Letzte Tage in Ägypten

Heute ist schon Samstag und die letzten drei Tage unseres vorweihnachtlichen Pauschalurlaubs brechen an. Auch wenn ich zu Beginn damit gefremdelt habe, bin ich jetzt umso mehr angekommen und freue mich sehr über all die tollen Dinge, die wir hier erlebt haben.

Seit meinem Geburtstag am Donnerstag ist nicht mehr wahnsinnig viel passiert. Mal abgesehen von der üblichen Routine aus Sonnenaufgang, morgendlichem Schwimmen, Schnorcheln im Meer und ganz viel essen 😂 Wir geniessen einfach die letzten Tage und lassen es uns gut gehen.

Eigentlich war fuer heute nochmal ein kleiner Ausflug mit dem Speedboat geplant, um dort einen der berühmt berüchtigten Dugongs zu erschnorcheln. Die scheinen nämlich fest auf einer der vielen Seegraswiesen beheimatet zu sein. Aber leider geht das nicht mehr, weil heute der erste Tag mit sehr viel Wind ist und sämtliche Bootsausflüge gestrichen sind. Am Strand weht sogar die rote Flagge, man darf also nicht nicht mal zum Baden ins Meer. 

Trotzdem tut die Sonne ihr bestes und wir liegen faul am Strand. Perfekt im noch mal ein bisschen vom Urlaub zu schwadronieren.

Dazu ein paar Beobachtungen aus dem Speisesaal, wie man sie so möglicherweise nur in einer Anlage dieser Art machen kann.

  1. Die Orangenomi – jeden Morgen sitzt sie am gleichen Tisch im grossen Speisesaal und häuft einen Teller voll mit den sehr leckeren Orangen- und Grapefruitscheiben (sie ist damit in direkter Konkurrenz zu mir, da ich sie auch gerne mag) bei ihr sind es allerdings mindestens 50 Stück, dazu eine grosse Müslischale voller Trockenpflaumen und einen Teller mit Joghurt und Honig. Es handelt sich dabei um eine kleine zierliche weisshaarige Frau, braungebrannt und offensichtlich Fan der Hollywood Star Diät 😉
  2. The Bookblocker – der blockiert jeden Morgen einen wertvollen Schattentisch (prime Real Estate) auf der Frühstücksterrasse mit einem aufgeschlagenen Buch. Dann geht er aber zum Frühstück in den Innenraum und verweilt dort für längere Zeit. Nach seinem Frühstück kommt er dann raus, liest drei Seiten in seinem Buch und geht wieder. Übrigens nicht zu verwechseln mit der häufig vorkommenden Spezies der Handtuchblockierer.
  3. Die Listenlady – hier auf der sehr weitläufigen Anlage gibt es am Rand eine kleine Baustelle an der irgendetwas neues entsteht. Ich beobachtete das Treiben, da ich (ganz in Loriot Manier) als Architektin natürlich gerne die Baustellen der Welt mit den Sicherheits– und Gesundheitsanforderungen zu Hause vergleiche 😂 Ich sagte wohl etwas lauter zu Kai, dass ich das mal fotografieren müsste, um es den Kollegen zu Hause zu zeigen. Das bekam eine vorbei laufende Dame mit, die dann sofort beifallheischend kundtat, dass sie es bereits fotografiert hätte „na das gibt eine saftige Minderung vom Urlaubspreis“ ich fragte sie, ob sie von ihrem Zimmer aus etwas mitbekäme. Nein nein, es sei ja sehr gross, aber man könne es ja mal probieren (kommt alles auf die Liste ;-) … So hat jeder seine Hobbies 😂😂😂
  4. Mr. Topless – nicht ohne Grund gibt es eine Art Kleiderordnung fuer den Speisesaal. So darf man als Mann nicht mit freiem Oberkörper zum Essen gehen. Da war der muskelbepackte Herr mittleren Alters aber dagegen (möglicherweise ein nördlicher Inseleuropäer, aber das nur klischeehafte Spekulation ;-)… Er wurde also vom Kellner aufgefordert, sich obenrum zu bekleiden. Missmutig zog er ein T-Shirt hervor und ging zur weiteren Eiweißaufnahme grummelnd in den Speisesaal. Später sahen wir ihn noch, wie er wieder rauskam und noch auf der Terrasse den Blick auf seinen tätowierten Oberkörper freigab. Im Nachgang hoffe ich aber fuer ihn, dass die chinesischen Schriftzeichen, die entlang der gesamten Wirbelsäule aufgereiht sind, wirklich nur „Live, Laugh, Love“ bedeuten und sich nicht am Ende ein Tätowierer einen Spass gemacht hat 😉

Da wir, wie schon erwähnt, heute nicht ins Meer dürfen, haben wir am Nachmittag einen längeren Strandspaziergang entlang unserer Bucht gemacht. Am Ende befindet sich  ein Steg, der direkt raus ins Meer führt. Am Ende des Steges gibt es eine Treppe ins Wasser. Von dort könnte man direkt ins Riff abtauchen … bei weniger Wind natürlich. Hier zum Abschluss noch ein paar Bilder vom Spaziergang.

2 Kommentare zu „Letzte Tage in Ägypten

  1. Hallo Gaby und Kai,

    da ich nicht so oft wie ihr in Urlaub fahre, genieße ich es sehr mit euch zu fahren und auch der Pauschalurlaub gefällt mir gut!

    Ich freue mich auch immer über die kurzweiligen Texte von dir Gaby und wünsche euch noch einen wunderschönen Resturlaub und gute Erholung!

    liebe Grüße, Monika

    !

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