Einreiseformalitäten

Habe gerade einen kleinen suessen Coffeeshop gefunden und mir erst mal einen Cappuccino gegoennt. Jetzt sitze ich draussen auf einer Bank mit Blick auf den Buena Vista Park und kriege das Dauergrinsen gar nicht so richtig aus meinem Gesicht. Ich bin einfach verdammt happy, nach so langer Zeit mal wieder hier zu sein.

Wie war die Einreise? Das ist sicher  eine Frage die mir zuhause noch einige Male gestellt werden wird. Selten habe ich vor einer Reise so viel ungläubiges Kopfschütteln bekommen, wenn ich erzählt habe, wo ich hin will. Zahlreiche Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen sollte ich ergreifen und am besten nur ein Wegwerfhandy mitnehmen. Ach ja, irgendwann war ich dann selbst total verunsichert, bis ich spontan entschieden habe, mich nicht länger verrückt machen zu lassen.

Was soll ich sagen, die Einreise war kurz und schmerzlos. Der Beamte war wie immer bestimmt und dennoch freundlich. Und der Zoll war sowieso geschlossen. Also alles gut und ich durfte einreisen.

Draussen hat mich auch direkt meine Freundin abgeholt und wir haben uns erstmal heftig umarmt. Von da ab standen unsere Münder nicht mehr still. Irgendwie hatten wir beide das Gefuehl, sofort ganz viele Dinge erzählen zu muessen. Lustig war, daß sie fest im Glaube war, ich käme erst am 29. an. Erst als ich vom Abfluggate in Frankfurt eine kurze Nachricht geschickt habe, hat sie leicht panisch realisiert, dass ich einen Tag frueher ankomme als gedacht 😂.

Gleich sind wir in Ihre wunderschöne neue Wohnung gefahren. Diese liegt im Inner Sunset in unmittelbarer Nähe zum Golden Gate Park und die Aussicht ist einfach fantastisch.

Ab jetzt hieß es wachbleiben und der suessen Versuchung nicht nachzugeben, ein kleines Nickerchen zu machen. Denn auch wenn ich bereits seit 16 Stunden auf den Beinen war, war es in San Francisco erst Nachmittag. So sind wir mit einem Kaffee in den Park gegangen, haben uns auf die Tribünen eines Baseballfelds gesetzt und einfach ohne Unterbrechung weiter geplappert.

Dann hat sie mir eröffnet, dass sie am Abend noch auf eine Farewell Party einer Freundin eingeladen ist. So um 7, und ich soll doch mitkommen. Ähem, jou, was?

Ich sach noch so, nee, das schaffe ich sicher nicht mehr. Aber plötzlich war es 7 und ich war immer noch voller Willkommensadrenalin und so fanden wir uns fröhlich weiterquatschend auf einer kleinen Party und waren am Ende sogar die letzten Gäste. Wer hätte das gedacht.

Die Wohnung, in der ihre Freundin wohnt, ist auch noch unbedingt erwähnenswert, denn dort gab es einen bezaubernden Blick auf den grossen Pazifischen Ozean.

Zuhause haben wir noch mein Gemach fuer die Nacht bereitet und dann bin ich direkt in die stabile Seitenlage gefallen und auf der Stelle eingeschlafen.

Um 4 war ich erst mal wach und habe meinen ersten Blogbeitrag erstellt. Dank einer kleinen Melatonin Tablette konnte ich noch bis 8 Uhr weiterschlafen.

Wie gesagt, ich sitze gerade tippend auf  einer Bank draussen. Es ist vier Uhr nachmittags. Meine innere Uhr will aber eigentlich den Nachschlaf. Auweia, Jet Lag, it’s real. Hoffentlich ist das bald rum.

Anflug auf San Francisco

Huiuiui, ich sitze gerade im Flieger im Landeanflug auf eine der schönsten Städte der Welt. Kann es noch gar nicht glauben, nach so langer Zeit mal wieder amerikanischen Boden zu betreten.

Das tollste ist aber, dass ich gleich eine meiner allerbesten Freundinnen treffe. Wir kennen uns vom Studium und sie lebt dort seit ca. 30 Jahren. Unsere Freundschaft hat dank all der technologischen Entwicklungen der letzten 3 Jahrzehnte so lange stand gehalten. Vom Fax, ueber e-mail, WhatsApp und Skype. Ich hin dankbar dafür.

Ich sitze auf der rechten Seite des Flugzeugs und sehe den pazifischen Ozean, links kann man angeblich einen Blick auf die Golden Gate Bridge erhaschen. Ich gehe aber davon aus, dass sich noch der eine oder andere Blick im Laufe der naechsten 2 Wochen ergeben wird.

Die Reise hierher hatte ich schon vor längerem gebucht und weil ich ja auch nicht jünger werde, habe ich mir ein Upgrade auf die Premium Economy gegönnt. Allein die Vorfreude darauf war den relativen akzeptablen Aufpreis wert. Jetzt nach fast 11 Stunden Flug kann ich sagen, ich wuerde es auf einem Langstreckenfkug jederzeit wieder buchen. Die 15cm mehr Beinfreiheit sind jeden Cent wert. Vor allem wenn man gross ist. Ich habe ein bisschen gedöst, zwei Filme und die ersten Folgen der Morning Show geschaut. Es gab lecker Mittagessen und  überhaupt war es ein super ruhiger und angenehmer Flug.

Gestern Abend habe ich schon online eingecheckt und heute morgen am Frankfurter Flughafen haette ich meinen Koffer einfach in eine der neuen Drop off Boxen abgeben koennen. Aber ich wollte es mir nicht nehmen lassen, an der langen Schlange an den Schaltern einmal die  Priority Lane zu benutzen 😉

Ach ja, gleich sind wir da und meine Vorfreude ist riesig.