Nachlese zum Marathon

Bereits am Donnerstag Abend, haben wir mit den großen Vorbereitungen für den Feiermarathon am Samstag begonnen. Während Kai sich auf des Schnibbeln und Kochen konzentriert hat, lag das Backen von diversen Kuchen und das Vorbereiten und Dekorieren der Wohnung in meinem Aufgabenbereich. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, die Wohnung rauszuputzen und von Ihrer besten Seite zu zeigen. Freitag nach der Arbeit ging es dann nahtlos weiter, wir haben gekocht, geputzt, gerührt, gebacken, gewerkelt. Freitag Abend fielen wir dann zufrieden ins Bett. Ja und was soll ich sagen, Samstag morgen um 8 war die Nacht vorbei. Denn streng nach dem Handbuch „Wunderschöne Partys feiern“ ;-) gingen wir in die letzte Vorbereitungsrunde. Sahne schlagen, Wurst- und Käseplatten dekorieren, Getränke bereitstellen, Duschen, Umziehen, Musik aufdrehen, Kerzen anzünden, die Feier konnte beginnen.
Bereits um 5 vor 11 tauchte der 1. Partygast auf und dann ging es in loser Folge weiter, immer wieder klingelte es, und neue Gäste wurden begrüßt. Um die Mittagszeit war dann irgendwann die ganze Familie versammelt und die beiden Parteien hatten Zeit, sich schon vor der Hochzeit zu beschnuppern ;-) Am Nachmittag lösten sich die Gäste ab, es gab einen kleinen toten Hund  Punkt zwischendurch, an dem sich der Kreis lichtete, aber je später der Abend, desto illustrer die Gästeschar. So hat sich der gemütliche Familiennachmittag später noch in eine ausgewachsene Party verwandelt. Während Kai und ich schon unter einem gewissen Alkoholeinfluß standen, betraten einige Gäste frisch und ausgeruht erst am Abend das Parkett. Was soll man machen, Kneifen gilt nicht, also feierten wir weiter, und weiter, und weiter.
Wie geplant, lichtete sich der Kreis um 11, aber ein harter Kern blieb unnachgiebig und es kam der lettische Black Balzam auf den Tisch, ein schwarzer Kräuterlikör mit 45 Umdrehungen. Die Letten schwören auf die gesundheitliche Wirkung und Kai glaubt ganz fest daran. Deswegen habe ich überhaupt auch nur daran beteiligt ;-) Man soll am nächsten Tag auf jeden Fall Katerfrei sein. Ich habe dann so gegen 12 schlapp gemacht und Kai hat die letzten Gäste um viertel nach 2 verabschiedet.
Uff … zusammenfassen kann ich sagen, es war wirklich ein unfassbar anstrengender Tag, aber auch absolut harmonisch und wunderschön. Wenn man also von den körperlichen Ausfallerscheinungen absieht, bleibt am Ende die Erinnerung an einen tollen Tag mit Familie und Freunden.

Gestern dann waren die Nachwirkungen dafür umso stärker, da nützt es dann auch nichts, daß die Zeitumstellung eine weitere Stunde geschenkt hat. Ich hatte den mächtigsten Kater seit langem. Während Kai wesentliche fitter schien, hatte ich übelste Kreislauf und Magenprobleme. Autschn, vom Kopf will ich gar nicht anfangen. Aber das gehört wohl auch dazu. Morgens haben wir also unter Schmerzen mit den Renovierungsarbeiten begonnen und nachdem meine Eltern gegen halb zwei zum Bahnhof gebracht wurden, mußte ich erst mal meine Wunden lecken und ein ausgiebiges Mittagsschläfchen halten. Kai hat wie ein Duracell Männchen weiter durchgehalten und noch den gesamten Rest der Wohnung zurück in den Ausgangszustand gebracht. Ach ja, und ein bisschen Marathon gucken waren wir auch noch.
Am Abend dann kam Kai endlich zur Ruhe und wollte mit mir gemeinsam den Tatort anschauen … ich schwöre, es hat keine zwei Sekunden gedauert, als der frischgebackene Fünfziger in einen alles übermannenden Sofaschlaf gefallen ist. Unter Protest „Er müsse doch schließlich wissen wer der Mörder ist“, habe ich ihn dann ins Bett verfrachtet, wo er dann auch sofort wieder wie ein Stein eingeschlafen ist.

Alles Bahnhof

Gestern Abend waren wir zur Feier des Tages noch zum Essen in unserem erklärten Frankfurter Lieblingsviertel unterwegs, dem Bahnhofsviertel. Ich glaube ich hatte es bereits erwähnt ;-) Dort gibt es eine große Auswahl an Köstlichkeiten der unterschiedlichsten Nationalitäten, wobei der asiatische Kontinent sicher dominiert. Aber das kommt mir persönlich ja sehr gelegen. Manchmal sind es nur kleine Nischen in der Wand und man muß schon sehr aufpassen, daß man sie nicht übersieht. Andererseits macht dann auch wieder ein Hipster Laden nach dem anderen auf, die so langsam aber sicher, die alte Klientel verdrängen. Aber noch ist es eben genau dieser Mix, der das Viertel so spannend macht. Samstag Nachmittag waren wir zum Beispiel auf einen Cappucino und einen unfassbar leckeren warmen Schokoladenkuchen (hatte ich was von Diät gesagt ;-) im Maxi Eisen, dies ist einer dieser besagten Szeneläden, jung und ambitioniert. Sooo lecker, am liebsten würde ich bei denen das Hochzeitscatering ordern.

Gestern Abend waren wir bei einem neuen Vietnamesen, dem Pho Ngon. Das war auch sehr lecker, vor allem weil man so nett bedient wurde. Wir haben natürlich stolz berichtet, daß wir in Kürze selber in diesem Land zu Gast sein werden und bekamen noch ein paar Reisetips mit auf den Weg.
Wir waren recht früh zuhause, denn die eigentlichen Feierlichkeiten finden ja in anderem Rahmen statt. Wir freuen uns auf alle, die ihr Kommen zugesagt haben und sind gespannt, wer ohne bisherige Rückmeldung spontan noch auftaucht. Nur soweit, Sitzplätze sind rar und werden sicher den Älteren vorbehalten bleiben. Es könnte daher Spitzen geben, an denen es recht voll ist, vielleicht aber auch nicht und Kollege Zufall regelt das. Wir sind sehr gespannt.

Ach bevor ich es vergessen, apropos Bahnhofsviertel. Kai hat von seinen Geschwistern eine Führung durch das Rotlichtviertel rund um den Bahnhof geschenkt bekommen, uiuiui … ich dachte ja, das wäre eher so von außen und man bekommt viel erklärt … aber die Tour beinhaltet das volle Programm. Sie ist für 2 Personen und ich wußte ja, daß er das geschenkt bekommt, und daß ich höchstwahrscheinlich davon profitieren darf … aber nachdem ich es gelesen habe, weiß ich nicht, ob ich dafür wirklich die richtige bin … hot, hot, hot, sage ich nur ;-)

Schobbe

Ui, ui, ui, jetzt bin ich aber gerade mächtig aufgeregt. Habe nämlich soeben das erste Mal telefonisch Kontakt mit dem örtlichen Standesamt aufgenommen, um mich über die Terminvergabemodalitäten zu informieren. Auweia, es wird alles gar nicht so einfach werden. Kein Wunder, daß manche dann einfach nach Las Vegas abhauen und sich dort vor einem Elvis-Presley-Double das Jawort geben ;-)
Kommt Zeit, kommt Rat.
 
Samstag Abend waren wir auf dem hippen Brückenstraßenfest in Frankfurt Sachsenhausen, dieses Viertel nenne ich auch immer liebevoll „Little Mitte“, eine Anspielung auf das ehemalige Szeneviertel (vor der Gentrifizierung ;-) von Berlin. Die Brückenstraße ist jedenfalls ein Kleinod am Main, in dem es unter anderem die beste Bäckerei der Stadt gibt, zahlreiche coole kleine unabhängige Läden und natürlich der eine oder andere schicke Treff. Es mischen sich sozusagen guter alter Frankfurter Lokalkolorit mit leinenbeuteltragenden (mit selbstgemachten Kartoffeldruck) Trendsettern ;-) Es ist dennoch mit Abstand mein Lieblingsstraßenfest in Frankfurt, ganz einfach deswegen, weil es noch nicht so kommerziell ist. Und wenn man dann noch die Nachbarn trifft, den lauen Herbstabend genießt, aus irgendwelchen Gründen ein niemals leer werdendes Weinglas in der Hand hält … *autsch* … naja, Sonntag morgen war dann … ach ja, Sie wissen ja wie sowas ist ;-)
 
Dafür hat Kai mich gestern auch zu einer kleinen Wanderung überredet. Wir sind rundum Schwanheim gelaufen, vorbei an Streuobstwiesen, an der berühmten Schwanheimer Düne und haben abschließend auf einem dortigen Straßenfest das Kontrastprogramm zum Samstag erlebt. Wobei die Schnittmenge durch das Frankfurt Lokalkolorit gebildet wurde, wo sonst, wenn nicht hier kann man echten hausgebackenen „Emerrigen Schisskäkk“ serviert bekommen? 
 

Jammerlappen

Heute bin ich wirklich ein bisschen niedergeschlagen. Leider tut der vermalledeite Fuß ziemlich weh. Schon den ganzen Tag. Er fühlt sich an, als wäre er geschwollen, was er irgendwie gar nicht ist und dennoch … oberseitig ist alles taub und pelzig, der Zeh tut bei der Laufbewegung weh und spannt, ich humpele wieder. Es ist gerade alles ein bisschen zum Heulen. Wird das denn jemals besser? Speziell der Schmerz im großen Zeh wird und wird einfach nicht besser, eher schlimmer, so wie heute.
ICH BIN ES SOOOOOOO LEID!!! Und ja … ich weiß, ich muß noch mehr Geduld haben … hrrrrgl!!!

Ach was hilf das ganze Jammern und Wehklagen. Es nützt ja niemanden was, am wenigsten mir selbst. Dennoch, Achtung > Jammerrückfall, an solchen Tagen würde ich mich am allerliebsten ganz tief unter einer kuscheligen Wolldecke verkriechen, ein bisschen Stricken und den ganzen Tag meine Lieblingsserien auf DVD schauen, in den Armen von Kai kuscheln … Die Welt könnte dann getrost draußen bleiben *seufzttief*. Ich denke jeder hat mal solche Tage oder?

Nun ja, heute Abend gehen wir jedenfalls ins Kino „Can a Song save your Life“. Soll wirklich schön und was fürs Herz sein, genau das brauche ich heute. Wir haben noch einen Gutschein für dieses Luxuskino in der Zeilgalerie, dort gibt es riesengroße Klappsessel mit Fußablage. Mal schauen wie das ist.

Ach bevor ich es vergesse, ich wollte ja noch meine DIY Kategorie etwas erweitern, anbei ein paar Strickereien :-)

Sperrbezirk

Die Nachbarschaft ist in heller Aufruhr. Schon seit ein paar Tagen sind wieder die Straßen entlang des Mains gesperrt, vor unserem Haus sind die Zugänge zur Nachbarschaft blockiert, wichtige Menschen in neongelben Warnwesten rufen sich geheimnisvolle Informationen über ihre walkie-Talkies zu. Es ist wieder soweit, der alljährliche Wahnsinn in Form des unvermeidbaren Museumsuferfestes naht. 
Nach nun genau 10!!! Jahren in Frankfurt, habe ich mittlerweile meinen Frieden mit dieser Massenveranstaltung geschlossen. 
Gibt sie mir doch für 3 Tage das Gefühl inmitten einer lauten verkehrsreichen Stadt zu wohnen. Wie? Das würde ich ja sowieso? ;-)  Naja, aber eben nicht mittendrin. 
Egal. Wir werden sicher auch mal vorbeischauen und für Kai ist es seit Jahren eine schöne Tradition, das abschließende Großfeuerwerk am Sonntag Abend zu bestaunen.  
Ich fahre bereits jetzt wieder mit dem Zug zur Arbeit, weil parken? No Way. Mein kleiner Topolino wurde bereits liebevoll gestern Abend weggeparkt und darf nun übers Wochenende ausruhen. Bis Montag dann, wenn alles wieder normal ist. 
Ein schönes Wochenende wünsche ich. 

Noblesse Oblige

Nun haben wir lange genug gerätselt, und ich denke es ist an der Zeit, dem Prinzen aus Zamunda einen (fast) eigenen Beitrag zu widmen. Schon seit geraumer Zeit verfolgt er uns hier im Blog, ob regelmäßig oder nicht vermag ich nicht zu sagen. Er erfreut uns jedenfalls immer wieder mit herzerfrischenden Kommentaren.
Nun … wir müssen es zugeben, wir sind mit unserem Latein am Ende. Jeden haben wir schon verdächtigt, dann wieder verworfen und so weiter. Wir sind einfach nicht weitergekommen, und so geriet es mit der Zeit in Vergessenheit.
Letzte Woche nun bat der Prinz um ein Stelldichein … ein Treffen „beim netten Italiener“. Natürlich sind wir sehr neugierig, und lassen uns auf dieses Spielchen ein. Somit kann theoretisch jeder verfolgen, wann es soweit sein wir, und uns der Prinz mit seiner persönlichen Anwesenheit erfreuen wird.
So ziemlich jeder unserer Bekannten stand schon unter Verdacht. Wobei ich persönlich der Meinung bin, daß es sich nur um einen von Kais Freunden handeln kann, wahrscheinlich sogar jemand, den ich noch gar nicht persönlich kenne. Aber wir werden sehen. Die Auflösung steht kurz bevor ;-)
 
Gestern Abend war ich seit langen mal wieder auf einem Konzert. Meine Freundin Christina und ich schenken uns gerne mal solche Tickets zu den jeweiligen Geburtstagen … erstens haben wir ja schon alles ;-) und zweitens ist Livemusik einfach immer wieder ein Erlebnis. Der gestrige Abend wurde von ihr gesponsert und war die Einlösung meines Geburtstagsgeschenkes.
Im Mai, als sie die Karten gekauft hat, hat sie gefragt, ob ich denke, daß ich Mitte August wieder laufen kann. Ich antwortete, wenn ich es bis dahin nicht wieder könne, dann wäre irgendwas falsch ;-) Und so war es dann auch, sogar Tanzschritte und leichte Hüftschwünge waren drin.
Die Musik von Kelis ist einfach zauberhaft. Ein bisschen Chaka Khan, eine rauchige Stimme … goldene Discobehänge auf der Bühne, großartige Musik mit tanzbaren Rhythmen … es hat sehr viel Spaß gemacht.
Heute morgen war dann das Aufstehen auch etwas beschwerlicher, aber Kai hat mich sanft säuselnd mit einer dampfenden Tasse frisch aufgebrühten Kaffees aus dem Schlaf geholt :-)
 

Urlaubsgeständnisse

Eigentlich ist es ja bekanntermaßen nichts neues, daß Kai und ich gerne reisen. Um so erstaunlicher, daß so ziemlich jeder entsetzt fragt: „Wie, ihr wollt schon wieder Urlaub machen?“
Kais standardisierte Antwort belehrt dann den Fragenden mit der Behauptung, wir hätten doch in diesem Jahr noch keinen einzigen Tag Urlaub genommen! Per Definition hat er da ja wohl recht ;-)
 
Naja, verdient oder nicht, wir nehmen’s wie es kommt und so werden wir am Samstag erst eine Fahrt durch die Alpen in die schöne Schweiz unternehmen, um dann nach einer Übernachtung bei Kais Freunden weiter in Richtung Pellio zu fahren. Dem Heimatort von Nonno. Dort waren wir ja schon mal zusammen und es ist wirklich sehr schön. Das kleine Dörfchen liegt ganz idyllisch im Val d’Intelvi zwischen dem Luganer und dem Comer See. Zu beiden Seen ist es praktisch gleich weit. Die Lage ist einfach traumhaft. Es gibt ein (gar nicht so kleines) Apartment mit einem wundervollen Blick über das Tal und die Berge. Wir freuen uns sehr darauf.
 
Und wo wir schon dabei sind … für November wird dann wieder Asien angesagt sein. Wir haben einen Flug nach Singapur gebucht. Ich hatte so eine merkwürdige Sehnsucht nach diesem Ort, von dem ich außer den beigegetünchten Krankenhauswänden und weißgekachelten Operationsräumen so gar nichts kenne. Ich bin so neugierig auf das Hawker Food, auf den Singapore Zoo, auf das Leben auf der Straße, Little India und so weiter und so weiter.
Aber zwei Wochen im Stadtstaat könnten vielleicht zu viel sein, daher machen wir noch einen 10-tägigen Zwischenstop im Süden Vietnams.
Kai hat irgendwo gelesen, daß man dort sogar Affen im Restaurant serviert ;-)
 
Es soll ja jetzt Leute geben, die angesichts dieser Planung nur hilflos den Kopf schütteln, wie kann man nur noch mal in ein solches Land fahren, wenn man vom Affen gebissen wurde?
Ich antworte dann (ebenso belehrend ;-) sehr gerne, daß einem in Bad Homburg bei Aldi auch ein Baukran auf den Kopf fallen kann. Und das meine ich überhaupt nicht despektierlich.
 
Freitag Abend sind wir ins benachbarte Offenbach geradelt. Die ganze Strecke am Main entlang. Ich muß unbedingt mal meinen Fotoapparat ins Grenzgebiet mitnehmen. Es gibt dort noch so viel schönes zu entdecken. „Noch“ sage ich, denn die unheilvollen Baukräne schwingen bereits über dem Gebiet und werden in schöner Investorenmanier ein gesichtsloses Gebäude nach dem Anderen über die Industriebrache würfeln. Nur um dann anschließend so ziemlich alles zu zerstören, was diese ehemalige Hafengegend so liebevoll macht.
Naja, als Architektin muß ich da wohl mal meine Klappe halten. Immer noch besser als mitten in Berlin ein Stadtschloss zu errichten ;-)
 
Samstag dann das alljährliche Schweizer Strassenfest. Nach einem kräftigen Regenguss waren wir dort mit ein paar Leuten und haben uns … mal im Kriechtempo, mal im Kontrapost durch die Menschenmenge gegessen und getrunken. Am Ende der Straße war ich fix und fertig. Mein Füßlein hat schon die ganze Woche Zicken gemacht. Dick wird er, weh tut er … doof das.
 
 
Sonntag erst Frühstück mit Milchkaffee und amerikanischen Blaubeerpancakes und später dann zum großen Familientreffen zu den Caminadas nach Idstein. Wir haben ein bisschen über die bevorstehende Hochzeit geplaudert. Auweia … mal schauen, ob wir es schaffen, so wirklich jedem Anspruch gerecht zu werden … hm … wahrscheinlich nicht. Am Ende machen wir es dann einfach so, wie wir es für richtig halten ;-)
 
 
Sonntag Abend dann, als wir zuhause angekommen sind, hat uns ein Berg griechischer Leckereien vor der Tür erwartet. Unser Lohn für zwei Wochen nachbarschaftliches Katzensitten. Unter anderem mindestens 5 Kilo leckere große Fleischtomaten und eine Monsterwassermelone. Yum, yum. Es ist wirklich eine ganz wunderbare Tradition, daß wir uns gegenseitig immer mit Leckerereien aus dem jeweiligen Urlaubsort beglücken, nachdem wir … und das ist ja überhaupt das beste an der Sache … immer gegenseitig auf unsere Miezekatzen aufpassen.

Review, KW 29-30

Momentan ist das Leben einfach so bunt, daß ich gar nicht mehr zum Schreiben komme. Wir sind ordentlich unterwegs und genießen den deutschen Sommer. Am Freitag Abend zum Beispiel waren wir Abends im Günthersburgpark, dort findet nämlich im alljährlich das Stoffelfestival statt. Man kann einfach nur auf einer Decke liegen, mehr oder weniger interessante Darbietungen hören oder anschauen, ein Picknick machen und dabei die Sonne beobachten, wie sie hinter der Menschenmenge versinkt. Auf dem Heimweg, mit dem Fahrrad waren wir unterewegs noch ein Eis essen … und sind abschließend durch die laue Frankfurter Sommernacht nach Hause geradelt. Wahnsinn. So viele Menschen sind draußen und die Atmosphäre ist einfach unbeschreiblich.
Samstag war dann das Sommerfest unseres Büros im Badehaus 3 des Bad Nauheimer Sprudelhofs. Und ich muß sagen, auch dieser Event hätte sommerlicher nicht sein können. Gefeiert wurde draußen, im unten fotografierten traumhaft schönen Innenhof. Die ganze Zeit denke ich, hier würde ich gerne wohnen, ein Höflein, mit einem Brünnlein … was ist nur los mit mir ;-)
Irgendwann saßen wir dann alle mit den Füßen im Wasser und haben den Aperol im Glas im Becken schwimmen lassen. Wie üblich gehöre ich bei Büroevents zu den letzten, die die Veranstaltung verlassen. Gottseisgepriesenundgetrommelt habe ich in der Nacht noch eine Heimfahrgelegenheit gefunden. Ach ja … ich habe mal wieder mit Kleinstelektronik die Partymusik beigesteuert. Nur nichts dem Zufall überlassen ;-)
 
 
Sonntag habe ich mir dann einen Heimattag gewünscht. Ich muß diesen Wunsch ja schon immer lange vorher anmelden, da Kai sonst wieder etwas einfällt, was man dann machen könnte. Daher gewöhne ich mir jetzt an, diese freien Tage terminlich einzuplanen ;-) Und ich muß sagen, so richtig schön war das. Ich konnte meinem Hangover fröhnen und ich habe mich mit leichtem Aufräumen, Wäsche machen und dem unvermeidlichen Stricken beschäftigt. Kai hat sich mit einem Eimer weißen Fensterlack bewaffnet und ist durch die Wohnung gezogen, um die Fensterrahmen hier und da nachzuarbeiten. Die Fensterbauer haben im letzten Jahr ihre Spuren hinterlassen.
Abends haben wir dann noch gegrillt und uns moralisch auf die neue Woche vorbereitet.
 
Dienstag dann das nächste Highlight. Geburtstag in Monsheim bei meiner Freundin Uli. Gefeiert wurde wiederum bei deren Freundin, die ihr Haus in einem dieser wundervollen Gehöfte haben, die es in dieser Weingegend wirklich überall gibt. Ein Traum … schon wieder möchte ich dort einziehen ;-)
Anschließend hieß es mal wieder Abschied nehmen, denn Uli und mein Patenkind fahren schon bald wieder ins weit entfernte Californien. Wird langsam Zeit, daß wir da auch mal wieder hinfahren.  

So, und heute ist nun bereits schon wieder Donnerstag und ich begebe mich nach der Arbeit direkt nach Alsfeld. Mein geliebter Papi war nämlich im Krankenhaus und ich muß unbedingt mal nach dem Rechten sehen. Tschüssn.

Der Kai.der lässt das Reisen nicht

Jeden morgen am Bahnhof. Das bedeutet auch, jeden morgen neue Reisende zu sehen, beladen teilweise mit überdimensionalen Rollkoffer schauen sie auf Anzeigetafeln, trinken bereits am frühen Morgen ein Gläschen Sekt oder ziehen noch bargeldreserven aus dem Geldautomat. Wie ich Sie beneide ;-) … seit unserem unsanften Abbruch unseres Abenteuers fühlen wir uns immer noch so extrem unausgereist. Nie war unser Fernweh größer als jetzt. 

Aus diesem Grund … und weil mein Arbeitgeber „gefordert“ hat, den gesamten Jahresurlaub für die nächsten 25 Jahre (ok, jetzt übertreibe ich ;-) also für dieses Jahr, bereits am Jahresanfang festzulegen … also nur deswegen … haben wir das letzte Wochenende genutzt, um dieser Forderung nachzukommen :-) Wir freuen uns soooooo!!!! 

Große Erwartungen

Gestern Morgen hat Kai den Hochzeitskaspar gefrühstückt. Spontan hatten wir uns nämlich am Feiertag dazu entschlosssen, am Samstag in meine Heimat Alsfeld zu fahren, um mit meinen Eltern beim gemeinsamen Familien-Viewing unsere Mannschaft im fernen Brasilien zu unterstützen. 
Alsfeld … ja, da war doch was – richtig … wir wollen im nächsten Jahr heiraten. 
Daß die Hochzeit mit 99,99%iger Wahrscheinlichkeit in Alsfeld stattfinden soll, hatten wir uns nämlich schon vor längerer Zeit überlegt und sind uns auch beide einig darüber. Für mich sowieso schön, da mich mit der Kleinstadt in Oberhessen, in der ich geboren und aufgewachsen bin immer noch emotional viel verbindet. Und Kais Geburtsort Sao Paolo … das wäre wahrscheinlich zu teuer ;-)
Zugegeben, wir leben beide in Frankfurt … aber aus irgendeinem Grund … also Freunde nun kommt schon … um auch den letzten Zweifler zu überzeugen, hier unten ein Bild vom historischen Marktplatz als kleines Häppchen :-)
Wie schon erwähnt, wachte Kai gestern auf und fing plötzlich an von diesem Tag zu reden, als Anforderungsmanager ist die grundsätzliche Aufgabenstellung schnell erfaßt: am Ende dieses Tages wollen wir rechtmäßig verbundene Eheleute sein. Aber der Teufel steckt wie immer im Detail, wann, wo, wie, wieviel … hinter jedem kleinen Wörtchen stecken unendliche viele Möglichkeiten und Ideen. 
Samstag vormittag sind wir es dann angegangen, viertel vor 2, kurz vor Geschäftsschluß in Alsfeld sind wir beim örtlichen Juwelier eingelaufen, um uns Eheringe anzuschauen ;-) Jetzt mal echt, scheint knapp, aber ob man es jetzt glaubt oder nicht, wir wurden fündig … so fündig sogar, daß wir beide uns innerhalb von 5 Minuten einig waren und sie dann trotzdem noch nicht bestellt haben. Aber wenn man dann einen Ring am Finger trägt, bei dem man sofort weiß, der und kein anderer! Ich denke die Sache ist klar. Nächster Punkt, die Location. Das wird schon schwieriger. Mein Herz schlägt für ein halb verfallenes Schloßambiente hoch auf dem Hügel am Rande von Alsfeld. Dort gibt es einen Raum mit der notwndigen Infrastruktur, einen tollen Freibereich … und wenn jeder Gast einen Nudelsalat mitbringt, dann hätten wir auch alle was zu essen;-) Getränke auf Kommission vom Schluckspecht … ein paar Kerzen und ein bisschen Deko … Herz was willste mehr. 
Als nächster Punkt, und das ist tatsächlich gar nicht so einfach … die Gästeliste … *hust* … wir haben nur mal die Personen aufgeschrieben, die uns beiden wirklich wichtig sind … aber jetzt mal echt, alleine für die Caminadas muß man ja die Alsfelder Stadthalle bereitstellen ;-) … aber egal … hauptsache wir können ein Ereignis feiern, das uns beiden sehr am Herzen liegt, mit einem ganzen Haufen Menschen … die uns sehr am Herzen liegen :-)