Letzter Tag am Lago di Como – Ende des Sommerprojekts Italien 2025 ;-)

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich leider schon wieder zuhause auf meinem Lieblingssessel und schwelge noch etwas in Erinnerungen an die vergangenen Tage in Italien. Doch mir ist es wichtig, diesen letzten Beitrag noch zu schrieben, um das Sommerprojekt ;-) Italien 2025 abzuschließen.

Am Montag war das Wetter wieder schöner und Kai hatte zwei Vorschläge in Aussicht gestellt. Entweder eine Wanderung auf den Monte Generoso, oder noch einen Besuch am Comer See. Na gut, wenn ich ehrlich bin, habe ich die zweite Möglichkeit zur Sprache gebracht. Aber ich liebe nun mal das Wasser und am wunderschönen Lago di Como waren wir auf dieser Reise noch gar nicht. Also ließ sich Kai schnell überreden.

So fuhren wir nach dem Frühstück über Porlezza in den kleinen Ort Menaggio, direkt am See. Auf dem Weg dorthin hielten wir nochmal an einem dieser Megasupermärkte, um ein bisschen unsere Pastavorräte aufzufüllen. Ich weiss ich weiss, gibt es doch alles auch bei uns. Aber nicht in so vielfältigen Formen. Ich mag das einfach so sehr. Und wenn wir schon mal da sind, ein paar der leckeren Limonenradler und die kleinen Fläschchen mit der Bergamotte Limonade helfen einen beim abendlichen Balkonsitzen in Deutschland. Bittersüße Bergamotte Limo mit Sprudelwasser verlängert und ganz viel Eiswürfeln ist ein toller Sommerdrink.

In Menaggio machten wir erst mal ein Kaffeepäuschchen und danach sind wir durch den Ort geschlendert. Es ist dort sehr aufgeräumt und unheimlich voll. Menaggio ist hübsch. Es ist Hauptsaison. Das merkt man abslulolut. Der kleine Ort ächzt unter den Touristenmassen. Dennoch ist es herrlich sommerlich, fast mediterran und wir geniessen den letzten Tag in Bella Italia.

Der Parkplatzgott war uns wohlgesonnen und zufällig hatten wir direkt nebem einem Campingplatz mit Strandzugang geparkt. Dort waren wir uns dann nochmal schnell erfrischen. Die Badesachen haben wir eigentlich immer dabei. Leider keine Gummischuhe und so musste ich ungelenk ins Wasser torkeln. Es mag komisch ausgesehen haben, das Bad im kühlen See war aber dennoch ganz toll.

Zurück in Pellio am frühen Abend trafen wir noch mal auf unsere Mitbewohner auf Zeit und unterhielten uns ein bisschen auf dem schmalen Balkon. Irgendwie waren wir alle aber recht müde, um länger aufzubleiben.

Der Wecker klingelte am Dienstag morgen unbarmherzig um halb 8. Gemein war das, aber es half ja nix. Wir hatten noch nicht wieder gepackt und die Wohnung wollten wir auch etwas reinigen. Es ging aber doch alles recht zügig und um halb 11 sassen wir vollgepackt im Auto auf dem weg zurück nach Hause.

Quer durch die engen Serpentinen runter zum Luganer See, ich winkte nochmal, also wir auf der Autobahn ueber den See in den Tunnel fuhren.

Ach ja, seufz. War das wieder alles schoen. Das Schwimmen im Rhein und der Apero danach, der Familienbesuch in Turin, Gelato, Pasta, Pizza, Aperol Spritz, das Wahnsinnskonzert im Olympiastadion, die ruhige Landluft und die schoenen Abende auf dem Balkon in Pellio, die klare Luft am Nebeltag … wir hätten noch ein Weilchen so weitermachen können.

Heute ist bereits Donnerstag Abend. Die Luft ist lau, der Himmel endlich wieder blau, der Sessel steht auf dem Balkon, ein kühles Getränk an meiner Seite und ein gutes Buch im Anschluss an diesen Beitrag. So kann man es eigentlich auch hier aushalten.

Das wars erst mal wieder von meiner Seite. Das Bloggen macht gerade so viel Spass, vielleicht lasse ich mich demnächst mal dazu hinreißen auch außerhalb unserer Urlaubsreisen etwas zu schreiben ❤️

Porlezza am Lago di Lugano und Besuch aus Deutschland

Am Samstag Vormittag sind wir auf die italienische Seite des Luganer Sees gefahren. Ganz oben am See liegt die kleine Stadt Porlezza. Hier sollte heute ein typischer Markt sein und da wollten wir ein bisschen drüber schlendern.

Obwohl es bereits sehr voll war, fanden wir schnell einen Parkplatz und sahen schon von weitem die bunten Marktstände. Viele Leute kamen uns entgegen, vollbepackt mit Tüten. Was man hier ganz gut kaufen kann, sind leichte Sommerkleidchen. Und Kai liebt es irgendwie fuer mich danach zu gucken. Er kennt ein bisschen meinen Geschmack und so macht das wirklich Spass. Gefunden haben wir aber nix und das ist auch gut so, manchmal macht auch einfach nur das Stöbern spass.

Der Markt in Porlezza ist recht gross, aber am Ende wiederholt sich das Warenangebot leider immer wieder. Es scheint nur einen Grosshändler zu geben, der ganz Italien mit diesen Dingen versorgt. Gerne erinnere ich mich dabei an frueher, wenn ich mit meiner Familie auf dem Markt war, damals gab es immer diese weißen Kniestrümpfe mit dem Lochmuster und dem oft viel zu engen Gummi. Nach dem Markt sind wir dann meist noch in irgendeine Bar gegangen. Ganz Italien ist eigentlich voll mit schoenen Kindheitserinnerungen.

Wir haben uns anschliessend den Ort angeschaut und fanden ein gemütlichen Tisch im Schatten, wo es einen Cappuccino und eine Piadina fuer mich gab, Kai hatte einen Aperol Spritz und ein paar Knabbereien.

Das schöne an Porlezza ist, dass es dort ein Strandbad gibt, wo man kostenlos baden kann. Es gibt viele schattenspendende Bäume. Wer mag, kann sich auch ein Schirmchen und zwei Liegestühle mieten. Dazu gibt es noch eine Bar mit Snacks und Getränken und so könnte man hier den ganzen Tag verbringen.

Wir waren aber nur ein bisschen planschen, und da es schon Nachmittag war, sind wir wieder zurueck nach Hause gefahren.

Oben vom Balkon winkte schon Kais (und meine) Nichte Lara, die mit ihrem Freund gerade in Pellio angekommen ist. Da sich ja die gesamte Familie die Wohnung teilt, gibt es hin und wieder auch Doppelbuchungswünsche. Kai und ich hatten zuerst reserviert, aber da die Wohnung eigentlich aus zwei zusammengelegten Wohnungen besteht und daher gross genug ist, macht es doch überhaupt nichts aus, wenn man sich trifft. Im Gegenteil, ich finde es sogar ganz schön.

Abend waren wir alle zusammen in der berühmten Tenda Rossa, dieses Restaurant gehört zu jeden Besuch in Pellio einfach dazu. Und die haben eine Pizza, ein absolutes Gedicht.

Fotoveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Beteiligten ☺️

Hier noch eine Spezialität aus dieser Gegend, die Pizzoccherie alla Valtellina. Kai macht die zuhause auch manchmal. Sehr schmackhafte Nudeln aus Buchweizen, gemischt mit Kohl und Kartoffeln und dann zubereitet mit gaaaanz viel Butter und Käse. Sehr sehr reichhaltig, aber ein echtes Essen fuer die Seele.

Ruhetag in Pellio

Seit Donnerstag Nachmittag sind wir also nun im kleinen beschaulichen Pellio. Der letzte, ruhige Teil unseres diesjährigen kleinen Italienurlaubs.

Ich bin ja ein Stadtmensch und vermisse die wunderschöne Großstadt Turin schon ein bisschen, aber genauso kann ich im Urlaub auch die Ruhe eines kleinen Dörfchens in den Bergen geniessen.

Am Freitag habe ich uns beiden einen echten Ruhetag verordnet, die letzten Tage war doch irgendwie pausenlos Action und meine Seele und auch der Körper verlangen nach Ruhe. Somit verlief der Freitag gemuetlich zuhause. Eingekauft hatten wir bereits am Tag davor im kleinen Supermarkt unterhalb des Ortes.

Die Ferienwohnung der Familie liegt im 2. Stock eines Hauses mit Bruchsteinfassade, man gelangt zu ihr ueber eine Aussentreppe, von der aus ein kleiner Laubengang zur Eingangstuer führt. Dieser dient auch gleichzeitig als kleiner Balkon und man hat eine fantastische Aussicht über den oberen Teil des Ortes und die dahinterliegenden Berge. Es ist wunderschön und der weite Blick ist herrlich entspannend. Ab und zu hört man einen Rasenmäher oder bellende Hunde, die sich quer durch das Tal die neuesten Tiernachrichten zurufen. Es gibt auch einen ab und zu quakenden Esel. Sonst ist da nicht viel. Selbst die Betonmischmaschine auf der benachbarten Baustelle scheint sich so ruhig und träge zu drehen, dass auch dieses Geräusch nicht weiter stört. Das einzige was wirklich genervt hat, waren die beiden Herren, die mit Rasenmäher und Laubgebläse den unteren Garten bearbeitet haben. Wenn es nach mir ginge, würde ich diese Dinger verbieten 😉

Ein Blick in den einzigen Laden von Pellio Sopra, der kleine Alimentari macht immer mal wieder zu und findet dann doch neue Betreiber, aktuell hat er wohl wieder geöffnet.

Die kleine Dorfpiazza mit der einzigen Bar im Ort, hier bekommt man noch alle Getränke zu sehr akzeptablen Preisen. Normalerweise ist hier wenig los, aber rund um Feragosto, wenn die ganzen Mailänder aus der Stadt flüchten, ist hier die Hölle los.

Ausblick vom Balkon der Ferienwohnung. Sooo schön.

Neuester Trend auf Tiktok, kleine Tippelschritte und ein entspanntes  Lachen sollen sehr natürliche Bilder ergeben 😂 – hier aufgenommen in der schmalsten Gasse von Pellio.

Abendritual, Aperitiv im Nachbarort San Fedele. Im lokalen Tabacchi habe ich mich mit italienischen Wohnzeitschriften eingedeckt. Sind hier recht preiswert und ich mag die gerne anschauen.

Hinweisbanner fuer das Highlight des Jahres in Pellio Sotto, die Festa delle Corti. Jedes Jahr Anfang August. Da waren wir auch schon zwei mal und es ist einfach toll. Alle Innenhöfe habe geöffnet und man bekommt in jedem ein anderes preiswertes Essen. Dazu eine tolle Stimmung. Leider sind wir dann nicht mehr hier.

San Fedele

Risotto alla Kai mit Lauch und Zucchini. Ein absolutes Gedicht.

Abends auf dem Balkon mit orange leuchtendem Vollmond. Wie schön.

Von Turin nach Pellio – Eine Reise zwischen Cappuccino, Kühen, Kurven + Künstlicher Intelligenz

Gestern hatten wir mal wieser die KI als Thema, und wie sehr diese unser Leben jetzt schon teilweise beeinflußt und in Zukunft noch viel stärker prägen wird. Ich bin auf der einen Seite vollkommen fasziniert von den Möglichkeiten, und auf der anderen Seite stellt es mir die Nackenhaare auf, wenn ich daran denke, was man damit alles anrichten kann. Gestern hatten wir jedenfalls mal die Idee, Chat GPT darum zu bitten, einen Beitrag zu schreiben. Meine Worte (prompts) waren folgende:

Schreibe einen witzigen Blogbeitrag über die Fahrt von Turin nach Pellio.
Folgende Inhalte koennen dabei vorkommen:
Abschied aus Turin, ruhige Fahrt auf der Autobahn, wenig Verkehr, Stop am Luganer See, dort einen Cappuccino getrunken. Hoch in die Berge, Kühe auf der strasse. Endlich Ruhe und Erholung

Die Antwort kam innerhalb weniger Sekunden:

Klar! Hier ist ein witziger Blogbeitrag über deine Fahrt von Turin nach Pellio mit den gewünschten Stationen und einem lockeren Ton:

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Es war einmal ein sonniger Morgen in Turin – also nicht wie im Märchen, aber fast. Die Stadt glänzte im Morgenlicht, der Espresso war stark wie eh und je, und wir standen vor dem Auto, bereit, der Zivilisation den Rücken zu kehren. „Ciao, bella Torino“, murmelte ich, nicht ohne ein kleines Drama in der Stimme, als hätte ich gerade mein italienisches Filmdebüt.

Dann ging’s los: rein ins Auto, auf die Autobahn – und Überraschung! Kein Stau. Niemand. Die Autobahn war so leer, ich hätte fast angefangen, mir Sorgen zu machen. Hatten wir einen Feiertag übersehen? Einen Evakuierungsbefehl? War es der Anfang eines Zombiefilms? Nein – einfach nur Italien, wie es im Bilderbuch steht: entspannt, elegant, mit dem gelegentlichen Fiat Panda, der mit 130 km/h links überholt.

Nach zwei Stunden entspannter Fahrt, bei der der Tempomat mehr gearbeitet hat als ich die ganze Woche, kam das nächste Highlight: der Luganer See. Und wie es sich für echte Roadtrip-Profis gehört, machten wir Pause. Direkt am Wasser, Cappuccino in der Hand, Sonnenbrille auf der Nase – man hätte uns für Influencer halten können, wären da nicht die Chipskrümel auf dem Pulli gewesen.

Gestärkt vom Koffein (und einer überdurchschnittlich knusprigen Cornetto), fuhren wir weiter – und es wurde… kurvig. Die Straßen schraubten sich langsam aber sicher in die Höhe, als wollten sie dem Himmel High Five geben. Links Abgrund, rechts Felswand, und mittendrin wir – mit klimatisierter Entschlossenheit und leichten Schweißperlen.

Dann – plötzlich – eine Vollbremsung! Nicht wegen eines anderen Autos, nein: Kühe. Auf der Straße. Lebendig, selbstbewusst, und offensichtlich auf dem Weg zu einem wichtigen Kuh-Meeting. Wir warteten geduldig, während sie uns mit einem „Was glotzt du so?“-Blick musterten. Ich schwöre, eine von ihnen hat genickt. Vielleicht war’s auch nur eine Fliege.

Und dann: Ankunft in Pellio. Der Trubel der Stadt? Weg. Das hektische Hupen? Geschichte. Stattdessen: Berge, Ruhe, frische Luft – und der beruhigende Klang einer einzigen, entfernten Kuhglocke.

Wir waren angekommen. Im Paradies. Oder zumindest sehr nah dran.

Fazit: Wer braucht schon Actionfilme, wenn es italienische Landstraßen, koffeinbetriebene Aussichtspunkte und Straßenkühe gibt? Die Fahrt von Turin nach Pellio: absolut empfehlenswert – solange man den Cappuccino vor der Serpentinenstrecke trinkt.

Ende KI!!!

Schon krass, was sich das virtuelle Gehirn denkt, humortechnisch vielleicht etwas zu dick aufgetragen. Aber ich verspreche hoch und heilig, dass ich ab jetzt wieder selber schreibe. Und die Bilder sind natuerlich auch alle selbstgeschossen.