Von Turin nach Pellio – Eine Reise zwischen Cappuccino, Kühen, Kurven + Künstlicher Intelligenz

Gestern hatten wir mal wieser die KI als Thema, und wie sehr diese unser Leben jetzt schon teilweise beeinflußt und in Zukunft noch viel stärker prägen wird. Ich bin auf der einen Seite vollkommen fasziniert von den Möglichkeiten, und auf der anderen Seite stellt es mir die Nackenhaare auf, wenn ich daran denke, was man damit alles anrichten kann. Gestern hatten wir jedenfalls mal die Idee, Chat GPT darum zu bitten, einen Beitrag zu schreiben. Meine Worte (prompts) waren folgende:

Schreibe einen witzigen Blogbeitrag über die Fahrt von Turin nach Pellio.
Folgende Inhalte koennen dabei vorkommen:
Abschied aus Turin, ruhige Fahrt auf der Autobahn, wenig Verkehr, Stop am Luganer See, dort einen Cappuccino getrunken. Hoch in die Berge, Kühe auf der strasse. Endlich Ruhe und Erholung

Die Antwort kam innerhalb weniger Sekunden:

Klar! Hier ist ein witziger Blogbeitrag über deine Fahrt von Turin nach Pellio mit den gewünschten Stationen und einem lockeren Ton:

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Es war einmal ein sonniger Morgen in Turin – also nicht wie im Märchen, aber fast. Die Stadt glänzte im Morgenlicht, der Espresso war stark wie eh und je, und wir standen vor dem Auto, bereit, der Zivilisation den Rücken zu kehren. „Ciao, bella Torino“, murmelte ich, nicht ohne ein kleines Drama in der Stimme, als hätte ich gerade mein italienisches Filmdebüt.

Dann ging’s los: rein ins Auto, auf die Autobahn – und Überraschung! Kein Stau. Niemand. Die Autobahn war so leer, ich hätte fast angefangen, mir Sorgen zu machen. Hatten wir einen Feiertag übersehen? Einen Evakuierungsbefehl? War es der Anfang eines Zombiefilms? Nein – einfach nur Italien, wie es im Bilderbuch steht: entspannt, elegant, mit dem gelegentlichen Fiat Panda, der mit 130 km/h links überholt.

Nach zwei Stunden entspannter Fahrt, bei der der Tempomat mehr gearbeitet hat als ich die ganze Woche, kam das nächste Highlight: der Luganer See. Und wie es sich für echte Roadtrip-Profis gehört, machten wir Pause. Direkt am Wasser, Cappuccino in der Hand, Sonnenbrille auf der Nase – man hätte uns für Influencer halten können, wären da nicht die Chipskrümel auf dem Pulli gewesen.

Gestärkt vom Koffein (und einer überdurchschnittlich knusprigen Cornetto), fuhren wir weiter – und es wurde… kurvig. Die Straßen schraubten sich langsam aber sicher in die Höhe, als wollten sie dem Himmel High Five geben. Links Abgrund, rechts Felswand, und mittendrin wir – mit klimatisierter Entschlossenheit und leichten Schweißperlen.

Dann – plötzlich – eine Vollbremsung! Nicht wegen eines anderen Autos, nein: Kühe. Auf der Straße. Lebendig, selbstbewusst, und offensichtlich auf dem Weg zu einem wichtigen Kuh-Meeting. Wir warteten geduldig, während sie uns mit einem „Was glotzt du so?“-Blick musterten. Ich schwöre, eine von ihnen hat genickt. Vielleicht war’s auch nur eine Fliege.

Und dann: Ankunft in Pellio. Der Trubel der Stadt? Weg. Das hektische Hupen? Geschichte. Stattdessen: Berge, Ruhe, frische Luft – und der beruhigende Klang einer einzigen, entfernten Kuhglocke.

Wir waren angekommen. Im Paradies. Oder zumindest sehr nah dran.

Fazit: Wer braucht schon Actionfilme, wenn es italienische Landstraßen, koffeinbetriebene Aussichtspunkte und Straßenkühe gibt? Die Fahrt von Turin nach Pellio: absolut empfehlenswert – solange man den Cappuccino vor der Serpentinenstrecke trinkt.

Ende KI!!!

Schon krass, was sich das virtuelle Gehirn denkt, humortechnisch vielleicht etwas zu dick aufgetragen. Aber ich verspreche hoch und heilig, dass ich ab jetzt wieder selber schreibe. Und die Bilder sind natuerlich auch alle selbstgeschossen.

Voll verbaselt

Heute ist Samstag und der zweite Tag unseres kleinen Zwischenstops in Basel. (Blogtitel = weitere Höhepunkt meines kreativen Schaffens)

Eingemietet haben wir uns hier in dem sehr einfachen B&B Hotel und es reicht vollkommen, auch wenn es schoen wäre, sich im Zimmer um die eigene Achse drehen zu koennen ;-)

Heute Morgen gab es zunächst ein kleines Fruehstueck im Hotel und frisch gestärkt wollten wir in Richtung Innenstadt aufbrechen, als mein heissgeliebter sehr städteerprobter rechter Birkenstock Modell Mayari den Geist aufgab, eine Lederschnalle hat es einfach zerbaselt (ha, schon wieder ;-) … Das ist dumm, da wir ja morgen nochmal in einer Stadt unterwegs sind. Musste ich auf anderes weniger blasenfestes Schuhwerk umsteigen.

Den Vormittag haben wir also in der Baseler Innenstadt verbracht und uns dort ein bisschen getummelt. Die Stadt ist wirklich schoen und es gibt einige nette Ecken zu erkunden. Zwischendurch sind wir auf einen Apero eingekehrt und haben den schoenen Tag genossen.

Zurueck im Hotel musste ich erst mal meine Batterien wieder auftanken. Ein kleines Schläfchen war angesagt. Denn ich bin leider mal wieder unfassbar muede. Das ist  gar nicht so schoen und manchmal koennte ich vor lauter Wut ueber diesen dummen Zustand laut schreien. Aber so ist es eben, und die Parole lautet „pacing“… Das heisst immer wieder Pausen einlegen und Ruhe halten.

Am späten Nachmittag gab es dann den eigentlich Höhepunkt des Tages. Ein weiteres Rheinschwimmen stand auf dem Programm. Mit Bus und Bahn ging es erstmal wieder zur Einstiegstelle und dieses Mal war es unglaublich voll. Es ist eben Samstag … und wahrscheinlich Haupturlaubszeit. Aber es war gar nicht so schlimm, im Wasser verläuft bzw. verschwimmt es sich recht gut.

Das langsame schippern auf dem fließenden Wasser war mal wieder wunderschön. So wie gestern. Es ist irgendwie beruhigend und erholsam und dennoch spannend und abwechslungsreich. Ich überlege nun, ob ich mich nicht in Frankfurt als Flussbeauftrage bewerben soll. Aber meine Theorie ist ja, selbst wenn es je gelingen sollte, die Wasserqualität des Mains so zu verbessern, dass man darin baden koennte, käme irgendein deutscher Paragrafenreiter auf die Idee, das ganze zu verbieten, weil ja was passieren koennte. Klar, es kann immer was passieren, aber mit der gleichen Logik müsste man dann auch das Autofahren verbieten, oder das Treppensteigen. Ach was reg ich mich auf. Wird ja sowieso nix. Aber träumen wird man ja noch dürfen ;-)

An der Ausstiegstelle haben wir uns wieder an Land gezogen und uns nach dem Trocknen erst mal ein kühles Badebier genehmigt. Da koennte ich mich dran gewöhnen. Aperozeit ist sowieso die beste Zeit des Tages.

Es war schon wieder spaet, und so langsam meldete sich der kleine Hunger. Wir mussten heute etwas länger suchen, fanden aber doch noch ein nettes Lokal, wo wir uns jeder einen äußerst schmackhaften Rösti gegoennt haben. Meiner war mit Bergkäse und gegrilltem Gemüse, Kai brauchte eine paar Proteine dazu. Beides war auf jeden Fall sehr sehr  lecker. Zum Nachtisch gab es einen Affogato mit hausgemachten Vanilleeis.

Gute Nacht Basel. Schön wars, wir kommen gerne wieder.

Rheintreiben auf 3 Kilometern

Ich weiss ich weiss, ich war doch gerade erst unterwegs. Aber wie das Leben so spielt, sind wir es jetzt schon wieder. Grund dieser Reise ist dieses Mal mein Geschenk zu Kais 60. Geburtstag im letztem Jahr. Ich hatte ihm Konzertkarten fuer Marco Mengoni geschenkt, irgendwo in Italien, den Ort durfte er sich aussuchen. Seine Wahl fiel auf Turin, und da spielt der Herr Mengoni naechste Woche. Da das mitten in der Woche liegt, haben wir die Wochenenden noch dazu genommen und wo wir schoen mal unterwegs sind, haben wir dann einen richtigen Urlaub daraus gebastelt.

Unseren ersten Zwischenstop habe ich mir schon lange sehnlichst gewünscht.  Jedes Mal wenn man im Sommer in Richtung Süden bei Basel ueber den Rhein fährt, sieht man die ganzen Köpfe aus dem Fluss herausschauen. Da schwimmen ganze viele Menschen  drin rum, einfach so, mitten in der Stadt.

Meine damalige Recherche hat ergeben, dass das Rheinschwimmen in Basel eine lange Tradition hat. Da ich eine alte Wasserratte bin wollte ich das so gerne auch mal probieren.

Auf dem Rueckweg einer Italienreise von vor ein paar Jahren haben wir dann mal eine Nacht in Basel verbracht. Tradition ist es, sich in den Fluss plumpsen zu lassen und sich einfach mit der relativ zügigen Strömung treiben zu lassen. Dabei muss man all seine Klamotten mitnehmen und dafür braucht man einen wasserdichten Trockensack. In Basel auch unter dem Namen Wickelfisch käuflich zu erwerben. Damals waren wir noch zu geizig, um mal eben 70 Franken dafuer hinzulegen. Zumal Kai auch sowas zuhause hat.

Nun ja, lange Rede kurzer Sinn, wir haben uns jetzt doch zwei dieser Säcke im Internet bestellt und damit stand dem Paddeln im städtischen Ambiente nichts mehr im Weg.

Heute morgen sind wir gegen 10 in Frankfurt losgekommen und waren um zwei bereits in der Schweizer Grenzstadt. Nach einem kurzen Schläfchen im Hotel sind wir am späten Nachmittag mit der Tram zum Fluss. Die allgemeine Einstiegstelle in die ca. 3km lange Strecke quer durch die Stadt befindet sich am Tinguely Museum. Dort gibt es einen kleinen Strand, von dem aus man bequem ins Wasser gehen kann. Eilig haben wir alle Habseligkeiten in den Plastiksaecken verpackt, wobei das Handy nochmal eine doppelte Sicherung mit einer wasserdichten Hülle bekam.

Die Wassertemperatur beträgt aktuell angenehme 25°C und so stürzten wir uns schnell in die Fluten. Ab da war dann nur noch sanftes Treiben angesagt. Es war einfach GRANDIOS, WUNDERVOLL, FANTASTISCH. Wir haben es absolut geliebt. Man braucht kaum Kraft und hält sich an seinen Habseligkeiten fest und geniesst die Tour. Vorbei geht es an kleinen Stadtstränden, alten Fischerreusen und schoenen Bauwerken, entlang des Flusses gibt es immer wieder tribünenartige Sitzgelegenheiten, Treppen zum Ein- und Ausstieg und ueberall waren Cafés und sonstige Lokale zu sehen. Es war ein wunderschöner wärmer Sommertag bei angenehmen 30°C und strahlend blauem Himmel. Es war belebt, aber nirgends zu voll. Ab und zu musste man mal eine der Fähren beachten, aber grundsätzlich ist auch das ungefährlich wenn man schwimmen kann.

Nach fast 3km sind wir dann an einer Stelle wieder ausgestiegen und zur Belohnung gab es erstmal ein kaltes Bier. Sommer 2025! So muss das sein.

Meine Sachen sind uebrigens alle trocken geblieben, Kais Tasche hatte allerdings ein kleines Loch und so war seine Hose vollkommen nass. Aber auch die war in der Sonne schnell getrocknet.

Auf dem Rueckweg sind wir noch in einer gemütlichen Pizzeria gelandet und haben bei italienischer Musik den wunderschönen Sommertag ausklingen lassen. Basel ist eine ganz tolle Stadt mit einer tollen Atmosphäre und fuer eine Städtereise uneingeschränkt empfehlenswert.