Zwischen den Jahren 

So, jetzt ist uns doch gerade die Bahn vor der Nase weggefahren. Naja, bleibt noch ein kleines bisschen Zeit, um mein neues Blogzuhause ein bisschen wohnlicher zu machen. Der Geburtstag gestern Abend war recht gesellig und es gab ein hessisches Buffett und zum Nachtisch bergeweise von dieser fiesen Schokomousse, die sich so elegant um die Hüften schmiegt.

Heute morgen war mir dann auch ein kleines bisschen übel, was aber vielleicht auch am für mich ungewohnt hohen Bierkonsum gelegen haben könnte ;-) Den Tag habe ich mit Packen verbracht und bergeweise Wäsche gewaschen. Irgendwo habe ich ja mal gehört, dass es Unglück für das kommende Jahr bringen soll, zwischen den Jahren Wäsche zu waschen … aber das ist mit Sicherheit im übertragenen Sinn gemeint. Irgendwie.

Die Zeit ging rum wie im Flug und ehe ich michs versah, stand auch schon der Besuch bei den Schwiegereltern an. Überraschenderweise …  jetzt muss ich kurz ausholen … also der Herr C. ist in Brasilien geboren und die ersten Jahre seines Lebens dort aufgewachsen. Der Papa war beruflich dort und somit auch die ganze Familie, einschließlich einer brasilianischen Haushälterin und Kindermädchen. Die ging damals mit der Familie rüber nach Europa und lebt seitdem in Deutschland … überraschenderweise war sie heute Mittag auch dort zu Besuch und wir hatten einen kurzweiligen Nachmittag mit den Schwiegereltern, südamerikanischen Geschichten und leckerem Gebäck.

Nach einem kurzen Powerschlaf geht es jetzt in die nächste Runde. Den Geburtstag von Frau M. … einer meiner ältesten und besten Freundinnen. Diese zwischen den Jahren Geburtstagstradition ist mir so and Herz gewachsen, der Termin gehört genauso dazu wie Weihnachten und Silvester. So sitzen wir nun mittlerweile in der Bahn und freuen uns auf die Gesichter, die man dann eben oft auch nur einmal im Jahr sieht.

Wandertag

Als wir vor nun fast 3 Jahren unsere dreimonatige Reise geplant haben, hat mein Rucksack gerade mal 10 Kilo gewogen und nach etwa 4wöchiger Reise wäre ich bereit gewesen, noch mal die Hälfte des Inhaltes nach Hause zu schicken. Um so unerklärlicher ist es für mich, dass unsere Kurzreisen in meine oberhessische Heimat jedesmal einem halben Umzug gleichen. Wirklich unglaublich was wir da jedesmal von A nach B schleppen. Es scheint, als würde man aus lauter Bequemlichkeit einfach alles in die Taschen werfen, was man auch nur annähernd gebrauchen könnte …  wie zum Beispiel mindestens 3 aktuelle Strickprojekte. Wirklich wichtig sowas ;-)  Und dann waren dieses Mal ja auch die Katzen mit. Also diverse Futterdosen, Katzenstreu …


Egal, soeben haben wir wieder heimischen Boden betreten und ich habe mich erst mal gemütlich mit meiner Lieblingstasse ins Bett verkrümelt. Noch ein kleines Päuschen machen, bevor es heute Abend schon wieder auf einen Geburtstag geht.

Rückblick 

So ein Jahresrückblick gleich zu Beginn eines Blog kann ja auch eine gute Gelegenheit sein, sich wieder ein bisschen in den Schreibfluss einzumummeln.

So habe ich vorhin ein paar Bilder ausgewählt und gewähre kleine Einblicke in mein/unser persönliches 2016.

Das Jahr haben wir im kleinen Kreis sehr gemütlich in unserem Zuhause in Frankfurt angefeiert. Ich war noch etwas angeschlagen von einer Operation und so haben wir es eher ruhig angehen lassen.

Das Foto entstand auf einer unsere Baustellen, welche dieses Jahr im Februar mit einer größeren Abbruchmassnahme begonnen hat. Das ganze Jahr hat mich die Arbeit dort begleitet.

Im März konnten wir dann endlich unserem allerliebsten Hobby den notwendigen Raum geben. Reisen. Zunächst haben wir ein wunderschönes Wochenende in Porto verbracht. Die Temperaturen waren sehr frühlingshaft und wir haben es sehr genossen.

Gleich im Anschluss haben wir einen Gewinn eingelöst, denn Herr C. macht in Tourismus, und da kann man mit etwas Glück auch mal eine wirklich tolle Reise gewinnen. Eine Woche im 5 Sterne Hotel auf Koh Samui in Thailand. Wobei das obere Bild das für mich viel liebenswertere authentische Land zeigt, nämlich eine der tausenden von Garküchen am Straßenrand, wo man für sehr wenig Geld wirklich ausgezeichnet essen kann. Restaurantechnisch und vom Ambiente ist das kaum zu überbieten.

Auf dem Rückweg haben wir noch einen 4-tägigen Zwischenstop in Singapur eingelegt. Dieser lag mir ganz besonders am Herzen, da ich dort vor zwei Jahren wirklich schicksalhaftes erlebt habe. Vielleicht irgendwann mehr dazu. Singapur war heiß und toll, nicht zuletzt wegen der Hawker Stores mit allen Köstlichkeiten, die die asiatische Küche zu bieten hat.

Im April hat mich dann meine Strickleidenschaft nach Amsterdam geführt, dort habe ich mich mit neun anderen zauberhaften Frauen aus ganz Europa getroffen, um wieder nach Herzenslust zu stricken, zu lachen, und einfach eine ganz tolle Zeit miteinander zu verbringen.

Anbei ein Bildchen von einem Besuch im Mai in meinem absoluten Lieblingswollgeschäft, dem Atelyeay in Mönchengladbach, hier passt einfach alles zusammen, das Angebot, die Räumlichkeiten, die Besitzerin. Einfach toll.

Hier kommen wir schon zu einem meiner absoluten Lieblingsmomente im ausgehenden Jahr. Dem Sonnenuntergang irgendwo auf dem Meer, Dänemark nicht weit weg. Wir haben nämlich unseren ersten Hochzeitstag ganz standesgemäß auf einer kleinen Schnupperkreuzfahrt auf der Queen Elisabeth von Kiel nach Southhampton verbracht.

Im Juli haben wir dann ein paar Tage in der süditalienischen Metropole Neapel verbracht. Irgendwie dachte ich beim Durchqueren der kleinen bunten Gässchen immer wieder, daß gleich Sophia Loren laut schimpfend aus einem der Häuser läuft und einen Teppich ausklopft, während Marcello Mastroianni … ok, ich schweife ab. Lustig übrigens, daß Sophia Loren tatsächlich gerade in der Stadt war.

Ein kurzes Wochenende hat uns Ende August dann in die Weltstadt Wolfsburg gebracht. Wirklich sehenswert ist dort das Phaeno, in dem von Zaha Hadid entworfenen Gebäude gibt es wirklich tolle Dinge zum Mitmachen und Entdecken.

Der Sommer in Frankfurt war in diesem Jahr wirklich sehr schön, das Bild zeigt den Sonnenuntergang vom völlig überfüllten Mainufer, wo auf der anderen Seite das HR Synphonieorchester Auszüge von Leonard Berstein und George Gershwin zum besten gegeben haben.

Huch, sind wir schon wieder im September? Ja? Dann sind wir jetzt auch schon wieder in Kopenhagen, eine ganz fantastische Stadt, die ich mir in jedem Fall noch einmal genauer anschauen muß. Denn so viel gesehen habe ich davon leider nicht. Warum. Man kann es schon ahnen, das zweite Treffen der Strickfrauen stand an.

Anfang Oktober ging es dann mit Herrn C. über Athen auf den Peloponnes. Wir hatten tolles Wetter und konnten dort wirklich schöne 2 Wochen verbringen. Etwas getrübt hat allerdings die erste große Erkältungswelle für dieses Jahr. Die Rüsselseuche hat mich gleich zu Beginn des Urlaubs niedergestreckt. Anstatt viel zu wandern gab es also eher einen ruhigen Urlaub mit viel Ruhe. Ist ja auch schön :-)

November … eine kleine Reise auf dem Flussschiff hat uns nach Amsterdam verfrachtet. War das schön. Wie … eine Flusskreuzfahrt ist … angestaubt, was für ältere, spießig?

Mag sein, wenn man von dem Alleinunterhalter in der Bordbar mal absieht, aber ein beheizter Pool auf dem Oberdeck, dort schwimmen bei 0 Grad und die Lichter am Ufer an sich vorüberziehen lassen? Wir fandens toll.

Im Dezember haben wir uns in der Jahrhunderthalle zuerst die Pet Shop Boys und dann später noch die zauberhafte ZAZ angeschaut. Beides wirklich hervorragende Konzerterlebnisse.

Und schon sind wir wieder in der Gegenwart. Während ich also hier im Wohnzimmer meiner Eltern in meiner alten Heimat Alsfeld sitze, hacke ich diese Zeilen in den Laptop. Heiligabend war wirklich schön. Heute ist der 2. Feiertag und morgen geht es wieder zurück an den Main. Für das Jahresende setzen wir dann noch mal zum Endspurt an. Morgen und übermorgen Abend Geburtstage und ab Donnerstag geht es dann über einen Zwischenstop am Bodensee bei Frau K. in die Schweiz zu Frau E. Dort werden wir dann in den Bergen Silvester feiern. Schnee wäre schön. Hoffen darf man ja.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Hallo, ist da jemand? Irgendwie hallt es noch ein bisschen, und ich fühle mich noch etwas fremd im neuen Blogzuhause. Kann jemand mal das Licht anmachen?

Egal, die Tastatur ist frisch gewienert, die Fingernägel sind gestutzt und ich stürze mich nach einiger Abstinenz wieder voll rein ins Bloggerleben. Worum es gehen wird weiß ich noch nicht so ganz genau, aber es wird wohl eher nicht monothematisch sein, wahrscheinlich schreibe ich über unsere Reisen, mein Lieblingshobby Stricken, unseren ganz normalen Alltag in der Mainmetropole und den ganzen Rest.

Warum? Weil es einfach Spaß macht. Los gehts :-)

Sorrento & Pompeii

Wir blicken zurück auf drei wunderschöne Tage in der süditalienischen Stadt mit dem, meines Erachtens, viel zu schlechten Ruf. Gut, es ist ein bisschen dreckiger als oben im Norden, ein bisschen weniger aufgeräumt, etwas laut … aber wirklich unglaublich charmant. Während wir am Freitag durch die neapolitanischen Gassen der Altstadt geirrt sind, sind wir am Samstag mit dem Schiffchen nach Procida gefahren. Das ist die kleinere der drei Inseln im Golf von Neapel und weitaus weniger bekannt als die berühmten großen Schwestern Capri und Ischia. Aber mit großer Sicherheit nicht weniger sehenswert. Man erreicht die kleine Insel mit dem Schnellboot in etwa einer halben Stunde. Empfangen wird man von bunten Häusern entlang des Hafens, knatternden Motorinos und der zahlreichen Fischernetzen. Zu Fuß gelangt man auf die andere Seite der Insel und nach einem sehr schweißtreibenden Aufstieg zur vorderen Inselspitze wird man mit einem so schönen Ausblick auf den bunten Häuserhaufen belohnt, das mein Hobbyfotografinnenherz Purzelbäume schlägt. Auf dem Weg zurück bin ich voll in meinem Element und fotografiere die zahlreichen Stilleben aus frischer Wäsche, scheinbar lose arrangierten Pflanztöpfen und pittoresken Hauseingängen. Im wieder werden kleine Einblicke gewährt in die Wohnzimmer der Insulaner. 
Gekrönt wird die kleine Inselexpedition von einem Bad im kühlen Meer, am sehr belebten Strand seitlich der Altstadt. War das erfrischend bei der Gluthitze. 
Zurück sind wir mit dem Traghetto gefahren, etwas langsamer, aber so kann man wenigstens an Deck den Fahrtwind und die Aussicht genießen. Leider hat mir die Hitze des Tages doch ein wenig zugesetzt. Ein bisschen blümerant ist mir geworden, aber mit ein paar kalten Tüchern ging auch das schnell wieder weg. Bin ja nicht ganz so hitzetauglich ;-) 

Abends haben wir uns erneut auf die Suche begeben nach der besten Pizza der Stadt. Naja, oder zumindest einer sehr guten. Wieder mal haben wir den Essensradar angeschaltet und nach dem lautesten Restaurant mit dem grellsten Neonlicht  gesucht. Fündig würden wir gar nicht weit vom Hotel in einer belebten Straße. Sicheres Anzeichen für gutes Essen ;-) ist das Nichtvorhandensein eines Menüs, so konnten wir wählen zwischen Pizza und Pizza … Gewählt habe ich einen der im Steinofen gebackenen Teigfladen mit Zucchiniblüten und Miesmuschel, zu trinken gab es Bier aus der Flasche.  Ein zauberhafter Abend. 

Procida

Gestern Vormittag sind wir mit der Circumvesuviana zunächst nach Sorrento gefahren, einem der etwas nobleren Ferienorte an der Amalfiküste. Der Zug gibt einem das volle Gefühl Süditaliens, man sitzt etwas beengt zwischen unglaublich laut gestikulierenden und wild schreienden Jugendlichen, japanischen Reisegruppen mit den großen, sperrigen schrankartigen Rollschränken, und vornehmen, sich Luft zufächelnden sehr zierlichen Italienerinnen auf dem Weg zum Strand. Im Zug ist es heiß und drückend und langsam ratternd scheint dieser, jeder Hundehütte Kampaniens einen Besuch abstatten zu wollen. Zugegeben, die fast eineinhalbstündige Fahrt war etwas anstrengend, aber ich hatte mein Strickzeug dabei und Kai hat ausgiebig die Landschaft beobachtet. 
In Sorrent haben wir uns erst mal ein kühles schattiges Plätzchen mit Blick aufs Meer gesucht und einen Cappuccino Freddo getrunken, gefolgt vom obligatorischen Gelato. Besonders faszinierend fanden wir den Blick von oben auf den langen, aber schmalen Strandabschnitt, der über und über mit bunten Sonnenschirmen und Liegen übersät war. Es war pickepacke voll und wir blickten neidvoll auf die vielen Menschen, die sich einen Platz im grün schimmernden Mittelmeer gesichert haben. 
Auf dem Rückweg sind wir mit dem gleichen Zug zum nächsten Tageshighlight gefahren. Pompeji, der im Jahre 79 nach Christi vom Ausbruch des Vesuvs unter meterdicken Lavaschichten begrabenen Kleinstadt. Sehr große Teile der Anlage wurden in vielen Jahrzehnten mühevoll ausgegraben und bilden einen sehr spannenden Eindruck in die unmittelbare Zeit vor dem Vulkanausbruch. Wirklich sehenswert war auch die Ausstellung zahlreicher Bronzefiguren inmitten der Ruinen. Der Besuch hat sich sehr gelohnt und ist uneingeschränkt weiterzuempfehlen. Sehr gut war auch Kais fürsorgliche Entscheidung, die große Mittagshitze zu meiden und erst am späten Nachmittag dort hinzufahren. Denn Schatten ist auf den gut erhaltenen Straßen eher rar, außerdem waren die großen Besuchermassen aus aller Welt alle schon wieder auf dem Rückweg in ihre Unterkünfte. Später durften wir noch ein Stündchen im Pendelzug Richtung Neapel genießen und so konnten wir noch weitere Feldstudien über das Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit betreiben. 
Gestern Abend sind wir dann wieder zu der gleichen Pizzeria gegangen wir am Freitag, dort war es nämlich außerordentlich lecker und es gab einen Fernseher. So konnten wir bei gebratenen Anchovis, gefolgt von einer extrem leckeren Pizza Capricciosa und der lokalen Spezialität Babá mit Rum das Finale der Europameisterschaft genießen. Der Kellner hat uns nochmals sein ganz persönliches Mitleid über das vorzeitige Ausscheiden von La Mannschaft aus dem Turnier mitgeteilt, wie auch schon in den Tagen zuvor einige andere seiner Landsmänner mit leidvoller Mine ihr Bedauern über den Handelfmeter von Schewainstaaigär ausgedrückt haben. Irgendwie nett.  
Das war jedenfalls nochmals ein ganz warmherziger lauer Sommerabend, der einen würdevollen Schlusspunkt auf dieses wunderschöne Wochenende gesetzt hat. 

Napoli

Vorgestern Abend sind wir zu später Stunde in Neapel angekommen, nachdem wir durch unseren Flug das Halbfinale gegen Frankreich verpasst haben. Im Nachhinein, haben wir es dann doch nicht so bereut ;-) 

Neapel ist schön, schön Italienisch, so wie man sich Italien in all seinen Facetten immer vorstellt. Man meint, jeden Moment müsste Sophia Loren irgendwo aus einem Haus in den engen Gassen der Altstadt laut schwadronierend herauskommen und einen Teppich ausschütteln. Alleine der Markt gestern mit all seinen Farben und Früchten zu beneidenswerten Niedrigstpreisen war die Reise wert. Ganz zu schweigen von DER Pizza, einfach am Straßeneck, zusammengerollt auf die Hand. Yum, yum! Gestern sind wir bei Gluthitze so viel gelaufen, dass ich abends beim Essen schon fast eingeschlafen wäre. Aber heute ist ein neuer Tag, jetzt geht’s auf eine der vorgelagerten Inseln. Wir freuen uns :-) 

Nachlese

Kaum zu glauben, jetzt ist der erste halbe Arbeitstag schon fast wieder rum, und die wunderschöne Zeit im fernen Asien ist schon wieder in so weiter Ferne. Aber es hat natürlich auch alles seine guten Seiten, die Temperaturen in Deutschland zeigen sich von ihrer allerbesten Seite, und im Vergleich zu der drückenden Hitze im Schmelztiegel Singapur ist das wirklich sehr angenehm.
 
Nachdem wir an unserem letzten Abend nochmal im muslimischen Viertel essen waren und ich ein sehr leckeres Nasi Goreng zu mir genommen haben, mußten wir leider am Samstag morgen packen. Unser Flieger ging erst am Samstag Abend um 21.20 Uhr, so hatten wir noch einen ganzen Tag Zeit, um noch einmal richtig ins Schwitzen zu geraten. Nachdem also sämtliche Einkäufe in zwei Rucksäcken fachgerecht verschnürt waren, haben wir uns noch ein letztens Mal in die Mustafa Mall aufgemacht, um dort noch einmal in dem Warenüberangebot zu schwelgen.
Später hat Singapur dann aus vollem Hals geweint, es hat geschüttet, als gäbe es kein Morgen. Kann man verstehen, pünktlich zu unserer Abreise eben. So haben wir dann das gemacht, was alle Singapurer bei diesem Wetter machen, wir waren noch ein bisschen shoppen, lecker essen … um 5 sind wir dann in Richtung Flughafen aufgebrochen.
Nachdem wir dann dort unser Gepäck aufgegeben haben, haben wir die tollen Fußmassagegeräte getestet, die dort überall herumstehen … kostenlos versteht sich. Während ich die Dinger eher schmerzhaft fand, war Kai davon gar nicht mehr wegzukriegen.
 
Die beiden Heimflüge waren wieder mal recht turbulent. Irgendwann grinst mich mein Mann an … und quasselt mir ständig in den Film rein. Bis es mir klar wurde, er hatte sich klammheimlich in seinem Sitz einen eingepichelt … hier ein Weinchen … ja, Gin Tonic, oooh fein, ein Cognac als Digestif … haha. Naja, irgendwie muß man so einen Langstreckenflug ja herumbekommen. Ich konnte gottseidank sogar ein bisschen schlafen.
 
Früh morgens um halb sieben Ortszeit sind wir dann heil in Frankfurt gelandet, mit dem Taxi nach Hause gefahren und haben uns gleich erst mal aufs Ohr gehauen. Kai meinte ja unbedingt, sich um 10 schon wieder den Wecker stellen zu müssen. Die Quittung hat er dann abends bekommen, ich hatte noch gewettet, ob er den Tatort 1 oder sogar ganze 3 Minuten schafft. Ich glaube, bereits die Titelmelodie hat er nicht mehr geschafft :-)
 

Freundliches Federvieh

Momentan sitzen wir gerade in der total überfüllten Bahn in Richtung Innenstadt. Wir waren gerade im Jurong Bird Park, dem angeblich größten Vogelpark Asiens. Es war wieder unglaublich heiß, mehrere Liter Flüssigkeit wurden ausgeschwitzt, die Klamotten kleben nur so an einem herum. Es war sehr schön, wenn auch dieses Mal mit einigen Abstrichen. Teile des Parks waren sehr toll, nämlich dort wo die Vögel in großen gemeinsamen Riesenvolieren herumflogen, andere Teile waren weniger schön, nämlich dann wenn zum Beispiel majestätische Greifvögel in viel zu kleine Käfige gesperrt werden. Man merkte auch, dass da einiges in die Jahre gekommen ist. Aber was toll war, ich habe Pelikane und Pinguine mit Fisch gefüttert, in der großen Voliere kamen die Vögel sogar zu einem geflogen, denn man könnte für eine kleine Spende ein Becher mit krabbelnden Mehlwürmern bekommen, die seien für die Vögel angeblich wie Pommes Frites. Ein leckerer Snack. Das hat sehr viel Spaß gemacht. 

Jetzt sind die Füße so langsam platt gelaufen. Wir wollen jetzt erst mal zurück ins Hotel und ein bisschen im Pool planschen, bevor wir uns heute Abend noch mal auf die Suche nach dem leckersten Essen Singapurs machen 😁