Fliegen in den Zeiten von Corona

Heute ist schon der zweite Tag unserer kleinen Reise auf die wundervolle griechische Insel. Wir sind auf Kreta! Djeser Urlaub war eigentlich schon im Mai geplant, wurde dann aber coronabedingt auf Ende September verschoben.

Ich muss gestehen, ich habe damit gehadert. Wohl war mir nicht bei dem Gedanken, dieses Jahr noch in einen überfüllten Flieger zu steigen. Aber es war nun mal gebucht und wir wollten es dann auch nicht ausfallen lassen.

So begaben wir uns also am späten Sonntag vormittag in Richtung Flughafen. Es war erstaunlich, wie viel doch los war, mehr als erwartet, aber natuerlich deutlich weniger als in einer „normalen“ Zeit. Gegen zwei begann der Einsteigeprozess. Wie immer. Als wäre nix … und zu meinem Grauen stellten wir fest, dass das Flugzeug komplett ausgebucht war. Ich hatte das Gefühl, die Sitzreihen waren noch näher zusammengeschoben. So ugewohnt war es, anderen Menschen so nahe zu kommen. Ich war extrem unentspannt und schimpfte leise vor mich hin. Wie konnte ich nur so bescheuert sein. Nach beengten drei Stunden mit ein bisschen Stricken und spannendem Hörbuch erreichten wir die sonnige Kykladeninsel.

Kaum macht es im Flugzeug Bing, klickt es überall und die Menschen erheben sich alle gleichzeitig und nesteln an der Gepaeckablage rum. Normalerweise ist das so. Wir wurden allerdings aufgefordert, sitzen zu bleiben und das Flugzeug Reihe fuer Reihe zu verlassen. Wenigstens etwas.

Draußen angekommen, dann die nächste Anspannung. Fischt man uns fuer einen zufälligen Coronatest aus der Menge? Meiner Nachbarin ist das im Sommer bei der Einreise nach Griechenland passiert und sie erwähnte, dass sie mit zwei Nasenabstrichen maltraetiert wurde. Aber wir hatten Glueck und durften einfach durchgehen.

Hatte ich erwaehnt, dass wir uns hier auf einer Art Pauschalreise befinden?Transfer inklusive, und das bedeutet, dass der behaebige Bus die kleinen griechischen Straßen entlang ächzte und dabei jede Hundehütte abklapperte. Es schaukelte und mir war schlecht. Dennoch waren wir gegen 9 endlich im Hotel. Uff! Geschafft.

Wir bekamen sogar noch ein Abendessen und als wir spaeter endlich auf dem Balkon saßen und den Grillen lauschten, war er wieder da, der spontane Glücksanfall. Irgendwie hatte ich wegen dem ganzen Coronagedöns vergessen, mich angemessen auf den Aufenthalt in der Sonne vorzufreuen. Aber die Spannung fiel endlich ab und zufrieden schauten wir in das grosse schwarze Nichts. Das muss das blaue Meer sein, ich konnte es kaum erwarten, dass die Sonne aufgeht.

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