Iearepetra, Fotostapel

Während ich hier noch die letzten Stunden des Urlaubs auf einer watteweiche Liege am Infinity Pool verbringe, hänge ich meinen Gedanken nach und mir ist es ehrlichgesagt ein bissl schwer ums Herz. Aber so ist das bei mir eben, wenn etwa so wunderschönes zuende geht. Alle drei Standorte dieser Reise hatten ihren eigenen Reiz. Und wenn man mich am Ende fragt, welche mir von den drei Unterkünften am besten gefallen hat, dann gewinnt doch, trotz allem Luxus, Privatpool und rund um die Uhr Verpflegung, das Coriva Beach Hotel in der Nähe von Ierapetra. Die Einfachheit liegt uns beiden etwas mehr und das morgendliche Bad im Meer ist jedem Infinity Pool der Welt weitaus überlegen. Damit will ich aber nicht sagen, dass ich den Luxus der letzten 4 Tage nicht zu schätzen wüsste. Ab und zu kann man das gerne machen. Nächstes Mal dann zu 20sten Hochzeitstag ;-)

Anbei noch ein paar Bilder von unserem Besuch in Ierapetra.

Loukomades, kenne ich schon von den Osterfeierlichkeiten der griechischen Nachbarn. Soooo lecker.
Wie ueberall in Griechenland gibt es kleine Katzenfamilien. Die kriegen in den Sommermonaten genug zu füttern. Wie sie den Winter schaffen, weiss man nicht. Ich hoffe jemand kümmert sich um sie.
Unsere Behausung im Coriva Beach Hotel. Einmal die Treppe hoch. Vom kleinen Balkon hatte man einen schönen Blick auf das Meer.
Letzter Abend im Süden. Sonnenuntergänge kann man im Leben nicht genug sehen. Immer wieder etwas besonderes.
Abfahrt in Richtung Norden.

Luxus zum Hochzeitstag

Im Sommer diesen Jahres haben wir unseren 10ten Hochzeitstag gefeiert. Vor 10 Jahren, als wir auf Mauritius für unseren Honeymoon waren, hatten wir ausgemacht, dass wir zum 10ten Hochzeitstag wieder dorthin fliegen, um nochmal dieses fantastische Hotel zu besuchen. Das Lakaz Chamarel ist mit grossem Abstand das schönste Hotel in dem ich jemals zu Gast sein durfte. Mag ich es verklären, weil wir ja frisch verheiratet waren? Kann sein, aber wenn ich daran zurueck denke, dann passte einfach alles.

Nun ja, 10 Jahre sind auf einmal schneller rum als gedacht, und eigentlich wollten wir noch nicht wieder dorthin. Also buchte uns Kai fuer die letzten 4 Tage hier auf Kreta eine Luxusunterkunft. Es sollte etwas besonderes sein, und das ist es auch. Wie sind also seit Dienstag im Domus Aulus Elounda Resort und finden es einfach fantastisch. Das beste ist das Zimmer mit eigenem Privatpool.

Hier mussten wir allerdings erstmal etwas kämpfen. Hat man uns doch eins der luxuriösen Zimmer direkt im Erdgeschoss gegeben, wo ständig jemand vorbeiläuft. Wir waren beide total enttäuscht. Wollten wir doch im Adam und Eva Kostüm morgens in den Pool hüpfen. Also sind wir direkt zur Rezeption gegangen, haben etwas von 10. Hochzeitstag erzählt und dass dieses Zimmer ja mal so was von überhaupt nicht geht. So wurde kurzerhand mit dem Manager gesprochen und wir konnten eine Etage höher ziehen, komplette Privatsphäre und keiner kann uns direkt ins Zimmer und in den Pool schauen. Na also. Geht doch.

Alleine dieser Blick am Morgen direkt aus dem Bett war den kleinen Kampf wert.

So beginnt also unser Tag hier mit einem frischebrühten Kaffee aus der George Clooney Kapselmaschine, und danach geht es direkt in den Pool. Das ist einfach Wahnsinn. Ein absoluter Traum und wieder mal wuensche ich mir, dies jeden Tag tun zu koennen. Kai sagt dann immer, wenn man das jeden Tag haette, dann wüsste man es irgendwann nicht mehr zu schätzen. Vielleicht hat er recht 😉

Blick aus dem Zimmer auf die kleine Insel Spinalonga, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts unter anderem zum Aufenthalt von Leprakranken diente. Jetzt sind es nur noch verlassene Ruinen. Die gesamte Aussicht hier aus dem Zimmer und oben vom Berg  ist so wunderschön, dass wir uns beide nicht daran sattsehen koennen.

Nach dem Frühstück gehen wir dann „immer“ an den kleinen Strand, der dem Hotel angehört. Dort gibt es auch watteweiche Liegen und ein ruhiges plaetscherndes Meer.

Zum Mittag lassen wir uns dann mit dem Clubcar ganz nach oben auf die Anlage fahren, denn da liegt ein VIP Bereich, der nur fuer die Gäste mit den Luxussuiten zugänglich ist. Die sogenannte „Cool Living“ area hat diesen fantastischen Infinity Pool mit Blick über die gesamte Bucht. Das hat schon etwas magisches.

Dort oben kann man auch fruehstuecken. Eigentlich koennte man den ganzen Tag dort oben aushalten. Man bekommt dauerhaft irgendwo was zu essen und zu trinken und leider ist das ueberhaupt nicht figurfreundlich. Aber was solls. Die Tage sind ja begrenzt 😂

Etwas zu meckern gibt es natuerlich auch. Wenn man auf einer der zahlreichen Vollautomaten die Cappuccinotaste drückt, kommt zuerst die Milch und dann der Kaffee in die Tasse. Das ist erbärmlich und dürfte einfach nicht passieren 😂😂😂

Heute ist bereits unser letzter voller Tag hier auf der Insel. Den werden wir noch mal in vollen Zügen geniessen, bevor uns morgen Abend der Flieger wieder in die kalte Heimat bringt (seufzt tief).

Kreta Fotostapel

Letzten Donnerstag sind wir im Sitia Beach Resort nach dem Frühstück aufgebrochen. Hier noch mal zwei Bilder der Anlage.

Es hat uns dort zwar ganz gut gefallen, aber verglichen mit dem Coriva Beach Hotel gefällt es uns hier noch viel besser.

Das tägliche Bad im Meer. Oben an der noelrdoestlichen Küste war das Meer of spiegelglatt, im Gegensatz zum Wellengang im libyschen Meer.

Der abendliche Aperol an der schoenen Hafenpromenade von Sitia. Haetten wir ein so schönes Kleinod auch zuhause, sässen wir sicher öfter dort.

An Kais Geburtstag sass ich oft nur daneben, während er seine zahlreichen Glückwünsche entgegennahm. Ich freute mich fuer ihn. Ausserdem mehr Strickzeit fuer mich 😂, man muss allem etwas positives abgewinnen.

Kais Geburtstagsdinner in traumhaft schöner Umgebung mit abendliche Stimmung am kleinen Hafen.

Eine kleine Wanderung zur Richtis Schlucht mit Wasserfall. Das war wunderschön und ich war so happy, daß ich mal wieder eine ganze Stunde wandern konnte. Bergauf und bergab ueber Stock und Stein.

In dem Gewässer unterhalb des Wasserfall konnte man baden. Viele haben nur zugeschaut und die meisten waren nur bis zu den Knien im Wasser. Nicht ganz ohne Stolz habe ich mich ohne mit der Wimper zu zucken ins eiskalte Wasser gestürzt. Das hat soooo gutgetan nach der kleinen Wanderung und ich freue mich schon wieser auf die diesjährige Eisbadesaison.

Am Ende der schlucht gab es die gleichnamige Richtis Bucht mit einem kleinen Strand.

Nach der Wanderung sind wir noch in einer kleinen Dorfschenke eingekehrt. Dabei entstand dieses so typische griechisch-klischeehafte Bild, dass mein Fotoherz hat Purzelbäume schlagen lassen.

Kais absolutes Lieblingsessen auf jeder Griechenland Reise. Der griechische Salat mit Feta, Oliven, Oregano, Olivenöl, Paprika, Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Ist aber auch immer wieder sooo lecker.

Wenn es sich ergibt, dann kraule ich jede Katze, die meinen Weg kreuzt. Dabei koennten die Charaktere nicht unterschiedlicher sein. Manche hüpfen sofort auf deinen Schoss, manche schauen dich mit angsterfüllten Augen an, eines haben sie jedoch gemeinsam, sie sind immer auf der Suche nach Futter.

Ode an das blaue Meer

Seit letzten Donnerstag sind wir im wunderschönen Coriva Beach Hotel an der südöstlichen Küste von Kreta, etwa 10 km von Ierapetra, der angeblich südlichsten Stadt Europas.

Die Anlage hier besteht aus kleinen Bungalows, die eng aneinander gebaut sind und irgendwie den Stil einen kleinen griechischen Dorfes abbilden. Dennoch hat jedes Zimmer genügend Privatsphäre. Idyllischer geht es kaum. Wir hatten dieses Etablissemnt eigentlich ohne Meerblick gebucht. Umso erstaunter waren wir, als wir in den ersten Stock gingen und eines der wenigen Zimmer mit dem Blick auf das grosse weite Blau bekamen. Ich war begeistert. Die Dame sagte dann, es sei ja kurz vor Saisonende und warum sollten wir nicht eines ihrer schönsten Zimmer beziehen.

Kai sagt meistens, es sei ihm nicht so wichtig, aber fuer mich ist der Blick auf das Meer immer wieder etwas ganz besonderes. Schon als Kind war ich glücklich, mindestens einmal im Jahr das Meer sehen zu dürfen. Jetzt als Erwachsene träume ich immer wieder davon, irgendwann doch noch einmal dort zu leben.

Seit wir in Griechenland sind, gehen wir ausserdem jeden Morgen im Meer  baden. Das Wasser hier ist einfach so klar und sauber, es ist jeden Tag ganz besonders toll ist, wenn wir den Tag so beginnen dürfen.

Tagsüber liegen wir dann faul am fast leeren Strand herum und am Nachmittag geht es noch mal kurz zum Pool.

Vorne am Strand gibt es ein kleines griechisches Lokal, dass noch geöffnet hat und das (fuer Kai sehr wichtige ;-) blau weiss getünchte Lokalkolorit ausstrahlt. Der leckere ueberbackene Käse, dazu einen frischen griechischen oder kretischen Salat, so kann man die lange Zeit zwischen Fruehstueck und Abendessen gut aushalten.

Am Abend sitzen wir noch eine Weile auf dem Balkon und ich schleppe dann immer die stehlampe und eine Fussablage raus, so kann man den Abend wundervoll geniessen. Das Strickzeug darf natuerlich auch nicht fehlen.

Nachts beim Einschlafen dann dem Rauschen der Wellen zuzuhören, meinem absoluten Lieblingsgeräusch, macht es dann perfekt.

PS. Mein zweites Lieblingsgeräusch ist übrigens das leise Surren der Kärtchen beim Umklappen auf der grossen Anzeigetafel am Frankfurter Flughafen ;-)