Bangkok Reloaded

Samstag morgen sind wir schon ziemlich früh aufgewacht, was eigentlich eher ungewöhnlich ist für das Reisen in Richtung Osten. Denn in der Heimat ist es dann ja mitten in der Nacht.

Aber als könnte es nicht besser werden, wurde ich mit einem Kaffee am Bett überrascht. Anschließend gingen wir zwei Etagen hoch In den 20. Stock zum Pool auf dem Dach. Es war ein wunderbarer Morgen und ich setzte mein Dauergrinsen auf, welches mich bzw. den Herrn C. für den Rest des Tages begleiten sollte ;-)

Später beim Frühstück schmiedeten wir die Pläne für den Tag. Begonnen hat unsere kleine Tour zu Fuß in Richtung Chao Praya, der große Fluss, der sich einmal der Länge nach durch die Stadt schlängelt. Wir kamen am Lebua State Tower vorbei. Dort oben auf dem Dach … naja ich will ja nicht schon wieder davon faseln. Aber … ach was war das so schön. Unser Restaurant in dem wir als zwei grinsende Honigkuchenpferde unser Verlobungsfestmahl genossen, gab es auch noch. Wie toll.

Weiter ging es zum Bootsanleger am Fluss, wo wir uns volle Kanne abzocken ließen. Anstatt die normale Bootsfähre zu nehmen, fing uns die Kleinbootmafia vorher ab und wir zahlten locker das dreifache für unsere Überfahrt. Naja, zugegeben, bei 2,50 Euro pro Person war die Reisekasse nicht ganz so sehr beschädigt ;-) Außerdem war die Fahrt im Privatboot um ein Vielfaches schöner … anstatt stehend auf der überfüllten Fähre zu schwitzen. Am Ziel der Bootstour wollten wir in Richtung indisches Viertel laufen und kreuzten ungeplant den wunderschönen Blumenmarkt. Wir sind ja wirklich große Fans von lokalen Märkten aller Art. Aber dieser war etwas ganz besonderes. Alles voller Blumen und Blüten in unzähligen Farben … Tütenweise Orchideenblütenblätter … einfach wunderschön. Ich hoffe, die Bilder können meine Begeisterung einigermaßen wiederspiegeln.

Im indischen Viertel befindet sich auch der große Textilmarkt. Unfassbar, wie viele Stoffgeschäfte sich auf engstem Raum befinden können. Hier waren wir natürlich auch nur rein zufällig ;-) Und sehenswert ist es in jedem Fall, nicht nur für Hobbyschneiderinnen. Unglaublich, was man alles auf engstem Raum verkaufen kann.

Danach sind wir weiter zum Königspalast gelaufen. Beim letzten Besuch haben wir uns Wat Pho angeschaut. Und dieses Mal sollte es eben das königliche Ensemble sein. Die einjährige Trauerphase für den verstorbenen König ist seit kurzem beendet. Während dieser Zeit wurde neben dem alten Palast eine neue Anlage mit einem Krematorium errichtet, welche die Asche von König Bhumibol beherbergt. Die Einäscherung ist noch keinen Monat her und dementsprechend voll war es auch. Anscheinend möchtet jeder Thai persönlich Abschied nehmen. Um in das Gelände reinzukommen, sollten wir sogar unsere Ausweise zeigen. Es war eine Mischung aus tausenden von Einheimischen (und diese Zahl ist ernst gemeint) und scharenweise Touristengruppen aus allen Teilen des asiatischen Kontinents. Letztere liefen meist hektisch hinter irgendeinem an einer Stange aufgehängten Plüschtier hinterher. Es war also unglaublich voll. Wirklich … sehr sehr voll. Innen im Palastgelände hat es sich dann allerdings etwas verteilt, so dass man den beeindruckenden Prunk und die thailändische Architektur weitgehend ungestört genießen konnte. Die tief stehende Nachmittagssonne ließ die goldenen Bauten leuchten, der Besuch hat sich in jedem Fall gelohnt.

Schon leicht erschöpft arbeiteten wir uns durch die Menschenmassen heraus aus dem Gelände und sind in die nahegelegenen Khaosan Road gelaufen. Hier waren wir schon mal und ich erinnerte mich noch lebhaft an das herrliche Streetfood. Auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht. Während Herr C. ebenfalls eine Liebe für Pad Thai entdeckte, gab es für mich ein leckeres Gericht mit ganz viel Cashewnüssen. Zurück bummelten wir über die belebte Straße, die vor allem als Treffpunkt für die zahlreichen jungen Backpacker aus aller Welt bekannt ist. Am Ende der Straße haben wir den Preis für eine Tuk Tuk Fahrt zur nächsten Schnellbahn Haltestelle ausgehandelt. Herr C. meint ja, ich würde dabei immer viel zu schnell aufgeben. Aber egal, schließlich konnte ich nicht riskieren, dass wir wegen des letzten Euros am Ende doch wieder zu Fuß laufen müssen ;-) in rasender Geschwindigkeit eilte das kleine Gefährt durch die vollen Straßen … Angst sollte man nicht haben 🙈

Später im Pool konnten wir uns, umgeben von der grandiosen Aussicht, etwas abkühlen … das hat sicher nur so gezischt, denn es war einfach nur heiß.

Während Herr C. noch ein Weilchen länger im Pool blieb, habe ich mir unten, schräg gegenüber des Hotels meine übliche Urlaubs Beautybehandlung gegönnt. Mani- und Pediküre mit kleiner Fuß- und Handmassage. Einfach herrlich und ich kann auch meine Füße wieder bedenkenlos in offenes Schuhwerk kleiden. Nicht dass ich nicht schon den ganzen Tag in Flip Flops rumgelaufen wäre … aber eben nicht ohne Bedenken ;-)

Zum Abendessen haben wir uns dann noch mal raus begeben und sind in einem trendigen Thailokal gelandet, wo es vor allem eins gab: spicy food … überall stand extra davor, dass die Gerichte scharf seien. Und als erfahrende Thailand Touristin weiß ich ja, das Essen ist grundsätzlich erst mal scharf. Wenn das Wort spicy 🌶 extra auftaucht, ist Vorsicht geboten. Herr C. erklärte beim Bestellvorgang: „yes, spicy … but my wife not so spicy ;-)“ Letztlich war das dann aber auch egal, denn mein Essen war einfach nur superscharf und ich zeterte etwas umher … wieso scharf, fragte ich hilfesuchend ins Leere … ich verstehe das Konzept von scharfem Essen nicht, schimpfe ich … man schmeckt doch gar nix. Aber was kann man tun, wenn man Hunger hat ;-) Also habe ich mein Nudeldelgericht mit Reis angereichert und dann ging es einigermaßen.

Der letzte Abend in Bangkok, die Vorfreude steigt … auf den nächsten Teil unseres kleinen Reiseabenteuers!

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