Eigentlich hatten wir geplant, erst am Sonntag früh wieder nach San Francisco zu kommen, um noch eine Nacht länger im Camper zu haben. Aber das haben wir am Samstag spontan unentschieden. Denn Sonntag Nachmittag waren wir noch auf einer Party eingeladen und das wäre einfach zu stressig geworden.
So konnten wir wieder in unseren festen Betten schlafen und das hat ja auch was. Wie immer gab es den Kaffee und das ausführliche Morgengespräch und direkt danach sind wir, wie schon am letzten Sonntag auf den kleinen Bauernmarkt in der Nachbarschaft gegangen. Frau Z ist hier so vernetzt, dass wir immer wieder auf Bekannte treffen und das finde ich einfach so schön. So gross die Stadt auch ist, aber man spürt einfach die Nähe einer solchen „hood“.


Ich wurde bereits am Morgen von Frau Z daran erinnert, entweder gar keins oder nur ein etwas kleineres Frühstück zu nehmen, da wir ja am Mittag auf eine Party eingeladen waren und die Gastgeber dafür bekannt sind, immer gross und lecker aufzufahren.
Die Party fand im benachbarten Berkeley statt, auf der anderen Seite der Bucht, ueber die lange Bay Bridge erreichbar. Der Anlass war die Graduation (Abschluss High School) des Sohnes von zwei ehemaligen Mitbewohnern von Frau Z. Die kenne ich auch beide, da ich in der WG vor fast 30 Jahren auch das eine oder andere Mal zu Besuch war. Mann, Mann, das waren Zeiten. So lange her, aber doch so präsent in meinem Kopf. Die beiden sind mittlerweile verheiratet und haben zwei Kinder und gehören zu den warmherzigsten Menschen, die ich kenne. Sie haben mich mit solch offenen Armen empfangen, dass ich total gerührt war.


Wie Frau Z prophezeit hatte, gab es ein leckeres Buffet mit Mediterranen Köstlichkeiten. Dazu ausreichend Getränke und total viele nette Leute. Das ist wirklich immer das schöne an Partys in diesem Land. Ich kannte vorher kaum jemand, danach hat man mit jedem mal geplaudert. Ein total kurzweiliger Nachmittag.
Vom Essen durften wir uns noch etwas einpacken, bevor wir kräftig umarmt und fröhlich wieder über die Brücke in die Stadt fuhren.




Zuhause wurde dann erst mal die Bude aufgeräumt und wir sind früh in die Betten gefallen. Keine Ahnung wo auf einmal die ganze Energie herkommt. Ich fuehle mich so gut und freue mich so sehr, dass ich an allem teilnehmen kann, was mir hier geboten wird. Ich hoffe sehr, dass ich von dieser Energie etwas mit nach Hause nehmen kann.