Fahrrad Glück auf 45 Kilometer in San Francisco

Am Dienstag stand noch mal ein absolutes Highlight der Reise an. Ich hatte es schon die ganze Zeit vorgehabt, aber die Woche zuvor war ich viel zu müde und danach waren wir ja unterwegs entlang der Küste.

Obwohl das Wetter kalt, neblig und windig war habe ich es zum Glück dennoch gemacht. Ich habe mir ein Ebike ausgeliehen, fuer einen ganzen Tag.

Gebucht habe ich es online, nachdem ich zuvor etwas recherchiert hatte und die Bewertungen bei Dandyhorse Bikes an der Ecke Haight/Shrader sehr gut waren.

Ich würde dort total freundlich empfangen und bekam eine kurze Einweisung, eine Route per GPS aufs Handy platziert und schon konnte es losgehen.

Die Fahrt führte zunächst durch den Golden Gate Park in Richtung Ocean Beach, dort angekommen, wich ich kurz von der vorgegeben Route ab, um einen kurzen Stop im Java Beach Café einzulegen. Das hatte sentimentale Gründe die sehr privat sind und die ich hier nicht weiter erläutern möchte ;-)

Weiter ging es am laut tösendem Pazifik entlang in Richtung Cliff House und einem wunderschönen Aussichtspunkt namens Lands End. Ich durchquerte den Presidio Park, und näherte mich langsam der Golden Gate Bridge. Schon von weitem hatte man immer wieder tolle Ausblicke auf die leuchtend rote Hängekonstruktion. Der Blick wurde durch den wabernden Nebel noch besser. Die Stadt ist für den Nebel bekannt, vor allem die Sommer sind hier immer wieder neblig und kalt.

Die Route wollte es, dass ich die Brücke mit dem Rad überquerte. Das habe ich gemacht. Die einfache Länge beträgt etwa 3 1/2 Kilometer. Am anderen Ende erwarten eine dann ein schöner Aussichtspunkt mit Fotogarantie. Hier war ich auch schon öfter und alte Erinnerungen werden wieder wach. Die Stadt ist voll davon.

D

Zurück auf der Halbinsel fuhr ich die Küste entlang zu Chrissy Field, einem ehemaligen Militärflughafen und jetzigem Naherholungsgebiet mit Stränden und Grünflächen.

Auf der Weiterfahrt reihte sich Pier an Pier, bis ich schließlich das bekannte Pier 39 erreichte, dass die sogenannte Fishermans Wharf beheimatet. Dort wohnen auch die Seelöwen, die die  Touristen aus aller Welt so gerne besuchen. Und auch ich hatte mir fest vorgenommen, Ihnen nach fast 30 Jahren mal wieder einen Besuch abzustatten. Sie sehen aber auch so drollig aus und machen grossen Lärm. Auch für den Geruchssinn ist etwas dabei, denn es riecht sehr sehr  …  fischig eben. Man könnte ihnen ewig zuschauen bei ihren gesellschaftlichen und zwischenseehundlichen Auseinandersetzungen.

Später auf der Weiterfahrt gab es einen Höllenlärm, die Sirene heulte so laut, dass ich schon das schlimmste befürchtete, eine schwarze interessant aussehende Stahlkonstrukion tat sich auf. Es stellte sich als Brücke heraus, und ich schloss, dass der Lärm wohl das Warnsignal vor dem Hochklappen sein sollte. Ich bekam direkt Mitleid mit den Anwohnern. Aber es war spannend zu beobachten, wie sich der Koloss in die Höhe hob.

Ich kam am Oracle Park vorbei, dem Baseball Stadion der San Francisco Giants, und spaeter auch an der  neugebauten Basketball Arena der Golden State Warriors.

Irgendwann endete die Strecke am Meer und die Fahrt ging wieder stadteinwärts. Ich durchquerte Gegenden in denen ich noch nie war. und leider wurde die Zeit ein bisschen knapp, so dass ich nicht mehr so richtig anhalten wollte und mir die Umgebung genauer ansehen konnte.

Im bekannten Mission District überqierte ich wieder die grosse Market Street und fuhr die letzte Etappe quer durch die schönsten Strassen des Hayes Valley zurueck zum Ausgangspunkt meiner Tour.

Es ging nochmal steil bergauf, aber dank Elektro Unterstützung ging das ganz gut, obwohl man bei den steilen Anstiegen teilweise noch richtig strampeln musste.

Die Tour war insgesamt ca. 45 Kilometer lang, ging über 500 Höhenmeter und hat mit vielen Pausen etwa 5 Stunden gedauert. Gekostet hat der Spass inklusive Tax und Versicherung 85 dollar und es war jeden einzelnen Cent wert. Denn diese Tour war eine der schönsten Dinge, die ich in San Francisco je gemacht habe. Absolutes Wiederholungspotenzal und uneingeschränkte Weiterempfehlung meinerseits.

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