Finalwochenende

War das ein Wochenende!!! Einfach schön. Mit ganz lieben Besuch aus dem fernen San Francisco, mit dem wir so wundervolle Stunden verbracht haben … und natürlich geprägt von diesem einzigartigen Finale gestern Abend. 

Wir haben mal wieder im WM-Studio Koerting in Bad Homburg geschaut, dort haben wir auch schon gemeinsam gegen die USA und Algerien gefiebert. Gestern gab es sogar einen fetten Beamer … meine Nerven haben zwischenzeitlich fast schlapp gemacht, ich konnte einfach nicht mehr hinschauen. Die letzten Minuten nach dem Tor waren soooooo spannend … und dann die große Freude. Weltmeister! Yeah! 
Gegen halb zwei waren wir zuhause und konnten nur knapp einem mächtigen Autocorso entgehen. Heute dann auch etwas müde, wofür selbst die Bauherren vollstes Verständnis hatten.
Das Figorakel hat natürlich wieder alles richtig vorhergesagt, sogar die Verlängerung, denn er hat dieses mal sehr lange gebraucht, bis er überhaupt die Schälchen gefunden hat ;-)
Am Ende des Tages gab es neben Streicheleinheiten von Lilo noch ein extra Leckerchen für den Kater … der wirklich ausnahmslos (mit gewissem Interpretationsspielraum ;-) den Gewinner richtig orakelt hat! 

Unlauterer Wettbewerb

Es soll ja Leute geben, die behaupten wir hätten zuviel Zeit … aba aba … alles eine Frage der Priorität ;-) 

Das Figorakel hat heute Abend wieder sehr zuverlässig seine Arbeit getan. Heute musste sich der Kater sogar gegen ein nicht ganz unparteiisches Herrchen behaupten, der ihn während des Empfangs der Vibrationen ständig geärgert hat. Es hat nichts genützt, ein Orakel tut eben auch nur seine Pflicht, um dem ganzen Nachdruck zu verleihen, hat er das brasilianische Töpfchen gar nicht angerührt. Vielleicht auch aus Respekt? Wir wissen es nicht. Eins ist klar, das Ergebnis ist sowas von eindeutig! 

Anbei noch ein Bild vom Wochenende, als uns Kais früherer Schulkamerad mit Familie besucht hat, die glücklichen waren in Frankfurt auf der Durchreise. Sozusagen auf dem Absprung zum Flughafen, um von dort eine kleine Rundreise durch die USA zu unternehmen … New York, San Francisco … *seufz*

Verwirrung

Heute Morgen hat Figo es sehr sehr spannend gemacht. Zunächst mal muß man sagen, daß wirklich große Verwirrung herrschte … zumindest aus Katzensicht. Eigentlich hat Herrchen schon mit den Metallschalen für das richtige Frühstück geklappert. Aber dann fiel uns ein … herrje, wir müssen noch das Figorakel befragen. Also mußten die Katzen den Raum verlassen, damit wir alles vorbereiten können.
Figo betrat den Raum, schaute sich zunächst um, erspähte seinen Metallnapf … aber wir führten ihn zu den kleinen Orakelschälchen. Er fing mit dem deutschen Napf an und wechselte von da an hin und her … und hin und her … es war sehr spannend. Und auf einmal, noch nie dagewesen … verließ er das Feld und schaute wieder sehnsüchtig auf die Metallschale. Wir waren zunächst verwirrt, denn er hat gar kein Schälchen ganz leer gefressen.
 
 
Aber dann ist es uns gedämmert … *hautsichvordenkopf* … klar, er hat das Ergebnis orakelt.
3:1 … leuchtet ein, oder?


Für die, denen das Ergebnisorakeln dann doch zu unsicher ist, sei gesagt, daß er nach der Hauptmahlzeit noch mal zurück geschlendert ist und dann wiederum den deutschen Napf leergeputzt hat. Also eins ist klar. Deutschland wird gewinnen. Wenn jetzt noch das Ergebnis stimmt, ich schwöre es, dann fange ich an zu wetten!!! ;-)

Figodamus

Langsam wird mir das Figorakel wirklich unheimlich. War ja vollkommen klar, die Sache zum Schluss mit der Flagge. Er hat uns so viele Zeichen gegeben und wir waren nicht auf Anhieb in der Lage, sie zu deuten. Tatsache ist, er hat mal wieder recht behalten ;-)

Heute ist der letzte Tag meiner Wiedereingliederung, und auch der letzte Tag mit der Bahn. Gestern ist der komplette Zug ausgefallen. Ich musste dann mit der s-Bahn fahren und war letztendlich genau eine Stunde später an der Arbeit :-(
Eigentlich mag ich ja die zugfahrerei … die Gespräche der Generationen im Zug belauschen, das morgendliche Gewimmel am Bahnhof, die Spaziergänge durch den Bad nauheimer Kurpark, zusätzliche Strickzeit. All das ist wirklich nett, was es aber dann doch unerträglich macht, sind diese Unzuverlässigkeit. Hier mal eine halbe Stunde, eine ganze Stunde … und das mindestens zwei mal die Woche. Echt Schade. Am Wochenende werde ich mich wieder ins Auto setzen, nach fünfmonatiger Abstinenz. Hoffentlich kann ich es noch. 

Offene Fragen

Heute morgen hat uns das Figorakel Rätsel aufgegeben. Irgendwie sind seine Zeichen schwer zu deuten. Zunächst ist er direkt zum deutschen Napf gestürmt, schnüffelt … und wendet sich sofort ab, um anschließend das US Töpfchen ratzeputz leer zu futtern. Kein schönes Ergebnis, aber eindeutig! Dachten wir. Kurze Zeit später erfolgen aus dem Flur die bekannten blasebalgartigen Würgegeräusche, wie sie nur im Endlosmagen einer Katze entstehen können. Normalerweise ist lilo für das Frühkotzen zuständig, aber … oh wunder … in hohem Bogen landete das noch weitgehend unverdaute US amerikanische Trockenfutter auf dem alten Eichenparkett. Was ist passiert. Hat das Figorakel nur seine Pflicht getan und ihm hat diese unangenehme Aufgabe schwer im Magen gelegen? Oder bedeutet das am Ende doch ein Unentschieden? 
Fest steht, dass er Minuten später versöhnlich auf der deutschlandflagge lag, die Kai bereits als Vorbereitung für das Freundeviewing dort hingelegt hatte. Wie ist denn das nun wieder zu deuten???
Gute Neuigkeiten gibt es dann doch noch. Am Dienstag nachmittag war ich beim Arzt, um mal wieder Beinchen zu heben … und er war restlos begeistert von dem, was er sah. Und das beste daran, ich darf ab sofort wieder Autofahren!!! Ich bin sehr glücklich darüber. Die übliche mittwochsstörung der Bahn (gestern 25 Minuten wegen Signalstörungen am Bahnhof Ginnheim) gehören bald wieder der Vergangenheit an … Kai freut sich schon, dann darf ich nämlich demnächst auch mal wieder das Auto nach Hause lenken, während er sich dann unbekümmert ein weiteres Schöppchen reinpfeift :-) 

Mittwochsdefekt

Ich würde sagen, dass Figorakel hat ganze Arbeit geleistet. Er hat nicht nur den Sieger herausgeschmeckt, er hat sogar den exakten spielverlauf vorhergesagt. Indem er nämlich zunächst zielsicher zum portugiesischen Napf gestürmt ist, hat er die erste und einzige große Chance von Ronaldos Mannen erkannt, danach bediente er sich aber ausschließlich aus dem Napf mit der deutschen Fahne. Klar, dass er den dann nicht mehr aus den Augen gelassen hat … Merkste was ;-)?

Kai dafür am gestrigen Abend: 

Ich sitze derweil mal wieder am Bahnhof und kann nur mit dem Kopf schütteln. 20 Minuten Verspätung wegen einer technischen Störung des Zuges. Wie letzten Mittwoch … und den Mittwoch davor … kann man hier schon von einer geheimnisvollen Serie sprechen? Ich werde das im Auge behalten … ich habe ja noch einen Mittwoch. 
Heute Nachmittag will ich mal wieder zum Arzt, zur Nachkontrolle. Außerdem würde ich gerne wissen, ob das Autofahren so langsam wieder gestattet ist. Das wäre nämlich sehr schön. Ein weiteres Stück Unabhängigkeit! 

Ordem e Progresso

Gestern war es endlich soweit. Ich konnte Kai bereits die ganze Woche kaum zurückhalten, endlich seine brasilianischen Wurzeln freizulegen und eine riesengroße Flagge im Wohnzimmer zu spannen. Aber seit gestern ist unser Wohnzimmer in schickem grün-gelb dekoriert. Er macht es sich ja sehr leicht, durch die drei Staatsangehörigkeiten, die er innehält, sind „seine“ Chancen, Weltmeister zu werden ungleich höher. Naja … im Tippspiel führe ich jedenfalls mit 2 Punkten Vorsprung ;-) 

Wir freuen uns auf die WM-Zeit, und auch wenn ich noch nie so begeistert vom kollektiven gucken auf Grossbildleinwand war, werde ich mich dieses mal vielleicht dazu breitschlagen lassen. 
Heute schon wieder der letzte Arbeitstag in dieser Woche, kaum zu glauben, die Woche ging total schnell rum. Nach nun fast zwei Wochen kann ich eine sehr positive Bilanz ziehen. Der Fuß hält gut mit, beim Laufen schmerzt es zwar immer noch ein bisschen, aber ich bilde mir ein, es wäre schon besser geworden. Heute sind es auf den Tag genau 3 Monate her, als der Makake mal so eben mein Leben in eine andere Richtung gelenkt hat. Langfristig gesehen, war dies vielleicht nur marginal, aber auf die aktuelle damalige Situation war es eine Wendung um 180 grad. Ich denke oft zurück an die Zeit, die hinter uns liegt. Ich behalte die guten Dinge in Erinnerung, und die schlechten verschwinden so langsam aus dem Gedächtnis. Wenn ich bedenke, dass ich am Anfang kaum in der Lage war, aufzustehen … dann lächle ich und freue mich, dass schon fast wieder alles ganz normal geworden ist …