Es gibt an der Ostküste einen Strand, an dem sich morgens zum Sonnenaufgang Kängurus und Wallabys treffen, um dort nach Algen zu suchen. Der Strand ist Teil des Cape Hillsborough Nature Parks. Um dort rechtzeitig zum Sonnenaufgang zu sein, hätten wir am Freitag ganz früh im Hotel in Airlie Beach aufbrechen müssen.
Spätestens um 4 in der Nacht hätten wir losfahren müssen. Wir haben darüber ernsthaft nachgedacht, uns dann aber doch schweren Herzens dagegen entschieden. Es wäre einfach zu viel geworden.
Umso aufgeregter war ich, als ich bei der Fahrt in Richtung Turtle Sands Hotel die vielen typischen gelben Schilder mit dem schwarzen Känguru gesehen habe. Die warnen davor, dass die australischen Beuteltiere meist Nachts plötzlich die Strasse überqueren.
Ich fragte beim Check In nach und man sagte uns, mit etwas Glück könne man welche sehen. Natürlich zum Sonnenauf- oder untergang auf einer Wiese hinter dem Anwesen.
So versuchten wir unsere Glück bereits am Abend, aber bis auf ein paar Stechmücken war nichts los.
Ein erneuter Versuch sollte am nächsten Morgen stattfinden. So kam es, dass wir um Viertel vor sechs schon angezogen auf der noch dämmrigen Straße hinter der Hotelanlage Ausschau nach den Roos hielten und plötzlich unseren Augen nicht trauten.
Ein Känguru nach dem anderen hoppelte aus dem Gebüsch über die Strasse auf die grosse Wiese nebenan. Fünf Stück waren es insgesamt und es war einfach toll. Die Sichtung dieser einzigartigen Tiere hat daher einen eigenen Beitrag verdient.
Das ist genau das gleiche wie beim Wildwechsel in der Heimat. Die Tiere starren in die Scheinwerfer und bleiben mitten auf der Strasse stehen. Dieses hier hat es sicher über die Strasse geschafft. Leider haben wir auf dem gesamten Weg aber bisher schon mindestens 6 oder 7 überfahrene Kängurus oder Wallabys am Straßenrand liegen sehen. So traurig.
Ganz schön muskulös. Da moechte man lieber nicht zu nahe kommen. Dank Teleobjektiv war dann doch diese Aufnahme möglich. Und ja, es hat mich beobachtet. Ich war aber sicher hinter dem Gebüsch und weit genug weg 😉
Wir waren beide total happy, so viele davon in der freien Natur beobachten zu können. Das frühe Aufstehen hat sich total gelohnt.
Heute mal ein Beitrag in eigener Sache, Achtung lang 😉
Da ich immer mal wieder gefragt werde, wie mir diese doch recht anstrengende Reise mit meinem aktuellen Gesundheitszustand bekommt, versuche ich mal ein Update zu geben.
Nicht alle, die hier lesen, wissen bescheid ueber meine Situation. Auch im Zuge der Sichtbarmachung dieser Erkrankung hier noch mal eine kurze Erläuterung:
Ich leide seit der Corona Zeit (etwa 2021) am Chronique Fatigue Syndrom. Gemäß der Einstufung der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS, habe ich eine milde bis moderate Symptomatik. Das finde ich ein bisschen witzig, denn das Wort „mild“ suggeriert irgendwie als hätte ich ein bisschen Unwohlsein. Ich zähle mal die meine Symptome auf:
Erschöpfung, andauernd, nicht nur müde, sondern wirklich fertig! Die Batterie ist niemals voll, auch nach einer Nacht mit recht gutem Schlaf.
Starke Kopfschmerzen, bei denen keine Tablette hilft, die sind meist über mehrere Stunden und in schlechten Zeiten fast täglich
Gelenkschmerzen, oft wechselnd, mal das Knie, Hüfte, Schulter, Handgelenk, Füsse, you name it, bis ich den passenden Termin beim Orthopäden habe, tuts oft schon ganz wo anders weh.
Empfindlichkeit gegenüber lauten Geräuschen, vor allem wenn vieoes durcheinander passiert
Halsschmerzen und Husten
Kann mich sehr gut mit dem Koala identifizieren. 20 Stunden schlafen am Tag, ansonsten füttern 😂
Ich glaube das war es erst mal, ich habe zahlreiche Termine bei diversen Ärzten hinter mir, vom Kardiologen, HNO, Orthopäden, Neurologen etc. Organisch ist alles in Ordnung. Meistens bekomme ich gesagt, es sei alles psychisch und ich haette sicher eine Depression. F/U möchte ich dann sagen. Ich weiss verdammt noch mal sehr gut, wie sich eine Deoression anfühlt und ich-bin-nicht-depressiv. Es war oft zum verrueckt werden. Mir ist natuerlich klar, daß Koerper und Geist zusammenhängen, aber so einfach ist es dann eben noch nicht.
Dank Kais andauernder Recherche im Internet habe ich nun eine tolle Ärztin gefunden. Frau Dr. Bettina Müller aus Frankfurt. Auch wenn sie selbst, wie derzeit alle im Dunkeln tappt, was diese Erkrankung angeht, so hört sie immer zu, ist neuem gegenüber aufgeschlossen und sehr pragmatisch. Sie rollt nicht mit den Augen, wenn man mal wieder was neues im Internet gelesen hat. Ich bin froh dass ich sie gefunden habe. Ich bin seit fast zwei Jahren in Behandlung bei ihr und wir haben schon vieles ausprobiert.
In jedem Fall hat die Krankheit mein Leben stark verändert. Ich bin permanent so stark erschöpft, dass manchmal selbst aufrechtes Sitzen zu anstrengend ist. Es gibt Tage, da liege ich nur im Bett und kann kaum aufstehen.
Meine Arbeit als Architektin konnte ich immer weniger ausüben. 8 Stunden waren gar nicht mehr möglich. In der Regel habe ich 2 bis 4 Stunden im Büro geschafft. Die Energie die ich am Morgen aufbringen musste, es überhaupt ins Büro zu schaffen, war oft schon so kräftezehrend, wenn ich dann nach der kurzen Arbeitszeit nach Hause gekommen bin, ging es direkt wieder ins Bett. Es blieb kaum noch Zeit für wirklich schöne Dinge.
Daher habe ich zusammen mit Kai irgendwann eine harte Entscheidung getroffen, nämlich vorerst meinen Job zu kündigen bzw. auf Eis zu legen. Am 6. März habe ich aufgehört zu arbeiten. Erstens verspreche ich mir davon den Stress massiv zu reduzieren, und zweitens die wenige Lebenszeit die ich aktuell habe, wenigstens ein bisschen besser nutzen zu koennen. Ich bin nicht krank geschrieben, beziehe kein Arbeitslosengeld und liege somit dem Staat nicht auf der Tasche. Dass wir uns das so leisten können ist ein enormes Privileg und ich schätze es wirklich sehr.
So, jetzt zurück zur Frage vom Anfang. Wie geht es mir denn nun. Tja, was soll ich sagen. Mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Kai und ich können es momentan selbst noch nicht so richtig fassen. Ich bin auf einem normalen Level müde, der jeweiligen Tagedaktivität angemessen.
Dazu gibt es zwei Theorien:
Erstens habe ich mein Stresslevel durch die Aufgabe des Jobs so stark reduziert, dass das zentrale Nervensystem wieder besser im Gleichklang sein könnte.
Zum Zweiten nehme ich seit Mitte März ein neues Off-Label-Medikament. Es heisst Ability und ich bekomme es in einer sogenannten Low-Dose Anwendung. Es ist eigentlich gegen Schizophrenie und Psychosen, hat aber in der Long-Covid Szene einigen Menschen Linderung der Hauptsymptome gebracht, Erschöpfung und der grauenvolle Brain-Fog.
Mir geht es momentan tatsächlich so gut wie schon lange nicht mehr. Seit wir in Australien sind, stehe ich jeden Morgen frueh auf. Wir gehen zwar meist auch früh ins Bett, aber dazwischen geht es ganz oft ohne Nap. Ich kann zwar keine Bäume ausreißen aber es ist schon sooo viel besser, wie es zuletzt war.
Ich mache alles mit, jede kleine Wanderung und jede Aktion. Ich will alles mitnehmen und erleben. Es macht sehr viel spass.
So und jetzt drückt mir mal die Daumen, dass es nicht zur ein kurzes Aufflackern ist. Zuhause sind schon wieder zig Arzttermine in der Warteschleife. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, das ich den Mist irgendwann wieder los bin.
PS. : Es gibt fast nichts, was ich in den vergangenen 5 Jahren nicht schon ausprobiert haette, sowohl schulmedizinisch als auch homöopathisch. Blutwerte sind unter Dauerkontrolle. Ich mache regelmäßig Sport, versuche mich gesund zu ernähren und versuche alles, was aktuell in der Diskussion ist. Eventuelle Tips im Sinne von Eisenmangel oder Nahrungsergänzungsmittel aller Art, ich kenne sie alle 😘
Gestern habe ich mir mal ein Blogpäuschen gegönnt, da am Freitag fast ein reiner Fahrtag war. Aber wenn man es dann alles zusammen betrachtet, gibt es doch wieder ein bisschen was zu erzählen.
Am Freitag morgen waren wir noch auf dem Balkon in Airlie Beach und da haben uns beim Frühstück gleich drei Kakadus besucht. Die sehen wirklich so lieb aus. Hätte ich gedurft, hätte ich gerne mein Obst vom Frühstück mit ihnen geteilt. Aber am Balkon hing ein Zettel mit der Bitte, die frechen Gelbfederköpfe nicht zu füttern. Sie werden schon wissen warum 😉
Die Strecke zum naechsten Haltepunkt war ca. 475 km lang. Einfach fahren war die Devise, vieles, wo sich ein Stop unterwegs gelohnt hätte gab es ohnehin nicht.
Zwischendrin machten wir Mittagspause in einem kleinen Ort namens Sarina. Dort hatte ich uns das Roots Collective Café ergoogelt. Ein wirklich bezaubernder liebevoll geführter Coffeeshop mit tollem Essen.
Irgendwann am späten Nachmittag erreichten wir dann Rockhampton, eine Kleinstadt, die vor allem durch ihre Viehzucht einen Namen hat. Es schien eine reine Durchfahrtsdestination zu sein, denn vor Ort gab es eigentlich nur Motels. So waren wir auch an einer Durchgangsstrasse im Best Western Cattle City Motor Inn untergebracht. Mit der recht einfachen Behausunge setzte der Veranstalter hier gekonnt einen Kontrapunkt zu den bisher recht gemütlichen und komfortablen Unterkünften. 😂
Aber es war sauber und die Betten waren bequem. Was will man mehr. Und so ein Motel gibt einem auch das echte Roadtrip Gefühl.
Am Abend wieder einmal das gleiche Phänomen wie in Townsville zwei Nächte zuvor. Trotz Freitag Abend war die Innenstadt wie ausgestorben. Kaum etwas hatte geöffnet.
Etwas frustriert erinnerten wir uns, dass es direkt neben dem Hotel einen Aldi gab. Dort sind wir dann hin, und haben uns Zutaten fuer ein leckeres Mikrowellenmenü gekauft.
Am naechsten Morgen gab es wir immer die Trilogie aus Packen, Frühstück und Schwimmen. Trotz Schwimmbad direkt neben der Hauptstraße ließen wir uns das nicht nehmen. Und unsere kleines Frühstück direkt vor dem Zimmer sieht doch auch ganz nett aus 😉
Danach sind wir direkt an den Stadtrand und hoch in die Berge gefahren. Dort war naemlich der Mount Archer Nationalpark.
Mit diesen Exemplaren hatten wir dort oben besonderen Spass. Es handelt sich dabei um Kookaburras, und wenn die zwitschern, dann klingt es so, als wuerden sie dich hämisch auslachen. Soooo lustig.
Die bunten Lorikeets gab es schon in Cairns tausendfach. Sie sind einfach so wunderschön.
Es war ja mittlerweile Samstag und auch heute mussten wir wieder 350 Kilometer abarbeiten. Zwischendurch machten wir Halt in einem kleinen Ort namens Miriam Vale. Dort hatte ich wieder einen netten Coffeeshop gefunden. Der hatte leider zu und eine Dame sagte uns im vorbeigehen, dass heute alles geschlossen hat wegen dem grossen Rodeo im Ort.
Mein Herz schlug direkt höher. Ein echtes australisches Rodeo. Sofort schossen Bilder in meinen Kopf, von Cliff Barnes und Miss Ellie, JR Ewing wie er von Sue Ellen hämisch einen Drink ins Gesicht geschüttet bekommt. Die sind zwar amerikanisch, aber durch die ausgeprägte Viehzucht hier in Australien, sind Rodeos hier auch etwas ganz typisches. Vergleichbar bei uns mit einer Kirmes oder einem Schützenfest. Mehr Australien geht nicht. Sowas liebe ich ja. Echtes Lokalkolorit.
Leider kostete das aber 20 dollar pro Person. Für nur mal eben reinschauen erschien uns das etwas zu teuer. Und zum Bleiben hatten wir einfach keine Zeit. Hier verfluchten wir dann mal kurz diese sehr eng getaktete und vorgeplante Reise, die einfach keinen Raum für Spontanität lässt. Nächstes Mal machen wie es wieser wie gehabt. Australien ist ein wirklich unkompliziertes Reiseland. Hotels gibt es praktisch an jeder Ecke und außerdem ist es Nebensaison. Aber das hilft jetzt nix und so bin ich kurz vorgelaufen und habe ein liebes Gesicht gemacht. Für ein paar Fotos und mal kurz gucken durfte ich schnell umsonst rein.
Es war mittlerweile Nachmittag als wir unsere bisher schönste Unterkunft der Reise erreicht haben. Das Turtle Sands Hotel direkt am Meer kurz hinter Bundaberg. Hier hat es uns wirklich besonders gut gefallen. Der Stand davor ist vor allem bekannt für die Schildkröten, die jährlich zur gleichen Zeit am Jahresende dorthin kommen und ihre Eier ablegen. Bis Ende März ist dann Hatching Season, da schlüpfen die kleinen Minikröten und versuchen ihren Weg ins Meer zu finden.
Das muss ein tolles Schauspiel sein, aber die Saison haben wir knapp verpasst.
So machten wir am frühen Abend dennoch einen Spaziergang am Strand. Grundsätzlich ist der sowieso ab 6 geschlossen, damit mögliche Nachzügler noch ungestört schlüpfen können. Während der Saison kann man den Strand auch nur in einer geführten Kleingruppe besuchen. Alles scheint hier viel weniger auf Massentourismus ausgelegt zu sein, als damals bei den Pinguinen.
Zwei schöne aber anstrengenden Tage liegen jetzt also hinter uns. Heute ist Sonntag. Was jetzt kommt, klingt nach purer Entspannung. Wir freuen uns darauf.
Am Donnerstag ging es mal wieder früh los. Mittlerweile stehen wir immer früher auf, sodass wir nach dem Schwimmen und Frühstücken bereits kurz nach 8 Uhr auf dem Weg zum Hafen von Airlie Beach waren. Hier bleiben wir, wie bereits erwähnt, zwei Nächte und haben für heute einen Tagesausflug zu den berühmten Whitsunday Islands geplant. Ein absolutes Muss, wenn man in dieser Gegend ist!
Um halb neun wären wir bereits an Bord des Katamarans. Die Tour habe ich ausgesucht, weil sie wirklich gut bewertet war und viele geschrieben haben, dass das keine Massenabfertigung ist. Es fahren täglich zahlreiche Boote raus auf die Inseln und das kann schon voll werden.
Auf der Hinfahrt am Morgen standen wir lange draußen und genossen die schnelle Fahrt. Die warme Luft und der Wind taten gut. Unsere Gesichter waren natürlich sehr gut eingecremt. 😜
Die Tour bestand aus zwei Teilen: einem Besuch des Whitehaven Beach inklusive Baden sowie einem Schnorchelausflug. Hier würden wir also zum ersten Mal Kontakt mit dem australischen Meer bekommen. Dafür bekamen wir einen sogenannten Stinger Suit, eine Art eng anliegenden Lycra-Anzug, der zuverlässig vor Berührungen mit den gefährlichen Tentakeln der Quallen schützt. Ich gebe gerne zu, dass ich mich zusätzlich zur Gefahr, die von diesen Wesen ausgeht, auch noch furchtbar vor den Geleefischen ekele. Ich würde mittlerweile sogar Spinnen anfassen. Aber vor den Quabbelviechern graust es mir.
Umso mehr freute es mich zu erfahren, dass es fast schon das Ende der Stinger Season ist und nicht mehr so viele zu sehen sind. Gut so, aber mulmig war es mir schon.
Nach etwa eineinhalb Stunden erreichten wir den langen, weißen Whitehaven Beach und wurden mit einem kleineren Tenderboot an Land gebracht.
Der Sand war so pudrig fein, er quietschte beim Laufen.
Das Wasser war absolut klar und von Quallen war weit und breit keine Spur. Yippie!
Es gab dann noch eine kleinere Wanderung zu einem Lookout mit einer fantastischen Aussicht.
Jaja, ich weiss, das Hütchen sieht etwas albern aus 😂🤣 Aber wen interessiert das schon. Den habe ich mal in Thailand gekauft und es ist gleichzeitig auch ein Fächer.
Nach dem morgendlichen Strandbesuch gab es Mittagessen auf dem Boot, dort plauderten wir nett mit den Mitreisenden. Unter anderem mit einem Paar aus England, die vor zwanzig Jahren ueber ein Work-and-Travel Visum ins Land kamen und hier hängen geblieben sind. Jetzt leben sie mit ihren Kindern in Melbourne. Da kommt man ja glatt auf Ideen 😉
Nach dem Mittagessen ging es zum Schnorcheln. Wir wurden mit dem Kleinboot zu einem nahegelegenen Korallenriff gebracht. Auf der Fahrt dorthin hat die Bootsführerin „Sweet Child of Mine“ laut aus den Boxen schallen lassen und dabei das Boot in schnellen waghalsigen Bewegungen ueber das Meer schlingern lassen. Das war sehr lustig, man wurde ordentlich nass und Axl Rose hat sein bestes dazu beigetragen.
Vom Schnorchelgang selbst kann ich keine Bilder bieten. Wir hatten leider keine Unterwasserkamera. Da muss ich irgendwann noch mal aufstocken. Hier musst du dich also auf mein Wort verlassen wenn ich sage, dass es natuerlich wunderschön war. Die Korallen waren echt krass und anders als die, die wir schon im roten Meer gesehen hatten. Sie waren größer und es gab eine enorme Vielfalt an Farben und Formen. Dazu bunt leuchtende Fische und als Highlight zwei der ganz besonders tollen Meeresschildkröten. Eine schwamm direkt hinter mir nach oben, um Luft zu holen. Es sieht einfach so toll aus, wie sie sich mit ihrem Panzer schwerelos unter Wasser bewegen.
Der Tag war ganz ganz toll und die Crew war super nett und freundlich und hilfsbereit. Ein wirklich gelungener Ausflug mit ZigZag Whitsunday. Der Tag hat grossen Spass gemacht. Um kurz nach 5 waren wir wieder an Land
Abends gab es dann mal wieder ein Dinner im Restaurant. Wir waren eigentlich schon müde, hatten aber auch keine Lust mehr, noch einzukaufen und zu kochen. Es gab noch mal Fish & Chips direkt am Meer.
Wir brauchen Energie fuer den morgigen Tag, denn da haben wir die bisher längste Tagessttecke zu überwinden.
Erkenntnis des Tages: Warum heisst es immer Mann über Bord? Weil Frauen schlau genug sind und nicht über die Reeling fallen.
Wieder ein neuer Tag auf der Route nach Süden. Ein ganz normaler Mittwoch. Wie immer starteten wir den mit einem kurzen Sprung in den Pool. Dieser war heute etwas Besonderes, er befand sich hoch oben im 20. Stock des Grand Chancellor Hotels in Townsville. Die Aussicht von oben war natuerlich toll.
Oben trafen wir einen der Property Guys und ich fragte ihn, warum es trotz Tuer nach draussen, nochmals eine zusätzliche Absperrung gibt. Irgendwie total sinnlos fuer unser Verständnis. Es erklärt sich mit australischen Bauvorschriften. Die geben naemlich vor, dass jeder Swimming Pool zusätzlich einen kindersicheren Zugang hat. Nichts dagegen einzuwenden, haette man nur auch schon mit der ersten Tür machen können 😜 Wir fachsimpelten ueber unnütze Bauvorschriften in unseren jeweiligen Ländern und scheinbar gibt es da auch in Australien sehr viel Bürokratie. Don’t get me started on the Bundesbauministerin 😜
Nach einem spartanisch Frühstück im Doppelzimmer ging die Packroutine los. Bisher funktioniert das System tadellos. Auch wenn es auf diesem Bild gerade nicht so aussieht 🤣 habe ich ziemlich genau 12 Minuten gebraucht, um das Chaos wieder zu beseitigen.
Dieses Mal hatten wir ca. 3, 5 Stunden Autofahrt vor uns, wobei direkt nach einer halben Stunde der heutige Tagesstop kam. Das Billabong Sanctuary beherbergt lauter australische Tiere, die irgendwo oder irgendwann auf Rettung angewiesen waren, daher auch der Name Sanctuary.
Da isser schon mutig der Kai. Warten wird mal ab, bis die echten Krokofanten auftauchen 😄
Wir waren ja schon mal am Anfang in einem solchen Gehege, aber ich kann einfach nicht genug von den australischen Beuteltieren bekommen. Kai hat vollstes Verständnis dafür.
Es folgt nun in loser Abfolge eine Reihe von Tieren, die ich vor dir Linse bekommen habe.
Dieser freundliche Geselle sass ganz entspannt auf einem Ast und hat gefrühstückt. Ein wunderschönes Federvieh. Den hier haette ich eigentlich die ganze Zeit nur anstarren können. Dieses Schlafgesicht ❤️❤️❤️ Ein Roo mit einem Joey (so nennen die Aussies hier die Känguru Babys) – die Mama trägt nur 36 Tage und gebärt ein bohnengrosses Mini-Roo. Das klettert dann in den Beutel und wächst von dort aus. Ich hatte nicht zu hoffen gewagt, ein Junges zu sehen. Umso toller war dieser Anblick. Dieses Baumkänguru ist mal eben von seinem Fressplatz auf den Baum geklettert, um von mir fotografiert zu werden. So war es ganz sicher. 😉 Der pinkfarbene Kakadu Ein Pademelon, eine Art Mini- Känguru Die echten Billbys haben sich gerade nicht gezeigt. Daher mußten wir mit diesem hier vorlieb nehmen. Der dient in Australien übrigens als Osterhase. Hier kommen dann die echten Kollegen. Eine Fütterung im Crocodile Dundee Style ist sehenswert. Gaby und das WombatUnd hier mal ein echtes Wombat in seinem Kämmerchen. Er kann natuerlich von da aus ins Freigehege und hat ein riesiges unterirdisches Tunnelsystem.Ich liebe die Erdmännchen ❤️
Nach dem Besuch im kleinen Tierparadies hieß es nun erst mal 3 Stunden Straße hinter sich lassen. Erwähnenswert ist hier ein kurzer Lunch Stop in einem kleinen Ort direkt am Highway gelegen. Wir stießen auf ein Fischhändler, der auch Snacks anbietet. Dort bekamen wir jeder ein grosses Hummersandwich fuer schlappe 8 Dollar, umgerechnet ca. 5 Euro. Das war wirklich hervorragend lecker. Diese Art der kleineren kulinarischen Entdeckungen machen so einen Roadtrip erst richtig besonders.
Kurz vor der Ankunft im neuen Zuhause haben wir einen alten Bekannten getroffen.
Am frühen Nachmittag erreichen wir schließlich unsere nächste Unterkunft, dieses Mal bleiben wir sogar zwei Nächte. Wir bezogen ein richtiges Apartment im 4 Stock des Whitsunday Vista Resort. Ich freute mich besonders über die Waschmaschine und richtig viel Platz, um mein Chaos auszubreiten.
Direkt nach Ankunft ist Kai im Pool verschwunden und ich habe den letzten Blogbeitrag fertig gemacht. Des Rest des Tages sind wir im Hotel geblieben. Wir waren beide ziemlich kaputt. Diese Art zu Reisen ist schon recht fordernd, obwohl es so viel Spass macht. Das will ich nicht verschweigen. So haben wir das erste Mal auf dieser Reise richtig gekocht (Nudeln mit Tomatensauce, hey, immerhin 😂) und danach auf der Couch relaxed. Kai hat gelesen und ich habe an meinem handgestrickten Koala weitergearbeitet. Mal sehen, ob ich ihn hier in Australien noch fertig bekomme.
Die beiden sind am Abend direkt zu mir geflogen, als sie gesehen haben, dass ich sie von weitem mit einem Teleobjektiv beäugt habe.
Ach ja, wir sind übrigens in Airlie Beach gelandet, das liegt vor den berühmten Whitsunday Islands. Dahinter liegt immer noch das Great Barrier Reef. Immer noch deshalb, weil es uns schon seit Cairns begleitet. Da wir hier zwei Nächte sind, ist für morgen wieder ein Ausflug geplant. Doch davon erzähle ich demnächst.
Bisher hatten wir in jeder unserer Herbergen einen Pool, und auch heute morgen haben wir es uns nicht nehmen lassen, ein erfrischendes Bad vor dem ersten Kaffee zu nehmen. Das ist sowieso etwas, das wir immer machen, wenn wir ein Hotel mit Pool haben.
Im Anschluss folgte die tägliche Pack- und Frühstücksroutine, hier sitzt noch nicht jeder Handgriff, aber das kommt sicher noch. Wir spielen uns so langsam ein.
Um 9.00h waren wir schon wieder auf der Straße und Kai hat uns fuer den Tag drei Highlights rausgesucht. Ich habe aber nochmal die KI befragt, und die sagte, es sei noch unbedingt lohnenswert den grossen goldenen Gummistiefel in Tully zu fotografieren 😂 Der steht hier symbolisch fuer den regenreichsten Ort an der Küste von Queensland.
Direkt danach folgte schon das nächste Highlight. Von der geteerten Hauptstraße bogen wir auf eine unbefestigte Seitenstraße und fuhren entlang aufgeforsteter Pinienwälder immer tiefer ins Landesinnere.
So erreichten wir dann unser Ziel, den türkisblauen Caldwell Spa Pool, eine Vertiefung in einem normalen Bachbett mit einem kleinen Wasserfall, wo man eine Art natürlichen Whirlpool herein modelliert hat. Wir waren zunächst ganz alleine, zogen unsere Badesachen an und stiegen in das angenehm kühle Gewässer. Spaeter kamen dann noch ein paar andere, aber es war dennoch angenehm leer. Ganz anders als bei den Bustouren. Die türkis-blaue Farbe entsteht übrigens durch bestimmte Mineralien im Untergrund des Gewässers.
Zwei alte Bekannte wollten es sich an diesem Tag nicht nehmen lassen, uns zu begleiten. He Mülla und de Maulwurfn hatten mächtig Spaß.
Eine halbe Stunde später kam schon der naechste Stop. Wir parkten unser Auto an einem schattigen Plaetzchen und machten eine kleine schweisstreibende Wanderung zu den Attie Creek Falls. Wasserfälle gibt es hier in dieser regenreichen Gegend haufenweise zu sehen. Einen solchen schnurgeraden hatten wir bisher noch nicht.
Irgendwann war Mittagszeit und unsere Mägen meldeten sich. Praktischerweise führt der Highway auf dem wir fahren, immer wieder durch kleinere Orte. So machten wir unsere Rast in einem kleinen Ort namens Ingham. Dort gab es nicht viel, ausser den aneinandergereihten Geschäftszeilen mit der typischen Überdachung. Ich googelte vorher schon einen Imbiss mit guter Bewertung, davor konnten wir direkt parken. Wir bestellten jeder eine Portion leckere Fish & Chips (hier sehr verbreitet, haben die Briten mitgebracht). Ich konnte Kai noch überreden in ein Stoffgeschäft zu gehen. Dort fand ich passende Knöpfe für meine bunte Strickjacke. Wenn ich die in Zukunft trage, muss ich dann immer an unseren Rast in Ingham denken.
Kais letztes ausgesuchtes Highlight fuer diesen Tag war der Hinchinbrook Lookout. Die Aussicht von dort war wirklich wunderschön.
Durch die vielen Stops war die Fahrt recht kurzweilig und gegen vier erreichten wir das Grand Chancellor Hotel in Townsville. Dort bezogen wir ein Zimmer im 10. Stock mit toller Aussicht. Das Hotel war von aussen recht hässlich. Kai mag solche Klötze überhaupt nicht. Ich beruhigte ihn damit, dass wir ja von dort ausschauen und somit diese Geschmacklosigkeit nicht anschauen müssen 😂
Nach der Ankunft in einer neuen Herberge zeichnet sich eine gewisse Reiseroutine ab. Kai geht erst mal den neuen Pool testen und ich teste die Matratze auf Schlaftauglichkeit. So hat jeder seine Aufgaben.
Nachdem wir frisch geduscht und gecremt waren, haben wir uns herausgeputzt 😉 und wollten voller Elan einen Bummel durchs abendliche belebte Städtchen machen. Aber das war komisch. Alles wirkte wie ausgestorben. Eine Recherche im Internet ergab, dass ein langes Wochenende wie dieses in Australien oft zur Folge hat, dass erstmal gar nicht los ist. Na toll. Und wer gibt uns jetzt was zu essen? 😂
Egal, sind wir eben wo herumspaziert. Haben uns die schöne Marina mit den Nobelhäuschen angeschaut, und waren schließlich irgendwann vorne am grossen Strand.
Baden ist auch hier leider mal wieder nicht möglich. Jedenfalls nicht, wenn das Wasser noch so warm ist, die gefährlichen Quallen gibt es auch hier. So schade. Irgendwie schwer auszuhalten. Wir waren noch nicht einmal im Meer baden. Hier wird aber auch ueber all dafuer gesorgt, dass es dennoch Möglichkeiten zur Abkühlung gibt. Manchmal gibt es kleinen Bereiche, die mit quallensicheren Netzen umspannt sind, es gibt richtige Meerwasserpools in die Felsen an der Küste eingebaut und dann eben auch die kostenlosen Schwimmbäder.
Schließlich fanden wir sogar noch ein ganz tolles Lokal direkt vorne am Meer mit toller Atmosphäre. Hier ließen wir es uns gutgehen und stießen auf einen weiteren wundervollen Reisetag an.
Anbei noch ein bisschen Streetart, im Hintergrund links zu sehen – unser Hotel.
Heute geht’s dann aber endlich so richtig los, die Rundreise beginnt ganz offiziell. Alles bisherige diente nur der Aklimatisierung 😂
Der Morgen begann mit dem Frühstück auf unserem Balkon im vierten Stock. Scheinbar ist es hier üblich, dass die Hotels alle über eine kleine Pantry Küche verfügen. Das heisst es gibt einen richtigen Kühlschrank, Geschirr und mindestens einen Wasserkocher. Das finden wir prima, denn ein inkludiertes Frühstück scheint hier auch nicht der Standard zu sein.
Kai war gestern noch mal in der Markthalle und hat mir frisches Obst mitgebracht, Mango und Drachenfrucht. Besonders die Drachenfrucht ist zuhause meist teuer und vor allem schmeckt sie eher wässrig. Hier ist sie wunderbar süss. Frische Papaya gibt es momentan auch überall. Yum.
Die Koffer sind gepackt ich hatte mein Packsystem schon von Deutschland aus ausgeklügelt und jetzt vor der Abreise nochmals perfektioniert. Die warmen Sachen, die ich noch im herbstlichen Melbourne gebraucht habe, sind erst mal in den Tiefen des Kofferraums verschwunden. Den Rest habe ich wie einen Schrank mit diversen Packing Cubes und Beutelchen geordnet. Kai sagt, er ist sehr gespannt, wie lange das System funktioniert. Als liebenswerte Chaotin 😂 frage ich mich das natuerlich auch. Wir werden sehen.
Im letzten Beitrag ist mir übrigens ein Fehler unterlaufen. Wir befinden uns momentan nämlich noch nicht an der Sunshine Coast. Diesem Teil hier oben gibt das flugunfähige Federvieh seinen Namen, die Cassowary Coast. Ich bin so froh, dass wir schon ein Exemplar gesehen haben, denn eigentlich sind hier ueberall Hinweise auf den Strassen, aber zeigen lassen sie sich bisher nicht.
Die gesamte Reise steht unter dem Motto, der Weg ist das Ziel, gestern haben wir uns zwei Zwischenstops ausgewählt. Es gibt natuerlich immer viel mehr zu sehen, aber leider ist die Zeit begrenzt und so müssen eben Entscheidungen getroffen werden.
Der erste Stop war bei den sogenannten Babinda Boulders. Dort gibt es einen Flusslauf, der durch sehr viele grosse Felsen unterbrochen ist, an dem sich das Wasser kaskadenartig und mit lautem Getöse vorbei schlängelt. Zwischendrin kann man sogar baden gehen, aber an manchen Stellen wird man immer wieder vor der Gefahr der Strömung gewarnt. Schon anzuschauen war es aber in jedem Fall.
Früchte und Schoten des Moreton Bay Kastanienbaums, auch als Black Bean Tree bekannt.Kaffeestop im Maté Coffee Shop in Babinda
Als nächstes ging es zu den weiter südlich gelegenen Josephine Wasserfällen. Und die fanden wir ganz besonders toll. Aufgrund starker Regenfälle war das Flussbett ordentlich gefüllt und die Wassermassen tosten lautstark flussabwärts. Ein tolles Schauspiel, bei dem man ewig zuschauen kann. Es hat irgendwie etwas sehr beruhigendes.
Gegen vier Uhr am Nachmittag erreichten wir schließlich das Mission Reef Resort in Mission Beach. Hier hatten wir unseren ersten Übernachtungsstop.
In jedem Hotel bisher finden wir eine Wand mit Prospekten der zahlreichen Ausfkugsangebote.
Nach einem kurzen Schläfchen meinerseits und einem Poolbad von Kai sind wir dann zum Namensgeber des kleinen Örtchen vorgelaufen, dem langen Sandstrand von Mission Beach. Die Stimmung war toll, es gab nur ein paar vereinzelte Spaziergänger. Die Sonne ging langsam unter und das Licht veränderte sich minütlich. Diese Art von Strandspaziergängen zählen immer wieder zu den schönsten Momenten auf einer Reise am Meer. Hatte ich eigentlich mal erwähnt wie gerne ich am Meer leben würde? 😂
Direkt einen Block hinter dem Strand lag unser kleines Hotel. Im Zimmer gab es eine Mikrowelle und rundherum keine Restaurants zum Einkehren. Beides wussten wir bereits vorher und so haben wir uns in einem Supermarkt aus dem Kühlregal ein fertiges Massaman Curry und eine Tüte Mikrowellenreis gekauft. Dazu gab es noch einen Salat. Einfach aber gut, vor allem kommt es dabei auf sie Umgebung an.
Es war noch früh am Abend und der Pool war noch geöffnet, der Himmel leuchtete rot, als wir nochmal ins Wasser gegangen sind. Schwimmen am Abend bei tropischen Wetter, schon wieder so ein denkwürdiger Moment, dabei rücklings auf der Wasserfläche treiben und in die Sterne gucken *seufzt*
Alles in allem ein angemessener Abschluss fuer einen wirklich tollen ersten Rundreisetag.
Irgendwie fuehlt es sich so an, als wären wir schon wieder ewig unterwegs. Dennoch geht der richtig grosse Teil unserer Australienreise jetzt erst los. Wir planen innerhalb der naechsten zweieinhalb Wochen von Cairns entlang der Gold Coast bis nach Sydney zu fahren. Uns ist bewusst, dass das ein straffes Programm ist, aber der Veranstalter hat es uns so vorgegeben. Ach ja, der Veranstalter, das ist natuerlich Kai. Er hat die komplette Reise geplant, gebucht und ist nun mein persönlicher Reiseleiter. Ich werde mich ab jetzt mit Lob und Beschwerden aller Art direkt an ihn wenden ;-)
Nachdem wir uns von unserem netten Hostel verabschiedet hatten, sind wir mit dem Uber in die erste Behausung der selbstgeführten Mietwagenrundreise (so nennt man das bei den Profis ;-) gefahren. Es ging nur etwa 4 Kilometer weiter südlich ins Zentrum von Cairns. Dort bezogen wir ein Zimmer im vierten Stock des Plaza Hotels.
Dort angekommen habe ich erst mal wieder einen Glücksanfall gehabt. So sehr freute ich mich ueber das geräumige, lichtdurchflutete Zimmer, welches einen direkten Gegensatz zu unserer Behausung der letzten fünf Tage darstellt. Gefreut habe ich mich vor allem deswegen, weil ich mich wirklich mach Ruhe gesehnt habe. Im Hostel war immer was los und scheinbar sehnte ich mich nach etwas mehr Einsamkeit. Kai ist direkt unten an den Pool gegangen, während ich erst mal ein Schläfchen mit Aussicht genossen habe. Das war herrlich.
Nachmittags konnten wir endlich unseren Mietwagen abholen. Dazu mussten wir wieder mit dem Uber an den Flughafen fahren. Ich fragte den Fahrer, ob denn morgen (also) Ostermontag auch ein Feiertag in Australien sei, da antwortete er „it is, but you know, everyday is a holiday in Australia“
Unser hochmodernes Gefährt für die Rundreise. Wir mussten beide erst mal das Innere des Fahrzeugs studieren, bevor wir in der Lage waren, unsere Telefone direkt mit dem Bildschirm zu spiegeln. So koennen wir auch direkt das Navigationssystem vom Handy benutzen. Übrigens, wahre Geschichte, sind wir beide erst mal instinktiv auf die falsche Seite gelaufen. Hier ist aber alles andersrum und so lachten wir und stiegen jeweils korrekt ein.
An unserem allerletzten Abend in Cairns waren wir später noch ein bisschen am Meer und im Ort unterwegs. Dabei haben wir diesen tollen Spot fuer den Aperitiv entdeckt. Wir fläzten uns auf weichen Sitzsäcken und freuten uns, dass wir noch fast drei Wochen haben, bis wir wieder nach Hause müssen. Wie schön.
Hier steht nochmal symbolisch das Bild des ca. 100m langen und 50m breiten, frei zugänglichen und kostenlosen Pools fuer Jedermann. Denn kostenlos ist ein großes Ding in Australien. Der Pool ist nicht nur kostenlos, sondern auch direkt nutzbar, ohne Zäune und Grenzen, er wird überwacht und alles ist sauber und gepflegt. Überall gibt es kostenlose Grillpläze, gepflegte öffentliche Toiletten und ganz oft sind Museen kostenlos. In Melbourne war der gesamte öffentliche Nahverkehr im Central Business District kostenfrei. Wirklich verrückt. Die machens einfach. Und die Menschen nehmen es an.
Am Ende des offiziell ersten Tages der Rundreise ging es relativ früh in die wölkchenweichen Hotelbetten. Denn am Montag geht es dann so richtig los 😂 und unsere Vorfreude ist riesig.
Hier sind nochmal die im letzten Beitrag erwähnten Bilder aus dem wunderschönen botanischen Garten in Cairns. Diese Bilder wollte ich euch nicht vorenthalten. Die reichhaltige Auswahl der Pflanzen ist so beeindruckend. Vor allem weil ich die meisten davon ja nur als irgendwelche stark verkleinerten Topfpflanzen kenne.
Dieser Weg ist ebenfalls Teil des botanischen Gartens und ist im wesentlichen ein Stück naturbelassener Regenwald. Sämtliche Stämme die hier noch oben ranken, werden noch mehrfach umrankt und umwickelt von irgendwelchen Lianengewächsen und anderen Pflanzen. Das ganze ist so dicht bewachsen, dass man als Mensch kaum eine Chance hätte, dieses Dickicht zu durchqueren. Kaum vorstellbar wie viele Vogel- und Insektenarten hier ihren Lebensraum finden. Man fühlt sich auf jeden Fall beobachtet 😂 Am Rande fotografiert, ein australisches Wohnhaus. Mid Century Modern😉 Fleiachfressende Pflanze Ein tolles Licht
Und immer wenn du denkst, es geht nicht mehr kitschiger, schenkt dir das Leben einen Regenbogen. Diesem hier folgte ein kräftig prasselnder Tropenregen.
Die letzten beiden Tage haben wir einfach nur relaxed und die Stadt Cairns ein wenig erkundet. Das Wetter war am Karfreitag einfach so schoen. Es geht ja hier in Australien in Richtung Winter und die Regenzeit in dieser tropischen Gegend kommt langsam zu einem Ende. Während die ersten Tag hier noch absolut heiss mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit waren, war es am Freitag einfach nur sonnig und trocken. Es wehte ein leichter Wind und so ließen wir es uns nicht nehmen, den gesamten Nachmittag am wunderschönen Pool des Hostels abzuhängen. Kai hat gelesen und ich habe Hörbuch gehört und gestrickt. Das war einfach herrlich.
Das Foyer der Herberge mit kostenlosen Fahrrädern zum Ausleihen und allerlei Tourangeboten.
Gemeinschaftsküche, unglaublich, was für leckere Sachen die jungen Leute aus aller Welt gebrutzelt haben. Wir haben die Kueche eingentlich nur zum Kaffee machen und zum Geschirr spülen benutzt. Zwischendurch haben wir unsere vollkommen verschwitzte Wäsche gewaschen und gehofft, dass die Auswahl „warm“ (ansonsten gab es noch hot oder cold) unsere Wäsche wieder heil und ungefärbt hervorbringt.
Unsere kleine Gefängniszelle. Nein, so schlimm war es natürlich nicht. Ich übertreibe mal wieder maßlos.
Zwischendurch haben wir auch mit einigen Leuten gesprochen. So viele machen „Work und Travel“… Man bekommt dann ein Aufenthaltsvisum fuer eine bestimmte Zeit und darf dann in dieser Zeit auch Aushilfsjobs annehmen, um sich die Reise zu finanzieren. Eigentlich alle, mit denen wir gesprochen haben, waren auf diese Weise unterwegs.
Gestern hat uns eine junge Dame angesprochen und war total begeistert, dass Auntie and Uncle hier im Youth Hostel verweilen. Sie wollte unbedingt mit uns plaudern und war total neugierig, was wir so machen. Die war total süss.
Am Freitag Abend sind wir bei der tollen Luft vom Hostel am Meer entlang bis ins Zentrum von Cairns gelaufen. Das war wirklich ein so schöner Spaziergang, den ich unbedingt in meiner Erinnerung behalten möchte. Die Atmosphäre war einfach toll. Die Restaurants waren aufgrund des Feiertags picke-packe voll und überall wurde gegrillt, Jogger liefen vorbei und in den Bäumen versammelten sich die bunten Regenbogen Aras mit lautem zwitschern. Der grosse Pool war noch geöffnet und die Leute planschten und genossen die laue Abendluft. Ein buntes Riesenrad drehte sich zu sanfter Musik.
Wir kauften uns, in Erinnerung an Singapur und die Fortsetzung des Sabbaticals jeder einen Bubbletee und setzen uns an die Promenade und genossen das bunte Treiben.
Später waren wir noch auf dem Nachtmarkt, auf dem es allerhand zu essen gab und es haufenweise unnützen Schnickschnack zu kaufen gab. Die Atmosphäre auf dem Food Court erinnerte ein bisschen an die Hawker Center in Singapur.
Mittlerweile sind wir ziemlich viel gelaufen und haben uns daher fuer den Weg zurueck ins Hostel ein Uber gegönnt. Eine Fahrt kostet umgerechnet ca. 6 Euro. Da kann man nicht meckern 😉
Der Samstag verlief ganz ähnlich, mit einer Ausnahme, wir waren am Nachmittag noch im botanischen Garten von Cairns. Da habe ich aber schon wieder so viele Bilder geknipst, dass ich die in einen eigenen Beitrag packe.