Die letzten beiden Tage hat sich schon fast so etwas wie eine kleine San Francisco Routine eingestellt. Morgens gab es erstmal einen Kaffee am Bett mit ganz viel Quatschen (in Spanien mit Frau H. und Frau G. haben wir das immer das Morning Briefing genannt).
Danach hat Frau Z noch etwa eine Stunde gearbeitet, bevor wir uns umgezogen haben und zum Zumba gefahren sind. Montags wurde oben im Presidio Park getanzt und Dienstags wieder unten am Meer.

Zurück zuhause habe ich mich noch mal hingelegt. Nach ein paar Tagen Action verlangt mein Koerper etwas mehr Ruhe. Da muss ich immer wieder auf mich aufpassen. Ehrlichgesagt kriege ich dann auch immer mal wieder die Krise, weil es mich so nervt wenn ich wie ein kleiner Hundewelpe ueberall schnuppern will, mich aber durch meinen Koerper wie ein Hund an der Leine zurückgezogen werde und Herrchen laut „Sitz“ und „Platz“ ruft. Aber so isses eben und rumjammern bringt sowie nix.
Montag Nachmittag war ich in Downtown und habe einem der zwei letzten noch in San Francisco verbleibenden Gap Stores einen Besuch abgestattet. Kaum zu glauben, die Läden waren mal überall und oft riesengross. Ich habe dennoch eine total tolle Jeans gefunden, die so unfassbar gut sitzt, dass ich überlege, noch eine zweite in einer anderen Farbe zu kaufen. Mal sehen. Der Koffer wird voll.



Dienstag war es mal wieder neblig im Inner Sunset, ich bin dann mit dem N-train bis zum Duboce Park gefahren und von dort aus zur Valencia Street gelaufen. Dort war strahlender Sonnenschein. Echt immer wieder lustig, die unterschiedlichen klimazonen auf relativ kleinem Raum zu erleben.
Während ich dann so die Valencia entlang geschlendert bin, gab es immer mal wieder das eine oder andere Geschäft zu erkunden.










Ich kam an einer Eisdiele namens „Smitten“ vorbei, draussen wurde mit einer Sorte names „cookie dough with pretzel sticks and chocolate chips“ (keksteig mit salzstangen und schokoladenstreuseln) geworben. Das hat direkt meinen eingebauten Speiseeisreflex ausgelöst und ich gönnte mir eine Kugel.
- Superlativ – das war mit Sicherheit das leckerster Eis, was ich jemals gegessen habe. Wirklich. Naja, oder vielleicht eins der besten.
- Superlativ – mit fast 12 Dollar fuer die eine Kugel war es auch mit grossem Abstand das teuerste Eis meines Lebens.

Apropos, wir muessen mal ueber die Preise reden. Warum die Lage in den USA momentan so ist wie sie ist, faellt einem leichter zu verstehen, wenn man sich mal das Preisgefüge im Supermarkt anschaut. Die Schweiz ist ein Discountladen dagegen, und die Menschen sind auf einen Menschen hereingefallen, der gesagt hat, genau das innerhalb eines Tages zu verändern.
Fuer einen grossen Becher Joghurt darf man fast 7 Dollar zahlen, ein halbes Pfund Butter bekommt man fuer 4-5 Dollar. Die berühmten Eierpreise sind allerdings leicht gesunken, 12 Bio Eier bekommt man schon ab 7-8 Dollar 😉. Essen gehen ist auch soo teuer geworden, dass man es eigentlich eher vermeidet. Wirklich schade ist das.
Ups, jetzt bin ich kurz abgeschweift. Aber die Tage sind eigentlich auch beide auserzaehlt. Wobei eine Sache wollte ich noch erzählen, nämlich von einem lustigen Abend, an dem wir gemeinsam Frau Zs Kleiderschrank ein bisschen ausgemistet haben. Wir hatten eine Menge spass dabei und waren trotz heftigem Gelächter auch sehr effektiv.

Momentan sitze ich gerade mit Frau Z in einem ruckeligen Bus auf dem Weg nach San Luis Obispo. Die Fahrt zieht sich. Doch davon erzähle ich dann nächsten Beitrag.