Gestern war mal wieder ein kleiner Umzug angesagt. Basel war ja nur unser Zwischenstop auf dem Weg nach Turin, die Hauptstadt des Piemonts (das mit der Kirsche ;-)
Nach dem Fruehstueck ging die Fahrt zunächst durch die Schweiz. Das bedeutete Berge, soweit man schauen konnte. Links und rechts der Autobahn türmten sich neben satt grünen Wiesen und Feldern die majestätischen Gipfel der Schweizer Alpen auf. Dazwischen gab es gelb leuchtende Sonnenblumenfelder und Bäume mit erntefrischen Aprikosen, welche ueberall am Straßenrand verkauft wurden. Die Fahrt ging naemlich nicht nur über Autobahnen, sondern führte auch über kleineren Neben- und Passstrassen.
Vorbei am Genfer See erreichten wir irgendwann den schnurgeraden Tunnel, der die Fahrt über den San Bernardino Pass erheblich abkürzte.

Noch mitten im Tunnel befuhren wir wieder das Gebiet der europäischen Union und am Ende wurden wir direkt in den Bergen des italienischen Aostatals ausgespuckt. Irgendwie auch ganz schön wieder in der EU zu sein, und direkt auf preiswerte Datennutzung zurückzugreifen. Da faellt das navigieren deutlich leichter.
Wir hatten wirklich bisher grosses glück mit dem Wetter. Die beiden Tage in Basel waren warm und sommerlich, perfekt zum Schwimmen im Rhein. Unser Reisetag hingegen war eher kühl, bewölkt und minimal regnerisch.
Die gesamt Zeit waren die Strassen wunderbar leer. Etwa zwei Stunden spaeter sahen wir bereits die ersten Wohnblöcke der Stadt und schließlich erreichten wir unser Hotel in Turin. Wir residieren im fünften Stock des Best Western Luxor Hotels, perfekt gelegen am Rand des eigentlichen Zentrums. Die Aussicht aus dem Fenster ist schoen und sehr städtisch. So mag ich das.


Wie immer brauchte ich einen kurzen Nap, um die Batterien wieder aufzuladen. Danach sind wir aber gleich in die Stadt gelaufen. Der Himmel riss wieder auf und wir konnten noch die letzten Strahlen der Abendsonne geniessen. Der erste Eindruck von Turin war schoen, eine grosse Stadt. Die Strassen rund um das Viertel, in dem wir wohnen sind gesäumt von den typischen Laubengängen, die jeder italienischen Stadt ein spezielles Bild verleihen. Unsere erste Suche galt jedoch einem fetten Pott leuchtendroten Aperol Spritz und den dazugehörigen Knabbereien. Da wurden wir aber sehr schnell fündig, nahmen Platz und wurden bedient.
Zwei Dinge sind hier übrigens anders. Hier wird der Spritz gelegentlich noch mit Campari angereichert, was ihm eine bittere Note und ein noch kräftigers Rot verleiht. Ausserdem kommt hier die Knabberei nicht automatisch mit dem Aperitiv, er kostet alleine meist 5-6 Euro. Allerdings gibt es überall den Aperotarif, da kostet das Getränk dann meist etwa 10-12 Euro, dafuer bekommt man aber dazu eine gute Portion diverser Häppchen, dem sogenannten „tagliere“… Das besteht dann aus ein paar Pizzahappen, Tramezzini, Oliven, Bruschette, Schinken, Salami und/oder Käse. Jeder macht es ein bisschen anders. Daher schauen wir Profis immer zuerst auf die Tische der anderen Gäste, bevor wir uns fuer ein Lokal entscheiden ;-)

Zum Abschluss des Reisetages gab es dann fuer mich noch ein sehr sehr leckeres Eis. Da kannste sagen, was du willst, aber so ein gutes Speiseeis wie in Italien gibt es sonst nirgendwo auf der ganzen Welt. Naja, jedenfalls nicht an jeder Strassenecke. Und verglichen mit meinem Eis fuer 11 Dollar in den USA, waren die 4 Euro für die drei Sorten wirklich akzeptabel.













































































