Mit der Fähre nach Malcesine

Gestern sind wir direkt nach dem kleinen Fruehstueck mit Aussicht auf den See mit dem Auto runter ins benachbarte Maderno gefahren. Hier kann man wesentlich besser einen Parkplatz finden, als im eng bebauten Gardone. Wir mussten ein Stückchen an der Uferpromenade entlanglaufen und hatten noch etwas Zeit fuer einen zweiten Cappuccino direkt am Bootsanleger.

Mit etwas Verspätung holte uns dann um die Mittagszeit die Fähre ab und wir begannen die langsame Überfahrt nach Malcesine. Geplant war eigentlich ein Ausflug nach Limone, aber da haette die Fahrt noch länger gedauert und der Aufenthalt waere entsprechend kürzer gewesen.

Die Fahrt war einfach schön. Der Himmel war strahlendblau und der See war etwas rauher, so dass sich die Gischt teilweise meterhoch vor dem Schiff auftuermte. Ein tolles Schauspiel war das. Die Kulisse der steil aufragenden Felswände entlang des nördlichen Teils des Gardasees ist ohnehin sehr beeindruckend.

Nach knapp eineinhalb Stunden steuerten wir dann Malcesine an. Der malerische Häuserhaufen mit der Burg und einer Chiesa im oberen Teil wurde vorne vom Wasser her noch mit Segelbooten perfektioniert. Fast ein bisschen kitschig ;-)

Malcesine war voll, sehr sehr voll. Aber nach kurzer Ruecksprache mit dem Fanilienchat auf WhatsApp erfuhren wir, dass man sich hier, im Gegensatz zu Limone wenigstens noch um seine eigene Achse drehen kann. Und was man Malcesine zugestehen muss, es gibt ein paar nette Läden dort, so wie ich es aus früheren Italienurlauben kenne. Schuhe und Taschen, Gürtel und einigermaßen geschmackvolle Bekleidung.

Nachdem wir ein bisschen durch die engen Gassen gestromert sind, fanden wir schließlich auch ein paar entlegenere Gaesschen und eine feine Trattoria. Herr C. bekam äußerst schmackhafte gebratene Salsicce mit Polenta und ich gönnte mir ein Lieblingsessen aus meiner Kindheit, Tagliatelle alla Bolognese.

Die Zeit verging wie im Flug und nach drei Stunden mussten wir schon wieder zurück fahren. Irgendwie ist der Schiffsverkehr auf dem See doch recht limitiert. Aber seis drum. Hat auch gereicht.

Die Heimfahrt dauerte zwar etwas länger, da das Schiff zweimal den See kreuzte. Aber es war dennoch total schoen und als Herr C. plötzlich mit zwei Aperol Spritz hinter mir auftauchte, war der Moment einfach nur perfekt.

Den Abend habe wir dann gemütlich auf der Terrasse verbracht. Wir haben selbst gekocht. Als Vorspeise gab es Honigmelone mit Bresaola und Parmaschinken. Zur Hauptspeise haben wir eine Polenta Uncia zubereitet. Ein traditionelles Rezept aus der lombardischen Heimat meines Schwiegervaters. Die Polenta wird verfeinert mit allerlei Kaese und ganz viel Butter. Wem das noch nicht reichhaltig genug ist, der verfeinert mit Olivenöl. Knoblauch und Salbei waere gut gewesen, hatten wir aber nicht. Es war trotzdem unglaublich lecker und hat pappsatt und glücklich gemacht.

Alles in allem ein perfekter Urlaubstag.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s