Lokalkolorit

Ich freue mich wirklich sehr über das positive Feedback aus dem Hintergrund über meine Berichterstattung. Mir macht es wirklich unglaublich Spaß, und es scheint doch einigen zu gefallen. Eine echte Win-Win Situation ;-)

Meistens vor dem Schlafengehen lade ich meine Bilderbeute auf das Handy, dank der direkten W-lan Verbindung. Anschließend bearbeite ich einige der Bilder mit einer App namens Snapseed. Diese hat sich leider verschlechtert. Sie war früher etwas besser. Muss mal nach etwas Neuem suchen. Ich rücke dann meist den Horizont gerade und wenn das Bild etwas zu dunkel ist, dann helle ich die Schatten etwas auf oder ziehe den Kontrast nach oben. Sonst nix.

Mit einer App namens Moldiv mache ich anschließend die ganzen Collagen. Manchmal gibt’s auch ein paar Texte. Dafür alleine braucht es meistens ca. eine Stunde. Irgendwie ergibt sich dann immer wieder mal Reisezeit oder die Zeit nach dem Aufwachen, wenn ich die Berichte schreibe. Bei der Vielzahl der Erlebnisse ist das einfach super. Alle Erinnerungen werden erstmal sorgfältig verstaut und geordnet und machen Platz für neue Erfahrungen.

Die letzten drei Tage auf dem Schiff waren schlichtweg überwältigend. Die Reederei Pandaw River Cruises können wir nur empfehlen. Wer vielleicht gerne mal in ein exotischeres Land wir Laos, Vietnam oder auch Burma, natürlich Kambodscha oder Thailand reisen möchte, sich aber vielleicht nicht traut, dem sei eine solche Art zu Reisen wärmstens ans Herz gelegt. Mal abgesehen vom einzigartigen Ambiente auf dem Schiff und dem leckeren Essen, übertrifft sich die gesamte Crew mit einer Warmherzigkeit, die ich so noch nirgendwo erlebt habe. Man wird in allen Bereichen rundum versorgt und beschützt. Unser Tourguide Herr Somtang hat den bereits außergewöhnlichen Herrn Müller aus Thailand nochmals übertroffen. Man merkt ihm an, dass er diesen Beruf mit ganzem Herzens ausübt, dass er stolz auf sein wunderschönes Land ist, und dessen Mission es ist, die Menschen und deren Lebensweise und Kultur den Reisenden aus aller Welt näher zu bringen.

Gestern Vormittag zum Beispiel haben wir einen kleinen Ort am Fluss namens Chhloung (nein ich habe mich nicht vertippt ;-) besucht. Unser Guide hat ständig Kontakt zu den Leuten gesucht und sie interviewt und diese waren auch immer freundlich und auskunftsbereit. So würden wir eingeladen, uns ein privates Wohnhaus von innen anzuschauen. Alleine würde man so etwas doch nie tun. Sensationell. Beim Streifzug über den lokalen Markt hat er uns ganz viel zu den zahlreichen fremden Lebensmitteln aller Art erklärt und hat die Marktfrauen nach Preisen gefragt. Es wurde immer freundlich gelacht, und wir wurden von den Frauen direkt zum Fotografieren ermutigt. Das beste aber war, dass dies wirklich fernab von jedem Massentourismus geschah. Keine Tourbusse die reihenweise durch den Ort geführt werden, sondern eben nur ein ruhiger Spaziergang in einer etwas größeren Gruppe. Merkt man meine Begeisterung etwas ;-)

Nach dem Stadtrundgang ging es erst mal wieder zurück aufs Boot und wir hatten Zeit, gemütlich auf dem Sonnendeck die Aussicht der vorbeiziehenden Landschaft zu genießen.

Nachmittags um zwei ging es aber schon wieder weiter in Richtung Kratie und von dort mit dem Bus zu den Dolphin Grounds. Einer breiten Stelle im Mekong, an der eine von fünf weltweit existierenden Süsswasserdelphinarten lebt. Mit den Booten tuckerten wir in Vierergruppen weiter raus und bekamen tatsächlich eine ganze Menge der Flusssäuger zu Gesicht. Die Sichtung eines Delphins in freier Wildbahn ist wirklich etwas besonders ergreifendes.

Auf dem Rückweg machten wir noch kurz an einem Geldautomaten halt, damit wir unsere Rechnung an Bord auch bezahlen können am letzten Abend. Wir waren aber sehr genügsam und verursachten keine Extrakosten ;-)

Am Abend gab es dann noch eine kleine Abschiedsparty, die gesamte Crew kam nach oben und alle wurden einzeln vorgestellt und beklatscht. Anschließend durften wir alle zu kambodschanischen Klängen das Tanzbein schwingen. Beim anschließenden dinner wurde mir schon ganz wehmütig zumute. Es blieb noch das Packen auf dem Zimmer und die Gewissheit, etwas ganz besonderes erlebt zu haben.

Jetzt sind wir tatsächlich auch in der Gegenwart angekommen. Gerade sitzen wir im Bus auf dem Weg nach Siem Reap. Die Fahrt dauert etwa 4-5 Stunden und ungefähr Dreiviertel der Fahrt sind schon rum. Heute morgen war ich eigentlich recht gefasst und es lief alles seinen normalen Gang. Als dann aber beim Aussschiffen noch mal die gesamte Crew Spalier stand und sich zum Abschied komplett am Bus aufgebaut hat und wie verrückt gewunken hat … naja … was soll ich sagen, manche Menschen gehören eben zu den etwas emotionaleren Vertretern ;-)

2 Kommentare zu „Lokalkolorit

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