Verwirrung

Heute Morgen hat Figo es sehr sehr spannend gemacht. Zunächst mal muß man sagen, daß wirklich große Verwirrung herrschte … zumindest aus Katzensicht. Eigentlich hat Herrchen schon mit den Metallschalen für das richtige Frühstück geklappert. Aber dann fiel uns ein … herrje, wir müssen noch das Figorakel befragen. Also mußten die Katzen den Raum verlassen, damit wir alles vorbereiten können.
Figo betrat den Raum, schaute sich zunächst um, erspähte seinen Metallnapf … aber wir führten ihn zu den kleinen Orakelschälchen. Er fing mit dem deutschen Napf an und wechselte von da an hin und her … und hin und her … es war sehr spannend. Und auf einmal, noch nie dagewesen … verließ er das Feld und schaute wieder sehnsüchtig auf die Metallschale. Wir waren zunächst verwirrt, denn er hat gar kein Schälchen ganz leer gefressen.
 
 
Aber dann ist es uns gedämmert … *hautsichvordenkopf* … klar, er hat das Ergebnis orakelt.
3:1 … leuchtet ein, oder?


Für die, denen das Ergebnisorakeln dann doch zu unsicher ist, sei gesagt, daß er nach der Hauptmahlzeit noch mal zurück geschlendert ist und dann wiederum den deutschen Napf leergeputzt hat. Also eins ist klar. Deutschland wird gewinnen. Wenn jetzt noch das Ergebnis stimmt, ich schwöre es, dann fange ich an zu wetten!!! ;-)

Genug geredet

Manchmal gibt es Tage, an denen scheint das eigene Leben perfekt zu sein … vielleicht ist es auch nur ein kleiner Moment des vollkommenen Glücks, der Zufriedenseins, des Gefühls, die Welt umarmen zu können. Gestern Abend jedenfalls gab es diesen Moment, für mich, für uns …
Zur Halbzeitpause im gestrigen 1. Spiel bin ich zum Kleiderschrank und habe erstmal den Inhalt genauer inspiziert. Meine Sportklamotten lagen gewaschen und fein säuberlich gefaltet auf einem Stapel in der hintersten Ecke im Regalfach, seit Monaten ungenutzt, irgendjemand muß sie heimlich kleiner genäht haben *brüller ;-)* naja, egal, angezwercheltzogen … schnell noch ein paar Sportsocken und dann die Laufschuhe verzurrt.
So sind wir beide gestern Abend an den Main gelaufen, die Luft war so klar, der Abend war herrlich … überall waren Läufer und sogar eine Aerobic Gruppe tanzte im Freien zu lauter Partymusik. Es war einfach großartig, sich unauffällig in dieses Treiben einzureihen und einfach loszulaufen. Nicht besonders schnell, nicht besonders weit. Für ca. 1,5 km habe ich wahrscheinlich eine knappe halbe Stunde benötigt, das Bein immer noch leicht humpelnd … aber mir hat nix wehgetan. Zuvor in der Physiotherapie habe ich mir noch das OK für diese Aktion geben lassen und ich wurde sogar in meinem Vorhaben bekräftigt.



Ja, das wars … mehr gab es eigentlich nicht, gar nicht so spektakulär. Aber wenn einem Ärzte sagen, daß diese ganze Affenaktion meinen Fuß, wenn nicht sogar mein Bein hätten kosten können, dann wird daraus vielleicht doch etwas größeres. Und ganz nebenbei war dies vielleicht auch der Startschuss für das Mallorca-Vorhaben (auweia).

Huiuiui … jetzt fängt dieser Beitrag gleich an zu triefen ;-)

Also jetzt dann etwas sachlicher. Am Samstag waren wir zum Grillen in Bonames eingeladen und ich bin gefahren … jaaaaaaa … gefahren, Auto. Kai hat sich ja so ein Loch in den Bauch gefreut, daß er dann auf der Party einen heben durfte :-) Seit Montag fahre ich dann auch wieder mit dem Auto zur Arbeit und es läuft wirklich sehr gut, die Beweglichkeit des Fußes ist in jedem Fall fast wieder vollkommen hergestellt. Ein bisschen vermisse ich ja sogar das Zugfahren, denn während dem Autofahren kann man ja so schlecht stricken ;-) Aber dennoch, es gibt einem wieder ein Stück Freiheit und Normalität zurück.

Heute Abend treffe ich mich mit einer Frau, von der mir meine Physiotherapeutin erzählt hat, sie hat angeblich gleiches, in Bezug auf die Hauttransplantation und die Narbe erlebt. Andere Ursache, gleiche Wirkung. Ich sagte dann, ob Sie die Dame mal fragen kann, ob diese an einem Kontakt und lebhaftem Austausch interessiert sei. Sie war es … stellt sich raus, sie wohnt nur ein paar Häuser weiter in der gleichen Straße … Zufälle gibt’s. Naja, jedenfalls haben wir letzte Woche sehr nett telefoniert und uns für heute Abend auf ein Glas Wein verabredet. Bin mal gespannt, was sie so alles erlebt hat. Ob sie wohl meine Affenstory toppen kann? ;-)

Ach ja und dann noch ein großes Lob an das Figorakel, unseren kleinen WM Helden.
Freitag Abend ist es wieder soweit, dann muß er wieder ran, er hat schon gefragt, ob er noch etwas mehr im Napf haben könnte, damit er eine eventuelle Verlängerung und auch das Elfmeterschießen herausschmecken könnte.

Figodamus

Langsam wird mir das Figorakel wirklich unheimlich. War ja vollkommen klar, die Sache zum Schluss mit der Flagge. Er hat uns so viele Zeichen gegeben und wir waren nicht auf Anhieb in der Lage, sie zu deuten. Tatsache ist, er hat mal wieder recht behalten ;-)

Heute ist der letzte Tag meiner Wiedereingliederung, und auch der letzte Tag mit der Bahn. Gestern ist der komplette Zug ausgefallen. Ich musste dann mit der s-Bahn fahren und war letztendlich genau eine Stunde später an der Arbeit :-(
Eigentlich mag ich ja die zugfahrerei … die Gespräche der Generationen im Zug belauschen, das morgendliche Gewimmel am Bahnhof, die Spaziergänge durch den Bad nauheimer Kurpark, zusätzliche Strickzeit. All das ist wirklich nett, was es aber dann doch unerträglich macht, sind diese Unzuverlässigkeit. Hier mal eine halbe Stunde, eine ganze Stunde … und das mindestens zwei mal die Woche. Echt Schade. Am Wochenende werde ich mich wieder ins Auto setzen, nach fünfmonatiger Abstinenz. Hoffentlich kann ich es noch. 

Offene Fragen

Heute morgen hat uns das Figorakel Rätsel aufgegeben. Irgendwie sind seine Zeichen schwer zu deuten. Zunächst ist er direkt zum deutschen Napf gestürmt, schnüffelt … und wendet sich sofort ab, um anschließend das US Töpfchen ratzeputz leer zu futtern. Kein schönes Ergebnis, aber eindeutig! Dachten wir. Kurze Zeit später erfolgen aus dem Flur die bekannten blasebalgartigen Würgegeräusche, wie sie nur im Endlosmagen einer Katze entstehen können. Normalerweise ist lilo für das Frühkotzen zuständig, aber … oh wunder … in hohem Bogen landete das noch weitgehend unverdaute US amerikanische Trockenfutter auf dem alten Eichenparkett. Was ist passiert. Hat das Figorakel nur seine Pflicht getan und ihm hat diese unangenehme Aufgabe schwer im Magen gelegen? Oder bedeutet das am Ende doch ein Unentschieden? 
Fest steht, dass er Minuten später versöhnlich auf der deutschlandflagge lag, die Kai bereits als Vorbereitung für das Freundeviewing dort hingelegt hatte. Wie ist denn das nun wieder zu deuten???
Gute Neuigkeiten gibt es dann doch noch. Am Dienstag nachmittag war ich beim Arzt, um mal wieder Beinchen zu heben … und er war restlos begeistert von dem, was er sah. Und das beste daran, ich darf ab sofort wieder Autofahren!!! Ich bin sehr glücklich darüber. Die übliche mittwochsstörung der Bahn (gestern 25 Minuten wegen Signalstörungen am Bahnhof Ginnheim) gehören bald wieder der Vergangenheit an … Kai freut sich schon, dann darf ich nämlich demnächst auch mal wieder das Auto nach Hause lenken, während er sich dann unbekümmert ein weiteres Schöppchen reinpfeift :-) 

Der Kai.der lässt das Reisen nicht

Jeden morgen am Bahnhof. Das bedeutet auch, jeden morgen neue Reisende zu sehen, beladen teilweise mit überdimensionalen Rollkoffer schauen sie auf Anzeigetafeln, trinken bereits am frühen Morgen ein Gläschen Sekt oder ziehen noch bargeldreserven aus dem Geldautomat. Wie ich Sie beneide ;-) … seit unserem unsanften Abbruch unseres Abenteuers fühlen wir uns immer noch so extrem unausgereist. Nie war unser Fernweh größer als jetzt. 

Aus diesem Grund … und weil mein Arbeitgeber „gefordert“ hat, den gesamten Jahresurlaub für die nächsten 25 Jahre (ok, jetzt übertreibe ich ;-) also für dieses Jahr, bereits am Jahresanfang festzulegen … also nur deswegen … haben wir das letzte Wochenende genutzt, um dieser Forderung nachzukommen :-) Wir freuen uns soooooo!!!! 

Große Erwartungen

Gestern Morgen hat Kai den Hochzeitskaspar gefrühstückt. Spontan hatten wir uns nämlich am Feiertag dazu entschlosssen, am Samstag in meine Heimat Alsfeld zu fahren, um mit meinen Eltern beim gemeinsamen Familien-Viewing unsere Mannschaft im fernen Brasilien zu unterstützen. 
Alsfeld … ja, da war doch was – richtig … wir wollen im nächsten Jahr heiraten. 
Daß die Hochzeit mit 99,99%iger Wahrscheinlichkeit in Alsfeld stattfinden soll, hatten wir uns nämlich schon vor längerer Zeit überlegt und sind uns auch beide einig darüber. Für mich sowieso schön, da mich mit der Kleinstadt in Oberhessen, in der ich geboren und aufgewachsen bin immer noch emotional viel verbindet. Und Kais Geburtsort Sao Paolo … das wäre wahrscheinlich zu teuer ;-)
Zugegeben, wir leben beide in Frankfurt … aber aus irgendeinem Grund … also Freunde nun kommt schon … um auch den letzten Zweifler zu überzeugen, hier unten ein Bild vom historischen Marktplatz als kleines Häppchen :-)
Wie schon erwähnt, wachte Kai gestern auf und fing plötzlich an von diesem Tag zu reden, als Anforderungsmanager ist die grundsätzliche Aufgabenstellung schnell erfaßt: am Ende dieses Tages wollen wir rechtmäßig verbundene Eheleute sein. Aber der Teufel steckt wie immer im Detail, wann, wo, wie, wieviel … hinter jedem kleinen Wörtchen stecken unendliche viele Möglichkeiten und Ideen. 
Samstag vormittag sind wir es dann angegangen, viertel vor 2, kurz vor Geschäftsschluß in Alsfeld sind wir beim örtlichen Juwelier eingelaufen, um uns Eheringe anzuschauen ;-) Jetzt mal echt, scheint knapp, aber ob man es jetzt glaubt oder nicht, wir wurden fündig … so fündig sogar, daß wir beide uns innerhalb von 5 Minuten einig waren und sie dann trotzdem noch nicht bestellt haben. Aber wenn man dann einen Ring am Finger trägt, bei dem man sofort weiß, der und kein anderer! Ich denke die Sache ist klar. Nächster Punkt, die Location. Das wird schon schwieriger. Mein Herz schlägt für ein halb verfallenes Schloßambiente hoch auf dem Hügel am Rande von Alsfeld. Dort gibt es einen Raum mit der notwndigen Infrastruktur, einen tollen Freibereich … und wenn jeder Gast einen Nudelsalat mitbringt, dann hätten wir auch alle was zu essen;-) Getränke auf Kommission vom Schluckspecht … ein paar Kerzen und ein bisschen Deko … Herz was willste mehr. 
Als nächster Punkt, und das ist tatsächlich gar nicht so einfach … die Gästeliste … *hust* … wir haben nur mal die Personen aufgeschrieben, die uns beiden wirklich wichtig sind … aber jetzt mal echt, alleine für die Caminadas muß man ja die Alsfelder Stadthalle bereitstellen ;-) … aber egal … hauptsache wir können ein Ereignis feiern, das uns beiden sehr am Herzen liegt, mit einem ganzen Haufen Menschen … die uns sehr am Herzen liegen :-)

Mittwochsdefekt

Ich würde sagen, dass Figorakel hat ganze Arbeit geleistet. Er hat nicht nur den Sieger herausgeschmeckt, er hat sogar den exakten spielverlauf vorhergesagt. Indem er nämlich zunächst zielsicher zum portugiesischen Napf gestürmt ist, hat er die erste und einzige große Chance von Ronaldos Mannen erkannt, danach bediente er sich aber ausschließlich aus dem Napf mit der deutschen Fahne. Klar, dass er den dann nicht mehr aus den Augen gelassen hat … Merkste was ;-)?

Kai dafür am gestrigen Abend: 

Ich sitze derweil mal wieder am Bahnhof und kann nur mit dem Kopf schütteln. 20 Minuten Verspätung wegen einer technischen Störung des Zuges. Wie letzten Mittwoch … und den Mittwoch davor … kann man hier schon von einer geheimnisvollen Serie sprechen? Ich werde das im Auge behalten … ich habe ja noch einen Mittwoch. 
Heute Nachmittag will ich mal wieder zum Arzt, zur Nachkontrolle. Außerdem würde ich gerne wissen, ob das Autofahren so langsam wieder gestattet ist. Das wäre nämlich sehr schön. Ein weiteres Stück Unabhängigkeit! 

Figorakel

Hier nun das, zugegebenermaßen, äußerst dilettantisch gedrehte und nicht ganz unparteiische ;-) Video des Figorakels. Figo, der ja nach Luis Figo benannt wurde ist sogleich zielstrebig auf das Töpfchen von Portugal zugestürmt … aber er ist eben auch nur eine Katze und läßt sich sehr leicht manipulieren … könnte aber auch den Sieg für Deutschland durch einen ungerechtfertigten Elfmeter bedeuten ;-)