Fisch zum Frühstück

Gerade liege ich hier im Bett, es ist Mittwoch Abend, morgen Nachmittag fliege ich zurück nach Deutschland. Ich habe einen Kloss im Bauch!

Ich blicke zurueck auf zwei absolut wunderschöne Wochen, die voll waren mit tollen Erlebnissen, kleinen Abenteuern, grossen Gefühlen und ganz viel Lachen. So stark lachen, dass einem der Bauch weh tut. Meine Freundschaft zu Frau Z. besteht nun seit mehr als 32 Jahren. Wir haben festgestellt, dass wir schon verdammt lange nicht mehr so viel Zeit nur fuer uns beide hatten. Das war einfach nur besonders.

Die Tage hier waren randvoll mit Eindrücken und ich bin so froh, dass ich hier im Blog einen Platz habe, diese sauber wegzusortieren und später nach Bedarf wieder abrufen zu können.

Noch einmal schlafen, dann setzt sich der grosse Flattermann wieder in Bewegung und bringt mich zurueck nach Hause. Und das ist ja das tollste daran, trotz der wunderschönen Zeit hier, freue ich mich doch ganz arg darauf, meinen Kai und die beiden Schmusetiger wieder in die Arme nehmen zu koennen.

Gestern Abend waren wir ein letztes Mal auf der anderen Seite der Bucht und haben Mr. W besucht. Wir haben zu dritt leckere Tortillas mit vegetarischer Füllung zubereitet und dabei sehr viel Spass gehabt. Irgendwann stellte er die Musik lauter und wir fingen an zu tanzen. Mr. W hat eine ganze Sammlung diverser Trommel und Percussioninstrumente. Die wurden dann auch im Takt der Musik benutzt und es gab Gelächter ohne Ende. Und das alles ohne den Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen 🤣

Für heute und zum Abschluss hat sich Frau Z noch mal etwas ganz besonderes einfallen lassen. Wir sind zum Frühstück in eins der besten und urigsten Fischlokale gegangen, die San Francisco zu bieten hat.

Das Swans Oyster Depot ist eine Institution. Das längliche Lokal ist durch eine lange Theke mit hellem Marmorbelag geteilt, auf der einen Seite sitzen die Gäste wie Perlen auf einer Schnur, auf der anderen Seite wuseln mindestens 10 Männer aller Nationalitäten und bereiten die leckersten Fischgerichte zu. Der Fisch kommt fangfrisch jeden Morgen ins Lokal. Als Vorspeise gab es den berühmten Clam Chowder mit Sauerteigbrot und dazu einen frisch gebrühten Kaffee. Es war ja schließlich noch Frühstückszeit.

Nach dem leckeren Eintopf hat uns der ehemalige Schulkameraden vom kleinen P (der arbeitet dort) verschiedenen rohen Fisch aufgeschnitten, der so frisch und butterig weich geschmeckt hat, dass einem schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist. Rohen Fisch muss man mögen, aber wer Sushi mag, kommt hier auf seine vollen Kosten.

Wir sind extra früh hingegangen, weil draussen immer schnell eine lange Warteschlange entsteht. Wir waren sogar so früh, dass wir direkt reingehen konnten. Denn als wir später das Lokal verließen, bildete sich entlang der Häuser bereits eine Menschenkette.

Den restlichen Tag hat Frau Z gearbeitet und ich habe mit dem Packen angefangen. Meine Methode ist immer, erst mal alles zusammenzutragen und ordentlich im mich herum auszubreiten. Schon da wurde mir klar, dass es Schwierigkeiten geben könnte. Auweia, was habe ich mir nur dabei gedacht 🤣 Die vielen tollen Sachen fuer mein neues Hobby sind eben hauptsächlich in Amerika zu bekommen, von daher habe ich das schamlos ausgenutzt. Dazu ein paar Klamotten, Geschenkchen fuer meinen Mann und allerlei Kinkerlitzchen …  da wurde mir dann irgendwann klar, daß ich ein Problem hatte. Die Sachen passten unmöglich in meinen Koffer. Ich war etwas verzweifelt und schaute im Internet nach einem zusätzlichen Gepäckstück für den Rückflug nach. Mal abgesehen davon, daß ich mir irgenwas hätte kaufen müssen, kostete das auch noch 99 Euro mehr. Da hätte ich mir den Krempel ja gleich in USA nach Hause bestellen können … aaaaargh.

Frau Z kam aus dem Büro zurück und hatte die rettende Idee, wir machten kurzfristig einen Koffertausch. Ich ließ meinen Koffer bei ihr, den bringt sie dann beim nächsten Besuch nach Deutschland mit und ich bekam ihren Riesenkoffer, der so groß ist, daß er gerade so die Gepäckbestimmungen der Airline einhält. Dann hat aber alles gepasst und ich war erleichtert.

Später am Abend sind wir auf meinen persönlichen Wunsch noch mal zum Ocean Beach gefahren, meinem absoluten Lieblingsort in der Stadt. Der Himmel war malerisch verwolkt und so bekamen wir noch mal das schönste Licht, während die Brandung des Meeres laut tösend die Geräuschkulisse dazu bot. Es war noch mal traumhaft schön.

Donnerstag früh erwachte ich mit sehr schwerem Herzen und voller Wehmut und Abschiedsschmerz (kleiner hab ichs leider nicht ;-) … aber das ist bei mir normal, große Gefühle, großer Genuß und das ganze Gefühlschaos.

Wir sind um 10 ein letztes mal zum Zumba gegangen und ich konnte mich vor dem langen Rückflug nochmal ein bisschen auspowern. Vielleicht nicht mein Lieblingssong, aber Apatapaptappapapapa oder wie das heißt (Rosé und Bruno Mars ;-) wird mich für alle Zeiten an Zumba am Meer in San Francisco erinnern.

Irgendwann war es dann soweit und es hieß Abschied nehmen. Frau Z hat mich noch zum Flughafen gebracht und lustigerweise haben wir noch am Flughafen unsere beiden Gastgeber von der Party am Sonntag in Berkeley getroffen. Die haben gerade Ihren Sohn verabschiedet, der eine Rundreise durch Europa macht. Es ging auf einmal alles ganz schnell und ich fand mich winkend auf der anderen Seite der Glaswand.

Zeitsprung: Es ist Montag Abend, ich sitze gerade in Frankfurt am Computer, während ich diesem Beitrag den letzten Schliff verleihe. Der Jetlag ist mal wieder ganz besonders grausam und mein Körper ist vollkommen verwirrt. Müde ist gar kein Ausdruck. Aber das wird hoffentlich bald rum sein. Kai hat mich am Flughafen mit einer roten Rose abgeholt, denn schließlich war Freitag unser 10. Hochzeitstag. Verrückt.

Abschließend bleibt mir noch zu sagen, schön wars wieder, ein unvergesslicher Urlaub. Vielen Dank fürs Mitreisen, es war mir ein Vergnügen.

Und … stay tuned … denn schon in drei Wochen geht es weiter nach Italien …

Fahrrad Glück auf 45 Kilometer in San Francisco

Am Dienstag stand noch mal ein absolutes Highlight der Reise an. Ich hatte es schon die ganze Zeit vorgehabt, aber die Woche zuvor war ich viel zu müde und danach waren wir ja unterwegs entlang der Küste.

Obwohl das Wetter kalt, neblig und windig war habe ich es zum Glück dennoch gemacht. Ich habe mir ein Ebike ausgeliehen, fuer einen ganzen Tag.

Gebucht habe ich es online, nachdem ich zuvor etwas recherchiert hatte und die Bewertungen bei Dandyhorse Bikes an der Ecke Haight/Shrader sehr gut waren.

Ich würde dort total freundlich empfangen und bekam eine kurze Einweisung, eine Route per GPS aufs Handy platziert und schon konnte es losgehen.

Die Fahrt führte zunächst durch den Golden Gate Park in Richtung Ocean Beach, dort angekommen, wich ich kurz von der vorgegeben Route ab, um einen kurzen Stop im Java Beach Café einzulegen. Das hatte sentimentale Gründe die sehr privat sind und die ich hier nicht weiter erläutern möchte ;-)

Weiter ging es am laut tösendem Pazifik entlang in Richtung Cliff House und einem wunderschönen Aussichtspunkt namens Lands End. Ich durchquerte den Presidio Park, und näherte mich langsam der Golden Gate Bridge. Schon von weitem hatte man immer wieder tolle Ausblicke auf die leuchtend rote Hängekonstruktion. Der Blick wurde durch den wabernden Nebel noch besser. Die Stadt ist für den Nebel bekannt, vor allem die Sommer sind hier immer wieder neblig und kalt.

Die Route wollte es, dass ich die Brücke mit dem Rad überquerte. Das habe ich gemacht. Die einfache Länge beträgt etwa 3 1/2 Kilometer. Am anderen Ende erwarten eine dann ein schöner Aussichtspunkt mit Fotogarantie. Hier war ich auch schon öfter und alte Erinnerungen werden wieder wach. Die Stadt ist voll davon.

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Zurück auf der Halbinsel fuhr ich die Küste entlang zu Chrissy Field, einem ehemaligen Militärflughafen und jetzigem Naherholungsgebiet mit Stränden und Grünflächen.

Auf der Weiterfahrt reihte sich Pier an Pier, bis ich schließlich das bekannte Pier 39 erreichte, dass die sogenannte Fishermans Wharf beheimatet. Dort wohnen auch die Seelöwen, die die  Touristen aus aller Welt so gerne besuchen. Und auch ich hatte mir fest vorgenommen, Ihnen nach fast 30 Jahren mal wieder einen Besuch abzustatten. Sie sehen aber auch so drollig aus und machen grossen Lärm. Auch für den Geruchssinn ist etwas dabei, denn es riecht sehr sehr  …  fischig eben. Man könnte ihnen ewig zuschauen bei ihren gesellschaftlichen und zwischenseehundlichen Auseinandersetzungen.

Später auf der Weiterfahrt gab es einen Höllenlärm, die Sirene heulte so laut, dass ich schon das schlimmste befürchtete, eine schwarze interessant aussehende Stahlkonstrukion tat sich auf. Es stellte sich als Brücke heraus, und ich schloss, dass der Lärm wohl das Warnsignal vor dem Hochklappen sein sollte. Ich bekam direkt Mitleid mit den Anwohnern. Aber es war spannend zu beobachten, wie sich der Koloss in die Höhe hob.

Ich kam am Oracle Park vorbei, dem Baseball Stadion der San Francisco Giants, und spaeter auch an der  neugebauten Basketball Arena der Golden State Warriors.

Irgendwann endete die Strecke am Meer und die Fahrt ging wieder stadteinwärts. Ich durchquerte Gegenden in denen ich noch nie war. und leider wurde die Zeit ein bisschen knapp, so dass ich nicht mehr so richtig anhalten wollte und mir die Umgebung genauer ansehen konnte.

Im bekannten Mission District überqierte ich wieder die grosse Market Street und fuhr die letzte Etappe quer durch die schönsten Strassen des Hayes Valley zurueck zum Ausgangspunkt meiner Tour.

Es ging nochmal steil bergauf, aber dank Elektro Unterstützung ging das ganz gut, obwohl man bei den steilen Anstiegen teilweise noch richtig strampeln musste.

Die Tour war insgesamt ca. 45 Kilometer lang, ging über 500 Höhenmeter und hat mit vielen Pausen etwa 5 Stunden gedauert. Gekostet hat der Spass inklusive Tax und Versicherung 85 dollar und es war jeden einzelnen Cent wert. Denn diese Tour war eine der schönsten Dinge, die ich in San Francisco je gemacht habe. Absolutes Wiederholungspotenzal und uneingeschränkte Weiterempfehlung meinerseits.

Stitch & Shop

Montag früh und die letzten drei vollen Tage brechen an. Kaum zu glauben, dass ich noch nicht mal zwei Wochen hier bin. Es fühlt sich an, als seien Monate seit meiner Ankunft vergangen.

Das Wetter war leider heute nicht so schoen, wie die vergangenen Tage, es war neblig und kalt und die Luft sprühte einen feinen Hauch von Feuchtigkeit, wie aus einem Parfumzerstäuber.

So beschloss ich, nochmals einen Besuch in Downtown zu machen. Ich wollte wieder zu Gap, denn dort hatte ich mir in der Woche davor, eine so tolle und bequeme Jeans gekauft, die ich seitdem nicht mehr ausgezogen habe. Eine absolute Bequemlichkeit in dark Denim. Ich dachte, ich kaufe mir die noch in einer anderen Farbe, da sie mit knapp 60 Dollar auch gar nicht so teuer war. Was soll ich sagen, machtlos gegen die Marletingtricks der Ladenkette landeten noch zwei davon in meiner Tüte (buy one get one 50% off).

(Nachricht an Kai, ich verspreche ich sortiere was anderes aus 😉)

Nebenan bei Old Navy stiess ich dann noch auf diese Boyfriend Oberhemden. So ein toller leicht fließender Stoff … katsching … Die Kasse klingelte schon wieder.

Ich ging noch ein bisschen in Downtown spazieren, denn es gibt hier auch so einen hochgelegenen Park, ähnlich wie die Highline in New York. Das kannte ich nicht nicht und schaute mir das mal an. Unter dem hochgelegenen Salesforce Park befindet sich eine Art Busbahnhof. Obendrauf kann man entlang schlendern und findet hunderte verschiedene Pflanzenarten aus aller Welt.

Zuhause gab es erst mal eine Mütze Schlaf, denn am Abend stand schon das nächste Highlight an. Eine Crafty Night mit lauter Bekannten von Frau Z. Das war echt schön. Jede hat die Handarbeit ihrer Wahl gemacht und es wurde fröhlich geplaudert und gelacht. Schade dass ich da nicht öfter dabei sein kann. Aber in Frankfurt gibt es einen ähnlichen Zirkel und der findet passenderweise auch bald wieder statt.

Sonntagsparty in Berkeley

Eigentlich hatten wir geplant, erst am Sonntag früh wieder nach San Francisco zu kommen, um noch eine Nacht länger im Camper zu haben. Aber das haben wir am Samstag spontan unentschieden. Denn Sonntag Nachmittag waren wir noch auf einer Party eingeladen und das wäre einfach zu stressig geworden.

So konnten wir wieder in unseren festen Betten schlafen und das hat ja auch was. Wie immer gab es den Kaffee und das ausführliche Morgengespräch und direkt danach sind wir, wie schon am letzten Sonntag auf den kleinen Bauernmarkt in der Nachbarschaft gegangen. Frau Z ist hier so vernetzt, dass wir immer wieder auf Bekannte treffen und das finde ich einfach so schön. So gross die Stadt auch ist, aber man spürt einfach die Nähe einer solchen „hood“.

Ich wurde bereits am Morgen von Frau Z daran erinnert, entweder gar keins oder nur ein etwas kleineres Frühstück zu nehmen, da wir ja am Mittag auf eine Party eingeladen waren und die Gastgeber dafür bekannt sind, immer gross und lecker aufzufahren.

Die Party fand im benachbarten Berkeley statt, auf der anderen Seite der Bucht, ueber die lange Bay Bridge erreichbar. Der Anlass war die Graduation (Abschluss High School) des Sohnes von zwei ehemaligen Mitbewohnern von Frau Z. Die kenne ich auch beide, da ich in der WG vor fast 30 Jahren auch das eine oder andere Mal zu Besuch war. Mann, Mann, das waren Zeiten. So lange her, aber doch so präsent in meinem Kopf. Die beiden sind mittlerweile verheiratet und haben zwei Kinder und gehören zu den warmherzigsten Menschen, die ich kenne. Sie haben mich mit solch offenen Armen empfangen, dass ich total gerührt war.

Wie Frau Z prophezeit hatte, gab es ein leckeres Buffet mit Mediterranen Köstlichkeiten. Dazu ausreichend Getränke und total viele nette Leute. Das ist wirklich immer das schöne an Partys in diesem Land. Ich kannte vorher kaum jemand, danach hat man mit jedem mal geplaudert. Ein total kurzweiliger Nachmittag.

Vom Essen durften wir uns noch etwas einpacken, bevor wir kräftig umarmt und fröhlich wieder über die Brücke in die Stadt fuhren.

Zuhause wurde dann erst mal die Bude aufgeräumt und wir sind früh in die Betten gefallen. Keine Ahnung wo auf einmal die ganze Energie herkommt. Ich fuehle mich so gut und freue mich so sehr, dass ich an allem teilnehmen kann, was mir hier geboten wird. Ich hoffe sehr, dass ich von dieser Energie etwas mit nach Hause nehmen kann.

Entlang der Route No. 1

Samstag früh wachten wir nach einer sehr ruhigen Nacht mitten im Nirgendwo auf einer Farm auf und haben sogleich das Morgenritual eingeläutet. Die seitliche Schiebetür vom Camper wurde weit aufgezogen und auf dem Herd blubberte ein gut riechender Kaffee in der Italienischen Mokkakanne.

Nebenan begann schon das Leben auf der Farm, man hatte uns bereits vorgewarnt. Denn am frühen Morgen begannen die Aufbauarbeiten für die Geburtstagsparty der beiden Kinder der Landbesitzer. Es wurde eine Hüpfburg aufgebaut, es gab echte Ponys und einen Wagen mit Shaved Eis, da wird von einem grossen Eisklotz das Eis in kleinen Stücken runtergeschabt und dazu gibt es bunten Sirup. Die Besitzerin begrüsste uns freundlich und wir wurden gleich auf ein solches Eis eingeladen. Es gab ein paar nette Plaudereien, wie immer wurden wir gefragt, wo wir herkommen und was uns hierher gebracht hat. Wir erzählen unsere Geschichte und ich antworte noch, dass ich aus Frankfurt komme. Die Leute sind hier wahnsinnig freundlich und aufgeschlossen.

Irgendwann haben wir dann den Camper wieder in Gang gesetzt und sind auf der Autobahn direkt ins weiter nördlich gelegene Santa Cruz gefahren. Eine nette Kleinstadt am Meer. Hier war ich auch schon ein paar mal.

Über solche Bilder freue ich mich immer ganz besonders. Eine offene Kirche, die sich durch die aktuelle Regierung die Vielfalt nicht verbieten lässt. Kalifornien ist voll davon.

In Amerika kann man jederzeit einen Yard oder Garage sale machen. Das bedeutet, ohne Anmeldung kann man seinen Krempel im Vorgarten, auf dem Gehweg oder in der Garage aufbauen und so einen privaten Flohmarkt machen. Das ist echt klasse und eine solche Tradition, dass es einfach jeder macht und auch gebraucht kaufen kein grosses Ding ist. Ich liebe das sehr. Wir fanden dann eine Strasse in Santa Cruz wo praktisch die gesamte Nachbarschaft einen Flohmarkt veranstaltet hat. Das war so nett. Es gab zwei Klapphocker fuer den Camper fuer zusammen 3 Dollar.

1989 gab es in Kalifornien das letzte grosse Erdbeben. Das Epizentrum war nahe der Kleinstadt Santa Cruz, die danach fast vollständig wieder aufgebaut wurde. Umso schöner war es, diese Häuser zu entdecken, dem das Beben scheinbar nichts anhaben konnte.

Weil wir noch Zeit hatten, sind wir den Rest der Strecke zurueck nach San Francisco entlang der berühmten Route Number 1 gefahren. Der Himmel hat sich zwar wieder zugezogen, aber es war trotzdem toll, die ganze Zeit am Pazifik entlang zu fahren, dabei Musik von vergangenen Roadtrips dieser Art (Faithless etc.) zu hören und über das Leben zu philosophieren.

An einem kleinen Strand haben wir noch mal die Fuesse ins Wasser gehalten. Ich wäre auch sehr gerne baden gegangen, aber jeder hat mich gewarnt vor den starken Strömungen. Da habe ich lieber nichts riskiert.

Zum Abschluss des wunderschönen Tages sind wir nochmal ueber die Brücke gefahren und haben uns bei Mr. W zum Abendessen eingeladen. Seine kleine Tochter war gerade da, und ich habe mich gefreut, sie auch kennenzulernen.

Am Ende des Abends hat uns Mr. W in die Stadt gefahren, da der Campervan bei ihm besser parken kann. So hieß es für mich, von diesem treuen Gefährt Abschied zu nehmen. Und weil ich so ein emotionales Ding bin, hab ich gleich mal ein paar Tränen vergossen. Schön wars. Nachricht an Kai, es macht einen riesengrossen Spass und ich hoffe, dass wir so ein Ding auch eines Tages besitzen ❤️

Abschied in SLO

Neuer Morgen, neuer Campground. Der Freitag war dann endlich so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Direkt nach dem Aufwachen habe ich nämlich den Induktionsherd angestellt und einen echten Kaffee gekocht. Den bekam dann Frau Z sogleich ins Camperbettchen gereicht. War das schön.

Bei diesem Campingplatz haben wir allerdings nicht ganz korrekt gehandelt. Eigentlich war er voll reserviert. Aber wie das hier immer so ist, standen mindestens 25% aller Plätze leer. Das ist echt so ein Jammer. Durch das doofe Reservierungssystem sind die meisten Campingplätze von State und Nationalparks bis zu zwei Jahre im voraus ausgebucht. Die meisten dieser Plätze sind nicht nur schön, sondern auch relativ preiswert. Das führt dazu, dass die Leute die Plätze auf Verdacht ewig im voraus buchten, und dann, wenn es soweit ist,  die Plätze einfach leerstehen.

Und frei nach dem Motto, es ist immer einfacher um Verzeihung zu bitten, als  nach Erlaubnis zu fragen, haben wir uns einfach spaet abends um halb 12 auf einen freien Platz gestellt.

Beim Ausfahren hat uns dann der Herr am Eingang eine kleine Belehrung mit auf den Weg gegeben, uns 35 Dollar fuer die Nacht abgeknöpft und das wars.

Anschliessend ging es direkt noch mal zu einem Craft Superstore. Ich musste da einfach auch noch mal schauen. Wie immer konnte ich mich kaum beherrschen und ein paar Kleinigkeiten fanden den Weg in den Einkaufskorb. Was soll ich machen. Ich hin da echt willenlos 😉

Die nächsten Bilder sind von einem kleinen Spaziergang durch Downtown San Luis Obispo. Eine wirklich sehr nette kleine Studentenstadt.

Zum Lunch hat uns der kleine P noch mal in ein total leckeres Restaurant gebracht. Das Konzept dort war, dass man sich ein Gericht aus mehreren leckeren Variationen zusammenstellen kann. Eine Art amerikanische Tapas und alles wirklich sehr sehr wohlschmeckend.

Dazu gab es dann auf dem Klo eine sehr fancy Flamingo Tapete. Zusammen mit dem grossen runden Spiegel ein perfekter Selfiespot.

Danach hieß es Abschied nehmen vom kleinen P. Aber sein Semester ist bald zuende und ueber den Sommer wird er eine zeitlang in dam Francisco sein. So fiel den beiden der Abschied nicht ganz so schwer.

Über eine Seite namens „Hipcamp“ hatte Frau Z einen total netten Stellplatz fuer die Nacht ausgemacht. Der war ca. 1 Stunde außerhalb von SLO Un Richtung Norden. Es war kein richtiger Campingplatz, sondern ein Bauer hat sein Feld mit Bänken, Feuerstellen und Dixiklos ausgestattet und vermietet es nun als Campingplatz mit 6 Stellplätzen.

Das ganze war sehr abgelegen und mitten im Nirgendwo. Es war einfach wunderschön. Wir wurden freundlich von Besitzer empfangen und bekamen ein paar Einzelheiten erklärt, bevor dieser davon fuhr und wir ganz alleine waren.

Leider war der Mond schon fast voll, daher gab es nicht ganz so viele Sterne am Nachthimmel. Was man aber sehr gut sehen konnte, war die Kette von Satelliten, dem sogenannten Starlink, welche der irre Exfreund des amerikanischen Präsidenten ins All geschossen hat.

Blauer Mais am Strand

Meine allerersten Nacht in einem ausgebauten Campervan war ganz wunderbar. Frau Z und ihr Freund haben sich den vor etwa 4 Jahren zugelegt und er ist praktisch und schön zugleich ausgebaut. Die Matratze ist total bequem, draussen war es ruhig. Ab und an musste ich den Wagen fuer einen nächtlichen Toilettengang verlassen, aber am naechsten Morgen wachten wir gut genächtigt auf.

Ein wesentliches Detail fuer einen perfekten Camping Morgen fehlte allerdings. Wir hatten am Vortag keine Zeit mehr, um Kaffee und Milch zu kaufen. Wir packten also zügig zusammen und fuhren in den Ort fuer die erste schnelle Ladung Koffein.

Der kleine P hat uns einen tollen Tipp gegeben, in einem kleinen Ort am Strand namens Cayugos gibt es ein Frühstückslokal names „Hidden Kitchen“… Dort gibt es Waffles aus blauem Maismehl. Blue Corn ist eine vorwiegend in Mexiko vorkommende Maissorte und laut meiner Recherche voller guter Inhaltsstoffe, die den Körper vor vielen Krankheiten schützt. Sagt zumindest die Blaumaislobby ;-)

Wir waren dort frühstucken und es war einfach saulecker. Gut gefüllt haben wir noch den einen oder anderen Thriftstore (second hand) abgeklappert und ich war ein bisschen am Meer spazieren und habe meine Füße in den kalten blauen Pazifik gehalten. Das war mal wieder so ein Glücksmoment den ich mit aller Intensität genossen habe.

Vor dem Fruehstueck waren wir noch bei Trader Joe’s und haben uns dort mit dem nötigsten eingedeckt. So haben wir uns später am Nachmittag einen Parkplatz direkt am Strand ausgesucht, und dort den Camper abgestellt. Die seitliche Schiebetür wurde weit aufgerissen und wir vertrödelten den Nachmittag mit Meerblick, einem leckeren selbstgemachten Kaffee und weiteren guten Gesprächen mit Lachen und weinen gleichzeitig. So haben wir es am liebsten.

Der Abend brach langsam an und es ging wieder zurück in die Stadt zum Abendessen mit dem kleinen P. Er führte uns in ein Restaurant auf einem Hotekdach mit Blick über die Stadt. Es gab ein paar Drinks und leckere fluffige Pizza.

Zu später Stunde fuhren wir wieder zurück zum Meer und suchten uns  dort ein Plätzchen für die Nacht. Dieses Mal hatten wir mehr Glück und fanden einen schoenen gepflegten typisch amerikanischen Campground in einem kleinen State Park in Pismo Beach. Der anstrengende Vortag steckte uns noch in den Knochen und so ging es ohne Umschweife ins bequeme Camperbett mit dem beruhigenden Hintergrundgeräusch von zirpenden Grillen.

Slow travelling nach San Luis Obispo

Mittwoch war Reisetag. Ein Urlaub im Urlaub sozusagen. Von Deutschland aus hatten wir schon geplant, dass sich Frau Z ein paar Tage freinimmt und wir noch mal ein bisschen durch die Gegend fahren koennen.

Folgendes war geplant. Der Sohn von ihr, der mittlerweile nicht mehr ganz so kleine P studiert an der Cal Poly (California Polytechnic State University) in San Luis Obispo. Das liegt etwa 230 Meilen (375km) südlich von San Francisco an der Westkuste. Dort stand auch der Campervan von Frau Z, den sich der kleine P fuer ein paar Tage fuer ein Musikfestival ausgeliehen hatte.

Da wir ja immer ein bisschen Abenteuer brauchen, haben wir uns fuer die Strecke nach SLO nicht nur einfach ein Auto ausgeliehen. Wir sind mit der berühmten Amtrak gefahren.

Nun muss man wissen, dass das amerikanische Schienensystem lange nicht an das sehr gut ausgebaute Netz in Europa heranreicht. So war die Strecke auch in 3 Abschnitte geteilt.

Von San Francisco Downtown ging es zunächst mit einem sehr bequemen Bus auf die andere Seite der Bay nach Emeryville. Dort sind wir nach kurzem Warten in den Zug umgestiegen. Der hat so lange gebraucht, dass wir erst insgesamt 4 Stunden später in San José ankamen. Hätte man von SF in nur einer dreiviertel Stunde erreicht. Aber es war total nett, wir hatten einen sehr bequemen Platz und habens uns nett gemacht.

In San José angekommen, hatten wir es plötzlich ganz eilig, weil unser Anschlussbus eigentlich schon um 15.15 Uhr losfahren sollte, der Zug aber erst um 15.20 Uhr da war. Aber gemach gemach, der Bus hat natürlich gewartet und so ging der letzte Abschnitt der Reise im zähfliessenden Verkehr weiter.

Gegen acht kamen wir dann endlich auf dem University Campus in San Luis Obispo an und wurden vom kleinen P in seinem neu erstandenen Pick Up Truck abgeholt. War das schön, ihn wiederzusehen.

Da der Bub seine gesellschaftlichen Verpflichtungen hatte, sind wir direkt mit ihm zu seinem Soft Ball Spiel gefahren und haben dort ein bisschen zugeschaut. Soft Ball ist ähnlich wie Baseball und man muss wahrscheinlich in den USA  aufgewachsen sein, um die Regeln zu verstehen. Ich kapiers jedenfalls nicht.

Später sind wir noch zu viert Essen gewesen und ich habe das erste Mal in meinem Leben die berühmten Mac’nCheese probiert. Sehr fancy als Kugeln geformt und frittiert, damit es noch gesünder ist, dazu ein leckeres Craft Bier vom Fass und ich war pappsatt.

Es war schon fast Mitternacht, als wir uns von San Luis Obispo auf zum Meer machten, um einen Schlafplatz fuer die Nacht zu suchen. Eigentlich hatten wir einen Platz direkt am Meer gefunden, der war aber im Sand und wir hatten kein Allrad. Da es schon spaet war, haben wir uns mit einem etwas schäbigen RV Park begnügt, den Camper abgestellt und alles fuer die Nacht vorbereitet.

Der Tag war echt super anstrengend und hat all meine Energiereserven gefordert. Aber es war auch alles total schoen und aufregend und emotional. Glücklich und zufrieden schlief ich direkt ein und freute mich schon auf den naechsten Tag… ⭐🌙

Reisealltag und Eierpreise

Die letzten beiden Tage hat sich schon fast so etwas wie eine kleine San Francisco Routine eingestellt. Morgens gab es erstmal einen Kaffee am Bett mit ganz viel Quatschen (in Spanien mit Frau H. und Frau G. haben wir das immer das Morning Briefing genannt).

Danach hat Frau Z  noch etwa eine Stunde gearbeitet, bevor wir uns umgezogen haben und zum Zumba gefahren sind. Montags wurde oben im Presidio Park getanzt und Dienstags wieder unten am Meer.

Zurück zuhause habe ich mich noch mal hingelegt. Nach ein paar Tagen Action verlangt mein Koerper etwas mehr Ruhe. Da muss ich immer wieder auf mich aufpassen. Ehrlichgesagt kriege ich dann auch  immer mal wieder die Krise, weil es mich so nervt wenn ich wie ein kleiner Hundewelpe ueberall schnuppern will, mich aber durch meinen Koerper wie ein Hund an der Leine zurückgezogen werde und Herrchen laut „Sitz“ und „Platz“ ruft. Aber so isses eben und rumjammern bringt sowie nix.

Montag Nachmittag war ich in Downtown und habe einem der zwei letzten noch in San Francisco verbleibenden Gap Stores einen Besuch abgestattet. Kaum zu glauben, die Läden waren mal überall und oft riesengross. Ich habe dennoch eine total tolle Jeans gefunden, die so unfassbar gut sitzt, dass ich überlege, noch eine zweite in einer anderen Farbe zu kaufen. Mal sehen. Der Koffer wird voll.

Dienstag war es mal wieder neblig im Inner Sunset, ich bin dann mit dem N-train bis zum Duboce Park gefahren und von dort aus zur Valencia Street gelaufen. Dort war strahlender Sonnenschein. Echt immer wieder lustig, die unterschiedlichen klimazonen auf relativ kleinem Raum zu erleben.

Während ich dann so die Valencia entlang geschlendert bin, gab es immer mal wieder das eine oder andere Geschäft zu erkunden.

Ich kam an einer Eisdiele namens „Smitten“ vorbei, draussen wurde mit einer Sorte names „cookie dough with pretzel sticks and chocolate chips“ (keksteig mit salzstangen und schokoladenstreuseln) geworben. Das hat direkt meinen eingebauten Speiseeisreflex ausgelöst und ich gönnte mir eine Kugel.

  1. Superlativ – das war mit Sicherheit das leckerster Eis, was ich jemals gegessen habe. Wirklich. Naja, oder vielleicht eins der besten.
  2. Superlativ – mit fast 12 Dollar fuer die eine Kugel war es auch mit grossem Abstand das teuerste Eis meines Lebens.

Apropos, wir muessen mal ueber die Preise reden. Warum die Lage in den USA momentan so ist wie sie ist, faellt einem leichter zu verstehen, wenn man sich mal das Preisgefüge im Supermarkt anschaut. Die Schweiz ist ein Discountladen dagegen, und die Menschen sind auf einen Menschen hereingefallen, der gesagt hat, genau das innerhalb eines Tages zu verändern.

Fuer einen grossen Becher Joghurt darf man fast 7 Dollar zahlen, ein halbes Pfund Butter bekommt man fuer 4-5 Dollar. Die berühmten Eierpreise sind allerdings leicht gesunken, 12 Bio Eier bekommt man schon ab 7-8 Dollar 😉. Essen gehen ist auch soo teuer geworden, dass man es eigentlich eher vermeidet. Wirklich schade ist das.

Ups, jetzt bin ich kurz abgeschweift.  Aber die Tage sind eigentlich auch beide auserzaehlt. Wobei eine Sache wollte ich noch erzählen, nämlich von einem lustigen Abend, an dem wir gemeinsam Frau Zs Kleiderschrank ein bisschen ausgemistet haben. Wir hatten eine Menge spass dabei und waren trotz heftigem Gelächter auch sehr effektiv.

Momentan sitze ich gerade mit Frau Z in einem ruckeligen Bus auf dem Weg nach San Luis Obispo. Die Fahrt zieht sich. Doch davon erzähle ich dann  nächsten Beitrag.

Happy Wochenende

Heute ist schon Montag und ich blicke zurueck auf ein wundervolles Wochenende mit schönstem Wetter. Da habe ich scheinbar wirklich unheimliches Glück. Bis auf gestern strahlt die Sonne von morgens bis abends ununterbrochen vom Himmel. Gestern war es dann ein eher nebliger Tag in der Stadt, aber durch das Mikroklima in dieser Gegend mussten wir nur etwas raus fahren und hatten wieder tollstes Wetter.

Samstag morgen war ich endlich  fit genug, um den morgendlichen Kaffee zu bereiten und ihn Frau Z. ans Bett zu bringen. Wir haben ewig gequatscht. Es war toll, dass Wochenende war und sie nicht arbeiten musste. So hatten wir ganz viel Zeit.

Durch mein neues Lieblingshobby, dem modernen „pocket page scrapbooking“ hatte ich einen Laden, names SCRAP gefunden, in dem nur gebrauchte Sachen fuer Basteleien und Handarbeiten aller Art verkauft werden. Da wollte ich so gerne hin und so führte uns unser erster Weg in den Süden der Stadt. Habe einige coole Sachen gefunden.

Etwas weiter oberhalb befindet sich der Crane Cove Park und da wollte Frau Z. gerne hin, weil dort einiges neu entstanden ist. Ich liebe ja solche Viertel, ein ehemaliges Industriegebiet, dem behutsam und mit viel Gefuehl fuer Gestaltung neues Leben eingehaucht wurde. Die alten Industriegebäude wurden gefüllt mit Büros, hippen Läden, Cafes und Restaurants. Das ganze liegt direkt am Wasser und so haben wir unseren Spaziergang bei einem Aperol Spritz mit Blick auf die San Francisco Bay beendet. Ein traumhaft schöner Tag war das.

Sonntag früh waren wir erst mal auf dem kleinen Bauernmarkt um die Ecke und haben frisches Obst und Gemüse gekauft. Da es kalt und neblig in der Stadt war sind wir wieder ueber die berühmte rote Brücke gefahren und ich durfte  in einen dieser riesengrossen Craft Stores gehen. Ich war schon etwas überwältigt, denn die Dimensionen in solchen Läden sind einfach noch mal anders als bei uns in Deutschland. Eine aufgeregte Dreiviertelstunde später hatte ich mein Körbchen ordentlich gefüllt und war happy ueber all die Dinge, die ich mir gekauft habe. (Nachricht an meinen Mann, ich habe alles unter Kontrolle 😉)

Der Tag war einfach wunderschön und sonnig und so zeigte mir Frau Z. noch den kleinen Campus, an dem sie gerade nochmal studiert. Da bin ich ja so stolz drauf. Ich finde es bewundernswert in unserem Alter noch mal eine Ausbildung anzufangen. Das ist einfach total inspirierend.

Wie überhaupt alles hier total inspirierend ist. Die Leute sollen wegen mir von Amerika denken was sie wollen und natürlich ist die politische Lage momentan mehr als beängstigend. Aber Kalifornien und speziell eine Stadt wie San Francisco ist einfach anders. Man muss es selbst gesehen haben, und den allgemeinen Zeitgeist spüren. Ich rate auch dazu, die Stadt jenseits von Fishermans Wharf und Cable Cars zu erkunden. Irgendwie erscheint mir hier vieles unkomplizierter und die Menschen sind sehr freundlich und kommunikativ.

Am späten Sonntag Nachmittag haben wir nochmal Mr. W besucht und während die beiden eine kleine Wanderung gemacht haben, habe ich meine Energiereserven aufgefüllt und meine neuen Bastelsachen ausprobiert. Zwischendurch gab es noch ein kleines Bad im Kältepool und ein leichtes Dösen auf der gemütlichen Eckbank im letzten Sonnenlicht des Tages.

Zurueck zu Hause bekam ich dann noch das allerleckerste Essen gekocht und dann waren wir beide irgendwann so fertig, dass wir uns einfach nur in unsere Betten zurueck zogen. Ich habe noch den letzten Blogbeitrag verfasst und bin wie immer, seitdem ich hier bin, innerhalb von drei Sekunden eingeschlafen.