Herbst auf Lanzarote

Heute ist bereits Montag und bislang fehlte mir ehrlichgesagt die Lust, mal etwas ueber unsere kleine Herbstreise zu schreiben. Aber jetzt ist es sehr ruhig, die Sonne ist gerade aufgegangen und ich habe bereits Kaffee gemacht. Während wir nun also gemütlich in unserem kleinen Wohnmobil sitzen, kann ich nun endlich mal ein bisschen erzählen.

Ich habe bereits die letzte Woche auf dem spanischen Festland verbracht, wo ich meine liebe Freundin Frau H. besucht habe. Herr C. ist letzten Freitag direkt von Frankfurt nach Lanzarote geflogen und ich bin dann am Abend angekommen. Ein schoenes Gefühl, vom Gatten so fern von der Heimat am Flughafen abgeholt zu werden.

Wir haben uns also nun seit Freitag auf der Finca La Fuentecilla eingemietet und dort einen kleinen wundervollen Trailer bezogen. Wir beide träumen ja immer mal wieder davon, uns eines Tages ein eigenes Wohnmobil zuzulegen und damit Europa mehr zu bereisen. Bis dahin probieren wir das Vanlife immer mal wieder an verschiedenen Standorten aus. Und ich muss sagen, es gefällt uns. Was uns jetzt allerdings auch aufgefallen ist, ein Bett im Alkoven kommt nicht in Frage. Buh ist das gruselig eng zu zweit, wie gut das es unten noch das ausklappbare Bett gibt. Ach ja, und das nächtliche Kraxeln auf der Leiter brauche ich auch nicht mehr unbedingt. Man wird ja nicht jünger.

Samstag haben wir uns ein bisschen auf dem nördlichen Teil der Insel umgeschaut. Wir sind hoch zum Mirador del Rio gefahren, von dem aus man einen fantastischen Blick entlang der Küste und auf die Nachbarinsel La Graciosa hat. Das Besondere ist aber dort die Architektur. Gestaltet wurde der Mirador vom bekannten Sohn der Insel, dem Künstler und Architekten Cesar Manrique. Mit seinen in die Natur eingebetteten Bauwerken hat er der Insel seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt.

Im Mirador del Rio wurden vor ueber 40 Jahren viele Szenen eine meiner Lieblingsserien aus der Kindheit gedreht, Timm Thaler mit Tommi Ohrner und Horst Frank. Sehr faszinierend dass ich mich noch so gut daran erinnern konnte. Der Raum mit den grossen Fenstern ist wirklich sehr markant und wunderschön. Man möchte sofort einziehen.

Anschließend habe wir uns ein weiters Inselhighlight angeschaut. Die Anlage Jameos del Agua wurde ebenfalls von Manrique gestaltet und strahlt einen herrlichen 70er Jahre Charme aus und ist dennoch überraschend zeitlos. Die Anlage ist eingebettet in ein Hoehlensystem und beherbergt unter anderem einen unterirdischen Konzertsaal. Es ist wirklich etwas Besonderes und die Atmosphäre ist fantastisch.

Spaeter sind wir noch ein bisschen die Küste entlanggefahren. Wir haben den einen oder anderen Stop eingelegt und die wilde Brandung beobachtet. Lanzarote ist karg aber wirklich faszinierend schoen. Eine ganz andere Landschaft sieht man hier. Das kommt natuerlich daher, dass die Insel von Vulkanen und Lava geprägt ist. Der Boden ist vorwiegend schwarz und überall wachsen Kakteen und Palmen.

Die letzten beiden Tage war es sehr windig. Obwohl es gestern zum Beispiel angenehme 25 Grad warm war, ließ einen der starke Wind schnell ins Frösteln kommen.

Heute morgen wurden wir vom entfernten Krähen eines Hahns und dem Gejaule der Hunde unten im Ort Haria geweckt. Irgendwie ist mir erst gar nicht aufgefallen, dass man das nur wahrnimmt, weil der Wind aufgehört hat. Lustig. Aber heute ist es fast windstill. Der Himmel ist blau und es verspricht ein großartiger Tag zu werden.

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