Sydneysider

Am Ende ging alles ganz schnell: Eben noch die schnuckeligen Koalas bewundert, sind wir Montagnachmittag gegen drei schon in Sydney gelandet. Unser erster Anlaufpunkt: unser Zimmer im 7. Stock des Holiday Inn im Stadtteil Potts Point. Kurz die Taschen abgeworfen und dann hieß es auch schon Abschied nehmen.

Wir mussten unseren treuen blechernen Gefährten – unser Auto – am Flughafen abgeben. Ein bisschen traurig war das schon, schließlich hat er uns sicher durch die letzten Wochen begleitet.


Mit der Bahn ging es zurück in die City. Um fünf waren wir wieder im Hotel und mein Körper hat erst mal laut nach dem üblichen Schläfchen verlangt. In Ermangelung eines Pools hat Kai währenddessen schon mal seine Fühler ausgestreckt und die Umgebung erkundet.


Kais „Schnüffelnase“ ist mittlerweile richtig gut trainiert und hat uns am Abend zu einem wunderbaren kleinen Asiaten geführt. Wir bestellten jeder eine Rice Bowl, die einfach köstlich war. Das Viertel rund ums Hotel mochten wir sofort: Es gibt dort viele kleine Gassen, nette Lokale und Boutiquen. Und als Krönung gab es auf dem Rückweg noch ein Eis mit Banoffee-Geschmack – sooo lecker!


Das Holiday Inn war das letzte offizielle Hotel unserer gebuchten Rundreise. So stand am Dienstag der letzte Hotelwechsel an.


Nach einem letzten improvisierten Zimmer-Frühstück fuhren wir mit haufenweise lose gepackten Taschen in einem Uber in unser neues Zuhause für die letzten Tage in Sydney.

Das 1888 Woolstore Hotel liegt im Stadtteil Pyrmont. Es handelt sich dabei um ein kleines Designer-Boutique-Hotel, in das ich mich schon von zu Hause aus verguckt hatte. Und mal ehrlich: Wenn ein Hotelname schon mit „Wool“ (Wolle) anfängt, dann kann es ja nur gut werden.


Nachdem wir unser Zimmer vollständig in Beschlag genommen und alle horizontalen Oberflächen sorgsam mit unseren Habseligkeiten vollgepflastert hatten, wollten wir eigentlich die Klassiker abklappern – Opernhaus, Harbour Bridge, das volle Programm. Aber der Himmel über Sydney war grau und wolkenverhangen. Kurzer Planwechsel: Wenn es regnet, gehen wir eben shoppen.


Das haben wir erst mal gemeinsam erledigt, wobei es für Kai eine hübsche neue Sommerhose gab. Ich hatte mir für den Anlass einige Shops ausgewählt, die ich nun nacheinander „abarbeiten“ wollte. Dazu haben wir uns getrennt, denn es kann schon mal vorkommen, dass ich in dem einen oder anderen Laden etwas mehr Zeit brauche.

So verschlug es mich zuerst in einige Läden für Schreibwaren und Journaling-Zubehör und in ein großes Wollgeschäft.
Besonders angetan hat es mir ein riesiger japanischer Buchladen namens Kinokuniya – dort hätte ich den ganzen Nachmittag verbringen können. Nur so zum Verständnis: Japanische Stationery und japanische Handarbeitsbücher sind einfach unschlagbar!


Gegen halb sechs haben wir uns im Food-Court einer der Malls getroffen und uns erst mal etwas Sushi zur Stärkung einverleibt.

Eigentlich war der Plan, später noch mal größer essen zu gehen, doch das wurde kurzerhand gestrichen. Wir waren einfach fix und fertig. Stattdessen gab es ein „Resteessen“ auf dem Bett mit den Vorräten aus unserer pinkfarbenen Kühlbox: Hummus, Cracker, Gurke, Tomate und ein paar Kekse.
Es war ein wunderbar gemütlicher Abschluss für unseren ersten richtigen Sydney-Tag. Die Stadt hat uns jetzt schon in Ihren Bann gezogen und wir sind sehr gespannt, was die nächsten Tage noch so bringen.