Kalabrien im Frühling

Seit zwei Tagen sind wir nun bereits ganz unten an der Stiefelspitze Italiens. Bisher war noch keine Zeit, mal etwas zu schreiben, da es heute aber den ganzen Tag regnen soll, habe ich mich gemütlich zurueck ins Bett verkrümelt. Es folgt eine kurze ;-) Zusammenfassung:

Donnerstag morgen 5.20 Uhr – Wecker klingelt unbarmherzig, sitze verschlafen an der Bettkante. Morgenritual: Katzen schmusen, Bad Kaffee, packe letzte Kleinigkeiten

6.20 Uhr – Katzen verabschieden, rollern mit den Koffern zur Strassenbahn. Nicht viel los. Ist Feiertag. 6.45 Uhr – Umsteigen in die S-Bahn. Schon voller, viele Wochenendausflügler. 7.05 Uhr – Ankunft Flughafen Frankfurt. Gate wechselt von A18 auf A40. Wanderung am A-Finger. Stop im Duty Free Shop, Kai duftet sich mit Giorgio Armani ein.

8.55 Uhr – Abflug nach Mailand. Sitzen Gang und Fenster, mittlerweile leider sehr bekannter Reisehack. Junger Mann guckt treudoof, ruecke auf Mittelplatz. Auch gut, Flug eh nur kurz. Probiere neuesten Reisehack, Stück Papier reicht, um Smartphone am Vordersitz zu befestigen. Gucke Film, stricke, schlummern an Kais Schulter. Schon da.

10.00 Uhr – Mailand Linate. Ritual bei Ankunft in Italien. Cappuccino finden und geniessen. Freuen uns. Weiter zum Gate.

12.20 Uhr – Weiterflug. Notiz an mich: nie wieder ITA Air buchen. Sitzbestuhlung extrem eng. Noch nie erlebt. Denke an mögliche Thromben. Die sind doch verrückt. Egal, Knitflix und Chill.

14.05 Uhr – Aeroporto Lamezia. Kleiner gemütlicher Flughafen. Stehen direkt am Kofferband. Google kofferband auf italienisch. Finde keine glaubhafte Übersetzung. 14.50 Uhr – Bekommen Mietwagen. Fiat 500, grosse Ausführung. Sehr hässliches Fahrzeug. Aber bequem und viel Platz. Prima. Fahrt geht los.

16.05 Uhr – Ankunft Hotel Tonicello, Capo Vaticano. Sehr hübsch. Will endlich italienisch sprechen. Mann will freundlich sein und spricht englisch. Erkläre, italienisch zu lernen. Mann freut sich. Endlich. Ich sage etwas. Alles falsch. Italienische präpositionen sind nur nach jahrelanger Übung nutzbar. Egal, er versteht mich. Behauptet er wenigstens. 16.10 Uhr – Allgemeine Verwirrung. Sind nicht im System. Kai zeigt Mailbestaetigung. Hotel fast leer, bekommen unser Zimmer dennoch. 16.25 Uhr – Rundgang durch die Anlage. Wunderschöner fast tropischer Garten, Palmen, Bananen, Orangen, Zitronen, Feigen. Bunte Blumen und reife Mispeln. Erwäge kurz, diese nach Frankfurt zu importieren und in Calvados einzulegen.

16.40 Uhr – endlich im Zimmer. Koffer ausgepackt. Bettdecke ausgerollt, endlich hinlegen. Bin muede und leicht knatschig. Anreise 10 Stunden.

Nach einem kurzen Powernap fühle ich mich besser. Es gibt weiter vorne in der Hotelanlage ein Restaurant. Das ist sehr praktisch, denn wir sind froh nicht mehr weit weg zu muessen. Vor dem Essen gibt es noch einen kurzen Abstecher runter ans Meer, der Himmel ist grau und wolkenverhangen. Es ist alles leer, aber wunderschön. Von weitem kann man die kleine Vulkaninsel Stromboli erkennen.

Im Restaurant gibt es fuer jeden eine Pizza. Die war unfassbar lecker, nicht sehr dünn, aber der Teig war so fluffig. Auf dem Weg zurueck ins Zimmer gehen wir am Pizzaofen vorbei. Ich frage (auf italienisch 😁) Was denn eigentlich das Geheimnis dieses fluffigen (mache eine knetende Handbewegung) Teiges sei. Ganz einfach, den Steinofen mit 330 Grad einheizen (Notiz an mich: Pizzastein fuer neuen Backofen kaufen) und zuvor den Teig 48 Stunden gehen lassen. Ich bin dennoch sicher, ich werde es nie so hinkriegen. Die leckerste Pizza der Welt gibt es nur in Italien 🙃

Der Abend endete sehr frueh, wir waren beide todmüde. Waltonsmusik. Vom gestrigen Tag in Tropea erzähle ich im nächsten Beitrag.

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