So langsam wird es ernst. Gerade sitze ich in der Lobby des Radisson Blu Hotels in Coimbatore. Ich warte auf das Taxi, welches mich gleich zur Änderungsshneiderin bringt. Dazu gleich mehr.
Nach einer wenig erholsamen Nacht im kalten und feuchten Berghotel in Ooty sind wir heute morgen gegen 9 Uhr aufgebrochen in Richtung Coimbatore. Die Fahrt war mal wieder sehr halsbrecherisch. Dieses Mal ging es Haarnadelkurve fuer Haarnadelkurve bergab. Die Fahrweise ist wirklich absolut gewöhnungsbedürftig. Aber wir haben Vertrauen in das grosse Ganze und schauen aus dem Fenster. Draussen sitzen Horden von Affen auf den Mauern am Straßenrand.
Nach etwa 3 Stunden war der Spuk vorbei und wir erreichten sicher unser Ziel fuer die naechsten 5 Tage.
Im Hotel angekommen, wurden wir direkt ins Brautzimmer gebeten, da dort die ganze Kleidung fuer die internationalen Hochzeitsgäste gelagert ist. Wir machten eine kurze Anprobe. Während bei Kai alles wie angegossen gepasst hat, ging meine Sari Bluse nicht mal ansatzweise zu. Irgendwie scheint etwas mit den Maßen schiefgelaufen zu sein. Die „Bluse“ die nach meiner Einschätzung eher einem knappen Bikinioberteil ähnelte war viel zu klein. Daher steht fuer mich noch besagter Besuch beim Schneider an. Nur soviel sei verraten. Wir werden verdammt gut aussehen ;-)
Jeder von uns bekommt zwei Outfits und beide tragen wir zu verschiedenen Anlässen. Morgen geht es bereits mit ersten Ritualen los. Am Freitag findet dann die eigentliche Hochzeit statt. Selbstredend werde ich fotografieren, bis die Linse platzt.
Kleiner Cut: die Sache mit dem Schneider Besuch fand dann doch sehr viel spaeter statt als geplant. Erst am Abend kurz vor 7 bin ich mit dem Bräutigam und noch einer Freundin der Braut losgefahren. Die Fahrt war mal wieder spannend, denn auf Indiens Strassen gibt es einfach immer was zu gucken. Vor allem am Abend, wenn das Leben auf den ohnehin schon vollen Strassen erst so richtig erwacht.
In einer Seitenstraße machten wir halt, liefen durch ein paar weitere verwinkelte Gässchen in ein noch verwinkelteres Haus und erreichten so die Wohnung der Änderungsschneiderin. Aus meiner Bluse wurden rasch die grosszügigen Saumzugaben rausgenommen und dann ging das Teil wenigstens halbwegs zu. Naja, dann lasse ich das mit dem Atmen eben, dann wirds schon gehen 🤣
Auf dem Rückweg stellten wir gemeinsam fest, dass wir alle seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten. Da wurde spontan beschlossen, noch ins Annapoorna zu gehen. Dem Lieblingsrestaurant der zukünftigen Eheleute. Und nachdem wir dort gegessen haben, wurde mir auch klar, warum das so ist. Das Essen war fantastisch und das Beste, was ich bis jetzt in Indien gegessen habe. Wir haben die Auswahl der Speisen den Profis überlassen und wurden nicht enttäuscht.
So ging der aufregende erste Tag in Coimbatore zuende. Doch das war erst der Anfang. Fortsetzung folgt …









































