Kängurutag

Es gibt an der Ostküste einen Strand, an dem sich morgens zum Sonnenaufgang Kängurus und Wallabys treffen, um dort nach Algen zu suchen. Der Strand ist Teil des Cape Hillsborough Nature Parks. Um dort rechtzeitig zum  Sonnenaufgang zu sein, hätten wir am Freitag ganz früh im Hotel in Airlie Beach aufbrechen müssen.

Spätestens um 4 in der Nacht hätten wir losfahren müssen. Wir haben darüber ernsthaft nachgedacht, uns dann aber doch schweren Herzens dagegen entschieden. Es wäre einfach zu viel geworden.

Umso aufgeregter war ich, als ich bei der Fahrt in Richtung Turtle Sands Hotel die vielen typischen gelben Schilder mit dem schwarzen Känguru gesehen habe. Die warnen davor, dass die australischen Beuteltiere meist Nachts plötzlich die Strasse überqueren.

Ich fragte beim Check In nach und man sagte uns, mit etwas Glück könne man welche sehen. Natürlich zum Sonnenauf- oder untergang auf einer Wiese hinter dem Anwesen.

So versuchten wir unsere Glück bereits am Abend, aber bis auf ein paar Stechmücken war nichts los.

Ein erneuter Versuch sollte am nächsten Morgen stattfinden. So kam es, dass wir um Viertel vor sechs schon angezogen auf der noch dämmrigen Straße hinter der Hotelanlage Ausschau nach den Roos hielten und plötzlich unseren Augen nicht trauten.

Ein Känguru nach dem anderen hoppelte aus dem Gebüsch über die Strasse auf die grosse Wiese nebenan. Fünf Stück waren es insgesamt und es war einfach toll. Die Sichtung dieser einzigartigen Tiere hat daher einen eigenen Beitrag verdient.

Das ist genau das gleiche wie beim Wildwechsel in der Heimat. Die Tiere starren in die Scheinwerfer und bleiben mitten auf der Strasse stehen. Dieses hier hat es sicher über die Strasse geschafft. Leider haben wir auf dem gesamten Weg aber bisher schon mindestens 6 oder 7 überfahrene Kängurus oder Wallabys am Straßenrand liegen sehen. So traurig.

Ganz schön muskulös. Da moechte man lieber nicht zu nahe kommen. Dank Teleobjektiv war dann doch diese Aufnahme möglich. Und ja, es hat mich beobachtet. Ich war aber sicher hinter dem Gebüsch und weit genug weg 😉

Wir waren beide total happy, so viele davon in der freien Natur beobachten zu können. Das frühe Aufstehen hat sich total gelohnt.