Jetzt ist es also so weit. Nach viereinhalb Wochen verlassen wir dieses wundervolle Land. Mal sehen, wann wir uns wiedersehen.
Was werden wir am meisten vermissen? Die schönen Spaziergänge am Strand, die wahnsinnig aufgeschlossenen Menschen, das Koala und Känguru Suchen … die tägliche Abwechslung und das Entdecken neuer Gegenden oder am Ende ganz einfach dieses tolle Gefühl zu Reisen.
Worauf freue ich mich aber auch? Auf das Gefühl, zu Hause den Schlüssel im Schloss umzudrehen, auf richtig gutes, krustiges und körniges Brot, auf Freunde, Familie und die Miezekatzen natürlich. Und ja: auf Ruhe. Das klingt für viele sicher ironisch, aber so eine Reise ist ein Vollzeitjob für die Sinne. Mental bin ich zwar völlig „resetet“, aber körperlich fühle ich mich, als hätte ich einen Marathon hinter mir. Ich bin sehr gespannt, wie mein Körper jetzt darauf reagiert.
Während ich das hier schreibe, sitzen wir gemütlich im Flugzeug nach Ho-Chi-Minh-Stadt – oder Saigon, wie es früher hieß (was so viel schöner klingt). Gestern Abend sah die Lage allerdings noch etwas anders aus …
Wir saßen gerade auf der Fähre zurück zum Hotel und hingen unseren Gedanken nach, als Kai seine Mails checkte. Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Wir wurden unfreiwillig von der Premium Eco in die normale „Holzklasse“ degradiert. Waaaaas?! In meinem Kopf sah ich uns schon 13 Stunden lang mit den Knien an den Ohren festsitzen.
Telefonate und Emails ergaben nur: Flugzeugtyp geändert, Premium Eco gestrichen. Punkt. Können die doch nicht machen, stellt sich raus, sie können.
Später kam dann aber noch eine Nachricht von der Fluggesellschaft.
Vietnam Airlines bot uns drei Optionen: Eine Woche länger bleiben (mein Herz sagte sofort ja!), eine lächerlich niedrige Entschädigung oder – ein „Skysofa“.
Ein Skysofa? Ich hatte davon mal im Internet gelesen. Man bekommt eine ganze Dreierreihe für sich, die mit einer Auflage zur ebenen Liegefläche umgebaut wird. Fast wie ein echtes Bett über den Wolken! Wir pokerten und sagten zu.
Es dauerte bis nach Mitternacht, bis die Bestätigung für das Skysofa eintrudelte. Verbunden mit der Nachricht, dass sich der Abflug um eine Stunde verspätet. Good News fuer uns, denn so konnten wir noch mal das leckere Frühstück im Hotel geniessen.


Für ein wenig Extra-Adrenalin bin ich ja immer gut: Trotz Kais „zärtlicher“ Ermahnungen heute Morgen habe ich mein iPad auf dem Nachttisch liegen lassen. Es war exakt so grau wie die Tischplatte und tarnte sich perfekt. Erst am Flughafen kam der Schockmoment: Sch****!
Dank vieler Telefonate und eines flinken Uber-Fahrers, der das gute Stück im Hotel rettete und im Slalom zum Terminal brachte, ging alles gut. 25 Euro für eine Lektion in Sachen Aufmerksamkeit – ein fairer Deal.
Dabei war der gestrige Tag davor so herrlich entspannt. Die Fahrt mit den zwei Fähren von der Pyrmont Bay nach Manly ist ein Muss! Erst wirkte Manly etwas überlaufen (wir Touristen schimpfen ja gerne über andere Touristen 😉), aber ein paar Schritte nach rechts und alles wurde ruhig.







Wir fanden einen kleinen Rockpool und sind zum Abschied noch mal ins kühle Nass gesprungen. Das Wasser war glasklar und für einen Moment fühlte es sich in einem kleinen Strandcafé daneben an, als wären wir in Griechenland gelandet. Das war wirklich nett.



Hier schließt sich der Kreis, denn auf der Heimfahrt von Manly haben wir dann von dem Downgrade erfahren.




Ehrlich gesagt hat uns das Flug-Chaos erst mal die Stimmung vermasselt. Mit viel therapeutischer Erfahrung meinerseits sagten wir uns: Nicht mit uns! Wir lassen uns das Finale nicht verderben.
Nach dem Packen zog es uns noch einmal vor an die Bucht, wir wollten eigentlich nur noch mal einen kleinen Abendspaziergang machen. Doch plötzlich vibrierte die Luft: laute südamerikanische Rhythmen! Schon wieder Salsa-Nacht, dieses Mal unter einer Autobahnbrücke am Hafen.


Hunderte Menschen wirbelten dort im Kreis, das Licht der Stadt spiegelte sich im Wasser, und die Musik riss uns einfach mit. Da wir von der Schrittfolge so viel Ahnung haben wie ein Koala vom Fliegen, haben wir einfach wild improvisiert. Aber hey, der Vibe war unschlagbar! Unser neuer Vorsatz: Ein Tanzkurs zu Hause muss her. Mal schauen, ob wir das bis zum nächsten Urlaub durchziehen. Mit einer geteilten Pizza als anschliessend er Mitternachtssnack war das ein absolut würdiger Abschluss für einen absolut traumhaft schönen Urlaub.
Jetzt sind wir fast in Saigon. Dann sechs Stunden Beine vertreten, bevor der lange Ritt nach Frankfurt beginnt. Tja, das ist das Opfer für eine Reise ans Ende der Welt – aber jede Sekunde war es wert.

Neues Update: wir sind heute morgen im Viertel nach 7 in Frankfurt gelandet und mittlerweile wieder gut zuhause angekommen.
Vielen Dank euch allen fürs Mitlesen, Mitfühlen und die vielen lieben Nachrichten. Wir haben uns jedes Mal riesig gefreut! Ich hoffe, unsere digitalen Postkarten habem euch ein bisschen Freude gemacht.
Bis zur nächsten Reise …















































































































































































































