Bush Panorama

Mittlerweile sind wir dran gewöhnt, so früh aufzustehen. Bereits wieder in aller Frühe um 6 Uhr war Treffpunkt am Hauptgebäude des Camps für unseren Morgenspaziergang durch den Busch. Es gab einen kleinen schnellen Kaffee und pünktlich wurden wir von zwei Rangern in Uniformen mit frisch geladenen Gewehren abgeholt. Denn wir liefen durch das Sicherheitsgate direkt auf das Parkgelände, wo die Tiere frei herumlaufen.

Wir bekamen auf dem Spaziergang viele Infos aus der Buschzeitung, den Spuren und den Hinterlassenschaften der Tiere. Die Ranger nahmen anhand dieser Merkmale die Fährte zu einem Büffel auf. Und tatsächlich galoppierte auf einmal einer der schwarzen Riesen in sicherer Entfernung an uns vorbei. Wir sahen viele Termitenhügel, Spinnennetze und allerhand Kleingetier, aßen wiulde Beeren und entdeckten einen ungefährlichen fingerdicken und ca 12-15 cm langen Tausendfüssler. Diesen ließ ich sogar über meine Hände krabbeln. Ein ulkiges Gefühl. Nach dem sehr lehrreichen Rundgang gab es erst mal ein deftiges Frühstück mit Eiern, Speck und gebackenen Bohnen, bevor wir uns auf unser Tour entlang der Panoramaroute begaben. Wir stoppten an einigen absolut faszinierten Aussichtspunkten, so zum Beispiel dem sogenannten Gods Window, dort gab es auch einen kleinen Rundgang durch ein tropisch feuchten, mit vielen Moosen und Farnen bewachsenes Stück Regenwald. Dort geschah dann etwas unglaubliches. Eine unsere Mitreisenden wurde einfach so von hinten von einem Affen attackiert und ins Bein gebissen. Mit wurde heiß kalt und ich hatte absolut kein Bedürfnis, diesen Weg noch weiter zu laufen. Ich glaub’s ja nicht. Ihr Biss war wesentlich harmloser als meiner, aber dennoch gab es kleine blutende Bissspuren und ich musste mich leider als dramatisierende Klugscheisserin aufspielen. Auf mein Drängen fuhren wir in einen Ort namens Graskop und sie wurde zum Arzt gebracht. Dort bekam sie die Bisswunde noch mal gründlich gereinigt und dazu ein paar Antibiotika, die selbst der Arzt unnötig fand. Aber sie bestand auf mein dringendes Geheiß darauf und ich war zufrieden. Naja … mag übertrieben gewesen sein, aber lieber so als andersrum.

Weiter ging die Fahrt zum beeindruckenden Bourke’s Luck Potholes mit tollen Wasserfällen anschließend zum Blyde River Canyon, dem grünsten Canyon der Erde. Die Natur Afrikas bietet wirklich spektakuläre Ausblicke.

Der Tag war lang und wir erreichten erst um halb sechs wieder unser Camp.

Bei abendlicher Runde aßen wir mal wieder sehr lecker und rösteten Marshmellows über dem Lagerfeuer … bis uns irgendwann wieder die Augen fast von selbst zufielen und wir uns in Richtung Hütchen verabschiedeten.

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