Pfingstwochenende

Ein langes Pfingstwochenende liegt fast hinter mir und streckenweise hat es sich schon komisch angefühlt. Weg von zu Hause, irgendwie doch alleine in dieser noch fremden Umgebung. Immer abends, wenn es still wird, fühle ich mich ein kleines bisschen einsam. Aber das geht meistens schnell wieder weg.

Am gestrigen Sonntag gab es ausser den regelmäßigen Mahlzeiten keinen einzigen offiziellen Programmpunkt und so habe ich mich nach dem Frühstück direkt erst mal wieder hingelegt. Einfach so. Wenn nicht hier, wo denn sonst.

Nach dem Mittagessen zog es mich dann aber wieder raus. Nach einem kurzen Cappuccino um die Ecke im Eiscafe bin ich mit meiner Tischnachbarin entlang der Vils spazieren gegangen. War das schön, der klare Gebirgesbach strömt geräuschvoll entlang sattgrüner Wiesen und immer wieder ergeben sich neue schöne Blicke auf die Voralpen. Die Blumenwelt blüht in den sattesten Farben, wobei es mir der zitronengelbe Mohn besonders angetan hat. Wir haben der Allgäuer Alpakafarm einen Besuch abgestattet und uns dann quer durchs Dorf zurück zum Ausgangspunkt begeben. Zwischendrin kann man immer wieder kleine Entdeckungen machen, wie zum Beispiel den kleinen von einer privaten Initiative angelegten Garten mit einer Kneippschen Wassertretbahn, gefühlt mit eiskaltem Gebirgswasser und echten Flusskieseln. Dort haben wir nach unserer kleinen Wanderung ein bisschen abgekühlt. Meine Begleitung hat dann dieses Foto von mir gemacht und ich schaue es mir schon die ganze Zeit an, weil ich mich darauf mag. Ich lächle und fühle wich wohl, ich finde das sieht man.

Später nach dem Abendessen war ich schon wieder im halb sieben im Zimmer. Komischer Moment. Aber mit ein bisschen Netflix und einem leichten Abendgestrick konnte man es aushalten.

Heute vormittag gab es dann eine Einführung ins Nordic Walking. Das hat mich total begeistert. Die Joggerei war in der letzten Zeit nichts mehr fuer meine Knie, einfaches Walken ist mir zu langweilig. Aber dieses gleichförmige gehen mit weitschwingenden Armen und den dünnen Stöcken hat total viel Spaß gemacht. Wir haben das sogar auf dem offiziellen Programm als Anwendung, weil Sport eben gut für die Psyche ist. Und eine leichte gleichförmige Bewegung bei moderaten Herzschlag setzt Endorphine frei. Mal sehen, ob das bei mir auch funktioniert.

Heute Nachmittag bin ich dann mit meinem geliehenen Fahrrad in Richtung österreichischer Grenze gefahren. Auf dem weg dorthin, habe ich noch mal meinen geliebten Alpakas einen Besuch a gestattet und eine ganze Weile beobachtet, wie die drolligen Paarhufer leise mümmelnd das frische Allgäuer Gras abrupfen. Ich wurde ebenso neugierig betrachtet. Man kann dort sogar Alpakawolle kaufen, aber leider hatte der kleine hofladen bisher immer geschlossen. Hoffentlich habe ich nochmal irgendwann mehr Glück.

Auf dem Rückweg bin ich wieder bei unserer Stammeisdiele (nach nur fünf Tagen ;-) vorbeigeradelt und habe dort gemütlich ein eines Spagettieis gegessen.

Direkt danach stand ich seniorengerecht in der Warteschlange vor dem Speisesaal, denn um Punkt halb sechs geht es los. Neben dem üblichen Salat, Brot und Aufschnitt gab es heute Abend sehr leckeren Milchreis mit Zucker und Zimt. Überhaupt muss ich mal sagen, dass das Essen hier wirklich lecker ist. Darüber kann man sich beim Willen nicht beklagen. Aber wir werden mal sehen, wie einem das nach 4 Wochen vorkommt. Ich werde mich erinnern.

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