Bunte Tücher, schwarze Augenbrauen und die leckere türkische Küche

Gerade sitzen wir in Kaş an der Bushaltestelle und warten auf den kleinen, ungefederten Dolmuş, der uns zurück ins Hotel bringt.

Heute ist unser letzter voller Tag hier und ein bisschen traurig bin ich ja schon. Nach der sehr aufregenden Zumba Woche habe ich tatsächlich ein paar Tage gebraucht, um mich so richtig auf die Ruhe und Erholung einzulassen. Aber jetzt, wo ich vollkommen akklimatisiert bin, heißt es leider schon wieder Abschied nehmen.


Gestern Nachmittag waren wir noch einmal in Kaş bummeln und haben wunderschöne, kunterbunte Handtücher gekauft. Ich liebe sie jetzt schon! Passend dazu habe ich auch noch einen leichten, luftigen Patchworkrock entdeckt. Für Kai gab es zwei T Shirts und in der Apotheke eine Tube Zovirax. Nach langer Zeit haben mich nämlich mal wieder diese fiesen Bläschen auf der Lippe heimgesucht …


Auf einer der Busfahrten hatten wir eine nette Hotelnachbarin kennengelernt, die uns ganz begeistert von einem Lokal auf der anderen Seite der Halbinsel erzählte. Ein absoluter Geheimtipp! Also machten wir uns am Abend neugierig auf den Weg.


Der Ort war tatsächlich so geheim, dass es um uns herum immer dunkler wurde und der Weg irgendwann gar nicht mehr beleuchtet war. Schließlich standen wir vor einem Haus, weit und breit kein Schild. Es sah eher aus wie ein privater Garten und wir wollten schon fast wieder umkehren, als uns ein Mann freundlich zuwinkte und hineinbat.


Er kocht ganz alleine und hat eine kleine, feine Speisekarte, aus der wir uns diverse Mezes (türkische Vorspeisen) ausgesucht haben. Wir baten ihn, einfach eine Mischung zu bringen und so war es einfach perfekt. Das Essen war fantastisch und so unglaublich geschmackvoll gewürzt! Definitiv das Beste, was ich in den zwei Wochen Türkei auf dem Teller hatte.

Zum Abschluss gab es noch zwei türkische Kaffee aufs Haus und pappsatt und müde konnten wir den Heimweg antreten.


Dieses Abendessen stand übrigens in direktem Kontrast zum Abend davor: Da hat es nämlich so gewaltig geschüttet, dass wir uns nicht mehr aus dem Zimmer gewagt haben und uns schlichtweg von trockenen Keksen und ein paar Nüsschen ernährten.


In Kaş war ich übrigens auch noch spontan beim Friseur, um mir die Augenbrauen zupfen und färben zu lassen. Nachdem die Farbe abgewaschen war, sahen die Brauen allerdings noch sehr hell aus. Die Friseurin versuchte mir wohl zu erklären, dass ich kurz abwarten solle, da es noch nachdunkelt. Das habe ich gekonnt ignoriert und prompt einen Nachschlag geordert, nach der zweiten Färbung sah das Ergebnis (noch) gut aus und ich verließ zufrieden ich den Laden. Etwa eine halbe Stunde später guckte ich zufällig in einen Spiegel und musste laut auflachen: Auf einmal hatte ich zwei pechschwarze Balken über den Augen! Ein bisschen sah ich aus wie Theo Waigel.


Heute haben wir unseren letzten Urlaubstag entspannt vorne am Meer verbracht. Dort haben wir uns direkt mit zwei sympathischen Münchnerinnen verratscht, die wir ebenfalls am Tag zuvor im Bus getroffen hatten. Es war so schön, mit den beiden in alten Münchner Zeiten zu schwelgen, schließlich habe ich dort ja mal sechs Jahre gelebt. Seufz.


Gerade eben gab es dann noch ein schönes Abschiedsessen in Kaş. Dafür hatte ich noch einmal ein richtig nettes Lokal herausgesucht, bei der riesigen Auswahl an Restaurants gar nicht so einfach! Aber mir gefiel das Ambiente auf Anhieb, und vor allem die Tatsache, dass man uns als Gäste nicht schon beim Blick auf die Speisekarte versuchte hineinzuziehen.

Obwohl es zu Beginn noch recht leer war, waren bereits alle Tische reserviert. Im Laufe des Abends füllte sich der Laden komplett und ich bin mir sicher, dass wir die einzigen Nicht Türken waren. Ein wunderbares Qualitätsmerkmal, und die hervorragende Küche hat meine Theorie vollkommen bestätigt.


Es war noch einmal ein rundum schöner letzter Tag in Kaş. Morgen treten wir die Heimreise an, allerdings mit einem Zwischenstopp samt Übernachtung in Antalya. Davon erzähle ich dann  eventuell noch in einem letzten Beitrag!

Die Ruhe nach dem Sturm – Erholung in Kaş

Seit letzten Sonntag bin ich jetzt hier in Kas mit Kai und wir verbringen wunderbar ruhige und erholsame Tage mit schwimmen, schnorcheln, der leckeren türkischen Küche, schlafen, lesen, stricken und allem, was zum ausgiebigen relaxen dazugehört. Es ist wirklich alles sehr entspannt.

Am letzten Samstag hatten wir noch unser grosses Good Bye Dinner in Beldibi und waren im Anschluss noch ein bisschen tanzen. Leider hieß es dann irgendwann Abschied nehmen von der tollen gemeinsamen Zeit und natuerlich von den anderen. Da dämmerte es mir. Ich bin ja auch schon so oft mit meinen Strickerinnen in ganz Europa gereist und dort ist Abschied jedes Mal viel trauriger, weil wir alle woanders leben und wir uns dann erst mal fuer eine Zeit nicht sehen. Dieses Mal jedoch sind alle aus Frankfurt und so konnte man sagen, wir sehen uns naechste Woche zum Zumba oder sonstwo in Frankfurt. Das hat es dann natuerlich etwas leichter gemacht.

Sonntag morgen bin ich von einem privaten Taxitransfer direkt am Hotel abgeholt worden und in nur zweieinhalb Stunden nach Kas gebracht worden. Ich hätte auch mit den öffentlichen Bussen fahren können, aber Kai bestand darauf, dass ich es so mache. Dann waere es fuer mich bequemer und leichter, vor allem mit dem Gepäck ❤️

Abschied von Filo und meine kleine Luxuslimousine nach Kaş

In Kas regnete es und ich ging erst mal runter zum Strand und setzte mich ins überdachte Café. Nach einer Stunde traf auch Kai ein und wir freuten und so sehr, uns wiederzusehen.

Seit wir also hier sind, verläuft der Urlaub absolut gegensätzlich zu dem, was ich zuvor in der Woche erlebt habe. Aber die Erholung tut unheimlich gut. So war es ja auch geplant.

Wir wohnen hier etwas abseits der Innenstadt und so sind wir an einem Nachmittag mit dem Bus in die Stadt gefahren. Kas hat eine nette kleine Innenstadt und es war sehr belebt und natürlich auch sehr touristisch. Abends waren wir dort essen. In Kas reiht sich ein Lokal an das andere und die Auswahl fiel schwer.

Den Sonnenuntergang haben wir am antiken Amphitheater am Rande der Innenstadt erlebt. Laut Kais Aussage, ein echter Geheimtipp, sehr selbst 😉

Seit gestern ist das Wetter leider etwas schlechter geworden. Der Himmel hat sich schwarz gefärbt und Blitze und Donner wechselten sich ab. Ein heftiger Regen prasselte ins Meer und auch das hat irgendwie etwas gemütliches. Ändern können wir es ja sowieso nicht. So kann man unterm Dach sitzen und Kaffee trinken und ich kann dabei stricken. Man muss einfach das beste draus machen.

Heute ist Freitag und auch heute morgen hat es stark geregnet. Natuerlich lassen wir uns nicht davon abhalten, am fruehen morgen zum wachwerden eine Runde im Pool zu drehen. Wobei Kai sich ja schon immer etwas schwer mit dem kühleren Wasser tut. Haha, der Pool hat sicher noch mindestens 18 Grad 😉

Gerade klart der Himmel wieder etwas auf und wir wollen noch mal mit dem kleinen Dolmus Bus nach Kas fahren. Dort habe ich in einem kleinem Shop ganz kunterbunte Handtücher entdeckt. Mal sehen, ob es ein paar davon mit ins Gepäck schaffen.

Zumba ist so viel mehr als Tanzen

Heute ist bereits Mittwoch, der 30. September. Kai und ich sind am Meer in einem kleinen gemuetlichem Hotel an der unteren Spitze der kleinen Halbinsel vor Kaş. Nach einer Woche Action geniesse ich die Ruhe und den Blick auf das Meer. Dennoch hänge ich gedanklich immer wieder der fantastischen Zeit nach, die ich letzte Woche mit der Zumbacrew in Beldibi verbracht habe.


Um zu verstehen, warum mir diese Woche so unglaublich viel bedeutet hat, muss ich kurz ausholen. Denn meine Beziehung zu Zumba war definitiv keine Liebe auf den ersten Blick …


Vor ein paar Jahren stand ich zum ersten Mal in der TG Bornheim in einer Zumbaklasse. Ich habe davor viel Step Aerobic gemacht und dachte, so schwer kann es nicht sein. Im Aerobic wird während der Stunde gemeinsam eine Choreographie aufgebaut und am Ende mehrfach zu immer schnelleren Beats durchgetanzt. Aber ich hatte falsch gedacht.
Alle schienen zu wissen, was zu tun war, während die Trainerin statt klarer Ansagen nur nebulöse Handzeichen gab. Nach 15 Minuten war ich so genervt, dass ich wütend die Halle verließ. Was soll der Mist? Wollt ihr mich verar***en? 😂 Thema erledigt.


Ein paar Jahre später – ich war mittlerweile im Fitnessstudio 7-11 in Sachsenhausen, wollte ich mich noch mal heranwagen. Die vornehmlich südamerikanische Musik ist einfach so schoen.  Diesmal fragte ich die Instruktorin vorab aus. Sie erklärte mir das Prinzip: Jeder Song hat seine eigene Choreografie, man kommt mit der Zeit rein, und jeder hat mal klein angefangen.
Ich gab dem Ganzen eine erneute  Chance. Und tatsächlich: Nach ein paar Mal erkannte ich die ersten Schrittfolgen. Auf einmal klappte eine Passage, dann die nächste … und plötzlich machte es immer mehr Spaß!

Dann kam jedoch Corona und damit verbunden, meine eigentliche gesundheitliche Geschichte. Irgendwann in dieser Zeit wurde mein Körper von Woche zu Woche  erschöpfter, an Sport war bald nicht mehr zu denken. Was folgte, war ein tiefes, dunkles Kapitel: eine depressive Episode, Schlaflosigkeit und permanente Müdigkeit, die mich phasenweise komplett an das Bett fesselte. Durch die Kombination aus Frustessen und Medikamenten nahm ich ausserdem noch  20 Kilo zu.


Gemeinsam mit Kai und einer fantastischen Ärztin in Frankfurt machte ich mich auf Spurensuche. Langsam, Schritt für Schritt, kletterte ich aus diesem Loch heraus. Ein kleines Studio mit Personal Training half mir schließlich seit letztem Jahr dabei, wieder Kraft aufzubauen.


Der eigentliche Wendepunkt kam aber durch meine liebe ehemalige Kollegin Elif. Sie erzählte mir beim Mittagessen vom Outdoor-Zumba, das jeden Sonntag um 11 Uhr auf dem Dach des Skyline Plaza stattfand. Sie organisierte das und nach etwas Anlauf raffte ich mich auf. Das ganze nennt sich Silent Zumba und jeder hat einen Kopfhörer auf. Alle schienen sich gut zu kennen, und ich war noch neu in der Gruppe, versuchte aber dennoch immer wieder Kontakt zu halten.


Als die Gruppe Ende letzten Sommers nach Antalya zur Zumbaholiday fuhr, stieg meine FOMO (Fear Of Missing Out – die Angst etwas zu verpassen) ins unermessliche. Besonders als ich während der Woche die ganzen Fotos und Videos in den Sozialen Medien sah. Mein Vorsatz  stand felsenfest: Nächstes Mal quetsche ich mich einfach rein. Ob die wollen oder nicht! ;-)



In dieser Outdoor-Saison gab es kein Halten mehr. Ich wurde süchtig. Süchtig nach der Bewegung, der Musik, der Gemeinschaft und der puren Lebensfreude. Zumba hat mir geholfen, mich aus einem wirklich dunklen Kapitel herauszutanzen. Noch immer muss ich zwischendurch Pausen machen und  Rückschläge wird es gesundheitlich immer geben – aber sobald die ersten Rhythmen laut werden, fängt der Po an zu wackeln und die Laune steigt. Die positive Energie ist heilsam fuer Koerper und Seele. Ganz am Rande scheint sich meine vom Impingement Syndrom gepiesakte Schulter von den vielen Armbewegungen erholt zu haben. Ich kann die Arme wieder ganz nach oben bewegen.


Die Zumbaholiday in Beldibi war nun der absolute Höhepunkt: Eine Woche voller Lachen mit 22 Gleichgesinnten. 13 Nationen, von Mitte 20 bis Anfang 60, geeint durch eine gemeinsame Leidenschaft.


Ich werde diese Zeit für immer im Herzen tragen. Und das schoenste ist, zuhause wird einfach weitergetanzt. Ob beim Outdoor, im Verein oder auf diversen Zumba Partys. Ich bin so froh, nun ein kleiner Teil der grossen Zumba Familie zu sein. Und wer weiss, vielleicht konnte ich mit diesem Beitrag ja den einen oder die andere dafuer begeistern.

Versucht es doch einfach einmal selbst, ich kann es nur empfehlen. Anlaufstellen gibt es in jeder Stadt.

Zumbaholiday

Heute ist schon wieder Donnerstag und die Zeit geht mal wieder viel zu schnell rum. Aber ich geniesse gerade alles was um mich herum passiert in den vollsten Zügen.

Sonntag vormittag hat Kai mich noch zum Hotels der anderen Mädels gebracht und dann mussten wir leider Abschied nehmen fuer eine Woche. Natuerlich geschah dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Mit einem Kleinbus wurden wir zu neunt direkt aus der Innenstadt von Antalya abgeholt und fuhren etwas weiter südlich nach Beldibi, genauergesagt ins Crystal Flora Resort. Ein All Inclusive Tempel in einer definite anderen Größenordnung, als ich es bisher gewohnt war.

Wir kamen gegen 12 im Hotel an und alle anderen bekamen schon ihre Zimmer. Dafuer hat sich das Warten aber gelohnt, meine Zimmernachbarin Filo und ich bekamen das einzige Zimmer mit Meerblick. Yay. Wir haben uns total gefreut.

Im wirklich riesengroßen Speisesaal haben wir einen eigenen Zumba Tisch nur fuer uns reserviert. Das Buffet lässt (fast) keine Wünsche offen. Die Auswahl ist gross (Nachtrag nach einer Woche – leider ist alles immer kalt ;-)

Am Nachmittag haben sich alle am Strand versammelt und wir sind auf die anderen getroffen. Ich bin ja die einzige, die zum ersten Mal dabei ist und so lernte ich erst mal alle kennen. Namen muss ich nach und nach lernen. Die Stimmung ist toll und so positiv. Das muss am Zumba liegen. Ich bin fest davon überzeugt.

Da unser Haus fast direkt vorne am Meer liegt, bin ich in der Früh erstmal im Meer schwimmen gewesen. Hier gibt es hunderte von Liegen und es ist kaum zu glauben, aber um halb 8 sind bereits alle mit einem Handtuch reserviert. Wer glaubt sowas machen nur wir Deutschen, der irrt. Hier in der Anlage sind zu 95% russische Staatsbürger.

Morgens und Nachmittags um 10.00 Uhr und 17.00 Uhr ist jeweils eine Stunde Zumba. Ich kann nur sagen, ich bin mittlerweile süchtig nach dieses Rhythmen. Es macht so unglaublich viel spass, dass ich nicht genug davon kriegen kann. Es bringt so viel Lebensfreude und die Freude der anderen überträgt sich total. Ich koennte echt heulen vor lauter Glück.

Wir haben übrigens zu jeder Stunde ein Farbkonzept, am ersten Morgen war es grün.

Nach dem Zumba am Nachmittag gibt es erstmal einen Sekt und danach geht es direkt ins Meer… das übrigens noch sehr warm ist.

Der zweite Abend im Hotel war einfach unglaublich. Nach dem Essen hatte ich so starke Kopfschmerzen und war muede, dass ich eigentlich schon das Handtuch werfen wollte. Auf dem Hotelgelände gibt es eine Art Biergarten mit grosser Bühne, und dort spielt fast jeden Abend eine Liveband. Irgendwie kam es dann, dass die leere Tanzflaeche plötzlich von uns gefüllt wurde und dann ging die Party richtig los. Wir haben getanzt und getanzt. Ich hatte keine Ahnung, wo auf einmal all meine Energie herkommt. Ich konnte es eigentlich gar nicht fassen. Es muss am Zumba liegen. Natuerlich habe ich Bedenken, ob mein Koerper das alles mitmacht, aber solche Momente im Leben sind es wert, bis an seine Grenzen zu gehen … und vielleicht auch ein bisschen darueber hinaus.

Als ich mich fuer den Zumba Holiday angemeldet habe, wollte ich in ein Doppelzimmer gehen, weil es etwas günstiger war. Ich kannte ja bis dahin die wenigsten und hatte noch keine Zimmerpartnerin. Ich bekam Filo „zugelost“ und wir haben uns auf Anhieb verstanden. Schon in Deutschland hat es geklickt. Und hier in Antalya haben wir einen Riesenspass zusammen. Unter unser Outfit of the day ;-)

So ist das also. Ich habe versucht, immer mal wieder ein bisschen zu schreiben. Aber irgendwie kam ich zu nix, die wenige freie Zeit, die ich hatte, habe ich fuer kleine  Schläfchen genutzt. Jetzt stelle ich das ganze hier schnell online. Es gibt noch so viel zu erzählen, aber das hoffentlich dann im naechsten Beitrag :-) Bilder gibt es sowieso ohne Ende.

Vorfreude in Antalya

Freitag Abend sind wir direkt vom Terminal 1 mit der Strassenbahn an den Rand der Altstadt von Antalya gefahren. Es war natuerlich schon  dunkel und wir rollten unser Gepäck durch die sehr belebten und beleuchteten Gassen. Ein bisschen hat mich das Ambiente an Alt-Sachsenhausen erinnert. Entlang einer der Hauptadern drängte sich eine Bar an der anderen und ueberall dröhnte laute Partymusik aus den Boxen. Uns wurde ein bisschen mulmig, weil unser kleines Hotel nur ein paar Strassen weiter sein sollte. Glücklicherweise mussten wir noch ein paar mal links und rechts abbiegen und da wurde es dann ganz ruhig. Das kleine Bacchus Hotel lag am Ende einer Sackgasse und man hoerte nichts mehr.

Am naechsten Morgen nahmen wir unser Frühstück auf der kleinen Dachterrasse mit grandiosem Blick auf das Meer ein. Es gab einen Berg frisch geschnittener Wassermelone, dazu die leckersten Tomaten und Käse in Salzlake, dazu bekamen wir unaufgefordert ein Riesenomelett gebracht.

Ausblick von der Dachterrasse

Spaeter haben wir uns die schöne Altstadt bei Tageslicht angeschaut und viele tolle Ecken entdeckt. Es gab bunte Bazare mit Fälschungen aller bekannten Designermarken, dazu die wunderschönen Moscheen mit ihren Minaretten. Zwischendurch hörte man den Muezzin laut durch die Gassen rufen.

Katzen gibt es hier zu hunderten, normalerweise erkennt man die kastrierten Exemplare immer an einem abgeknipsten Ohr. Hier hatten das allerdings leider die wenigsten und man sah bereits kleinste Katzen mit ihren Jungen. Ach, seufz, am liebsten moechte ich sie alle mit nach Hause nehmen.

Dies ist das Innere der Moschee die ich um oberen Teil dieses Beitrags von Aussen fotografiert habe.
Blick auf den kleinen Bootshafen der Altstadt.
Gerne moechte ich in einem offenen Loft wohnen dann würde ich mir auch einen  grossen und bunten Teppich dieser Art kaufen ☺️

Vom Hafen aus kann man mit einem Aufzug wieder nach oben fahren. Dafuer war ich sehr dankbar, denn trotz dem vielen Sport, den ich in der letzten Zeit mache, habe ich immer noch massive Probleme mit Treppensteigen. Leider verbessert sich das auch nicht. Auch eines meiner zahlreichen Symptome meiner Erkrankung. Ich bekomme dann schlichtweg kaum noch Luft.

BATCAT

Unser Pool am Hotel, klein, aber fein.

Noch kann ich diesen Leckereien widerstehen. Vor etwa 4 Monaten habe ich meine Ernährung ja auf weitgehend zuckerfrei umgestellt. Ab morgen werde ich aber fuer fast eine Woche zum Zumba in einer grossen All Inclusive Anlage untergebracht sein. Laut Aussage der anderen, gibt es dort ebenfalls Berge von Baklava am Buffet. Ich werde mich sicher nicht mehr lange zurück halten können. Ach was solls, ist ja Urlaub 😉

Abends waren wir dann auf Suche nach einem Restaurant und haben außerhalb des Stadtkerns ein typisches türkischen Lokal gefunden, wo wir uns mit Salat, Hühnchen Döner und Kebapspiessen vollgestopft haben, dabei sassen wir im ersten Stock des Lokals und hatten eine wundervolle Aussicht auf die Moschee gegenüber.

Spaeter am Abend kam dann der naechste Schwung der Zumba-Mädels in Antalya an. Wir verabredeten uns kurzfristig und sassen noch eine Weile lachend und quatschend zusammen. Meine Vorfreude auf das folgende Zumba-Event stieg ins unermessliche.

Sonntag morgen haben wir uns nach dem Frühstück einen frisch gepressten Granatapfelsaft gegönnt und dazu die schöne Aussicht genossen. Die Altstadt liegt ja oberhalb einer felsigen Küste und somit ergeben sich immer wieder wunderschöne Ausblicke auf das Meer.

Spaeter haben wir den Rest der Truppe wieder getroffen und haben zusammen Mittag gegessen. Danach war ich schon wieder fertig genug für ein kleines Mittagsschläfchen.

Mit meiner lieben zukünftigen Zimmernachbarin habe ich mich Nachmittags um 4 fuer eine ausgiebige Shoppingtour verabredet. Vorher habe ich mich nochmal kurz im Pool erfrischt. Kai ist derweil alleine losgezogen und wir sind in Richtung eines Bazars gelaufen. Dort wurden wir dann freundlich in einen Laden nach dem anderen verschleppt, und während meine Mitbewohnerin in Windeseile ein Shirt nach dem anderen anprobiert hatte, sah ich staunend zu, wie man richtig handelt. Die Verkäufer tun dann immer so, als ob man ihnen jegliche Geschäftsgrundlage entziehen moechte. Ihr Gesicht wird leidender, aber dadurch ließ sie sich gar nicht beeindruckend. Handeln gehört auf einem Bazaar einfach dazu, und wer nicht mitmacht, der hat was verpasst. So ermutigt, ergatterte ich ein paar sehr gut gefälschte Birkenstocks in pink.

In diese Tasche haben wir uns beide verliebt, aber selbst der Dupe sollte noch 280 Euro kosten. Aber wenn ich so etwas sehe, dann denke ich mir eh immer, dass ich das auch selber kann. Aber wie in den meisten Fällen wird auch diese Projekt auf dem Friedhof der unvollenedeten Ideen landen ;-)

Das wuselige Shoppingerlebnis hat grossen Spass gemacht, doch irgendwann musste ich die weisse Fahne hissen und wir gingen einen Kaffee trinken. Witzigerweeise trafen wir dann zufällig den Rest der Gang.

Zum Ausklang ging es dann nochmal gemeinsam Abendessen. Die Gruppe hat sich wieder um zwei weitere Personen erweitert und ich sage es gerne nochmal: ICH FREUE MICH SOO AUF DIE ZUMBA WOCHE!!!

Türkiye 1.0

Endlich geht es wieder los! Seit Wochen schon spüre ich das sanfte Kribbeln des Travelbugs überall in meinem Kopf. Wir fliegen für zweieinhalb Wochen in die Türkei. Das wird für mich tatsächlich das allererste Mal in diesem Land sein. Komisch eigentlich, denn schon seit frühester Kindheit – und wegen unserer damaligen lieben Nachbarn aus der Türkei – wollte ich immer schon dorthin reisen.


Der Sohn der Nachbarn in Alsfeld hieß Ferit und ich war oft nebenan. Der Vater hat mir immer erzählt, wie schön es dort ist und dass wir unbedingt zu Besuch kommen müssten. Wie gerne wüsste ich, wie es Ferit heute geht!


Sei’s drum, dies ist also meine persönliche Premiere und ich freue mich ganz doll auf ein neues Land.


Angefangen hat die Planung dieser Reise mit meinem relativ neuen Hobby: Zumba. Durch meine ehemalige Arbeitskollegin und Zumba-Instruktorin bin ich schon im letzten Jahr dazu gekommen, aber erst in diesem Sommer ist die Leidenschaft so richtig erwacht.

Mittlerweile gehe ich, wenn es der Gesundheitszustand erlaubt, zweimal die Woche und habe großen Spaß beim Tanzen und der schönen kraftvollen Musik. Das Allertollste ist aber die ganze Community, die ich dadurch kennengelernt habe.


Von meiner Ex-Kollegin Elif wird hier in jedem Jahr eine Zumba-Reise in der Nähe von Antalya organisiert. Im letzten Jahr habe ich noch neidisch alles im Internet verfolgt. Dieses Jahr habe ich mich dann auch angemeldet. Ich bin ja mit Kai, dem Reiseexperten verheiratet und auf ein Stichwort hat er sogleich  einen richtigen Urlaub rund um die Zumba-Woche gebastelt.


Jetzt fliegen wir also erst einmal nach Antalya, dort bleiben wir bis Montag und dann treffe ich die Zumba-Crew in einem größeren Hotel ca. eine halbe Autostunde von Antalya entfernt. In der Zeit erkundet Kai dann die kleine Stadt Kalkan am Meer weiter im Süden. Nach einer Woche treffe ich ihn wieder in Kaş für eine Woche Relaxprogramm.

Gleich geht’s los!


Heute Vormittag sind wir gegen halb elf mit dem Bus zum neuen Terminal 3 gefahren und haben erst einmal ein bisschen gestaunt über das neue und noch fremde Gebäude. Die Beschilderung war noch verwirrend und so sind wir erst einmal rumgeirrt, bevor wir unsere Koffer aufgegeben haben.


Apropos Koffer: Leicht packen kann ich irgendwie nicht mehr. Eine Woche Zumba bedeutet zusätzlich einiges an Sportklamotten und ich konnte mich zuhause überhaupt nicht entscheiden.


Sicherheits- und Passkontrolle gingen ganz flugs und wir konnten uns noch etwas auf den bequemen Loungesesseln ausruhen, bevor es dann um Viertel nach eins ans Gate ging.

Tradition  am Flughafen, Kai duftet sich mit Armani ein.

Aktuell sitzen wir gerade im Flugzeug und somit sind wir in der Gegenwart. Ich lade jetzt noch ein paar Bilder dazu und später geht’s dann online.

Wir freuen uns wie immer über Mitreisende, Kommentare und Nachrichten. Gerne werden auch Tipps für Antalya, Kalkan und Kaş entgegengenommen. Bis dahin, Güle güle!

Abflug in Frankfurt
Landeanflug auf Antalya

Good Morning Vietnam

Am Mittwoch vormittag  sind wir gegen 11 in unserer Wohnung aufgebrochen, mit dem Bus zum Terminal 2 gefahren, haben die Koffer eingecheckt und uns durch Pass- und Sicherheitskontrolle bewegt. Obwohl wir 3 Stunden vor Abflug von Zuhause los gegangen sind, sassen wir gerade mal 15 Minuten am Gate, da ging auch schon das Boarding los. In unserem Fall Priority, weil wir uns fuer diese lange Reise Premium Economy gegoennt haben. Entsprechend verzückt war ich auch, als wir die Sitze gesehen haben. Wirklich sehr bequem, mit ein Sitzabstand von 104 cm,  da kann man nicht meckern.

Warten auf den Bus zum Terminal 2
Kais Urlaubsritual. Er duftet sich im Duty Free Shop fuer die Reise ein.
Der Aufpreis hat sich total gelohnt. Wir waren sehr zufrieden mit dem Platzangebot.

Wenn man weiss, dass man zwei Langstreckenfluege hintereinander überstehen muss, dann kommt einem nur einer davon plötzlich sehr viel kürzer vor. Wir haben nett mit den Sitznachbarn geplaudert, ein paar Filme angeschaut und schwupsdiwups waren wir auch schon in Hanoi. Da war es ca. 6.30 Ortszeit. Good Morning Vietnam. Die Luft war  zum Schneiden dick, und das war irgendwie toll wenn man aus dem klimatisierten Flugzeug steigt. Am Flughafen gab es erst mal einen leckeren Kaffee und ein paar News aus der Heimat, wir konnten uns die Beine vertreten und uns im Bad etwas frisch machen.

Kurze Zeit spaeter ging es schon wieder in den naechsten Flieger. Und da stand dann am Gate: MELBOURNE!!! Fuer Manche mag das kein Riesending sein, aber mir bedeutet es soooo viel. Endlich Australien. Endlich, endlich, endlich!!! Das ist wirklich die Erfüllung eines noch offenen Lebenstraum. Ich bin einfach nur HAPPY.

Während ich das schreibe, befinden wir uns irgendwo ueber dem indischen Ozean. Gerade haben wir das vietnamesische Festland verlassen und momentan sieht man nur Wasser, soweit das Auge reicht. Kai hat schon die Rückenlehne nach hinten geklappt. Ich werde das auch gleich tun, und hoffentlich in der Lage sein, ein Schläfchen zu machen.

Sonnenuntergang ueber den Wolken
Landeanflug auf Melbourne

Zeitsprung. Aktuell liege ich noch bequem auf unserem Bett im Canvas Hotel im Central Business District von Melbourne, spaeter werden wir rausgehen, um ein bisschen die Stadt zu erkunden. Vorher, und weil ich ja eine Vervollständigerin ;-) bin kommt hier noch der Rest der Reise:

Am späten Abend sind wir um viertel nach 11 Ortszeit in Melbourne gelandet. Der Zeitumterschied zu Deutschland beträgt nun 10 Stunden.

Die Einreise war so unkompliziert und perfekt organisiert. Wir mussten nur unsere Paesse einscannen, wurden fotografiert und durften durch die automatisierte Grenzkontrolle einreisen. Unsere Koffer kamen dank Priority ganz am Anfang und so konnten wir direkt zur Zollkontrolle gehen. Hier sind die Australier strenger als so manches andere Land. Es gibt viele Dinge, die gar nicht, oder nur kontrolliert eingeführt werden dürfen. Kai hatte sich hier besonders gut vorbereitet, indem er öfter „Border Patrol Australia“ im Fernsehen geschaut hat 😂 

Zur kontrollierten Einfuhr zählen auch  verschreibungspflichtige Medikamente. Dafuer haben wir uns vorab von unseren Ärzten in Deutschland ein entsprechendes  Dokument ausstellen lassen. Etwas mulmig war mir ja schon, als wir die Frage auf dem Einfuhrformular mit „ja“ beantworten mussten, denn es wurde in gleichem Atemzug nach Medikamenten, Waffen und pronografischem Material gefragt ;-)

Ehrlich wir wir waren haben wir alles wahrheitsgemäß beantwortet, wurden kurz nach der Art der Medikamente befragt und durften dann direkt den grünen Ausgang in die Freiheit nehmen.

Draussen am Flughafen war es noch sehr wuselig, obwohl es mittlerweile schon nach Mitternacht war. Es gibt dort einen sog. „Skybus“, mit dem man ohne Zwischenstop fuer ca. 25 australische Dollar (etwa 15 Euro) bis zur Victoria Station in Downtown fahren kann.

Von dort sind wir zu Fuß zu unserem Hotel gelaufen, haben in einer fuer uns hinterlegten Lockbox unsere Zimmerkarten bekommen und konnten endlich in unser Zimmer im vierten Stock einchecken.

Wir haben es geschafft. Knapp 29 Stunden nach verlassen unserer Wohnung sind wir in Australien angekommen.

Was bisher geschah …

Vor ziemlich genau 12 Jahren haben Kai und ich uns eine dreimonatige Auszeit in Form eines kleinen Sabatticals gegoennt. Ein Jahr vorher habe ich dafuer bereits das Gehalt angespart und als es dann Anfang Februar 2014 endlich losging waren wir voller Vorfreude auf 4 Wochen Thailand, 2 Wochen Malaysia und 6 Wochen Australien.

Leider kam alles ganz anders und als mich am 12. Maerz 2014 am Strand von Georgetown ein Makake gebissen hat, ist der Traum zerplatzt. Was folgte, war eine schwere Entzündung, 3 Wochen Krankenhaus in Singapur, mehrere Operationen, starke Schmerzen, eine Hauttransplatation und viele viele Tränen.

Damals haben wir uns vorgenommen, diese Reise irgendwann zu Ende zu bringen. Auch wenn schon so viel Zeit vergangen ist und  jetzt „nur“ 4 Wochen geplant sind, habe ich beschlossen, dass dies nun die offizielle Fortsetzung des Sabatticals von damals ist. Und natuerlich sind De Maulwurf und Herr Mülla auch wieder mit von der Partie.

Iearepetra, Fotostapel

Während ich hier noch die letzten Stunden des Urlaubs auf einer watteweiche Liege am Infinity Pool verbringe, hänge ich meinen Gedanken nach und mir ist es ehrlichgesagt ein bissl schwer ums Herz. Aber so ist das bei mir eben, wenn etwa so wunderschönes zuende geht. Alle drei Standorte dieser Reise hatten ihren eigenen Reiz. Und wenn man mich am Ende fragt, welche mir von den drei Unterkünften am besten gefallen hat, dann gewinnt doch, trotz allem Luxus, Privatpool und rund um die Uhr Verpflegung, das Coriva Beach Hotel in der Nähe von Ierapetra. Die Einfachheit liegt uns beiden etwas mehr und das morgendliche Bad im Meer ist jedem Infinity Pool der Welt weitaus überlegen. Damit will ich aber nicht sagen, dass ich den Luxus der letzten 4 Tage nicht zu schätzen wüsste. Ab und zu kann man das gerne machen. Nächstes Mal dann zu 20sten Hochzeitstag ;-)

Anbei noch ein paar Bilder von unserem Besuch in Ierapetra.

Loukomades, kenne ich schon von den Osterfeierlichkeiten der griechischen Nachbarn. Soooo lecker.
Wie ueberall in Griechenland gibt es kleine Katzenfamilien. Die kriegen in den Sommermonaten genug zu füttern. Wie sie den Winter schaffen, weiss man nicht. Ich hoffe jemand kümmert sich um sie.
Unsere Behausung im Coriva Beach Hotel. Einmal die Treppe hoch. Vom kleinen Balkon hatte man einen schönen Blick auf das Meer.
Letzter Abend im Süden. Sonnenuntergänge kann man im Leben nicht genug sehen. Immer wieder etwas besonderes.
Abfahrt in Richtung Norden.

Luxus zum Hochzeitstag

Im Sommer diesen Jahres haben wir unseren 10ten Hochzeitstag gefeiert. Vor 10 Jahren, als wir auf Mauritius für unseren Honeymoon waren, hatten wir ausgemacht, dass wir zum 10ten Hochzeitstag wieder dorthin fliegen, um nochmal dieses fantastische Hotel zu besuchen. Das Lakaz Chamarel ist mit grossem Abstand das schönste Hotel in dem ich jemals zu Gast sein durfte. Mag ich es verklären, weil wir ja frisch verheiratet waren? Kann sein, aber wenn ich daran zurueck denke, dann passte einfach alles.

Nun ja, 10 Jahre sind auf einmal schneller rum als gedacht, und eigentlich wollten wir noch nicht wieder dorthin. Also buchte uns Kai fuer die letzten 4 Tage hier auf Kreta eine Luxusunterkunft. Es sollte etwas besonderes sein, und das ist es auch. Wie sind also seit Dienstag im Domus Aulus Elounda Resort und finden es einfach fantastisch. Das beste ist das Zimmer mit eigenem Privatpool.

Hier mussten wir allerdings erstmal etwas kämpfen. Hat man uns doch eins der luxuriösen Zimmer direkt im Erdgeschoss gegeben, wo ständig jemand vorbeiläuft. Wir waren beide total enttäuscht. Wollten wir doch im Adam und Eva Kostüm morgens in den Pool hüpfen. Also sind wir direkt zur Rezeption gegangen, haben etwas von 10. Hochzeitstag erzählt und dass dieses Zimmer ja mal so was von überhaupt nicht geht. So wurde kurzerhand mit dem Manager gesprochen und wir konnten eine Etage höher ziehen, komplette Privatsphäre und keiner kann uns direkt ins Zimmer und in den Pool schauen. Na also. Geht doch.

Alleine dieser Blick am Morgen direkt aus dem Bett war den kleinen Kampf wert.

So beginnt also unser Tag hier mit einem frischebrühten Kaffee aus der George Clooney Kapselmaschine, und danach geht es direkt in den Pool. Das ist einfach Wahnsinn. Ein absoluter Traum und wieder mal wuensche ich mir, dies jeden Tag tun zu koennen. Kai sagt dann immer, wenn man das jeden Tag haette, dann wüsste man es irgendwann nicht mehr zu schätzen. Vielleicht hat er recht 😉

Blick aus dem Zimmer auf die kleine Insel Spinalonga, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts unter anderem zum Aufenthalt von Leprakranken diente. Jetzt sind es nur noch verlassene Ruinen. Die gesamte Aussicht hier aus dem Zimmer und oben vom Berg  ist so wunderschön, dass wir uns beide nicht daran sattsehen koennen.

Nach dem Frühstück gehen wir dann „immer“ an den kleinen Strand, der dem Hotel angehört. Dort gibt es auch watteweiche Liegen und ein ruhiges plaetscherndes Meer.

Zum Mittag lassen wir uns dann mit dem Clubcar ganz nach oben auf die Anlage fahren, denn da liegt ein VIP Bereich, der nur fuer die Gäste mit den Luxussuiten zugänglich ist. Die sogenannte „Cool Living“ area hat diesen fantastischen Infinity Pool mit Blick über die gesamte Bucht. Das hat schon etwas magisches.

Dort oben kann man auch fruehstuecken. Eigentlich koennte man den ganzen Tag dort oben aushalten. Man bekommt dauerhaft irgendwo was zu essen und zu trinken und leider ist das ueberhaupt nicht figurfreundlich. Aber was solls. Die Tage sind ja begrenzt 😂

Etwas zu meckern gibt es natuerlich auch. Wenn man auf einer der zahlreichen Vollautomaten die Cappuccinotaste drückt, kommt zuerst die Milch und dann der Kaffee in die Tasse. Das ist erbärmlich und dürfte einfach nicht passieren 😂😂😂

Heute ist bereits unser letzter voller Tag hier auf der Insel. Den werden wir noch mal in vollen Zügen geniessen, bevor uns morgen Abend der Flieger wieder in die kalte Heimat bringt (seufzt tief).