Während ich hier noch die letzten Stunden des Urlaubs auf einer watteweiche Liege am Infinity Pool verbringe, hänge ich meinen Gedanken nach und mir ist es ehrlichgesagt ein bissl schwer ums Herz. Aber so ist das bei mir eben, wenn etwa so wunderschönes zuende geht. Alle drei Standorte dieser Reise hatten ihren eigenen Reiz. Und wenn man mich am Ende fragt, welche mir von den drei Unterkünften am besten gefallen hat, dann gewinnt doch, trotz allem Luxus, Privatpool und rund um die Uhr Verpflegung, das Coriva Beach Hotel in der Nähe von Ierapetra. Die Einfachheit liegt uns beiden etwas mehr und das morgendliche Bad im Meer ist jedem Infinity Pool der Welt weitaus überlegen. Damit will ich aber nicht sagen, dass ich den Luxus der letzten 4 Tage nicht zu schätzen wüsste. Ab und zu kann man das gerne machen. Nächstes Mal dann zu 20sten Hochzeitstag ;-)
Anbei noch ein paar Bilder von unserem Besuch in Ierapetra.
Loukomades, kenne ich schon von den Osterfeierlichkeiten der griechischen Nachbarn. Soooo lecker. Wie ueberall in Griechenland gibt es kleine Katzenfamilien. Die kriegen in den Sommermonaten genug zu füttern. Wie sie den Winter schaffen, weiss man nicht. Ich hoffe jemand kümmert sich um sie. Unsere Behausung im Coriva Beach Hotel. Einmal die Treppe hoch. Vom kleinen Balkon hatte man einen schönen Blick auf das Meer. Letzter Abend im Süden. Sonnenuntergänge kann man im Leben nicht genug sehen. Immer wieder etwas besonderes. Abfahrt in Richtung Norden.
Im Sommer diesen Jahres haben wir unseren 10ten Hochzeitstag gefeiert. Vor 10 Jahren, als wir auf Mauritius für unseren Honeymoon waren, hatten wir ausgemacht, dass wir zum 10ten Hochzeitstag wieder dorthin fliegen, um nochmal dieses fantastische Hotel zu besuchen. Das Lakaz Chamarel ist mit grossem Abstand das schönste Hotel in dem ich jemals zu Gast sein durfte. Mag ich es verklären, weil wir ja frisch verheiratet waren? Kann sein, aber wenn ich daran zurueck denke, dann passte einfach alles.
Nun ja, 10 Jahre sind auf einmal schneller rum als gedacht, und eigentlich wollten wir noch nicht wieder dorthin. Also buchte uns Kai fuer die letzten 4 Tage hier auf Kreta eine Luxusunterkunft. Es sollte etwas besonderes sein, und das ist es auch. Wie sind also seit Dienstag im Domus Aulus Elounda Resort und finden es einfach fantastisch. Das beste ist das Zimmer mit eigenem Privatpool.
Hier mussten wir allerdings erstmal etwas kämpfen. Hat man uns doch eins der luxuriösen Zimmer direkt im Erdgeschoss gegeben, wo ständig jemand vorbeiläuft. Wir waren beide total enttäuscht. Wollten wir doch im Adam und Eva Kostüm morgens in den Pool hüpfen. Also sind wir direkt zur Rezeption gegangen, haben etwas von 10. Hochzeitstag erzählt und dass dieses Zimmer ja mal so was von überhaupt nicht geht. So wurde kurzerhand mit dem Manager gesprochen und wir konnten eine Etage höher ziehen, komplette Privatsphäre und keiner kann uns direkt ins Zimmer und in den Pool schauen. Na also. Geht doch.
Alleine dieser Blick am Morgen direkt aus dem Bett war den kleinen Kampf wert.
So beginnt also unser Tag hier mit einem frischebrühten Kaffee aus der George Clooney Kapselmaschine, und danach geht es direkt in den Pool. Das ist einfach Wahnsinn. Ein absoluter Traum und wieder mal wuensche ich mir, dies jeden Tag tun zu koennen. Kai sagt dann immer, wenn man das jeden Tag haette, dann wüsste man es irgendwann nicht mehr zu schätzen. Vielleicht hat er recht 😉
Blick aus dem Zimmer auf die kleine Insel Spinalonga, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts unter anderem zum Aufenthalt von Leprakranken diente. Jetzt sind es nur noch verlassene Ruinen. Die gesamte Aussicht hier aus dem Zimmer und oben vom Berg ist so wunderschön, dass wir uns beide nicht daran sattsehen koennen.
Nach dem Frühstück gehen wir dann „immer“ an den kleinen Strand, der dem Hotel angehört. Dort gibt es auch watteweiche Liegen und ein ruhiges plaetscherndes Meer.
Zum Mittag lassen wir uns dann mit dem Clubcar ganz nach oben auf die Anlage fahren, denn da liegt ein VIP Bereich, der nur fuer die Gäste mit den Luxussuiten zugänglich ist. Die sogenannte „Cool Living“ area hat diesen fantastischen Infinity Pool mit Blick über die gesamte Bucht. Das hat schon etwas magisches.
Dort oben kann man auch fruehstuecken. Eigentlich koennte man den ganzen Tag dort oben aushalten. Man bekommt dauerhaft irgendwo was zu essen und zu trinken und leider ist das ueberhaupt nicht figurfreundlich. Aber was solls. Die Tage sind ja begrenzt 😂
Etwas zu meckern gibt es natuerlich auch. Wenn man auf einer der zahlreichen Vollautomaten die Cappuccinotaste drückt, kommt zuerst die Milch und dann der Kaffee in die Tasse. Das ist erbärmlich und dürfte einfach nicht passieren 😂😂😂
Heute ist bereits unser letzter voller Tag hier auf der Insel. Den werden wir noch mal in vollen Zügen geniessen, bevor uns morgen Abend der Flieger wieder in die kalte Heimat bringt (seufzt tief).
Letzten Donnerstag sind wir im Sitia Beach Resort nach dem Frühstück aufgebrochen. Hier noch mal zwei Bilder der Anlage.
Es hat uns dort zwar ganz gut gefallen, aber verglichen mit dem Coriva Beach Hotel gefällt es uns hier noch viel besser.
Das tägliche Bad im Meer. Oben an der noelrdoestlichen Küste war das Meer of spiegelglatt, im Gegensatz zum Wellengang im libyschen Meer.
Der abendliche Aperol an der schoenen Hafenpromenade von Sitia. Haetten wir ein so schönes Kleinod auch zuhause, sässen wir sicher öfter dort.
An Kais Geburtstag sass ich oft nur daneben, während er seine zahlreichen Glückwünsche entgegennahm. Ich freute mich fuer ihn. Ausserdem mehr Strickzeit fuer mich 😂, man muss allem etwas positives abgewinnen.
Kais Geburtstagsdinner in traumhaft schöner Umgebung mit abendliche Stimmung am kleinen Hafen.
Eine kleine Wanderung zur Richtis Schlucht mit Wasserfall. Das war wunderschön und ich war so happy, daß ich mal wieder eine ganze Stunde wandern konnte. Bergauf und bergab ueber Stock und Stein.
In dem Gewässer unterhalb des Wasserfall konnte man baden. Viele haben nur zugeschaut und die meisten waren nur bis zu den Knien im Wasser. Nicht ganz ohne Stolz habe ich mich ohne mit der Wimper zu zucken ins eiskalte Wasser gestürzt. Das hat soooo gutgetan nach der kleinen Wanderung und ich freue mich schon wieser auf die diesjährige Eisbadesaison.
Am Ende der schlucht gab es die gleichnamige Richtis Bucht mit einem kleinen Strand.
Nach der Wanderung sind wir noch in einer kleinen Dorfschenke eingekehrt. Dabei entstand dieses so typische griechisch-klischeehafte Bild, dass mein Fotoherz hat Purzelbäume schlagen lassen.
Kais absolutes Lieblingsessen auf jeder Griechenland Reise. Der griechische Salat mit Feta, Oliven, Oregano, Olivenöl, Paprika, Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Ist aber auch immer wieder sooo lecker.
Wenn es sich ergibt, dann kraule ich jede Katze, die meinen Weg kreuzt. Dabei koennten die Charaktere nicht unterschiedlicher sein. Manche hüpfen sofort auf deinen Schoss, manche schauen dich mit angsterfüllten Augen an, eines haben sie jedoch gemeinsam, sie sind immer auf der Suche nach Futter.
Seit letzten Donnerstag sind wir im wunderschönen Coriva Beach Hotel an der südöstlichen Küste von Kreta, etwa 10 km von Ierapetra, der angeblich südlichsten Stadt Europas.
Die Anlage hier besteht aus kleinen Bungalows, die eng aneinander gebaut sind und irgendwie den Stil einen kleinen griechischen Dorfes abbilden. Dennoch hat jedes Zimmer genügend Privatsphäre. Idyllischer geht es kaum. Wir hatten dieses Etablissemnt eigentlich ohne Meerblick gebucht. Umso erstaunter waren wir, als wir in den ersten Stock gingen und eines der wenigen Zimmer mit dem Blick auf das grosse weite Blau bekamen. Ich war begeistert. Die Dame sagte dann, es sei ja kurz vor Saisonende und warum sollten wir nicht eines ihrer schönsten Zimmer beziehen.
Kai sagt meistens, es sei ihm nicht so wichtig, aber fuer mich ist der Blick auf das Meer immer wieder etwas ganz besonderes. Schon als Kind war ich glücklich, mindestens einmal im Jahr das Meer sehen zu dürfen. Jetzt als Erwachsene träume ich immer wieder davon, irgendwann doch noch einmal dort zu leben.
Seit wir in Griechenland sind, gehen wir ausserdem jeden Morgen im Meer baden. Das Wasser hier ist einfach so klar und sauber, es ist jeden Tag ganz besonders toll ist, wenn wir den Tag so beginnen dürfen.
Tagsüber liegen wir dann faul am fast leeren Strand herum und am Nachmittag geht es noch mal kurz zum Pool.
Vorne am Strand gibt es ein kleines griechisches Lokal, dass noch geöffnet hat und das (fuer Kai sehr wichtige ;-) blau weiss getünchte Lokalkolorit ausstrahlt. Der leckere ueberbackene Käse, dazu einen frischen griechischen oder kretischen Salat, so kann man die lange Zeit zwischen Fruehstueck und Abendessen gut aushalten.
Am Abend sitzen wir noch eine Weile auf dem Balkon und ich schleppe dann immer die stehlampe und eine Fussablage raus, so kann man den Abend wundervoll geniessen. Das Strickzeug darf natuerlich auch nicht fehlen.
Nachts beim Einschlafen dann dem Rauschen der Wellen zuzuhören, meinem absoluten Lieblingsgeräusch, macht es dann perfekt.
PS. Mein zweites Lieblingsgeräusch ist übrigens das leise Surren der Kärtchen beim Umklappen auf der grossen Anzeigetafel am Frankfurter Flughafen ;-)
Heute ist Donnerstag, und wir sind bereits seit Samstag im östlichen Teil der wunderschönen Insel Kreta. Genauer gesagt sind wir in Sitia, einem kleinen Ferienort auf der nördlichen Seite. Nachher geht es bereits weiter nach Ierapetra, denn insgesamt sind wir auf dieser kleinen Herbstreise an drei Standorten.
Irgendwie hat mir bisher einfach die Lust gefehlt, überhaupt etwas zu erzählen, aber dann hat vorgestern unsere Nichte angerufen, die sich derzeit auf einem dreimonatigen Praktikum in Kenia befindet. Dort hat sie auch angefangen, Blog zu schreiben und nachdem ich das gelesen habe, habe ich wieder einen kleinen Ansporn bekommen.
Die Lust zu schreiben fehlt vor allem deswegen, weil ich einfach ausgelaugt bin. Körperlich, denn der Kopf ist gut gelaunt und voller Lebensfreude. Aber das sogenannte „Chronique Fatigue Syndrom“ hat mich fest im Griff. Es sorgt dafuer, dass ich selbst nach ausreichendem Schlaf aufwache, als haette ich die Nacht durchgemacht. Das zu beschrieben faellt wirklich schwer, denn mit normaler Muedigkeit hat das nichts zu tun. Brauche übrigens gar keine Tips mehr, denn die gibt’s gratis an jeder Ecke. Man möge mir glauben, dass ich fast alles erdenkliche bereits probiert habe und mein Blut auf unendliche viele Werte getestet wurde. Die Krankheit ist momentan nicht heilbar und so muss man lernen, damit zu leben. Das bedeutet, viele Ruhepauses und das Leben anpassen an das, was machbar ist, dazu leichte Bewegung, gesunde Ernährung und versuchen, das zentrale Nervensystem durch möglichst wenig Stress zu regulieren.
Ups, jetzt bin ich ja total vom Weg abgekommen. Wie finde ich bloß jetzt wieder zurueck nach Kreta?
Samstag mussten wir bereits um halb drei in der Nacht aufstehen, da unser Flieger schon im 5 Uhr in Richtung Kreta ging. Wer kommt nur auf so eine Idee? Wir sind pünktlich abgeflogen und hatten sogar einen Mittelplatz frei, so dass ich ein bisschen auf Kais Schoss schlafen konnte.
Um 9.00 Uhr morgens waren wir bereits auf Kreta (eine Stunde Zeitverschiebung) und konnten unseren Mietwagen in Empfang nehmen. Von dort aus ging es unbarmherzig ueber verschlungene Strassen in etwa zwei Stunden nach Sitia. Ich war zu dieser Zeit einfach nur noch müde und quengelig.
Im Hotel konnten wir glücklicherweise nach nur kurzer Wartezeit unser Zimmer beziehen, und so trat ich ein, schlug die Bettdecke zurueck und fiel direkt in einen traumlosen Schlaf.
Der Rest der bisherigen Reise ist schnell erzählt. Am Morgen gehen wir gerne im Meer baden. Das ist hier aber auch wirklich toll, total klares Wasser und sandiger Boden, die Wassertemperatur beträgt noch angenehme 20 Grad. Nach dem Morgenplanschen gehen wir frühstücken. Man kann hier draussen auf einer schönen Terrasse sitzen und sieht dabei auf den Pool und im Hintergrund das Meer und die weißen Würfelhäuser der Kleinstadt Sitia.
Danach muss ich immer nochmal Nachschlafen, denn ich kann nach dem Morgenorogramm kaum noch die Augen aufhalten. Kai geht dann immer schon mal vor ans Meer oder an den Pool. Nachdem ich ausgeschlafen habe ist ein Bad im Pool genau das richtige, um die Lebensgeister einigermaßen zu aktivieren. Leichtes Stricken ist angesagt und dazu ein Hörbuch auf den Ohren. So dazusitzen, ab und zu mal ins Wasser gehen, zwischendurch einen Freddo Cappuccino trinken, da ist meine kleine Welt in Ordnung. Ich liebe das so sehr.
Das Wetter ist angenehm. Es ist noch warm genug, um in Badesachen am Strand zu liegen, ohne dass es zu kühl wird. Im Himmel wechselt sich strahlendes Blau mit wattewolken ab, hin und wieder regnet es ein paar Tropfen, es ist eben Herbst. Aber selbst am Abend kann man noch im T-Shirt draussen sitzen.
Abend waren wir schon ein paar Mal vorne an der schoenen Promenade von Sitia und haben unseren Aperitif genossen, dazu auf den Hafen geblickt und ueber Gott und die Welt geredet. Einfach schoen. Da bekommt man einfach Lust, dauerhaft am Meer zu leben.
Am Dienstag hatte Kai Geburtstag und da waren wir trotz Halbpension auch draussen essen. Es gab sehr leckeres griechisches Essen und eigentlich schade, dass wir HP gebucht haben. Kai war schon öfter um diese Zeit in Griechenland und meist hatte kaum noch etwas geöffnet. Hier in Sitia ist aber noch einiges los und zahlreiche Bars und Restaurants sind noch offen.
Dennoch mehr man, dass die Saison sich langsam dem Ende neigt. Ueberall werden an den Stränden die Schirme abgebaut, ein Lokal nach dem anderen schließt. Auch hier im Hotel wird die Auswahl am Buffet von Tag zu Tag kleiner. Wer füttert dann nur die vielen Katzen? Ich mag gar nicht dran denken und hoffe, dass die vielen tollen Geschöpfe jemanden finden, der ihnen im Winter etwas zu fressen gibt.
So, jetzt sende ich mal diesen Beitrag ins Netz und hoffe, dass er ein paar Leute erreicht. Vielleicht schreibe ich noch ein bisschen mehr. Mal sehen.
Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich leider schon wieder zuhause auf meinem Lieblingssessel und schwelge noch etwas in Erinnerungen an die vergangenen Tage in Italien. Doch mir ist es wichtig, diesen letzten Beitrag noch zu schrieben, um das Sommerprojekt ;-) Italien 2025 abzuschließen.
Am Montag war das Wetter wieder schöner und Kai hatte zwei Vorschläge in Aussicht gestellt. Entweder eine Wanderung auf den Monte Generoso, oder noch einen Besuch am Comer See. Na gut, wenn ich ehrlich bin, habe ich die zweite Möglichkeit zur Sprache gebracht. Aber ich liebe nun mal das Wasser und am wunderschönen Lago di Como waren wir auf dieser Reise noch gar nicht. Also ließ sich Kai schnell überreden.
So fuhren wir nach dem Frühstück über Porlezza in den kleinen Ort Menaggio, direkt am See. Auf dem Weg dorthin hielten wir nochmal an einem dieser Megasupermärkte, um ein bisschen unsere Pastavorräte aufzufüllen. Ich weiss ich weiss, gibt es doch alles auch bei uns. Aber nicht in so vielfältigen Formen. Ich mag das einfach so sehr. Und wenn wir schon mal da sind, ein paar der leckeren Limonenradler und die kleinen Fläschchen mit der Bergamotte Limonade helfen einen beim abendlichen Balkonsitzen in Deutschland. Bittersüße Bergamotte Limo mit Sprudelwasser verlängert und ganz viel Eiswürfeln ist ein toller Sommerdrink.
In Menaggio machten wir erst mal ein Kaffeepäuschchen und danach sind wir durch den Ort geschlendert. Es ist dort sehr aufgeräumt und unheimlich voll. Menaggio ist hübsch. Es ist Hauptsaison. Das merkt man abslulolut. Der kleine Ort ächzt unter den Touristenmassen. Dennoch ist es herrlich sommerlich, fast mediterran und wir geniessen den letzten Tag in Bella Italia.
Der Parkplatzgott war uns wohlgesonnen und zufällig hatten wir direkt nebem einem Campingplatz mit Strandzugang geparkt. Dort waren wir uns dann nochmal schnell erfrischen. Die Badesachen haben wir eigentlich immer dabei. Leider keine Gummischuhe und so musste ich ungelenk ins Wasser torkeln. Es mag komisch ausgesehen haben, das Bad im kühlen See war aber dennoch ganz toll.
Zurück in Pellio am frühen Abend trafen wir noch mal auf unsere Mitbewohner auf Zeit und unterhielten uns ein bisschen auf dem schmalen Balkon. Irgendwie waren wir alle aber recht müde, um länger aufzubleiben.
Der Wecker klingelte am Dienstag morgen unbarmherzig um halb 8. Gemein war das, aber es half ja nix. Wir hatten noch nicht wieder gepackt und die Wohnung wollten wir auch etwas reinigen. Es ging aber doch alles recht zügig und um halb 11 sassen wir vollgepackt im Auto auf dem weg zurück nach Hause.
Quer durch die engen Serpentinen runter zum Luganer See, ich winkte nochmal, also wir auf der Autobahn ueber den See in den Tunnel fuhren.
Ach ja, seufz. War das wieder alles schoen. Das Schwimmen im Rhein und der Apero danach, der Familienbesuch in Turin, Gelato, Pasta, Pizza, Aperol Spritz, das Wahnsinnskonzert im Olympiastadion, die ruhige Landluft und die schoenen Abende auf dem Balkon in Pellio, die klare Luft am Nebeltag … wir hätten noch ein Weilchen so weitermachen können.
Heute ist bereits Donnerstag Abend. Die Luft ist lau, der Himmel endlich wieder blau, der Sessel steht auf dem Balkon, ein kühles Getränk an meiner Seite und ein gutes Buch im Anschluss an diesen Beitrag. So kann man es eigentlich auch hier aushalten.
Das wars erst mal wieder von meiner Seite. Das Bloggen macht gerade so viel Spass, vielleicht lasse ich mich demnächst mal dazu hinreißen auch außerhalb unserer Urlaubsreisen etwas zu schreiben ❤️
Sonntag morgen sind wir aufgewacht und alles war weg. Das Dorf und die dahinterliegenden Berge lagen tief verhüllt im Nebel. Die ganze Nacht hatte es schon geregnet und es war herrlich kühl. Der erste Tag auf unserer Reise, wo das Wetter mal nicht so schön war … und dennoch hatte diese verregnet neblige Stimmung auch ihren Charme. Ich finde regnerischen Wetter in den Bergen total schön, vielleicht weil man so weit schauen kann. Zuhause sieht man dann oft nur einen Fetzen des grauen Himmels und das kann dann schon bedrückend wirken.
Eigentlich war für heute eine kleine Wanderung vorgesehen, aber ohne Sicht macht das wenig Freude, daher haben wir es erst mal ruhig angehen lassen. Beim fruehstueck haben wir uns nett mit unseren temporären Mitbewohnern unterhalten. Die beiden studieren ja noch und muessen derzeit viel lernen. Das macht auch vor dem Urlaub nicht halt. Ich erinnere mich noch an diese Zeit und bin froh, dass ich das nicht mehr tun muss 😉 So konnten wir entspannt den Vormittag geniessen. Kai hat gepuzzelt und ich habe gelesen.
Nachmittags hat es uns dennoch nach draussen gezogen. Da das Wetter zwar ein bisschen besser wurde, aber schon wieder Regen angekündigt war, wollten wir nicht so weit weg. Also hat Kai den Aussichtspunkt Balcone D’italia ausgesucht, den man von Pellio in etwa 20 Minuten mit dem Auto erreicht. Wow, was fuer eine Aussicht. Von einem bestimmten Punkt konnte man den ganzen Luganer See überblicken. Das war echt schoen. Vor allem mit den dramatischen Wolken, die ueber See und Bergen hingen, war das ein besonders beeindruckendes Bild.
Wir sind ein bisschen umherspaziert und fanden eine kleine Minikirche, daneben war eine Bank. Von dort beobachteten wir eine Weile die schnell ziehenden Wolkenschwaden und redeten mal wieder über das Leben. Es war ein besonders schöner Moment.
Leider wurde es etwas zu kalt und wir sind eine sog. Baita, eine Art Berghütte, ähnlich unserer Almhütten. Dort kehrten wir ein und da es in Deutschland Kaffee und Kuchenzeit war, bestellte ich einen Cappuccino (schon wieder zu so einer Unzeit ;-) und ein sehr sehr schmackhaftes Tiramisu. Kai hingegen setzte einen Kontrapunkt mit Bier und einem Stück Crostatine mit Aprikose. Jedem das Seine 🤣
Wir fanden heraus, dass wir inmitten eines Skigebietes waren, auf einmal sah ich auch die Skideko an der Hütte. Schneien tut es aber wohl nur noch selten.
An dieser Stelle noch mal eine Ode an das Alta Valle Intelvi. Vor ca. 10 Jahren wurden die umliegenden Gemeinden zu einer größeren Verwaktungeimheit zusammengeschlossen. Dazu gehören unter anderem Pellio, Lanzo und San Fedele. Aus Marketing Gesichtspunkten vielleicht gar kein schlechter Zug. Denn die ganze Gegend ist touristisch eher unerschlossen und hat doch so grosses Potential. Es ist ein super Wandergebiet, man kann Ebikes ausleihen, fuer Mountainbiker wahrscheinlich auch perfekt. Auf der anderen Seite erreicht man sowohl den Comer als auch den Luganer See in knapp 30 Minuten. Wenn man dann bei einem Cappuccino am Seeufer sitzt, ist man einer vollkommen anderen Welt.
Was ich damit sagen will, wenn jemand Ruhe und Abwechslung mag, dann koennte dies ein schönes Urlaubsziel sein.
Es begann wieder zu regnen und wir sind zurück in die Wohnung. Am Abend haben die jungen Leute gekocht, wir wollten das eigentlich auch tun. Da die beiden aber soviel übrig hatten, kamen wir noch in den Genuss von frischen Papardelle alla Cacio e Pepe. Sehr lecker. Die Kochbegabung scheint familiar veranlagt zu sein ☺️
Zum Abschluss des Tages sassen wir noch zu viert wie die Hühner auf der Stange auf dem schmalen Balkon und haben uns ueber Gott und die Welt unterhalten. Trotzt des nicht so guten Wetters mal wieder ein sehr schöner Tag.
Am Samstag Vormittag sind wir auf die italienische Seite des Luganer Sees gefahren. Ganz oben am See liegt die kleine Stadt Porlezza. Hier sollte heute ein typischer Markt sein und da wollten wir ein bisschen drüber schlendern.
Obwohl es bereits sehr voll war, fanden wir schnell einen Parkplatz und sahen schon von weitem die bunten Marktstände. Viele Leute kamen uns entgegen, vollbepackt mit Tüten. Was man hier ganz gut kaufen kann, sind leichte Sommerkleidchen. Und Kai liebt es irgendwie fuer mich danach zu gucken. Er kennt ein bisschen meinen Geschmack und so macht das wirklich Spass. Gefunden haben wir aber nix und das ist auch gut so, manchmal macht auch einfach nur das Stöbern spass.
Der Markt in Porlezza ist recht gross, aber am Ende wiederholt sich das Warenangebot leider immer wieder. Es scheint nur einen Grosshändler zu geben, der ganz Italien mit diesen Dingen versorgt. Gerne erinnere ich mich dabei an frueher, wenn ich mit meiner Familie auf dem Markt war, damals gab es immer diese weißen Kniestrümpfe mit dem Lochmuster und dem oft viel zu engen Gummi. Nach dem Markt sind wir dann meist noch in irgendeine Bar gegangen. Ganz Italien ist eigentlich voll mit schoenen Kindheitserinnerungen.
Wir haben uns anschliessend den Ort angeschaut und fanden ein gemütlichen Tisch im Schatten, wo es einen Cappuccino und eine Piadina fuer mich gab, Kai hatte einen Aperol Spritz und ein paar Knabbereien.
Das schöne an Porlezza ist, dass es dort ein Strandbad gibt, wo man kostenlos baden kann. Es gibt viele schattenspendende Bäume. Wer mag, kann sich auch ein Schirmchen und zwei Liegestühle mieten. Dazu gibt es noch eine Bar mit Snacks und Getränken und so könnte man hier den ganzen Tag verbringen.
Wir waren aber nur ein bisschen planschen, und da es schon Nachmittag war, sind wir wieder zurueck nach Hause gefahren.
Oben vom Balkon winkte schon Kais (und meine) Nichte Lara, die mit ihrem Freund gerade in Pellio angekommen ist. Da sich ja die gesamte Familie die Wohnung teilt, gibt es hin und wieder auch Doppelbuchungswünsche. Kai und ich hatten zuerst reserviert, aber da die Wohnung eigentlich aus zwei zusammengelegten Wohnungen besteht und daher gross genug ist, macht es doch überhaupt nichts aus, wenn man sich trifft. Im Gegenteil, ich finde es sogar ganz schön.
Abend waren wir alle zusammen in der berühmten Tenda Rossa, dieses Restaurant gehört zu jeden Besuch in Pellio einfach dazu. Und die haben eine Pizza, ein absolutes Gedicht.
Fotoveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Beteiligten ☺️
Hier noch eine Spezialität aus dieser Gegend, die Pizzoccherie alla Valtellina. Kai macht die zuhause auch manchmal. Sehr schmackhafte Nudeln aus Buchweizen, gemischt mit Kohl und Kartoffeln und dann zubereitet mit gaaaanz viel Butter und Käse. Sehr sehr reichhaltig, aber ein echtes Essen fuer die Seele.
Seit Donnerstag Nachmittag sind wir also nun im kleinen beschaulichen Pellio. Der letzte, ruhige Teil unseres diesjährigen kleinen Italienurlaubs.
Ich bin ja ein Stadtmensch und vermisse die wunderschöne Großstadt Turin schon ein bisschen, aber genauso kann ich im Urlaub auch die Ruhe eines kleinen Dörfchens in den Bergen geniessen.
Am Freitag habe ich uns beiden einen echten Ruhetag verordnet, die letzten Tage war doch irgendwie pausenlos Action und meine Seele und auch der Körper verlangen nach Ruhe. Somit verlief der Freitag gemuetlich zuhause. Eingekauft hatten wir bereits am Tag davor im kleinen Supermarkt unterhalb des Ortes.
Die Ferienwohnung der Familie liegt im 2. Stock eines Hauses mit Bruchsteinfassade, man gelangt zu ihr ueber eine Aussentreppe, von der aus ein kleiner Laubengang zur Eingangstuer führt. Dieser dient auch gleichzeitig als kleiner Balkon und man hat eine fantastische Aussicht über den oberen Teil des Ortes und die dahinterliegenden Berge. Es ist wunderschön und der weite Blick ist herrlich entspannend. Ab und zu hört man einen Rasenmäher oder bellende Hunde, die sich quer durch das Tal die neuesten Tiernachrichten zurufen. Es gibt auch einen ab und zu quakenden Esel. Sonst ist da nicht viel. Selbst die Betonmischmaschine auf der benachbarten Baustelle scheint sich so ruhig und träge zu drehen, dass auch dieses Geräusch nicht weiter stört. Das einzige was wirklich genervt hat, waren die beiden Herren, die mit Rasenmäher und Laubgebläse den unteren Garten bearbeitet haben. Wenn es nach mir ginge, würde ich diese Dinger verbieten 😉
Ein Blick in den einzigen Laden von Pellio Sopra, der kleine Alimentari macht immer mal wieder zu und findet dann doch neue Betreiber, aktuell hat er wohl wieder geöffnet.Die kleine Dorfpiazza mit der einzigen Bar im Ort, hier bekommt man noch alle Getränke zu sehr akzeptablen Preisen. Normalerweise ist hier wenig los, aber rund um Feragosto, wenn die ganzen Mailänder aus der Stadt flüchten, ist hier die Hölle los.Ausblick vom Balkon der Ferienwohnung. Sooo schön.Neuester Trend auf Tiktok, kleine Tippelschritte und ein entspanntes Lachen sollen sehr natürliche Bilder ergeben 😂 – hier aufgenommen in der schmalsten Gasse von Pellio.Abendritual, Aperitiv im Nachbarort San Fedele. Im lokalen Tabacchi habe ich mich mit italienischen Wohnzeitschriften eingedeckt. Sind hier recht preiswert und ich mag die gerne anschauen.Hinweisbanner fuer das Highlight des Jahres in Pellio Sotto, die Festa delle Corti. Jedes Jahr Anfang August. Da waren wir auch schon zwei mal und es ist einfach toll. Alle Innenhöfe habe geöffnet und man bekommt in jedem ein anderes preiswertes Essen. Dazu eine tolle Stimmung. Leider sind wir dann nicht mehr hier.San FedeleRisotto alla Kai mit Lauch und Zucchini. Ein absolutes Gedicht.Abends auf dem Balkon mit orange leuchtendem Vollmond. Wie schön.
Gestern hatten wir mal wieser die KI als Thema, und wie sehr diese unser Leben jetzt schon teilweise beeinflußt und in Zukunft noch viel stärker prägen wird. Ich bin auf der einen Seite vollkommen fasziniert von den Möglichkeiten, und auf der anderen Seite stellt es mir die Nackenhaare auf, wenn ich daran denke, was man damit alles anrichten kann. Gestern hatten wir jedenfalls mal die Idee, Chat GPT darum zu bitten, einen Beitrag zu schreiben. Meine Worte (prompts) waren folgende:
Schreibe einen witzigen Blogbeitrag über die Fahrt von Turin nach Pellio. Folgende Inhalte koennen dabei vorkommen: Abschied aus Turin, ruhige Fahrt auf der Autobahn, wenig Verkehr, Stop am Luganer See, dort einen Cappuccino getrunken. Hoch in die Berge, Kühe auf der strasse. Endlich Ruhe und Erholung
Die Antwort kam innerhalb weniger Sekunden:
Klar! Hier ist ein witziger Blogbeitrag über deine Fahrt von Turin nach Pellio mit den gewünschten Stationen und einem lockeren Ton:
——
Es war einmal ein sonniger Morgen in Turin – also nicht wie im Märchen, aber fast. Die Stadt glänzte im Morgenlicht, der Espresso war stark wie eh und je, und wir standen vor dem Auto, bereit, der Zivilisation den Rücken zu kehren. „Ciao, bella Torino“, murmelte ich, nicht ohne ein kleines Drama in der Stimme, als hätte ich gerade mein italienisches Filmdebüt.
Dann ging’s los: rein ins Auto, auf die Autobahn – und Überraschung! Kein Stau. Niemand. Die Autobahn war so leer, ich hätte fast angefangen, mir Sorgen zu machen. Hatten wir einen Feiertag übersehen? Einen Evakuierungsbefehl? War es der Anfang eines Zombiefilms? Nein – einfach nur Italien, wie es im Bilderbuch steht: entspannt, elegant, mit dem gelegentlichen Fiat Panda, der mit 130 km/h links überholt.
Nach zwei Stunden entspannter Fahrt, bei der der Tempomat mehr gearbeitet hat als ich die ganze Woche, kam das nächste Highlight: der Luganer See. Und wie es sich für echte Roadtrip-Profis gehört, machten wir Pause. Direkt am Wasser, Cappuccino in der Hand, Sonnenbrille auf der Nase – man hätte uns für Influencer halten können, wären da nicht die Chipskrümel auf dem Pulli gewesen.
Gestärkt vom Koffein (und einer überdurchschnittlich knusprigen Cornetto), fuhren wir weiter – und es wurde… kurvig. Die Straßen schraubten sich langsam aber sicher in die Höhe, als wollten sie dem Himmel High Five geben. Links Abgrund, rechts Felswand, und mittendrin wir – mit klimatisierter Entschlossenheit und leichten Schweißperlen.
Dann – plötzlich – eine Vollbremsung! Nicht wegen eines anderen Autos, nein: Kühe. Auf der Straße. Lebendig, selbstbewusst, und offensichtlich auf dem Weg zu einem wichtigen Kuh-Meeting. Wir warteten geduldig, während sie uns mit einem „Was glotzt du so?“-Blick musterten. Ich schwöre, eine von ihnen hat genickt. Vielleicht war’s auch nur eine Fliege.
Und dann: Ankunft in Pellio. Der Trubel der Stadt? Weg. Das hektische Hupen? Geschichte. Stattdessen: Berge, Ruhe, frische Luft – und der beruhigende Klang einer einzigen, entfernten Kuhglocke.
Wir waren angekommen. Im Paradies. Oder zumindest sehr nah dran.
Fazit: Wer braucht schon Actionfilme, wenn es italienische Landstraßen, koffeinbetriebene Aussichtspunkte und Straßenkühe gibt? Die Fahrt von Turin nach Pellio: absolut empfehlenswert – solange man den Cappuccino vor der Serpentinenstrecke trinkt.
—
Ende KI!!!
Schon krass, was sich das virtuelle Gehirn denkt, humortechnisch vielleicht etwas zu dick aufgetragen. Aber ich verspreche hoch und heilig, dass ich ab jetzt wieder selber schreibe. Und die Bilder sind natuerlich auch alle selbstgeschossen.