Dolomiti

Mittwoch früh sind wir schon wieder aufgebrochen, dieses Mal zu unserer letzten Unterkunft auf unserer kleinen Oberitalienrundfahrt. Doch dazu später mehr.

Auf dem Weg dorthin haben wir uns das hübsche Trient (Trento) angeschaut, in der Innenstadt einen Aperol Spritz getrunken und uns ein bisschen beim Bummeln die Beine vertreten. Ich mag es sehr, dieses ziellose Herumlaufen in einer unbekannten Stadt. Ab und zu gehe ich mal in ein Geschäft, meistens wartet der Herr Gemahl geduldig draussen, manchmal kommt er auch mit rein. Kaufen tue ich meist nix, ich guck einfach gerne was die so haben. OK, manchmal muss es dann doch eine Kleinigkeit sein.

Nachdem wir wieder aus Trient draussen waren, ging die Fahrt in ca. 1 1/2 Stunden weiter nördlich nach Suraga im Fassatal, mittendrin in den bezaubernden Dolomiten. Nicht umsonst gehören diese zum UNESCO Weltnaturerbe und an den hohen Bergspitzen, die die Täler links und rechts einsäumen, kann man sich gar nicht satt sehen.

In der neuen Unterkunft haben wir sogleich erst mal den Wellness Bereich inspiziert. Wie fein. Im Hotel Dolomia gibt es zwei Saunen, ein Dampfbad, einen Pool und einen Whirlpool mit zuschaltbarem Wasserfall. Gefallen hat mir, dass hier die Leute ihre Badebekleidung anbehalten durften/sollten/mussten. Ich gehe wirklich gerne in die Sauna, aber ganz ehrlich, so richtig wohl fühle ich mich nicht unter den Nudisten. Ist eben so.

Am Abend dann gab es ein feudales 5 Gänge Menü mit Salatbuffett mit allerlei leckerer Trentiner Küche. Es war alles sehr schmackhaft zubereitet und wir hangelten uns vom geflammten Zucchinittörtchen, über leckerste Nudeln mit Pilzen, gebratenem und gekochtem bis hin zur allerfeinsten Karamelltorte.

An der Bar draussen machte sich der Kellner gerade einen Café Macchiato für den Eigenbedarf. Das ist ein Espresso mit einem Schuss Milch falls jemand fragt. Ich kramte tief in meiner Italienisch Schublade, grinste ihn breit an und sagte, ich hätte gerne einen Café „essatamente cosi“… woraufhin er mir zwinkernd seinen rüberreichte. Derselbe und der gleiche, jaja, die Feinheiten der Sprache muss ich wohl noch lernen.

Buchstabensuppe

Donnerstag morgen begann mal wieder mit einem gebuchten Programmpunkt. Es gibt einfach Dinge, die muss man vorher reservieren, sonst hat man keine Chance. So hatten wir also um 10 eine Tour im Neon Bone Yard gebucht. Dort werden viele alte und sehr bekannte Las Vegas Schilder ausgestellt. Ich hatte mich schon lange darauf gefreut, weil ich einfach ein großer Fan von Reklameschildern und Buchstaben bin. 

Es war wirklich toll, wir bekamen auch einiges von der Geschichte der alten Hotels + Kasinos erzählt, zum Beispiel dem Stardust oder dem Sahara. Ich war begeistert und hab mal wieder geknipst, als gäbe es kein Morgen. Es war unglaublich heiß und wir bekamen Schirme mit auf die Tour. So ist Herr C. wie ein Kabelträger ständig mit dem Schirm hinter mir hergelaufen, weil ich wie ein kleiner Hundewelpe überall rumgerannt bin. 

Danach wollten wir eigentlich weiter in die nahegelegene Wüste fahren und noch ein paar rote Steine gucken, aber uns allen ist der enttäuschte Gesichtsausdruck vom kleinen P. Nicht entgangen und so wurde kurzerhand umentschieden, an den Hotelpool zu gehen. Dort hatten wir richtiges Glück und ergatterten eine Lounge Ecke mit Sofa im Schatten direkt am Pool. Der Nachmittag war traumhaft und wir Erwachsenen orderten einen Eimer mit Eis und leckerem Corona und tranken auf den Teenager, dass er uns so einen schönen Nachmittag beschert hat. 

Später am Abend haben wir uns dann nochmal ins Gewühl gestürzt und haben uns die Wasserspiele am Bellagio Hotel angeschaut und das Paris Hotel. Weil es dann aber doch zu viel war sind wir etwas außerhalb gefahren und haben ein tolles japanisches Lokal entdeckt, wo wir bei leckerem Sushi und japanischem Bier auf den wunderschönen Tag angestoßen haben.