It’s time for Africa

Während ich hier gemütlich im sehr fluffigen Hotelbett des Hilton Hotels in Johannesburg liege und dabei meinen ersten Kaffee des Tages genieße, hatte ich mir so gedacht, es wäre an der Zeit, den Reiseblog wieder in Gang zu setzen. Ich muß langsam wieder warm werden mit dem Schreiben, habe den Blog ja die letzten Monate sträflich vernachlässigt und es noch nicht einmal geschafft, den letzten Beitrag aus Thailand abzusetzen. Aber jetzt gehts endlich wieder los. Denn wir sind wieder auf großer Reise.

Gestern Abend sind wir gegen halb sieben von zu Hause in Richtung Flughafen aufgebrochen. Man hatte allgemein dazu geraten, an Ostern etwas früher da zu sein, da die Schlangen überall recht lang sein könnten. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, ich habe noch nie so einen leeren Flughafen gesehen. Die Sicherheitsangestellten standen gelangweilt herum und wir konnten direkt unser Gepäck in den Röntgenapparat schieben und am anderen Ende wieder abholen. So waren wir dann auch schon 2 Stunden vor Abflug mit allen Formalitäten fertig.

Herr C. hat wie immer das gesamte Gate nach kostenlosen Zeitungen durchpflügt und irgendwann ging es dann in den Flieger. Wir hatten mal wieder großes Glück und unser Trick hat funktioniert. Wir haben eine Dreierreihe nur für uns gehabt. Soooo toll, das ist auf einem langen Flug einfach Gold wert. Es war schon spät, als das Essen kam. Ich habe mir einen unheimlich schönen kitschigen Film namens „Wunder“ mit Julia Roberts angeschaut und gegen halb zwei habe ich dann mein Schlafritual eingeleitet, mich quer mit einer dreifachen Portion Kissen an den Schoß meines Ehemanns geschmiegt und bin beim energischen Ruckeln der Maschine eingeschlafen. Geweckt wurde ich pünktlich durch das klappern des Frühstückstrollis. Es hat mal wieder funktioniert :-)

Gelandet sind wir gegen halb 9 und den Flughafen verlassen haben wir etwa eineinhalb Stunden später … mit dem Gautrain in Richtung Stadt. Es gibt in der Millionenstadt Johannesburg ein ausgeklügeltes Netz an Bahnen (Achtung Ironie!), welches aus ganzen zwei sehr kurzen Linien besteht. Aber immerhin konnten wir damit vom Flughafen bis fast zum Hotel fahren. Was will man mehr.

Johannesburg galt jahrelang als eine der gefährlichsten Städte der Welt. Auch hier im Hotel rät man uns, nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine auf die Straße zu gehen. Einschätzen können wir das noch nicht, deswegen halten wir uns auch lieber mal an die Empfehlungen. Es gibt aber sicher Viertel, in denen das mehr zutrifft als in anderen.

Der ersten Eindruck beim Verlassen der Bahn war etwas ernüchternd. Wir befinden uns im Stadtteil Sandton und nahmen zuerst breite mehrspurige kaum befahrene Straßen war und viele Neubauten und Baustellen. Irgendwie merkwürdig. Naja, wir liefen voll bepackt die etwa 1000 Meter bis zum Hotel und konnten dort leider noch nicht unser Zimmer übernehmen. So sind wir erst mal zum Frühstücken gegangen. Denn auch wenn wir gerade noch im Flieger gefrühstückt hatten, knurrten bereits unsere Mägen wieder. Also meiner zumindest ;-)

Irgendwann konnten wir in unser Zimmer und unsere einzige Handlung bestand darin, die Decke des geräumigen Hotelbetts zur Seite zu ziehen und für ein paar Stunden die voll ausgestreckte horizontale Schlafposition zu geniessen. Geweckt wurden wir am frühen Nachmittag vom energischen Quietschen des Hotelbetts unserer Nachbarn … auweia.

Mittags verbrachten wir am traumhaften Hotelpool mit wundervoller Aussicht über Johannesburg. Die Luft war so klar und die Temperaturen angenehm. Die Sonne schien und es war einfach zum Schreien schön. Kaum zu glauben, daß wir schon wieder unterwegs sind.

Am späten Nachmittag haben wir uns mit dem hoteleigenen Shuttle zum Nelson Mandela Square fahren lassen, wo wir in einem hervorragenden Lokal namens „Big Mouth“ leckere asiatisch westliche Fusion Kitchen genossen. Ich war hocherfreut, daß es dort die leckeren Pokebowls gab. Ich bestellte eine Schüssel mit rohem Thunfisch, Edamame Bohnen, Mais, Erdnüssen und Reis und Herr C. verspeiste einen leckeren saftigen Burger. Dazu tranken wir frisch gezapften südafrikanisches Bier vom Fass und genossen das Treiben auf dem Platz und die laue Abendluft, es war wirklich schön.

Auch wenn wir null Zeitverschiebung haben, fühlt sich diese lange Reise dennoch irgendwie an, als hätten wir einen Jet-Lag zu überwinden. Wir waren einfach beide total kaputt und müde. Und so fanden wir uns auch bereits um 8 wieder zurück in den Hotelbetten und konnten die Äuglein kaum aufhalten.

So ging ein erster eher ruhiger Tag in Johannesburg zu Ende.

Es Ostersonntag und wir wollen auch heute nicht zu viel Action planen, da die vor uns liegende Reise noch abwechslungsreich genug sein wird. So werden wir später nach dem Frühstück mit dem Zug noch ein paar Stationen fahren und uns das eine oder andere Stadtviertel erkunden, die uns im local Guide und im Internet als sehenswert angepriesen werden. Schauen wir uns das mal an. Ich wünsche allerseits ein schönes Osterfest.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s