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Schlagwort: Reisevorbereitungen
Vac(cin)ation
Volle Packung
Sitze eigentlich schon den ganzen Vormittag am Computer und organisiere, telefoniere, recherchiere etc. pp. … hab ich nun frei oder was? Könnte vielleicht noch eine Büroangestellte gebrauchen (sonst gehts mir aber gut ;-)
Die Packliste ist aber soweit fertig … puuuuh … die ist ganz schön lang. Mein Rucksack hat ein Gesamtfassungsvermögen von 70 Litern incl. Daypack. Hört sich so viel an … aber als der Rucksack dann ankam, sah er plötzlich winzig klein aus … wie soll ich denn da meine ganzen Wollvorräte für 3 Monate unterbringen ;-)
Naja, aber wenn man mal so drüber nachdenke, nehmen wir wahrscheinlich weniger mit als für 2 Wochen Sommerurlaub auf Kreta. Man fängt an auszusortieren und sich dann auf das zu beschränken, was wesentlich ist man für wesentlich hält. Von der Mitnahme des iPads zum Beispiel habe ich mich verabschiedet. Obwohl ich ja eigentlich Inspectorin Gadget bin, beschränke ich mich auf das Smart-Fon und den E-Leser … naja und keiner wird ja wohl von mir verlangen, ohne Kamera auf die Reise zu gehen. Erst gestern haben wir ausgiebig über ein Stativ diskutiert. Kai ist da ja noch viel reduzierter als ich … daher ist ihm das wurst, Kameras kann man auch überall auf Felsvorsprüngen abstellen … aber für eine ProfiHobbyfotografin wie mich … also muß noch ein kleiner Gorillapod her, wiegt ganz wenig und brauch ich unbedingt, um Hongkong bei Nacht fotografieren zu können, is klar oder?
Naja, am Ende werden wir sehen, ob ich in der Lage bin, den Rucksack hochzuheben, geschweige denn durch die Gegend zu tragen … Kai hat ja bereits mit 30 Kilo auf dem Puckel den John-Muir-Trail erwandert … ich denke eher … bei 15 Kilo ist Schluß … mal schauen, wieviele es werden.
Zählerstand
Heute ist Samstag, in genau 3 Wochen geht es los … habe so langsam das Gefühl, ich müßte mal den Fuß raushalten, damit das hier etwas langsamer vonstatten geht. Die Zeit rast schneller als das Licht und ich versuche irgendwie, das ganze auch noch zu genießen. Denn das ist ja der eigentliche Luxus an der ganzen Sache … die Zeit.
Und die Vorfreude … das ist wirklich unglaublich schön. Langsam aber sicher fügen sich die Dinge zusammen. Gestern habe ich im Büro meinen Rucksack abgeholt, den ich bereits Mitte Dezember bestellt hatte *hmpf*, ein passender Bikini ist auch endlich gefunden (war des flaischwiirisch), die Nächte in Bangkok und Sydney sind nun auch verplant. Mein Visum für Australien wurde nach 24 Stunden angstvollen Wartens ;-) genehmigt. Kurz und gut, die großen Brocken sind weg.
Aber der Teufel steckt im Detail. Es sind noch mindestens 465 Dinge zu erledigen. Die Katzen müssen nochmal zum Checkup, diverse Ärzte, Zahnarzt, Friseur und sonstige Termine, Steuererklärung, sind alle Rechnungen bezahlt … was ist mit dem Haus, dem Auto, dem Pferd?
Wir werden sehen. Heute ist jedenfalls alles sehr entspannt. Heute morgen haben wir uns erstmal mit viel frischer Ware eingedeckt, den alten Müll aus Alsfeld entrümpelt und heute Abend gucken wir uns Walter Mitty an … alles gut, und selbst?
Die Brücke am Kwai
Heute war ein toller Tag. Kurzfristig hat es mich schon wieder nach Alsfeld getrieben. Während ich also mein Sabbatical in vollen Zügen genieße, bietet es sich an, ein bisschen im Leben aufzuräumen … natürlich nur im materiellen Sinne. So bin ich also hier um mein … ja werter Leser ;-), dies mag überraschen, gehe ich doch nun auch schon stark auf die 50 zu … Jugendzimmer *hüstel* auszumisten. So ist das eben, wenn man viel umhergezogen ist, die Eltern ein Haus haben und man die einzelnen Stationen des Lebens bequem in der Heimat wegorganisieren kann. Sehr praktisch. So verwundert es dann auch nicht, daß man sich mit Musikkassetten der 80er Jahre, einigen Posterklassikern und einem ordentlichen Stapel ramponierter Architekturmodelle auseinandersetzen muß. Eine Reise in die Vergangenheit, aber heute hatte ich ’nen Lauf … sämtliche Studienordner flogen raus, VHS-Kassetten und Zeitschriften aus Dekaden, in denen ich wahrscheinlich noch nicht mal lesen konnte ;-)
Gut … was weg ist ist weg und jetzt bräuchte man die doppelte Menge an Mülltonnen um der Lage Herr zu werden.
Überlebenstraining
Gestern Abend entdeckte ich kurz vorm Lichtausmachen eine handtellergroße Spinne an der Schlafzimmerdecke … ok, sie war vielleicht 1cm im Durchmesser incl. Gebein … aber dennoch: Spinne ist Spinne ;-)
Genau wie bei den Geschichten übers Zähneziehen, dem Erbrochenen nach übermäßigem Alkoholgenuß oder tiefen Schnittwunden beim Gurken reiben … Spinnen sind ein Thema, da kann jeder mitreden. Schon bei der bloßen Erwähnung, daß wir in diesem Jahr etwas länger durch Südostasien und Australien touren, geht es los. Es gibt die schönsten Schauergeschichten und ich muß ehrlich gestehen, ich höre sie mir angsterfüllt an. Von Spinnen, Kakerlaken … gar von in Hotelzimmern gesichteten Schlange ist da die Rede. Ich muß zugeben, ich habe RESPEKT.
Umso stolzer bin ich doch darauf, daß ich diese monstergroße überdimensionale 12-beinige Riesenungeheuer kleine Spinne heute Nacht akzeptiert habe. Sie durfte dort bleiben wo sie war und ich habe geschlafen. Ganz friedlich. Mal schauen, ob ich noch zu Größerem fähig bin. Ich bin jedenfalls wild entschlossen, es mit dem unbekannten Krabbelgetier aufzunehmen (werde mich im Bedarfsfall hinter Kai verstecken).
Eins steht jedenfalls fest, die Geckos dürfen bleiben. Die finde ich putzig.
Sonntag (5. Weihnachtsfeiertag)
Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen von Freunden und Familie. Am Vormittag haben wir uns nach einem entspannten weihnachtlichen Aufenthalt in Alsfeld von meinen Eltern verabschiedet, um schon kurze Zeit später (mit der üblichen Verspätung ;-) bei der Großfamilie Caminada in Oberrad zum Nachweihnachtstreffen aufzutauchen. Am späten Nachmittag dann eine weitere Zwischen-den-Jahren-Tradition, der Geburtstag von Frau Mohr, meiner ältesten … also nee … längsten … Freundin, wie auch immer, wir kennen uns schon seit 39 Jahren J Kai durfte fahren und ich mußte trinken. Blöde Regelung. Was soll ich sagen, es war ein echt dufter Abend mit Freunden und viel zu viel Wein. Heute fällt dann entsprechend ruhig aus. Wir haben die Weihnachtsbeleuchtung überall angezündet und wursteltn uns so durch den Tag. Vorhin hat Kai mir seine tolle Excel-Tabelle per Stick zur Verfügung gestellt, auf der ich (sehr übersichtlich) auf einen Blick erkennen kann, was alles noch vor dem Abflug zu tun ist. Ich bleibe erstmal entspannt und werde die Liste im Laufe des Tages zu meinen Gunsten modifizieren ;-) Anbei noch ein kleiner Eindruck sonntäglicher Entspannung im Kreise der Fellmonster.
Ganz schön aufregend
In ca. 5 Wochen ist es endlich soweit. Am 1. Februar 2014 starten Kai und ich in unser großes Reiseabenteuer. Alles fing irgendwann im Sommer 2012 an … ein paar Klicks, Glück und weg. Wir haben uns kennengelernt.
Das Reisen ist eine Leidenschaft, die wir beide teilen. Gut … Kai vielleicht etwas exzessiver als ich bisher, aber ich bin ja allem Neuen auch sehr aufgeschlossen. So sind wir in den knapp 16 Monaten, die wir bis jetzt gemeinsam bestritten haben schon so einige Male unterwegs gewesen. Von einigen Kurzwochenenden auf Mallorca, Ibiza, Rügen und Riga bis hin zu etwas längeren Aufenthalten auf der Donau in Richtung Wien, einer wunderschönen Woche im italienischen Pellio bis hin zu zwei Wochen Traumurlaub auf Kreta … bezüglich der Reisedauer haben wir uns langsam gesteigert.
Kai hat bereits kurz nach unserem Kennenlernen vom Sabbatical geträumt. Gemeinsam versteht sich. Ich hielt das damals noch für unwahrscheinlich. Ist es möglich, so lange frei zu bekommen? Aber nach dem Motto „nichts ist unmöglich“ gingen wir es an. In Kais Firma als offizielles Auszeitmodell für alle Mitarbeiter geplant mußte dies nur in einem kurzen Akt der Bürokratie beantragt werden, genehmigt, fertig. Bei mir was das schon etwas komplexer. Sabbatical … hm … ok, achso du meinst das ernst. Nach einer kurzen Phase der Kontemplation ging aber auch hier bald alles seinen offiziellen Weg. Und so kommt es, daß wir uns nun bald auf den Weg zu den Orten der Erde machen, an denen das Wasser in der Wanne entgegen dem Uhrzeigersinn abfließt (muß ich unbedingt drauf achten ;-)
Am Anfang dachte ich noch … uih … 3 Monate, das ist ja soooooo viel Zeit, da können wir ja mindestens einmal die Welt umrunden. Aber schnell wurde klar, daß das so keinen Sinn macht und so haben wir uns auf zwei Kontinente beschränkt. Für Kai stand Asien ganz weit oben, und ich träume schon so lange ich denken kann von Australien. Läßt sich ja prima kombinieren ☺ Die Flüge mit Emirates haben wir bereits alle gebucht. Ist einfach billiger so. Möglicherweise gibt es dann noch den einen oder anderen Inlandsflug, aber das wird spontan entschieden. Hotels in Hongkong und Dubai sind ebenfalls für uns reserviert. Bangkok und Singapur folgen. Ist sicher einfacher in den großen Metropolen die Zeit nicht mit Zimmersuche zu verschwenden.
Warum ich diesen Blog aufgesetzt habe? Nun ja, 1. ich bin ein Nerd. Ein Internetjunkie, ohne mein Smartphone kann ich nicht. Also wäre ich sowieso immer irgendwie vernetzt und würde Freunde und Familie abwechseln mit Whatsapp Bildern beglücken. Das ist aber eigentlich auch zeitraubend. Also dachte ich, so ist es doch einfacher. Alle die Lust haben, können hier auf dieser Seite immer mal wieder nachschauen, was wir so treiben. Gebloggt wird unterwegs vom Smartphone, so daß Bilder und Kurznachrichten überwiegen werden. So, und das war es jetzt erstmal. In den nächsten Tagen werde ich hier sicher noch die eine oder andere Reisevorbereitung dokumentieren.
Wir freuen uns beide wie verrückt.





