Luxus zum Hochzeitstag

Im Sommer diesen Jahres haben wir unseren 10ten Hochzeitstag gefeiert. Vor 10 Jahren, als wir auf Mauritius für unseren Honeymoon waren, hatten wir ausgemacht, dass wir zum 10ten Hochzeitstag wieder dorthin fliegen, um nochmal dieses fantastische Hotel zu besuchen. Das Lakaz Chamarel ist mit grossem Abstand das schönste Hotel in dem ich jemals zu Gast sein durfte. Mag ich es verklären, weil wir ja frisch verheiratet waren? Kann sein, aber wenn ich daran zurueck denke, dann passte einfach alles.

Nun ja, 10 Jahre sind auf einmal schneller rum als gedacht, und eigentlich wollten wir noch nicht wieder dorthin. Also buchte uns Kai fuer die letzten 4 Tage hier auf Kreta eine Luxusunterkunft. Es sollte etwas besonderes sein, und das ist es auch. Wie sind also seit Dienstag im Domus Aulus Elounda Resort und finden es einfach fantastisch. Das beste ist das Zimmer mit eigenem Privatpool.

Hier mussten wir allerdings erstmal etwas kämpfen. Hat man uns doch eins der luxuriösen Zimmer direkt im Erdgeschoss gegeben, wo ständig jemand vorbeiläuft. Wir waren beide total enttäuscht. Wollten wir doch im Adam und Eva Kostüm morgens in den Pool hüpfen. Also sind wir direkt zur Rezeption gegangen, haben etwas von 10. Hochzeitstag erzählt und dass dieses Zimmer ja mal so was von überhaupt nicht geht. So wurde kurzerhand mit dem Manager gesprochen und wir konnten eine Etage höher ziehen, komplette Privatsphäre und keiner kann uns direkt ins Zimmer und in den Pool schauen. Na also. Geht doch.

Alleine dieser Blick am Morgen direkt aus dem Bett war den kleinen Kampf wert.

So beginnt also unser Tag hier mit einem frischebrühten Kaffee aus der George Clooney Kapselmaschine, und danach geht es direkt in den Pool. Das ist einfach Wahnsinn. Ein absoluter Traum und wieder mal wuensche ich mir, dies jeden Tag tun zu koennen. Kai sagt dann immer, wenn man das jeden Tag haette, dann wüsste man es irgendwann nicht mehr zu schätzen. Vielleicht hat er recht 😉

Blick aus dem Zimmer auf die kleine Insel Spinalonga, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts unter anderem zum Aufenthalt von Leprakranken diente. Jetzt sind es nur noch verlassene Ruinen. Die gesamte Aussicht hier aus dem Zimmer und oben vom Berg  ist so wunderschön, dass wir uns beide nicht daran sattsehen koennen.

Nach dem Frühstück gehen wir dann „immer“ an den kleinen Strand, der dem Hotel angehört. Dort gibt es auch watteweiche Liegen und ein ruhiges plaetscherndes Meer.

Zum Mittag lassen wir uns dann mit dem Clubcar ganz nach oben auf die Anlage fahren, denn da liegt ein VIP Bereich, der nur fuer die Gäste mit den Luxussuiten zugänglich ist. Die sogenannte „Cool Living“ area hat diesen fantastischen Infinity Pool mit Blick über die gesamte Bucht. Das hat schon etwas magisches.

Dort oben kann man auch fruehstuecken. Eigentlich koennte man den ganzen Tag dort oben aushalten. Man bekommt dauerhaft irgendwo was zu essen und zu trinken und leider ist das ueberhaupt nicht figurfreundlich. Aber was solls. Die Tage sind ja begrenzt 😂

Etwas zu meckern gibt es natuerlich auch. Wenn man auf einer der zahlreichen Vollautomaten die Cappuccinotaste drückt, kommt zuerst die Milch und dann der Kaffee in die Tasse. Das ist erbärmlich und dürfte einfach nicht passieren 😂😂😂

Heute ist bereits unser letzter voller Tag hier auf der Insel. Den werden wir noch mal in vollen Zügen geniessen, bevor uns morgen Abend der Flieger wieder in die kalte Heimat bringt (seufzt tief).

Kreta Fotostapel

Letzten Donnerstag sind wir im Sitia Beach Resort nach dem Frühstück aufgebrochen. Hier noch mal zwei Bilder der Anlage.

Es hat uns dort zwar ganz gut gefallen, aber verglichen mit dem Coriva Beach Hotel gefällt es uns hier noch viel besser.

Das tägliche Bad im Meer. Oben an der noelrdoestlichen Küste war das Meer of spiegelglatt, im Gegensatz zum Wellengang im libyschen Meer.

Der abendliche Aperol an der schoenen Hafenpromenade von Sitia. Haetten wir ein so schönes Kleinod auch zuhause, sässen wir sicher öfter dort.

An Kais Geburtstag sass ich oft nur daneben, während er seine zahlreichen Glückwünsche entgegennahm. Ich freute mich fuer ihn. Ausserdem mehr Strickzeit fuer mich 😂, man muss allem etwas positives abgewinnen.

Kais Geburtstagsdinner in traumhaft schöner Umgebung mit abendliche Stimmung am kleinen Hafen.

Eine kleine Wanderung zur Richtis Schlucht mit Wasserfall. Das war wunderschön und ich war so happy, daß ich mal wieder eine ganze Stunde wandern konnte. Bergauf und bergab ueber Stock und Stein.

In dem Gewässer unterhalb des Wasserfall konnte man baden. Viele haben nur zugeschaut und die meisten waren nur bis zu den Knien im Wasser. Nicht ganz ohne Stolz habe ich mich ohne mit der Wimper zu zucken ins eiskalte Wasser gestürzt. Das hat soooo gutgetan nach der kleinen Wanderung und ich freue mich schon wieser auf die diesjährige Eisbadesaison.

Am Ende der schlucht gab es die gleichnamige Richtis Bucht mit einem kleinen Strand.

Nach der Wanderung sind wir noch in einer kleinen Dorfschenke eingekehrt. Dabei entstand dieses so typische griechisch-klischeehafte Bild, dass mein Fotoherz hat Purzelbäume schlagen lassen.

Kais absolutes Lieblingsessen auf jeder Griechenland Reise. Der griechische Salat mit Feta, Oliven, Oregano, Olivenöl, Paprika, Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Ist aber auch immer wieder sooo lecker.

Wenn es sich ergibt, dann kraule ich jede Katze, die meinen Weg kreuzt. Dabei koennten die Charaktere nicht unterschiedlicher sein. Manche hüpfen sofort auf deinen Schoss, manche schauen dich mit angsterfüllten Augen an, eines haben sie jedoch gemeinsam, sie sind immer auf der Suche nach Futter.

Ode an das blaue Meer

Seit letzten Donnerstag sind wir im wunderschönen Coriva Beach Hotel an der südöstlichen Küste von Kreta, etwa 10 km von Ierapetra, der angeblich südlichsten Stadt Europas.

Die Anlage hier besteht aus kleinen Bungalows, die eng aneinander gebaut sind und irgendwie den Stil einen kleinen griechischen Dorfes abbilden. Dennoch hat jedes Zimmer genügend Privatsphäre. Idyllischer geht es kaum. Wir hatten dieses Etablissemnt eigentlich ohne Meerblick gebucht. Umso erstaunter waren wir, als wir in den ersten Stock gingen und eines der wenigen Zimmer mit dem Blick auf das grosse weite Blau bekamen. Ich war begeistert. Die Dame sagte dann, es sei ja kurz vor Saisonende und warum sollten wir nicht eines ihrer schönsten Zimmer beziehen.

Kai sagt meistens, es sei ihm nicht so wichtig, aber fuer mich ist der Blick auf das Meer immer wieder etwas ganz besonderes. Schon als Kind war ich glücklich, mindestens einmal im Jahr das Meer sehen zu dürfen. Jetzt als Erwachsene träume ich immer wieder davon, irgendwann doch noch einmal dort zu leben.

Seit wir in Griechenland sind, gehen wir ausserdem jeden Morgen im Meer  baden. Das Wasser hier ist einfach so klar und sauber, es ist jeden Tag ganz besonders toll ist, wenn wir den Tag so beginnen dürfen.

Tagsüber liegen wir dann faul am fast leeren Strand herum und am Nachmittag geht es noch mal kurz zum Pool.

Vorne am Strand gibt es ein kleines griechisches Lokal, dass noch geöffnet hat und das (fuer Kai sehr wichtige ;-) blau weiss getünchte Lokalkolorit ausstrahlt. Der leckere ueberbackene Käse, dazu einen frischen griechischen oder kretischen Salat, so kann man die lange Zeit zwischen Fruehstueck und Abendessen gut aushalten.

Am Abend sitzen wir noch eine Weile auf dem Balkon und ich schleppe dann immer die stehlampe und eine Fussablage raus, so kann man den Abend wundervoll geniessen. Das Strickzeug darf natuerlich auch nicht fehlen.

Nachts beim Einschlafen dann dem Rauschen der Wellen zuzuhören, meinem absoluten Lieblingsgeräusch, macht es dann perfekt.

PS. Mein zweites Lieblingsgeräusch ist übrigens das leise Surren der Kärtchen beim Umklappen auf der grossen Anzeigetafel am Frankfurter Flughafen ;-)

Saisonende auf Kreta

Heute ist Donnerstag, und wir sind bereits seit Samstag im östlichen Teil der wunderschönen Insel Kreta. Genauer gesagt sind wir in Sitia, einem kleinen Ferienort auf der nördlichen Seite. Nachher geht es bereits weiter nach Ierapetra, denn insgesamt sind wir auf dieser kleinen Herbstreise an drei Standorten.

Irgendwie hat mir bisher einfach die Lust gefehlt, überhaupt etwas zu erzählen, aber dann hat vorgestern unsere Nichte angerufen, die sich derzeit auf einem dreimonatigen Praktikum in Kenia befindet. Dort hat sie auch angefangen, Blog zu schreiben und nachdem ich das gelesen habe, habe ich wieder einen kleinen Ansporn bekommen.

Die Lust zu schreiben fehlt vor allem deswegen, weil ich einfach ausgelaugt bin. Körperlich, denn der Kopf ist gut gelaunt und voller Lebensfreude. Aber das sogenannte „Chronique Fatigue Syndrom“ hat mich fest im Griff. Es sorgt dafuer, dass ich selbst nach ausreichendem Schlaf aufwache, als haette ich die Nacht durchgemacht. Das zu beschrieben faellt wirklich schwer, denn mit normaler Muedigkeit hat das nichts zu tun. Brauche übrigens gar keine Tips mehr, denn die gibt’s gratis an jeder Ecke. Man möge mir glauben, dass ich fast alles erdenkliche bereits probiert habe und mein Blut auf unendliche viele Werte getestet wurde. Die Krankheit ist momentan nicht heilbar und so muss man lernen, damit zu leben. Das bedeutet, viele Ruhepauses und das Leben anpassen an das, was machbar ist, dazu leichte Bewegung, gesunde Ernährung und versuchen, das zentrale Nervensystem durch möglichst wenig Stress zu regulieren.

Ups, jetzt bin ich ja total vom Weg abgekommen. Wie finde ich bloß jetzt wieder zurueck nach Kreta?

Samstag mussten wir bereits um halb drei in der Nacht aufstehen, da unser Flieger schon im 5 Uhr in Richtung Kreta ging. Wer kommt nur auf so eine Idee? Wir sind pünktlich abgeflogen und hatten sogar einen Mittelplatz frei, so dass ich ein bisschen auf Kais Schoss schlafen konnte.

Um 9.00 Uhr morgens waren wir bereits auf Kreta (eine Stunde Zeitverschiebung) und konnten unseren Mietwagen in Empfang nehmen. Von dort aus ging es unbarmherzig ueber verschlungene Strassen in etwa zwei Stunden nach Sitia. Ich war zu dieser Zeit einfach nur noch müde und quengelig.

Im Hotel konnten wir glücklicherweise nach nur kurzer Wartezeit unser Zimmer beziehen, und so trat ich ein, schlug die Bettdecke zurueck und fiel direkt in einen traumlosen Schlaf.

Der Rest der bisherigen Reise ist schnell erzählt. Am Morgen gehen wir gerne im Meer baden. Das ist hier aber auch wirklich toll, total klares Wasser und sandiger Boden, die Wassertemperatur beträgt noch angenehme 20 Grad. Nach dem Morgenplanschen gehen wir frühstücken. Man kann hier draussen auf einer schönen Terrasse sitzen und sieht dabei auf den Pool und im Hintergrund das Meer und die weißen Würfelhäuser der Kleinstadt Sitia.

Danach muss ich immer nochmal Nachschlafen, denn ich kann nach dem Morgenorogramm kaum noch die Augen aufhalten. Kai geht dann immer schon mal vor ans Meer oder an den Pool. Nachdem ich ausgeschlafen habe ist ein Bad im Pool genau das richtige, um die Lebensgeister einigermaßen zu aktivieren. Leichtes Stricken ist angesagt und dazu ein Hörbuch auf den Ohren. So dazusitzen, ab und zu mal ins Wasser gehen, zwischendurch einen Freddo Cappuccino trinken, da ist meine kleine Welt in Ordnung. Ich liebe das so sehr.

Das Wetter ist angenehm. Es ist noch warm genug, um in Badesachen am Strand zu liegen, ohne dass es zu kühl wird. Im Himmel wechselt sich strahlendes Blau mit wattewolken ab, hin und wieder regnet es ein paar Tropfen, es ist eben Herbst. Aber selbst am Abend kann man noch im T-Shirt draussen sitzen.

Abend waren wir schon ein paar Mal vorne an der schoenen Promenade von Sitia und haben unseren Aperitif genossen, dazu auf den Hafen geblickt und ueber Gott und die Welt geredet. Einfach schoen. Da bekommt man einfach Lust, dauerhaft am Meer zu leben.

Am Dienstag hatte Kai Geburtstag und da waren wir trotz Halbpension auch draussen essen. Es gab sehr leckeres griechisches Essen und eigentlich schade, dass wir HP gebucht haben. Kai war schon öfter um diese Zeit in Griechenland und meist hatte kaum noch etwas geöffnet. Hier in Sitia ist aber noch einiges los und zahlreiche Bars und Restaurants sind noch offen.

Dennoch mehr man, dass die Saison sich langsam dem Ende neigt. Ueberall werden an den Stränden die Schirme abgebaut, ein Lokal nach dem anderen schließt. Auch hier im Hotel wird die Auswahl am Buffet von Tag zu Tag kleiner. Wer füttert dann nur die vielen Katzen? Ich mag gar nicht dran denken und hoffe, dass die vielen tollen Geschöpfe jemanden finden, der ihnen im Winter etwas zu fressen gibt.

So, jetzt sende ich mal diesen Beitrag ins Netz und hoffe, dass er ein paar Leute erreicht. Vielleicht schreibe ich noch ein bisschen mehr. Mal sehen.