahn direkt zurueck nach Melbourne. Um kurz nach sieben waren wir wieder zurueck im Hotelzimmer.
Eigentlich wollten wir unbedingt noch mal in eins dieser sehr authentisch aussehenden chinesischen Lokale gehen, die ueberall in der Stadt verteilt sind. Aber ich war einfach zu kaputt, ausserdem mussten wir ja noch packen. Kai hat uns nochmals das sehr leckere Sushi besorgt und wir haben in aller Ruhe im Zimmer gegessen.

Morgen werden wir Melbourne verlassen und uns in eine vollkommen andere Gegend von Australien begeben. Mal sehen wo es hingeht. Ich werde auf jeden Fall berichten.














































































































