Am Ende der Welt

Nachdem wir gestern den ganzen Tag faul am Strand herumlagen war heute wieder ein bisschen mehr Bewegung angesagt. Wir sind zunächst mit dem Auto in Richtung Sagres gefahren. Auf dem Weg hielten wir an einer bunt dekorierten lokalen Töpferei an. Das Fotoherz schlug höher. Der Kombination aus Willenskraft, Marie Kondo und der Tatsache, dass wir nur mit Handgepäck fliegen, ist es zu verdanken, dass ich ausser ein paar Fotos nix mitgenommen habe. Ich liebe nämlich diesen Toepferkram.

Ein paar Kilometer weiter westlich haben wir das Auto abgestellt, und sind auf einen der vielen Rundwanderwege gegangen, die auf der Webseite der Rota Vicentina vorgeschlagen werden.

Unser Weg führte zunächst direkt zum Cabo de Sao Vicente. Dem südwestlichen Punkt des europäischen Festlandes. Hier waren wir natürlich nicht alleine. Als wir dort ankamen, tat das Wetter sein allerbestes, um echtes Ende der Welt Feeling aufkommen zu lassen. Dunkle Wolken, ein heftiger Wind und einsetzender Regen trieben uns direkt in ein Lokal zur Kaffeepause.

Eigentlich hatten wir den Wandertag schon aufgegeben, aber es klarte kurze Zeit später wieder auf und wir konnten weiter Richtung Norden marschieren. Ueber steinigen Boden ging es immer an der wilden Küste entlang. Ein wirklich traumhaft schönes Stückchen Erde. Und irgendwann waren wir dann auch wieder in totaler Einsamkeit.

Nach der tollen Wanderung fuhren wir auf dem Rückweg noch in Salema vorbei. Ein kleines Oertchen an der Algarve, welches in meinem ca. 20 Jahre alten Reiseführer unter anderem als Ort der 100 Katzen beschrieben wird. Stimmt auch heute noch. Wohlgenährte Minitiger, streunen ueberall fotogerecht durch die weissgetünchten Gässchen und die Bewohner sorgen mit überall hermstehenden Naepfen fuer das leibliche Wohl der Tiere.

Barfuss liefen wir zurück durch den Sand und freuten uns ueber den gelungenen Tag.

Das Abendessen war ein weiteres Highlight. Ich erinnerte mich an ein bestimmtes Lokal noch von vor 10 Jahren, und bisher war es jeden Abend voll, seit wir hier sind. Heute jedoch war auf der Gasse alles frei. Lag wohl am Wetter, es wird doch etwas kühler am Abend. Der Grill ist direkt am Eingang und wir bekamen je eine frische Dorade zubereitet. Als Nachtisch gab es noch einen leckeren Brownie, je ein Bica und zwei Glas Portwein auf Kosten des Hauses.

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