Ein Tag auf La Digue

Aktuelle Wasserstandsmeldung: Mittlerweile sind zu unseren Sandfliegenpusteln, meinem Sonnenbrand auch noch sehr nervige und starke Zahnschmerzen bei Kai aufgetreten. Wird Zeit, dass wir heimkommen ;-)

Für Mittwoch hatten wir einen Tagesausflug auf die drittgrößte Insel der Seychellen organisiert. La Digue ist wirklich sehr viel kleiner als Mahé und höchstens halb so gross wie Praslin. Nur etwa 3000 Menschen leben dort und wir waren sehr gespannt, was uns dort erwartet.

Um 9.00 Uhr wurden wir wieder am Strand direkt vor dem Hotel abgeholt. Dieses Mal waren wir nur zu viert und wir nahmen gleichmäßig verteilt in einem kleineren Motorboot Platz. Die Fahrt war sehr rasant und es hat total viel spass gemacht, auf diese Weise über den Indischen Ozean zu schippern. Die Fahrt dauerte nur etwa 20 Minuten und wir wurden an einem Strand neben dem sehr kleinen Fährhafen abgesetzt. Von dort ging es direkt zum Radverleih, denn Bestandteil der Tagestour waren zwei (recht klapprige) Fahrräder. Um fünf Uhr, so bekamen wir gesagt, werden wir wieder am kleinen Strand abgeholt und nach Praslin zurueckgebracht.

Ich war sofort verzaubert von der quirligen Dorfatmosphäre in Hafennähe. Es gab einige Geschäfte und sogar eine Apotheke. Die suchten wir dann auch gleich auf, im uns mit diversen Pasten und Kühlungsgels zu versorgen.

Danach ging es aufs Rad und ich hatte zunächst meine Mühe, auf dem etwas kleineren Drahtesel mit den eiernden Pedalen zurechtzukommen. Aber nach einer Weile ging es und wir fuhren die Küste entlang. Was soll ich sagen, es war großartig. Vorbei an bunten Häusern und tollen Stränden, dutzende von kleinen Einkehrmöglichkeiten, putzigen Seychellenhäusern, waren wir in nullkomma nix auch schon halb um die Insel herumgefahren. Ganz geht leider nicht. Die Strasse hoert einfach irgendwann auf. Wir hatten grosses Glück mit dem Wetter, denn der Himmel war recht wolkig und so gab es immer wieder Momente ohne Sonne. Das war genau richtig fuer den Sonnenbrand. Habe mir dennoch die Oberarme zusätzlich mit einem Tuch geschützt.

Auf dem Rückweg machten wir an einer der Strandbars Halt und genehmigten uns ein kühles Getränk. Direkt im Anschluss schwammen wir ein bisschen in Meer und stellten fest, dass ganz nah bei unseren Handtüchern zwei Riesenschildkröten im Sand schliefen. Sehr suess.

Irgendwie ging die Zeit viel zu schnell rum und wir machten uns auf in die andere Richtung. Unser Ziel war der berühmteste Strand der Welt, der in manchen Umfragen auch schon mal als „schönster Strand der Welt“ bezeichnet wurde, der Anse Source d’Argent.

Auf halber Strecke fing es leicht an zu tröpfeln und gerade noch rechtzeitig fanden wir unter dem kleinen Vordach eines Einkaufsmarktes Schutz. Da ging es auch schon los. Es prasselte derart, wenn man sich in den Regen gestellt haette, wäre man sofort pitschnass gewesen. Ein echter Tropenregen ist etwas besonderes. Wir genossen das Schauspiel, und als es nach 10 Minuten immer noch aus Kübeln schüttete, setzten wir uns in das überdachte Lokal direkt nebenan und ich freute mich. Ich liebe es einfach diese warmen Sommer- bzw. in diesem Fall Tropenregen

Wir führen weiter in Richtung Süden und mussten an einem Eingang zu einem Park halt machen. Der berühmte Strand gehört nämlich zur l’Union Estate Farm und der Eintritt kostete 150 Rupien pro Person (ca. 10 Euro). Die Anlage hat uns gut gefallen und es haette dort einiges zu entdecken gegeben. Leider spielte die Zeit gegen uns. Es war schon halb vier und natuerlich wollten wir uns selbst ein Bild von den zahlreichen Superlativen machen, mit denen dieses Fleckchen Erde beschrieben wird.

Nach kurzer Fahrt durch den Park stellten wir die Räder ab, ohne Schloss, so ist es auf der Insel üblich, und marschierten direkt zum Strand. Die Atmosphäre war toll, die Luft war leicht diesig und der Himmel teilweise noch wolkenverhangen. Die grossen Granitfelsen überall geben dem Strand auf jeden Fall eine ganz besondere Note. Uns hat es gefallen, leider hat die Zeit nicht mehr gereicht, um den Strand noch auf seine Badetauglichkeit zu testen. Wir mussten die Räder zurückbringen und dann zurueck zum Boot.

Als wir ankamen, stand unsere Fahrer schon da und die wilde Rückfahrt ging direkt los. Das Wasser ist überall so klar, man kann fast ueberall Fische sehen. Ich bin verliebt in die Unterwasserwelt des indischen Ozeans.

Um kurz nach 5 waren wir wieder wohlbehalten am Hotelstrand und genossen direkt im Anschluss die erfrischende Dusche, um die Tagesmischung aus Salzwasser, Sand, Sonnecreme und Schweiß abzuwaschen … nur um direkt im Anschluss einen neue Schicht aus kühlende Aloe Vera und Anti Brumm aufzutragen.

Es war ein ganz toller Tag auf La Digue. Die Insel hat uns wirklich gut gefallen. Ein bisschen habe ich es bedauert, dass wir nicht auch ein paar Tage hier gebucht hatten. Die dörfliche Inselatmosphäre ist wirklich etwas Besonderes.

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