Am nächsten Morgen zeigten sich bereits um 6 Uhr früh die ersten Lichtschlitze hinter dem Verdunklungsvorhang. Neugierig tapste ich schlaftrunken nach vorne und traute meinen Augen nicht. Der versprochene seitliche Meerblick zeigte sich als frontale direkte Ansicht auf den Strand und dahinter das Meer. Und dann auch noch eine Sonne, die sich langsam aber sicher am Horizont zeigen wollte. Wunderschön!!!! Ich machte ein frühmorgendliches Freudentänzchen, denn es war einfach unerwartet und dafür umso großartiger.
Dennoch war der Tag noch viel zu jung, um sich nicht doch noch mal ins Bett zu legen. Gegen neun weckte mich Kai mit einem dampfend heißen Kaffee, den wir auf unserem schoenen Balkon genossen (ich frage demnächst mal bei Bastei Luebbe ob ich nicht anfangen sollte, Groschenromane zu schreiben 😉)
Nach dem Fruehstueck packten wir alles zusammen und liefen vor zum Strand. Dieser ist etwas neben der Anlage, da direkt vor uns alles voller Korallen ist und da kann man natürlich nicht rein. Fuer mich der beste Grund, die paar Meter zu laufen. Wie es sich aber fuer eine Anlage dieser Art gehört, gibt es natürlich auch eine kleine Bimmelbahn, die im 10 Minutentakt verkehrt.
Vorne am Strand war es schon recht gut besucht, aber wir fanden noch ein freies Plätzchen. Zum lange Rumliegen kamen wir aber nicht, denn wir waren beide viel zu neugierig auf unseren ersten Ausflug zum Schnorcheln. Dieses besondere Erlebnis hat aber einen eigenen Beitrag verdient. Der folgt in Kürze.
Da ich in diesem Urlaub noch Geburtstag haben werde, war es Kais Plan, mich nach Strich und Faden zu verwöhnen. Ich bekam fuer den Nachmittag eine erste Massage verordnet, die wirklich sehr entspannend und angenehm war. Als wir draussen bezahlen wollten, kam ein weiterer findiger Geschäftsmann und erzählte Kai, wie er seine Frau in nur zwei Stunden noch schöner machen und um 10 Jahre verjüngen wuerde. Haha, sehr lustig und doch auch irgendwie charmant. Mein Mann bejahte und ich bekam im Anschluss noch eine Mani- und Pediküre sowie eine vollständige Gesichtsbehandlung mit Augenbrauen zupfen in Fadentechtik und dem anschließenden Färben mit Henna.
Den ganzen Tag wurde ich also gepudert und gepampert und am Abend war ich dementsprechend tiefenentspannt.
Im kleinen ägyptischen Schönheitssalon war es sehr lustig und nett. Alle waren total freundlich und man kam schnell ins Gespräch. Ein junger Mann fragte, wo ich herkommen und als er „Frankfurt“ hörte, leuchteten seine Augen. Denn das kannte er, weil dort ein ägyptischer Spieler namens Marmoush fuer die Eintracht spielt. Als mir dann der naechste die gleiche Frage stellt, erklärte ich ihm stolz, dass ich in Frankfurt lebe, wo Marmoush spielt 😂😂
Sehr beeindruckt von meinem Wissen wollte er mich gleich in ein Gespräch ueber europäischen Fussball verwickeln. Auweia, da musste ich dann leider zugeben, dass ich keine Ahnung hatte 😉
Das Abendessen fand wie immer im grossen Saal statt, doch gottseidank gibt es auch ein paar Tische draussen, wo es immer noch ein freies Plätzchen gibt. Abschließend genehmigte sich Kai an der Bar noch einen Cocktail und ich einen Cappuccino und schon am ersten Tag scheint sich hier ein kleines Urlaubsritual abzuzeichnen.







