Sanfte Wellen 

Sonntag früh bin ich schon um kurz vor halb sieben aufgewacht. Ich wollte unbedingt mal den noch selig schlummernden Herrn C. mit einem frischen Kaffee überraschen. Aber  versuch mal einer unbemerkt aus einem Zelt rauszukommen, wenn man unendliche viele Reißverschlüsse auf und zu zippern muss. So sah ich ein freudiges Grinsem aus dem Schlafsack kommen. Nun gut. Er hat sich dennoch gefreut. Wieder beobachteten wir die Nachbarn wie sie die Feldküche aufbauten, während wir, wie jeden Morgen, unser Müsli knabberten. Eilig packten wir danach alles zusammen und machten uns voller Vorfreude auf den kurzen Weg zum Parkplatz des Lower Antelope Canyon. 

Manchmal ist es ja so, wenn man sich auf etwas ganz doll freut, man vielleicht enttäuscht ist, weil die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden. Hier aber nicht. Im Gegenteil. Schon der Abstieg in die Tiefen der Felswände auf sehr steilen Stahltreppen war faszinierend. Was dann folgte lässt sich kaum mit Worten beschreiben. Fest steht, das das zu den schönsten Naturschauspielen zählt, die ich jemals gesehen habe. Die Bilder sprechen für sich! Wir haben von unserem Tourguide erfahren, dass man die Leute nur noch geführt herunter lässt, weil es manchmal zu sogenannten Flashfloods kommt, die den engen Canyon in kürzester Zeit fluten. So aber fühlten wir uns sicher und wir bekamen noch tolle Fototips und Ideen. Danach war ich erstmal erschöpft, weil es einfach so schön war und überhaupt dieser ganze Urlaub einfach so richtig toll ist. 

Anschließend haben wir die Gegend in Richtung Norden verlassen, es ging über weite Strecken geradeaus und die Route war toll. Auf halber Strecke gab es noch mal einen Haltepunkt mit kurzer Wanderung über etwa 3 Kilometer bis zum Toadstool Rock. Mal wieder eine bizarre Felsformation, von der es hier so unendlich viele zu sehen gibt. 

Gegen Nachmittag erreichten wir unseren nächsten Stop. Das Blue Pine Motel mitten in Panguitch, einem kleinen Städtchen im Süden des Mormonenstaates Utah. Endlich mal wieder ein richtiges Bett mit Matratze und Kopfkissen. Und ein eigenes Bad mit Dusche!!! ;-) 

Es gab im ganzen Ort nur ein einziges Restaurant, was am Sonntag Abend noch geöffnet hatte. Das Flying M, welches so wundervoll typisch amerikanisch daherkam, dass es genau das richtige war, um unsere leeren Mägen zu füllen. Es gab einen Turkey Pot Pie mit sehr leckerem American Cheesecake und einer Tasse Kaffee zum Nachtisch. Yum. 

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