Badespass in der Donau

Es war schon wieder Sonntag morgen und unser letzter Tag in Wien. Der Zug fuhr erst um 5 Uhr Nachmittags und so blieb uns noch etwas Zeit, den sommerlichen Tag zu geniessen.

Nach dem Fruehstueck packten wir die Badesachen ein und fuhren mit der U-Bahn zur Station „Alte Donau“. Schon vom Gleis aus konnte man das viele Wasser sehen und die zahlreichen Bootsanleger entlang der Ufer. Wir waren total überrascht, haetten wir doch in einer Großstadt wie Wien niemals so viel Wasser erwartet. Wie toll, fast wie eine Seenlandschaft liegt der Seitenarm der Donau vor uns.

Wir sind ein Stueck gelaufen und entdeckten auf der anderen Seite ein grosses Strandbad. Als wir dort ankamen, stellten wir fest, dass sich der relativ hohe Eintrittspreis nicht gelohnt haette, da wir ja nur mal kurz ins Wasser wollten. Auf dem Hinweg hatten wir bereits eine kleine Badestelle mit Zugangstreppe entdeckt. Also zogen wir uns im öffentlichen Klo um und liefen zurueck zu der kleinen handtuchgrossen Wiese. Das Wasser war herrlich erfrischend und absolut klar. Es waren ueber 30 Grad und so tat die Abkühlung sehr gut.

Auf dem Weg zurück zur U-Bahn goennten wir uns noch ein kühles Getränk in einem schicken Strandrestaurant, bevor wir uns wieder zurueck in die Stadt machten. Es war wirklich toll, ein absoluter Pluspunkt fuer die Stadt und man haette hier den ganzen Tag verbringen koennen.

Zurueck in der Innenstadt liefen wir zielstrebig zu einem der bekanntesten Wiener Kaffeehäuser, dem Café Zentral. Ich wollte einfach noch mal das volle Klischee mit allem drum und dran, inklusive einem Stueck Sachertorte. Aber das wurde nichts. Sonntag Mittag, man haette es sich denken koennen, erwartete uns eine lange Schlange vor dem Eingang. Zeit war knapp also gingen wir in ein weniger klischeehaftes Café um die Ecke. Ein Stueck leckerste Sachertorte gab es dennoch und ich war happy.

Leider war es dann auch schon wieder Zeit, zum Hotel zu gehen und das dort wartende Gepäck abzuholen. Gegen halb 5 waren wir bereits am Wiener Auptbahnhof und deckten uns dort fuer die lange Fahrt mit ein paar Sandwiches und Getränken ein.

Wieder mal dauerte die Fahrt knapp 7 Stunden, aber dank ein bisschen Knitflix war es recht kurzweilig. Kurz vor Ankunft um Mitternacht bin ich sogar eingeschlafen, was dazu führte, dass ich am Bahnhof nur halb schlafwandelnd den weg nach Hause gefunden habe.

Fast vier Tage Wien, was soll ich sagen, es war einfach wundervoll und wir kommen sicher mal wieder.

Im Prater blühn wieder die Bäume

Nach dem Frühstück am Samstag sind wir direkt vom Hotel aus durch unser „Neubau“ Grätzel in Richtung Spittelberg gelaufen. Diese Gegend wird in Reiseberichten gerne auch als der Montmartre von Wien bezeichnet. Natürlich waren wir hier auch schon beim letzten Besuch. Es war Ende März, der Frühling stand vor der Tür und dennoch war es noch so grauselig kalt. Die Wirte hatten in freudiger Erwartung schon Ihre Tische und Stühle zusammengeklappt in den Gassen positioniert, aber die Strassen waren noch menschenleer. Es wehte ein eisiger Wind. Und genau in einer dieser Gassen reifte dann der Wunsch, das alles nochmal im Sommer zu besichtigen, wenn das Leben erwacht ist und irgendwie alles etwas fröhlicher aussieht.

Wir waren begeistert, denn der Plan ging auf und es hat uns gut gefallen. Wir schlenderten durch die Gassen und beschlossen, am Abend zum Essen wieder herzukommen.

Wir liefen weiter in Richtung Volksgarten, wo wir eine kurze Rast in einem Cafe mit lässigem 50er Jahre Charme machten. Mal wieder gönnte sich der Kai einen gespritzten Veltliner und ich erfrischte mich mit einem Eiskaffee. Dazwischen habe ich ein paar Reihen gestrickt und so genossen wir den Tag. Das Wetter war herrlich, nicht zu heiß, etwa 25 – 28 Grad und Sonne und Wolken wechselten sich ab. Perfekt für einen Städtetrip.

Am Rathausplatz war gerade ein mehrwöchiges Film- und Foodfestival und direkt vor dem Rathaus war eine riesige Leinwand aufgebaut. Abends gibt es dort immer Aufführungen. Sommer in der Stadt. Einfach toll. Bei einem der Essensstände holte ich mir Gyozas (vom Thai) und dieses Mal nahmen wir beide einen erfrischenden Weißwein mit Mineralwasser. Das Mischungsverhältnis beträgt in der Regel 2/3 Wasser und 1/3 Wein. Das ergibt einen guten Trinkfluss ;-) Wir setzten uns ins Grüne und beobachteten die Menschen und das Treiben im Allgemeinen.

Nach der Stärkung sind wir mit der Bahn weiter zum Prater gefahren. Da wollte ich auch gerne noch mal hin, obwohl ich im Nachhinein sagen muß, dass wir uns das auch hätten sparen können. Das schöne Wiener Riesenrad mit den roten Gondeln ist sehenswert, der Rest des Parks ist nicht weiter erwähnenswert, moment, doch … vielleicht das Kettenkarussel, welches sich in schnwindelnde Höhe nach oben schraubt. Da wird mir schon vom Zuschauen ganz blümerant.

Am späten Nachmittag hat sich Kai nochmal einen Besuch in der Strandbar Herrmann gewünscht, da waren wir ja bereits am 1. Tag. Die Atmosphäre am Kanal in der sommerlichen Abendstimmung ist aber auch einfach toll. Liegestühle aufgeklappt und mit Aperol Spritz in der Hand freuten wir uns, dass wir es so schön haben.

Als dann die Mägen hörbar zu knurren anfingen, war es Zeit auf Nahrungssuche zu gehen. Wir hatten ja bereits den Spittelberg ins Auge gefasst, dachten aber falls uns auf dem Weg was schönes ins Auge sticht … tat es aber nicht und so fuhr uns die Bahn direkt zum Ausgangspunkt von heute morgen. Wir landeten bei Witwe Bolte. Das kleine Lokal lag etwas zurückgesetzt von der Spittelgasse und hatte einen tollen gemütlichen Vorplatz. Wir hatten Glück und bekamen sogar noch einen freien Tisch. Für den letzten Abend gönnten wir uns jeder ein 3-Gang-Menü, welches mit allerlei österreichischen Spezialitäten gespickt war. Frittatensuppe, Tafelspitz, Wiener Schnitzel und zum Nachtisch gab es Palatschinken oder Kaiserschmarrn. Und es war wirklich alles ausgesprochen lecker. Schöner konnte man nicht sitzen, mitten in Wien, der wunderschönen Stadt an der Donau.

Es lebe der Zentralfriedhof …

… und olle seine Toten

Der Eintritt is‘ für Lebende

Heit‘ ausnahmslos verboten …

(Wolfgang Ambros)

Freitag konnten wir endlich wieder ausschlafen, es lagen drei entspannte Tage vor uns. Nach dem leckeren Frühstücksbuffet im Hotel sind wir direkt mit der Bahn in Richtung Naschmarkt aufgebrochen. Hier waren wie vor 10 Jahren auch nochmal, aber die ganzen Restaurants waren fast alle geschlossen. Dieses Mal war das natürlich anders, und wir bedauerten die noch vom Frühstück vollen Mägen. So gab es nur eine Melange für mich und einen Veltlinerspritzer für Kai. Das Wetter war etwas kühler als am Vortag und die Sonne wollte sich auch noch nicht so recht zeigen.

Anschließend brachen wir auf in Richtung Simmering, um uns den bekannten Wiener Zentralfriedhof genauer anzuschauen. Wir stiegen am Tor 2 aus der Bahn und waren erstmal erstaunt, daß es dort einen Souvenirshop und ein Kaffeehaus gibt. Hätte mir fast ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift (siehe Beitragstitel) gekauft. Fand ich als Tochter einer Bestatterfamilie angemessen. Leider war der Schriftzug in „Comic Sans“ verfasst und das hielt mich dann davon ab ;-)

Wir kauften uns für zwei Euro einen Übersichtsplan, denn die Anlage ist riesengross. Man kann dort Elektrofahrräder leihen und eine markierte Joggingstrecke gibt es auch. Ich mag Friedhöfe sehr. Im Allgemeinen stimmt einen der Besuch dort meist sehr nachdenklich. Man streift an alten Grabmälern vorbei, die mal prunkvoll und dann auch wieder ganz einfach daherkommen. Man liest die Inschriften und errechnet die Lebenszeit, wenn das Geburtsdatum und das Sterbedatum dicht beieinander liegen. Irgendwann kommen wir bei den Musikern vorbei, Beethofen, Mozart, Strauss … wobei es bei einigen doch eher Ehrengrabmäler sind als letzte Ruhestätte.

Danach liefen wir rüber zu den österreichischen Volksschauspielern, die ich vor allem aus dem Fernsehen der 70er Jahre kenne, als die alten Schinken in ZDF und ARD so manchen Sonntag im familiären Wohnzimmer flimmerten. Theo Lingen, Hans Moser, Paul Hörbiger … ich fühle mich um Jahre zurückversetzt.

Ein paar Gräber daneben haben wir Udo Jürgens und sein Marmorklavier besucht. Etwas weiter hinten in der „Gruppe“ 40 liegt Falco begraben, der auch heute noch als österreichs größter Popstar aller Zeiten gilt. Seine Hits sind unvergessene Begleiter meiner Jugend.

Nach dem doch recht langen Spaziergang sind wir dann noch in das Café gegangen und haben und die Vormittagskombination (Melange/Weinspritzer) noch mal gegönnt, wobei es für mich noch ein leckeres Stück Erdbeertorte gab. Es war mittlerweile schon später Nachmittag.

Auf dem Heimweg sind wir nochmal bei der U-Bahn Haltestelle Stubentor ausgestiegen, um in einer Straße namens „Wollzeile“ eine kleine feine Papeterie zu besuchen, die ich bereits am Vorabend im geschlossenen Zustand entdeckt hatte. Ein paar sehr schöne Kleinigkeiten konnte ich für mein zweitliebstes Hobby, dem Journaling, ergattern.

Nach einer kurzen Ruhephase im Hotel sind wir später noch ums Eck gelaufen, denn wir waren ja im 7. Bezirk, dem „Neubau“, und ich hatte gelesen, daß dies ein wirklich schönes „Grätzel“ ist. Ein gemütliches Altbauviertel mit zahlreichen Kaffees, Restaurants und tollen Geschäften. Direkt ums Eck wurden wir bereits fündig und kehrten im „Mitzitant“ ein. Ein nette Nachbarschaftskneipe mit viel Lokalkolorit. Ich bestellte mir einen steirischen Backhendlsalat und Kai kann vom panierten Fleisch nicht genug bekommen, dieses Mal gab es Cordon Bleu. Der anschließende Kaiserschmarrn, der bei den Köchen wegen der schon späten Stunde nicht auf Begeisterung stieß, bekam in meiner offiziellen Schmarrnskala von 1-10 ganze 8 Punkte. Sehr sehr lecker war der.

Wien im Sommer

Vor fast genau zehn Jahren waren wir schon mal in der österreichischen Hauptstadt an der Donau. Damals war es allerdings Ende März und dermassen eisig und kalt, dass man nur dick eingemummelt die leeren Gassen der wunderschönen Stadt durchstreifen kon. Schon damals haben wir beschlossen, das alles mal im Sommer zu erkunden.

Gestern morgen klingelte der Wecker unbarmherzig um kurz vor 5. Müde sind wir zum Bahnhof gelaufen, denn bereits um 6.00 Uhr ging der Zug direkt vom Hauptbahnhof Frankfurt nach Wien. Die Fahrt dauerte zwar fast 7 Stunden, aber mit ein bisschen Netflix und Stricken kriegt man das auch rum. So werden wir in Zukunft sicher noch andere Städte erkunden, die man direkt (ohne Umsteigen) von Frankfurt aus mit der Bahn erreichen kann.

Um 1 Uhr mittags waren wir dann endlich da und es gab erst mal etwas Verwirrung mit der Wochenkarte fuer die Bahn, hat doch der Automat die Karte fuer die nächste Woche ausgespuckt. Aber wir konnten sie umtauschen. Eine Wochenkarte lohnt sich bereits bei 4 Tagen Nutzung.

Wir residieren im Flemings Hotel am Westbahnhof. Dort angekommen musste ich erst mal meine Schlafreserven auffüllen, währen Kai die vollverglaste Dusche mitten im Zimmer ausgiebig genutzt hat. Lustig ist das.

Danach aber endlich raus in die Stadt. Mit der U3 sind wir direkt ins Herz des 1. Bezirks gefahren und haben dort den Stephansdom bewundert. So ein Wahrzeichen am Anfang einer Städtetour bringt einen direkt in Stimmung fuer die Stadt. Und weil es so leer war sind wir direkt die 343 Stufen auf den Südturm gestiegen. Das war sehr schweisstreibend aber man wurde mit einem schönen Rundumblick belohnt.

Danach sind wir etwas raus aus dem Zentrum in Richtung Kanal gelaufen. Als der Aperol Spritz Preis endlich auf annehmbare 5.80 Euro gesunken ist, gab es dann auch den ersten Aperitiv des Tages.

Weiter ging es zum sogenannten Bermudadreieck, einem Kneipenviertel in der Altstadt, bis wir vorne am Kanal angekommen sind. Nach einem kurzen Spaziergang sind wir auf die Strandbar Hermanns gestoßen und fanden dort zwei wundervolle Plätze am Wasser mit Liegestühlen und lässiger Sundowner Stimmung. Das war ganz hervorragend.

Kai hat uns dann ein Restaurant fuer den Abend erschnueffelt. Direkt am Radetzkiplatz fand er ein Lokal mit heimischen Spezialitäten und einer wunderschönen Aussenterrasse. Fuer mich gab es ein Schwammerlgulasch mit Knödeln und fuer Kai die sog. Schweinsfledermaus mit Preiselbeeren und Krautsalat. Beides sehr lecker und so schlenderten wir mit gut gefüllten Mägen durch die belebten Gassen der Altstadt bis zur U-Bahn am Stephansdom. Wien im Sommer, so hatten wir uns das vorgestellt ❤️

Raus aus dem Winterschlaf

Vor der Reise hatte ich gross angekündigt, ich wuerde mal wieder ein bisschen Blog schreiben. Aber dann hatte ich irgendwie keine Lust. Ich weiss nicht ob es an meiner allgemeinen Müdigkeit lag. Naja mal schauen, vielleicht wird aus diesem Geschreibsel noch ein echter Blogbeitrag.

Schon seit Monaten habe wir uns im kalten Deutschland (mit endlos scheinendem Lockdown) ausgemalt, wie es sein wird, endlich wieder auf Reisen zu gehen. Herr C. hat sehnsüchtig das gesamte Internet abgegrast. Zwischen den aktuellen Meldungen, Inzidenzen und nicht immer ganz logisch scheinenden Regularien hat er dann irgendwann diese kleine Kurzreise zusammengebucht. Ich wollte es bis zum Schluss nicht glauben, dass es tatsächlich losgeht.
Aber der Tag rückte näher und so kam es dann, dass wir am letzten Mittwoch um die Mittagszeit im Flieger nach Athen saßen, um dann kurzerhand noch den Anschlussflug auf das wunderschöne Korfu zu erreichen.

Die Einreise ging schnell, mehrfach durften wir den gelben Impfausweis vorzeigen und zügig konnten wir den Mietwagen in Empfang nehmen.

Gelandet sind wir schließlich in einer kleinen Pension direkt am Meer in Palaiokastrítsa, wo wir besonders nett von unserem Gastwirt Nikos begrüsst wurden.
Wir bezogen ein kleines Apartment mit Südbalkon und fantastischem Blick auf eine kleine Bucht. Das Wasser schimmert smaragdgruen und der Himmel klarte gerade wieder auf nach einem kleinen Regenguss.
Es war bereits spät und wir waren heilfroh, noch ein leckeres griechisches Mahl in einem geöffneten Restaurant zu bekommen. Der Kellner hatte seine Gäste wohl auch vermisst und plapperte freundlich drauf los. Wir erfuhren allerlei über den langsam wieder aufkeimenden Tourismus im Land, und dass aufgrund der aktuellen Lage keine Musik im Lokal gespielt werden dürfte.
Die Touristendichte auf der Insel ist überschaubar. So richtig voll ist es definitiv noch nicht. Es fuehlt sich eher wie die Nebensaison Ende Oktober an. Viele Lokale haben noch gar nicht geöffnet, und die die es schon gewagt haben, freuen sich ueber jeden Gast. Ich freue mich fuer alle in der Touristik arbeitenden Menschen, dass es so langsam wieder losgeht. Und dir griechischen Katzen scheinen sich zu freuen, dass sie endlich wieder ein paar Essensreste abstauben können.

Zusammengefasst kann ich vermelden, die letzten Tage waren wunderschön. Es tat so gut, die leeren Batterien wieder ein bisschen aufzuladen und den Tapetenwechsel zu genießen.

Ich will gar nicht so rumjammern, wir sind eigentlich ganz gut durch diese merkwürdige Zeit gekommen, haben immer versucht, das beste daraus zu machen. Online Stricktreffen oder gesellige Abende mit Freunden, imaginäre Kinoabende zuhause und viele Spaziergänge durch eine geschlossene Stadt. Wir Strickerinnen haben immer gelacht, fuer so einen Lockdown haben wir ja all die Jahre trainiert und Wolle angesammelt ;-) oh, ich schweife ab…

Wir waren jeden Vormittag am Strand und sind im kalten kristallklaren Wasser geschwommen. Nachmittags haben wir immer etwas unternommen. Einmal sind wir zur kleinen Schmetterlingsbucht gewandert, an einem anderen Tag waren wir in der malerischen Altstadt von Korfu wo ich uns während eines kurzen heftigen Regengusses ein gemütliches Plaetzchen unterm Bogengang in einem kleinen netten Lokal erschnueffelt habe. Bestes Merkmal, die Speisekarte passt auf eine A4 Seite und enthält keine Fotos 

Gestern sind wir am Nachmittag noch mal ganz hoch in den Norden der Insel gefahren, wo wir uns auf einer kleinen Wanderung die schönsten Ausblicke auf das Kap Drastis ermöglicht haben. Unbedingt empfehlenswert.

Korfu ist grün. So grün wie sonst keine der griechischen Inseln. Überall summt und brummt es und es macht grosse Freude, die wunderschöne Landschaft zu genießen.

Leider sitzen wir, während ich das hier schreibe, bereits wieder im Flugzeug auf dem Weg nach Frankfurt. Es ging wie immer viel zu schnell. Ich hoffe aber sehr, dass uns diese schoenen Erinnerungen durch den Sommer tragen. Bis Ende August müssen diese, gemischt mit einer Portion Vorfreude reichen. Denn dann  brechen wir erneut auf, es wird wieder nach Italien gehen. Ich freu mich.

Nachtrag: Wir sind wieder glücklich gelandet und als ich mein Handy angemacht habe, erreichte mich eine Nachricht von meiner Schwägerin. Sie gratuliert uns zu unserem 6. Hochzeitstag. Wir mussten beide lachen, denn im Eifer Abreisegefechts hatten wir es total vergessen. Das verflixte 7. Jahr fängt ja gut an … 🤣

Zwischenbilanz ;-)

Bis jetzt kann ich nicht klagen, das Jahr ist soweit ganz gut gelaufen :-D

Gestern haben wir trotz leichtem Kater die Schweiz in Richtung Bodensee verlassen. Das Abschiedsfrühstück bei Familie E. haben wir noch mit viel Gelächter und Geschmunzel über den vergangenen Silvesterabend genossen. Danach gings los durch die wunderschöne und sonnige Schweizer Bergwelt. Leider wurde es in Richtung Deutschland immer suppiger … erst kurz vor unserem Ziel klarte der Himmel wieder etwas aus und wir konnten noch einen romantischen *seufz* Sonnenuntergang mitnehmen.

Wir haben uns kurz Mersburg angeschaut und sind anschließend nach Überlingen ins Parkhotel Sankt Leonhard gefahren. Dort gabs endlich die wohltuende Sauna.

In der fast ausgestorbenenen Überlinger Innenstadt haben wir später mit etwas Glück noch eine offene Gaststätte gefunden, wo wir leckere schwäbische Maultaschen und Kässpätzle gegessen haben. Yum, yum.

Heute morgen gab es das von Herrn C. sehnlichst erwartete Frühstücksbüffet. Darauf lässt er nichts kommen und wehe wir stehen nicht zeitig auf. Er hat übrigens seine Badehose vergessen und so musste ich morgens alleine im nur von ein paar Rentnern beschwommenen Pool meine Bahnen ziehen.

Vorhin haben wir uns noch ein bisschen in der sehr pittoresken Innenstadt von Überlingen umgeschaut, ein wirklich sehr schönes Café entdeckt und ausprobiert. Und weil dort so viele gemütliche Felle auf den Stühlen lagen, habe ich mir auf dem Rückweg ein sehr dekoratives graues Fell im Spontankaufmodus gegönnt. Auf dem sitze ich nun im Auto und es ist herrlich warm.

Apropos Auto. Gerade sind wir von der Autobahn abgefahren und befinden uns im Landeanflug.

Silvesterkracher 

An manchen Tagen passt es einfach. Gestern war auf jeden Fall so ein Tag.  Natürlich hätten we uns gefreut, wenn es in den Bergen ein wenig Schnee gegeben hätte, aber die Sonne schien so perfekt vom Himmel, das hat in vollstem Umfang entschädigt. Nachdem wir gestern dann Nachmittags wieder vom Berg runter sind, haben alle erst mal noch etwas Kraft getankt und man hörte kollektives Schnarchen durch die Berghütte surren. Nach dem Aufwachen haben wir uns etwas hübsch gemacht und uns dann um 5 zum Apero getroffen.

Danach sind wir zu viert durch die Nacht rauf auf die Mittelstation gefahren … ein perfekter Sternenhimmel, vereinzelte Lichter in den Bergen und wir haben lauthals Halleluja mitgesungen. Alleine dieser Moment war schon magisch und zauberhaft.

Oben in der Mittelstationshütte trafen wir dann auf die anderen und es gab einen weiteren Apero. Danach nahm dann der Abend bei extrem leckerem Büffet und sehr viel Wein seinen Lauf. Für die Beschallung hat ein Alleinunterhalter im orangefarbenen Showhemd gesorgt. Nun bin ich ja nicht so die Schlagermaus, und die Qualitäten eines Alleinunterhalters haben mich noch nie wirklich überzeugt. Ich hatte also die Wahl, entweder  die Hände in den Hosentaschen vergraben und von Indiekonzerten erzählen, oder ganz Konfuziusartig die Vögel mit dem Wind ziehen lassen. Letzteres war meine Wahl und so entschied ich bereits zu Beginn und nach nur wenigen Glas Wein, unseren Tisch zu der kleinen Kneipe von Peter Alexander zum fröhlichen Schunkeln zu animieren. Und es ward großartig und so feierten alt und jung, groß und klein mal singend, mal tanzend und immer gut gelaunt einen wirklich außergewöhnlich schönen Start ins neue Jahr 2017

Jahresendglück

Ein schöner Tag war das gestern mal wieder. Nach einem gemütlichen langen Frühstück sind wir so gegen halb eins aufgebrochen und bei zunächst vernebelter Landschaft bis zum Pfändertunnel gefahren. Kaum auf der anderen Seite angekommen riss der Himmel auf und die Berge wurden sichtbar. Strahlender Sonnenschein.

In kürzester Zeit haben wir unser Ziel erreicht und sind an der Talstation gleich in den Sessellift umgestiegen. Oben angekommen wurden wir bereits freudig von unserer Gastgeberin empfangen und haben uns direkt zum Apres Ski begeben. In der Muntaniala Bar auf dem Piz Mindaun haben wir leckere heiße Getränke genossen.

Heute am Silvestermorgen lacht uns wieder die Sonne entgegen und nach dem Frühstück sind wir direkt wieder zur Bar zurückgefahren. Aktuell sitzen wir auf gemütlichen Liegestühlen in der Sonne bei herrlichem Bergpanorama und genießen eins dieser Heißgetränke, welches passend im Strickbecher gereicht wird. Perfekt geht es gerade einfach nicht. Heute Abend feiern wir genau hier Silvester. Ich bin gespannt und voller Vorfreude.

Heimatliebe 

Gestern Abend war es wirklich mal wieder ausgesprochen schön. Dieser Geburtstag hat einfach was und mir würde wirklich etwas fehlen, wenn Frau M. sich irgendwann entscheiden würde, ihren Ehrentag nur im Kreise ihrer engsten Familie zu begehen. Ich habe sogar mein Strickzeug ausgepackt und so ganz nebenbei fast den Body von „Il Grande Favorito“ fertig gestrickt.

Heute früh haben wir dann bis 8 Uhr geschlafen und konnten es gar nicht so recht glauben. Die Katzen haben wir ja noch bei Oma und Opa in Alsfeld gelassen, und daher gab es heute morgen keinen Katzenwecker, kein auf dem Bauch rumtreteln oder durchs Gesicht lecken ab halb sechs Uhr morgens. War ja auch mal schön ;-)

Nach dem Aufstehen ging dann schon das hektische Treiben los, fertig gepackt und schnell gefrühstückt und um viertel nach 11 saßen wir dann endlich im Auto. Bei strahlendem Sonnenschein und erstaunlich wenig Verkehr habe wir in nur knapp 4 Stunden diese unglaublich schöne Behausung von Frau K. und Familie erreicht.

Frau K. Und ich haben uns während des Architekturstudiums in München kennengelernt. Jetzt lebt sie mit Mann und zwei sehr hübschen Kindern im Hinterland des Bodensees. Vor kurzem hat sie sich in Markdorf einen Lebenstraum erfüllt, und sich mit einem Laden für unverpackte Lebensmittel mit angeschlossener kleiner Kaffee- und Smoothiebar selbständig gemacht. Wir sind gleich mal in den Laden gefahren und haben es uns in der gemütlichen Sitzecke mit leckeren Cappuccino und selbstgebackenen Muffins bequem gemacht. Natürchlich habe ich die Lokalität gleich auf ihre Strickbarkeit getestet. So toll. Wenn ich hier wohnen würde, würde ich sofort einen kleinen Strickzirkel ins Leben rufen.

Ich muss auch sagen, ich bin mächtig beeindruckt, mit welcher Professionalität sie diesen Laden aufgezogen hat und wie wunderschön alles gestaltet ist, da bekommt man direkt Lust, ein Wollgeschäft  aufzumachen ;-) Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg mit dem tollen Laden.  Bei all der Globalisierung und Vereinheitlichung der Innenstädte braucht es einfach solche kleinen individuellen Besonderheiten.