Biennale di Architettura

Sonntag Morgen in Venedig. Bereits um 9 Uhr am Morgen haben wir unser Hotel in Richtung Canale Grande verlassen, um von dort ein Vaporetto zu nehmen. Alleine der Weg dorthin war schon so schön, da sich die Stadt so früh am Sonntag von einer herrlich ruhigen Seite zeigte.

Mit etwas Planung war es doch noch möglich ein freies Zeitfenster für ein weiteres Highlight auf der Reise zu finden: Die Architekturbiennale. Das schöne daran, wenn man von unterwegs Bilder in seine Storys setzt, bekommt man praktisch live neue Reisetips. So hat meine ehemalige Münchner Architektenkollegin uns wertvolle Hinweise zum Besuch der Biennale gegeben. Denn das Areal ist riesig, und soviel Zeit hatten wir ja leider auch nicht mehr. Auf ihre Empfehlung sind wir also direkt zur Arsenale geschippert und waren um Punkt 10 direkt zur Öffnungszeit am Eingang. Alleine das Gelände der Arsenale ist sehenswert. Ein grosses Industriegelände, dass einst unter anderem eine Schiffswerft beherbergte.

Im langgezogenen Hauptgebäude konnten wir dann auch direkt eintauchen in die Welt aus Architektur, Kunst, Phantasie und Kitsch. Das Thema in diesem Jahr war unser aller Leben in der Zukunft. Wirklich sehenswert und ich hab mich einfach nur gefreut, dass ich Herrn C. dafür gewinnen konnte. Ich glaube sogar, es hat ihm auch gefallen. Nach einer Kaffeepause sind wir dann noch vor zum eigentlichen Hauptareal der Biennale gelaufen, den Giardini. Dies ist ein festes Gelände, welches im jährlichen Wechsel Kunst oder Architekturprojekte aus aller Welt zeigt. Einige der Pavillons haben wir uns auch angeschaut, wobei, wie ebenfalls zuvor persönlich empfohlen, wir beide den dänischen Beitrag am liebsten mochten. Im deutschen Pavillon erwartete einen erstmal nix, ausser ein paar QR Codes an weißen Wänden und leeren Räumen. Man sollte alles virtuell erkunden und mir schien das ganze etwas kopflastig und irgendwie wars fad.

Leider mussten wir irgendwann mal den Rückweg antreten, denn der nächste Reisepunkt stand schon auf dem Plan, es sollte in die Berge gehen.

Doch zuvor spielte uns das Leben einen so schönen Ball zu, den wir nicht einfach abprallen lassen konnten (metaphorisch-literarische Meisterleistung ;-) Wir wollten das Vaporetto für den Rückweg ursprünglich nur für die 6 Stationen zum morgendlichen Ausgangspunkt nehmen. Aber plötzlich taten sich ganz vorne, in allererster Reihe, zwei der sehr raren Aussenplätze auf dem Boot auf. So verlängerten wir spontan das vorgesehene Zeitkontingent für Venedig und schipperten in aller Ruhe mit der Linie 1 einmal komplett entlang des Canale Grande mit der perfekten Aussicht. So schön und ein würdiger Abschluss für diese einzigartige Stadt.

Am Ende der Linie angekommen konnten wir von der anderen Seite schnell wieder unser Hotel erreichen. Wir haben unser eingelagertes Gepäck abgeholt und nochmals betont wir gut uns das Hotel gefallen hat. Gibt übrigens auch Zimmer mit eigenem Bad, haben wir erfahren.

Mit dem Bus Nr. 7 sind wir wieder nach Mestre gefahren und haben unser Auto wieder aus dem Schlaf geweckt. Während der etwa zwei Stunden Fahrzeit in die Alpen veränderte sich die flache Landschaft und die ersten Hügel taten sich auf. Und ehe wir uns versahen, waren wir schon mitten drin. Alles wieder ganz anders und dennoch toll. Wir lieben beide sehr diese Abwechslung im Urlaub.

Gegen halb sechs checkten wir in unserem neuen Hotel Aurai ein und bezogen ein feines Zimmerchen mit eigenem Bad und unser beider Traum, einer großzügigen Dusche, bodengleich und mit Regenduschkopf. Irgendwann haben wir sowas vielleicht auch mal.

Wir haben Halbpension und so erwartete und am Abend ein exquisites 4 Gänge Menü mit allerlei lokalen Spezialitäten. Wir freuen uns auf die nächsten Tagen in den Bergen.

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