Überlebenstraining

Gestern Abend entdeckte ich kurz vorm Lichtausmachen eine handtellergroße Spinne an der Schlafzimmerdecke … ok, sie war vielleicht 1cm im Durchmesser incl. Gebein … aber dennoch: Spinne ist Spinne ;-) 

Genau wie bei den Geschichten übers Zähneziehen, dem Erbrochenen nach übermäßigem Alkoholgenuß oder tiefen Schnittwunden beim Gurken reiben … Spinnen sind ein Thema, da kann jeder mitreden. Schon bei der bloßen Erwähnung, daß wir in diesem Jahr etwas länger durch Südostasien und Australien touren, geht es los. Es gibt die schönsten Schauergeschichten und ich muß ehrlich gestehen, ich höre sie mir angsterfüllt an. Von Spinnen, Kakerlaken … gar von in Hotelzimmern gesichteten Schlange ist da die Rede. Ich muß zugeben, ich habe RESPEKT. 
Umso stolzer bin ich doch darauf, daß ich diese monstergroße überdimensionale 12-beinige Riesenungeheuer kleine Spinne heute Nacht akzeptiert habe. Sie durfte dort bleiben wo sie war und ich habe geschlafen. Ganz friedlich. Mal schauen, ob ich noch zu Größerem fähig bin. Ich bin jedenfalls wild entschlossen, es mit dem unbekannten Krabbelgetier aufzunehmen (werde mich im Bedarfsfall hinter Kai verstecken). 

Eins steht jedenfalls fest, die Geckos dürfen bleiben. Die finde ich putzig. 


Happy New Year

Wir wünschen euch allen ein frohes und glückliches neues Jahr. Kai und ich haben es gestern Abend sehr ruhig angehen lassen. Leider hat mich die Erkältung fest im Griff und ich bin einfach nur ein schlappes, schlaffes etwas. Die Schlafphasen überwiegen momentan und es ist mir tatsächlich schwer gefallen, mich gestern Abend bis Mitternacht wachzuhalten. Nichtsdestotrotz haben wir ein bisschen gefeiert, gut gegessen und getrunken und in langen Gesprächen das alte Jahr Revue passieren lassen. Um 12.00 Uhr sind wir dann vor zum Main gelaufen und waren fast ein bisschen überwältigt. Menschenströme, die Straße vollkommen zugeparkt und entlang des Flußufers ein einziges großes Feuerwerk, das war wunderschön. Wir sind dann noch ein Weilchen durch das neue Jahr spaziert, immer wieder kleineren Böllern ausgewichen und nachdem die Luft bald so arg nach (was eigentlich – Raketengeruch?) … also verraucht war, sind wir so gegen 2 nach Hause. Wie gesagt, es war ruhig, aber dennoch schön. Jetzt versuche ich mich irgendwie in der aufrechten Sitzposition. Neben mir steht ein frisch aufgebrühter Chai Tee … Figo schnurrt links von mir in seinem Lieblingskörbchen … In diesem Sinne nochmals:

Prost Neujahr … auf ein wundervolles 2014

Sonntag (5. Weihnachtsfeiertag)

Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen von Freunden und Familie. Am Vormittag haben wir uns nach einem entspannten weihnachtlichen Aufenthalt in Alsfeld von meinen Eltern verabschiedet, um schon kurze Zeit später (mit der üblichen Verspätung ;-) bei der Großfamilie Caminada in Oberrad zum Nachweihnachtstreffen aufzutauchen. Am späten Nachmittag dann eine weitere Zwischen-den-Jahren-Tradition, der Geburtstag von Frau Mohr, meiner ältesten … also nee … längsten … Freundin, wie auch immer, wir kennen uns schon seit 39 Jahren J Kai durfte fahren und ich mußte trinken. Blöde Regelung. Was soll ich sagen, es war ein echt dufter Abend mit Freunden und viel zu viel Wein. Heute fällt dann entsprechend ruhig aus. Wir haben die Weihnachtsbeleuchtung überall angezündet und wursteltn uns so durch den Tag. Vorhin hat Kai mir seine tolle Excel-Tabelle per Stick zur Verfügung gestellt, auf der ich (sehr übersichtlich) auf einen Blick erkennen kann, was alles noch vor dem Abflug zu tun ist. Ich bleibe erstmal entspannt und werde die Liste im Laufe des Tages zu meinen Gunsten modifizieren ;-) Anbei noch ein kleiner Eindruck sonntäglicher Entspannung im Kreise der Fellmonster.

Zwischen den Gezeiten

Noch einen Tag bleiben wir in der Heimat. Weils so schön ist. Weihnachten ist rum, jetzt beginnt die Zeit zwischen den Jahren … die Zeit in der man keine Wäsche aufhängen soll, wo die ersten Silvesterböller fliegen und das Leben insgesamt ein bisschen ruhiger abläuft. Ich mag das. Sehr. Heute morgen hat der Kai schon erfolgreich die gesamte Alsfelder Innenstadt mit wartungsfreien Rauchmeldern versorgt. Zumindest hat es sich so angefühlt. Bewaffnet mit einem unhandlichen Staubsauger, einer altersschwachen Bohrmaschine und der ständigen Angst vor dem unbekannten Material sind wir karawanenartig von Raum zu Raum gezogen, um in Zukunft das zu verhindern was den Caminadas in diesem Jahr so viel Kummer bereitet hat. Jetzt ist alles erledigt und wir gehen gleich noch mal in die Stadt. Bisschen shoppen.

Weihnachten in Alsfeld

Alle Jahre wieder … Weihnachten im beschaulichen Alsfeld. Meiner Heimatstadt. Gestern Abend waren wir, ganz wie es die Tradition verlangt auf dem Kirchturm und haben (sozusagen backstage) dem Alsfelder Christkindwiegen beigewohnt. Ohne diese Tradition ist für mich einfach nicht richtig Heiligabend. Es ist ein sehr alter Brauch, der eigentlich für die Leute gedacht ist, die nach dem Kirchgang am heiligen Abend dem Singen auf dem Turm lauschen. Aber als alte Dirigententochter durfte ich schon als kleines Kind immer mit auf den Turm. Während die anderen also in der Kirche hocken, versammeln sich oben auf dem Turm die Sänger mit Familie und haben ebenfalls feste Rituale. Ich persönlich gehe immer um kurz nach 6 hoch (nach dem 2. Singen) denn da beginnt der interessante Teil ;-) … es werden die leckeren Würstchen verteilt und man erhält ein kleines Gläschen. Kaum hat man sich gesetzt, machen die Schnapsflaschen die Runde … mit einigen Likörchen im Hals hat man dann schließlich genug Mut zusammengetrunken, um lauthals die schönsten Weihnachtslieder zu schmettern. Der schönste Moment ist immer dann, wenn kurz vor dem letzten Singen alle Lichter ausgemacht werden, die Kerzen in den Laternen angezündet werden und alle gemeinsam Stille Nacht singen. Alles endet mit den traditionsreichen Worten meines Vaters … FRÖHLICHE WEIHNACHTEN. Schön diese Tradition. Ein bisschen Beständigkeit tut im Leben dann doch gut. Auch für uns :-)