Wasserstandsmeldung

Heute ist Montag und man hat das Gefühl, dass die erste richtige Woche der Reha beginnt. In den letzten Tagen hatten wir haufenweise Einführungs- und Informationsveranstaltungen, aber ab heute ist mein Therapieplan bis oben hin vollgestopft mit Anwendungen.

Es ist 5 Uhr am Morgen und ich liege bereits wach im Bett, denn gleich beginnt der Tag mit dem morgendlichen Frühsport. Den durften wir schon in der letzten Woche genießen. Und ich sage bewusst genießen. Auch wenn es um 7 Uhr bereits losgeht, so ist es doch wunderschön vor einer solchen Kulisse den Kreislauf anzukurbeln.

Dreimal die Woche gibt es die dann die Morgenrunde, in der alles besprochen wird, was den Klinikalltag angeht, das ist eigentlich immer recht schön.

Leider werden dann auch nicht so schöne Themen angesprochen, so fallen zum Beispiel in der kommenden Woche die Einzeltherapiegepraeche aus und das hat mir einen Schlag in die Magengrube versetzt. Die tun mir nämlich immer sehr gut. Es herrscht akuter Personalmangel und dazu kommt die Urlaubszeit.

Ansonsten gab es in der letzten Woche viel Sport und Bewegung, ich habe getöpfert in der Ergotherapie und Dienstag und Freitag Abend gehe ich zum Schnitzkurs. Den leitet ein passionierter Holzentusiast, der einem sehr ruhig erklärt, wie man die scharfen Werkzeuge sanft durch das harte Holz gleiten lässt.

Am Mittwoch gab es eine Genusswanderumg, die uns durch das Pfrontener Moor geführt hat. Dort gab es Blumenwiesen mit einer Vielfalt, so was habe ich vorher noch nie gesehen.

Samstag war ich wandern mit einer kleinen Gruppe, angeführt von einem pfrontener Urgestein, der uns mit viel Humor durch die Berge geführt hat. Wir sind gelaufen von der Vilstalsäge zur Stubentalalpe ins benachbarte Österreich. Dort oben auf der Hütte gab es einen der besten Kaiserschmarrn, die ich jemals gegessen habe, auf meiner persönlichen Kaiserschmarrnskala volle 10 von 10 Punkten.

Gestern war ein gemütlicher Sonntag, ich war lange im Raum der Ergotherapie, dort ist am Wochenende immer geoffnet und man kann kreativ sein. Ich habe mal wieder getöpfert. Das macht so einen Spaß. Das Wetter war ohnehin durchwachsen und nach der anstrengenden Wanderung vom Samstag, tat es auch gut, seinem Körper mal etwas Ruhe zu gönnen.

Zwischendurch gab es einen Cappuccino beim Stammeisdealer im Ort mit meinen Tischmädels. Richtig schön ist das, wenn sich Tränen mit einem so starken Lachen mischen, dass man sich den Bauch halten muss.

Wanderung 2

Von der Klinik rauf zum Hörnli und durch das Pfrontener Moorgebiet, 7 km, Gehzeit ca. 2 Stunden

Wanderung 3

Von der Vilstalsäge zur Stubental Alpe in Tirol

11km, ca 450 Höhenmeter, Gehzeit ca. 3,5 Stunden

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