Einmal Füssen und zurück

Die Zeit geht wie immer viel zu schnell herum. Gleich zu Beginn meines Aufenthaltes hat meine Therapeutin festgestellt, daß sich in meinem Fall eine Verlängerung der Reha anbieten würde, ich hatte mir ein paar Tage Bedenkzeit auserbeten, mich dann aber dafür entschieden. Diese Zeit hier ist ein wahres Geschenk und tut mir sehr gut. Also wurde es beantragt, und überraschenderweise ist es ohne weitere Nachfragen genehmigt worden, so ist mein neuer Abreisetermin also nun der 17. Juli. Also noch über zwei Wochen darf ich hier sein.

Letzten Donnerstag habe ich eine wunderschöne Fahrradtour nach Füssen gemacht. Immerhin ist das eine Gesamtstrecke von knapp über 30 Kilometer, und wir sind hier nicht im flachen Norden der Republik. Ich wollte das schon die ganze Zeit ausprobieren, aber immer, wenn sich mal ein Zeitfenster auftat, hat es geregnet. Donnerstag war es eigentlich viel zu heiß, daher habe ich auch bis zum Nachmittag gewartet.
Gegen 16.00 Uhr bin ich losgeradelt in Richtung Weißensee, da gab es erst mal einen steilen Anstieg. Ich dachte, das schaffe ich sowieso nicht bis nach Füssen. Aber nach dem ersten Anstieg war ich ruckzuck am See und wenn ich dann schon mal so weit bin, kann ich auch weiterradeln. Vorbei ging es am schilfbewachsenen Seeufer mit traumhaftem Blick auf die Berge.
Nach knapp eineinhalb Stunden erreichte ich Füssen und hab mich einfach nur gefreut. Ein kleines hübsches Städtchen mit echtem Tourismus und nicht nur Kurgästen. Das war fein. Ich schloss mein Rad ab und gönnte mir erstmal einen Eiskaffee. Die Geschäfte waren gerade alle dabei zu schließen und ich schlenderte noch ein Weilchen gemütlich durch die malerischen Gässchen.
Gegen halb sieben machte ich mich wieder auf den Weg, dieses Mal fuhr ich weiter unterhalb von der ersten Strecke in Richtung Alatsee. Die Steigung bis zum See ging quer durch den Wald und war recht anstrengend. Als ich dann am See ankam, entschied ich kurzerhand nochmal reinzuhüpfen. Etwas umständlich zwängte ich mich unter meinem kleinen Handtuch in den Bikini und genoß den kühlen klaren See.

Ab dann musste ich noch knapp eine Stunde durch das teilweise in Österreich gelegene Vilstal radeln, bevor ich am Abend erschöpft aber glücklich wieder mein temporäres zuhause erreichte. Ich war so froh, nun endlich diese Tour gemacht zu haben. Die Erkenntnis, sowas auch komplett alleine genießen zu koennen, ist dabei unbezahlbar.

Altstadt Füssen
Haus am Lech
Stop am Alatsee
Rückfahrt durchs Vilstal

2 Kommentare zu „Einmal Füssen und zurück

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