Home Sweet Home

Heute morgen sind wir ein Haus weiter gezogen, da wir in dem anderen nix verlängern konnten. Sind jetzt im Diamond Cliff Hotel, auf einem Hang mit einer spektakulären Aussicht von der Terrasse. Es gibt hier nur zwei Zimmer. Gesten hatten wir uns eins davon angeschaut und waren sofort begeistert. Es ist hell, geräumig … Nach nun fast 3 Wochen rumreisen fühlt sich das irgendwie gerade so ein bisschen nach einem Zuhause an. Ich genieße es gerade in vollen Zügen während Kai sich unten am Traumstrand tummelt. Bevor ich da aber auch gleich hingehe, werde ich erst mal meinen rucksackinhalt wieder auf Vordermann bringen. Aus irgendwelchen merkwürdigen Gründen geht der nämlich immer schwerer zu, obwohl wirklich nix dazu kommt. Die Sachen scheinen ein Eigenleben zu haben  … 

Tag am Meer

Auf speziellen Wunsch einer einzelnen Person (wer wohl? ;-) war der heutige Tag geprägt von … NICHTS. Einfach mal einen ganzen Tag kein Programm. Nur Strand mit dösen, lesen, stricken … leider hatte ich dann heute zum ersten mal auf dieser Reise leichte Magenverstimmungen, war nicht so schlimm, aber dennoch war ich froh, dass wir heute keine 24-stündige Busfahrt auf dem Plan hatten ;-) 

Ein Wunder überhaupt, dass mein empfindlicher Magen bisher so gut durchgehalten hat. Kai könnte wahrscheinlich hier alles essen, ist er doch durch seine Kindheit in Brasilien etwas abgehärteter. 

Abends haben wir dann in einem der zahlreichen Strandrestaurants mit den Tischen direkt im Sand unsere 1-wöchige Verlobung gefeiert und uns an den schönen Abend vor einer Woche erinnert. Noch immer sind wir ganz beeindruckt von den vielen Glückwünschen, die uns auf allen Wegen erreicht haben. Vielen vielen Dank nochmal euch allen. 
Eben noch gab es einen kleinen Absacker an der Strandbar direkt an unserem Strand und jetzt gehts todmüde in die Federn. 

Good Bye Jungle

Gestern Abend gab es für mich noch  eine wohltuende einstündige Fussmassage, und wie schon beim letzten Mal in Bangkok hätte ich direkt im Anschluss sofort wieder einschlafen können. Armer Kai. Musste er wieder mit einer, sich kurz vor der Tiefschlafphase befindenden Gaby zu Abend essen. Nächstes Mal wissen wir es besser und es gibt die Massage erst nach dem Essen :-) 


Nun bewegen wir uns langsam aber sicher wieder heraus dem Dickicht des thailändischen Dschungels. Wie immer, wenn wir einen besonderen Ort auf dieser Reise verlassen (also jedes Mal ;-) hängt das Herz noch etwas tief. Aber es muss ja mitreisen. So sitzen wir nun wieder mal in einem dieser ungefederten Minibusse und bewegen uns ein weiteres Stückchen in Richtung Süden. 

Bereits auf der Fähre zu einer der Andamaneninseln finden wir plötzlich eine weiter Form des Thailandtourismus vor, den Homus Pauschalus. Herrlich.  Neben uns zum Beispiel ein Pärchen der Gattung „eigentlich wollten wir lieber nach Phuket, da war aber nix mehr frei“ Vati, Anfang 50, Engländer, Tribal Tattoos über den gesamten, leicht aus dem Leim gegangenen Körper verteilt, im Solarium ordentlich vorgeröstet, mit sportlichen Shorts, Adiletten und einem Tanktop ala „Bier formte diesen wundervollen Körper“ – nur dass stattdessen das Emblem des thailändischen Chang Bieres abgebildet ist … Mutti … Ebenfalls um die 50, die schulterlange wasserstoffblonde Mähne mit einem bunten Stoffgummi gebändigt und genauso Solariumgetoastet, passend dazu ein knallpinkes Hemdchen und Flip-Flops mit hübschen Rüschen … Das beste kommt aber noch: auf dem fleischigen Oberarm prangt das Gesicht eines süßen, etwas in die Breite gezerrten Mietzekätzchens, sicher eine Jugendsünde aus der Zeit als Mutti und Vati noch pauschal die europäischen Inseln unsicher gemacht haben. 
Ups … sorry … jetzt ist es gerade etwas mit mir durchgegangen. 

Es ist schon faszinierend, wie der Transport in diesem Land funktioniert. Es wirkt alles ein bisschen chaotisch, aber hinter den Kulissen ist alles perfekt organisiert. Asien für Anfänger. Egal an welcher entlegenen Stelle man sich befindet, man bucht im Hotel sein nächstes Ziel und wird durch ein geschickt ausgefeiltes Netz an Minibussen und Fähren an seinem Zielort ausgespuckt. 


In unserem Fall stand sogar noch ein Mann an der Fähre, der ein Schild mit dem Namen unseres Hotels in der Hand hielt (also WIR haben den nicht bestellt) … Der uns also dann kostenlos mit seinem Gefangenentransport in unser kleines schnuckliges Resort brachte. Das Coral Beach Resort auf Koh Lanta. Man muss aber immer dazu sagen, dass der Begriff Resort hier eher inflationär verwendet wird und unsere Unterkunft eher schlicht ist. Die Kulisse rundherum ist aber alles andere als das. Tschuldigung. Ich will ja nicht schon wieder allen die Nase lang ziehen. Aber … ich meine … feiner heller Sand … Glasklares Wasser … Hängematten zwischen Kokosnusspalmen … Wie soll ich das denn bitte umschreiben ohne Worte wie traumhaft, paradiesisch, wunderschön … Ok, ok, ich versuche es. Also, ist ganz nett hier … und man muss auch schon ganz schön aufpassen, dass man keine Konosnuss auf den Kopf bekommt ;-) 

King Cobra

So (kurzes o)! Jetzt beginnt der Urlaub wirklich. Dachte ich schon in den beiden Nächten zuvor, dass wir eine einfache Unterkunft hätten, heute Nacht geht es dann noch ein bisschen besser. Unsere Hütte für die Nacht hat keinen Strom, kein Wasser und wurde mit sehr viel Bambus direkt auf dem See errichtet. Von der Matratze auf dem Boden kann man das Wasser sehen, und natürlich auch die darin befindlichen Fischlein. Davor kann man direkt in den badewannenwarmen See springen. Die Landschaft rundherum ist bergig und grün.  Man hört aus der Ferne die Gibbonäffchen (sehr laut) rufen. Wirklich mal wieder seeeeehr idyllisch.

Wir haben diese overnight Tour von unserer Unterkunft aus gebucht. Zwei Tage auf dem See incl. Dschungelsafari, Transport und Verpflegung.  Gleich gehen wir wandern. Unser Guide sagte nur: „No Wet no Fun“ 
Update Montag morgen: gestern auf der Wanderung sollten wir durch eine dunkle Höhle wandern. Erst breit und groß mit vielen Spinnen und Fledermäusen. Anschließend zieht sie sich zu wie ein Flaschenhals. Teilweise nur noch 1m breit bis zum Ausgang sind mehrere Gewässer zu durchqueren oder sogar zu durchschwimmen. In voller Wandermontur und mit Kopflampen.

Wir fassen zusammen:

  • Höhle
  • Wasser
  • dunkel
  • Spinnen
  • Fledermäuse

So weit so gut. Mit ordentlich Respekt liefen wir los. Unser Guide sagte, die Spinnen seien nicht giftig. Es ging durch den tiefen Dschungel. Unfassbar schön. Kurz vor der Höhle dann ergab sich folgende Situation: einer der thailändischen Guides lief auf unsere Gruppe zu, direkt vor dem Höhlenausgang hat es sich eine ca. 3m lange giftige Königskobra bequem gemacht. Unser Guide wurde blass. Die anderen Touristen waren in der Höhle quasi eingeschlossen, weil sich natürlich niemand an dem Tier vorbei getraut hat. Irgendwann kamen dann doch alle raus, aufgeregt schnatternd und mit ihren Bilder des majestätischen Tieres auf den Digitalkameras. Die Schlange sei aber jetzt weg.
Die anderen wollten dann trotzdem gehen. Ich hatte Angst. Kai meinte immer, Gaby wir müssen da nicht rein. Ich wollte ihm irgendwie den Spaß nicht verderben, dachte ich … Aber dann, kurz davor … ich konnte es nicht, Tränen standen mir in den Augen …  Wir drehten herum. Es war ein krasses Erlebnis.
Erst war ich total geknickt, dass ich gekniffen habe. Am Ende haben wir uns aber mit der Entscheidung gut gefühlt. Zumal mir Kai am Abend sanft ins Ohr geflüstert hat, dass er froh war, denn er hätte auch Schiss gehabt. 

Also bitte, eine giftige K-O-B-R-A? Wer hat denn da keine Angst? Wir sind doch nicht lebensmuede.
Später am Abend gab es dann noch eine Nachtsafari auf dem Longtailboat durch die Seitenarme des Sees. Immerhin konnten wir dann noch einen weitaus friedlicheren Hornbird (eine Art Tucan) sehen. Ein toller Vogel. 
Ein nächtliches Bad bei fast vollem Mond rundete diesen aufregenden und tollen Tag ab. 

Ein Tag am See

Aufgewacht mit den fiependen  Geckos auf unserer dümpelndem Bambushütte begannen wir den Tag so, wie der gestrige aufgehört hat. Mit einem Sprung aus dem Bett in den immer noch lauwarmen See. Ein bisschen Verdunstung auf dem Wasser, die Gibbons kreischen im Hintergrund. War so schoen. Anschließend Frühstück mit Banana pancakes (kriegt man hier überall und sind total lecker) und gefriergetrocknetem Kaffee mit Milchpulver (as Good as it gets) und dann nochmal planschen. Auf dem Rückweg dann ein stop zwischen im See aufragenden spitzen Felsen und einer Möglichkeit herunterzuspringen. Ein bisschen Acapulco Feeling. Sehr witzig. Es gab dann noch lunch auf dem Boot und eine abschließende Fahrt in Richtung Hauptanlegestelle. Auf der Heimfahrt im voll ausgestatteten Minibus war dann Thai Karaoke angesagt. Ich durfte auch mal. Kai hat es auf Video gebannt. Wirklich Schade, das wir das nicht teilen können ;-)

Es war ein sehr nettes trüppchen von Reisenden. Konnten natürlich auch hier nicht mit unserer Verlobung hinterm Berg  halten. Lustig, in der letzten Gruppe auf dem Schiff waren wir die jüngsten, dieses mal die ältesten. Unterschiedlicher können Reisegruppen nicht sein. Kai musste mich ja erst überzeugen, von der Idee, ab und zu mal so eine Tour zu buchen, aber bis jetzt war es immer toll und wir haben Sachen gesehen, die wir vielleicht alleine nicht entdeckt hätten. 
Jetzt haben wir gerade wieder in unserer Lodge eingecheckt und sitzen gemütlich auf der Terrasse im Liegestuhl bei Bier und Nüsschen. Gerade eben habrn uns die Makakenäffchen auf unserem Dach und der Terrasse besucht. Sooooooo putzig. 

Mellow Mellow

Wir sind also nun am Rande des Khao Sok Nationalparks angekommen und haben eine einfache Holzhütte in Arts Riverview Lodge bezogen. Die letzten beiden Tage haben wir mit ausgiebigem Chillen verbracht, baden im Fluss und ein bisschen wandern. Es ist unglaublich heiß und feucht hier, so dass eine Dusche maximal 10 Minuten Abkühlung spendet. Dennoch schlafen wir ohne Klimaanlage unter dem Moskitonetz wie die Steine, da es Nachts sehr angenehm kühl wird. Es gibt überall sehr viele Geckos. Daran muss man sich gewöhnen. Ansonsten hatten wir hier erstaunlicherweise wenig Probleme mit Moskitos. Morgens und abends jeweils eine Dosis antibrumm war bisher ok. Allgemein gibt es relativ wenig Insekten. Zumindest nicht in Sichtweite.
Überall laufen die kleinen Makaken Aeffchen um uns herum oder schwingen sich durch die hohen Bäume. Sie sind wenig ängstlich und so konnte ich auch dieses sensationelle Foto von dem kleinen Affenbaby, suckelnd an Mamas Bauch machen. 

Genuss für Leib und Seele

Dies ist eigentlich ein alter Beitrag, den ich samt Bildern schon vorbereitet hatte, aber dann kam ja Kais alles entscheidende Frage dazwischen … einen Tag zuvor: 

Heute war dann mal ein bisschen Kultur angesagt.
Da es in Bangkok unendlich viele Tempel gibt, haben wir uns stellvertretend den mit dem größten liegenden Buddha der Welt angeschaut. Den Wat Pho. Herr Müller hat uns ja auf unserer Schiffsreise einiges über den thailändischen Buddhismus erklärt , das war wirklich sehr interessant. Vor allem wie er den Glauben an die Wiedergeburt erläutert hat. (Musse uisse: Papa von He Mulla Thai, Mama au Thai … aso He Mulla au Thai. Uenn Papa und Mama von He Mulla Hund, dann He Mulla au Hund. Musserespektiere alle Lebewese, wai villeit kann sein Mama und Papa von He Mulla dann Ameise im naeste Lebe). 
(Foto nachrräglich bearbeitet ;-)

Nach dem Tempelbesuch haben wir uns die weltberühmte Kaosan Road angeschaut. Eine der größten Tourimeilen, die dieser Planet hervorgebracht hat. Unbedingt sehenswert;-) Dennoch haben wir dort das allerleckerste Pad Thai überhaupt und aller Zeiten gegessen. Natürlich in einer Garküche. Auch ein Muss, der Strassenmarkt mit all seinen Plagiaten. Hervorragend. 
Abends gab es dann ein feines Abendessen in einer Blechhütte auf der Sukhumvit und zum Abschluss … herrje schon wieder ein Superlativ … Aber dieser Bananenteigfladen, frisch zubereitet … und davor eine ganze Tüte Babyananas. 
Thailand ist wirklich ein Schlaraffenland. Gut, dass wir straendig in Bewegung sind, sonst würden wir auf dem Heimweg sicher nicht mehr in die Flugzeugsitze passen ;-)

Happy Valentine

Mitten im thailaendischen Dschungel habe ich gerade ein abgelegenes Internetcafe gefunden, wo die Verbindung sooo langsam ist, dass man sich gemuetlich eine Thaimassage goennen koennte, waehrend unsere Seite laedt. Zur aktuellen Lage spaeter mehr. Vorher muss ich unbedingt berichten, wie wir ueberhaupt hier hingekommen sind. Rueckblick,

Donnerstag, 13. Februar

15.55 Uhr
Windsor Hotel, Bangkok
Wir schnallen uns die (mittlerweile etwas schwerer gewordenen) Rucksaecke auf den Buckel und marschieren los, erst mal stopfen wir uns in die vollgepropfte Bahn, es verlaeuft alles glatt

16.35 Uhr
Victory Monument, Bushaltestelle, Bangkok
Ein Bus nach dem anderen faehrt an uns vorbei … unserer, die 515 kommt nicht

17.20 Uhr
Bus kommt doch, faehrt los, um 20.00 faehrt unser VIP Bus vom Busterminal vor den Toren der Stadt, das sollte klappen

17.45 Uhr 
Stau, nichts geht mehr, wirklich nichts

18.00 Uhr
Immer noch Stau, Gaby wird nervoes, Kai beschwichtigt, Gaby hat Durst, Gaby muss mal, Gaby sagt, das schaffen wir nicht mehr, ich fuehle es … Kai sagt, nein … es sind noch 2 Stunden

18.35 Uhr
Bus steht immer noch … er steht … es geht keinen Meter voran

18.45 Uhr
Wir beschliessen, ausszusteigen und den Verkehrsknoten mit Gepaeck zu ueberlaufen und mal gucken, waehrenddessen werden uns halsbrecherische Angebote huckepack auf dem Roller fuer 500 Baht pro Person gemacht, wir sind frisch verlobt ;-)… wir beschliessen, NEIN

19.00 Uhr
Wir laufen und laufen, wir schwitzen … viel, es ist laut und stickig … mittlerweile macht sogar Kai einen leicht zweifelnden Gesichtsausdruck …

19.15 Uhr
Der Verkehr rollt wieder … ein Wunder … wir versuchen ein Taxi zu kriegen … nichts zu machen, kein Tuc Tuc, kein Taxi, alles voll, ein anderer Bus 515 faehrt wieder an uns vorbei … wir winken, der Busfahrer schuettelt den Kopf

19.20 Uhr 
Wir erreichen schweissueberstroemt eine Bushaltestelle, wie durch ein Wunder faehrt erneut ein 515 Bus vor, haelt und wir duerfen einsteigen …

19.35 Uhr 
Wir haben es geschafft (high five) – nach knapp 4 Stunden (in denen man auch die Alpen haette ueberqueren koennen, einen langatmigen Monumentalfilm anschauen oder einen netten Abend mit Freunden verbringen) erreichen wir den Busterminal Sued … natuerlich viel zu spaet, um noch ein gescheites Abendessen zu besorgen, so begnuege ich mich mit einer Nudelsuppe aus dem Pappbecher und ein paar Nuesschen mit Crackern.

Jetzt denkt wahrscheinlich jeder … toll, sie haben es geschafft. Haette ich aber gewusst, was mich in dem von Kai so viel gepriesenen und gelobten sogenannten VIP Bus erwartet, moeglichweise haette ich ihn dann doch lieber verpasst ;-)

Die Sitze waren eigentlich recht bequem, man konnte diese weit zurueckklappen … das konnte aber auch der Vordermann … so dass gerade noch ein ausgestrecktes Bein dazwischenpasste. Waehrend wir also in Loeffelchenstellung alle hintereinander sassen, lief auf einem der Grossleinwaendebildschirme ein knallharter Actionstreifen mit dem kuerzlich verstorbenen Paul Walker, in der thailaendischen Synchronisation … aber nicht mit Kopfhoerer … neeeee … bumm krach peng aus den Lautsprechern … hinter mir sass eine aeltere Thaimama mit einem furchtbar gefaehrlich klingenden Husten … zwei vor mir wurde geschnarcht … der Bus war ungefedert … ich litt … vor mich hin, gefangen im eigenen Leben ;-)… wie ist das denn nun wieder passiert … ich bin doch frisch VERLOBT ;-) … sollten wir nicht irgendwo in einem Orchideenbad platznehmen und unsere Zweisamkeit feiern?

Nun gut, irgendwie haben wir diese Nacht herumbekommen, um kurz vor 7 hielt der Bus in Surathani, 

von dort ging es weiter mit einem Gefangenentransport (zumindest sehen so die Sammeltaxis hier aus) zu einem schrabbeligen kleinen Buero in der Stadt.

Von dort kam dann irgendwann ein Minibus, der uns direkt ins … PARADIES brachte … anders kann man diesen Ort nicht beschreiben. Wir sind jetzt im Khao Sok Nationalpark in der der Art’s Riverview Lodge und haben ein Baumhaus auf Stelzen, inmitten der Natur … ein kleines Fluesschen plaetschert, ueberall kreucht und fleucht es … wunderschoene Schmetterlinge, Streifenhoernchen … im Zimmer kleine Eidechsen und grosse Ameisen … mal gespannt, wer uns heute Nacht noch alles besucht, aber wir haben ja ein Moskitonetz ;-)

Hangover

Gestern hatten wir uns ein bisschen Ruhe verordnet, nicht so viel Sightseeing, ein bisschen abhaengen und dann am Abend ganz gemuetlich zum Sonnenuntergang in eine der beruehmten Bangkoker Rooftopbars. So war es geplant, just another day in Bangkok … 
Vormittags nach dem Fruehstueck sind wir zu einer Odyssee durch die vollgestopften Strassen zum grossen Busterminal weit ausserhalb des Zentrums gefahren. Alleine das Busfahren selbst ist hier ein Wahnsinnserlebnis. Die Durchsage erfolgt im immer gleichlautendem monotonen Tonfall durch ein mit Kordel abgehaengtes Megaphon oberhalb der Einstiegstuer. Wenn man Ein- oder Aussteigen moechte, tut man dies am besten sehr schnell, die Bustuer oeffnet sich bereits waehrend der Fahrt und kaum hat man ein Bein ins Freie gesetzt, geht die Fahrt auch schon wieder weiter.
Am Busbahnhof angekommen, haben wir dann die Weiterfahrt für Donnerstag Abend mit dem VIP Bus in den Sueden des Landes gebucht. Ein Bus mit Klimaanlage, Klo und nur 24, voll ausklappbaren Sitzplaetzen fuer umgerechnet 20,- Euro pro Person. 
Unser kleiner Ausflug hat insgesamt 4 Stunden verbraucht. Aber hier ist der Weg das Ziel und unterwegs gibt es wirklich an jeder Ecke etwas zu entdecken oder zu erleben. Da hatte ich einen Uniformierten in der U-Bahn nach einer Toilette gefragt, und wurde mit Polizeibegleitung zur Toilette fuer Angestellte des Transitunternehmens eskortiert. Oder ploetzlich, als durch die Lautspecher die thailaendische Nationalhymne erklingt und wirklich JEDER in der aktuellen Position verharrt und die Stadt fuer Sekunden komplett stillsteht. Verrueckt. 
An den Strassenstaenden und in den Freiluftgeschaeften ausserhalb der Stadt wird wirklich alles verkauft, was man zum Leben benoetigt, vom Krankenhausbett zur gefährlich aussehenden Waffe, Valium, Xanax, echte Rolex und Ray Ban Brillen ;-) … wirklich alles … wie ein grosses buntes Kaufhaus.
Am Nachmittag stand dann eine ausgiebige Wellnessbehandlung auf dem Programm, eineinhalb Stunden wurde zu zweit an meinen Fuessen und Haenden gefeilt und poliert, Masken aufgetragen, in Cellophanfolie gewickelt und zum Abschluss lackiert (hatte bis dahin noch keine Ahnung, welche Aufmerksamkeit meinen Haenden heute noch zuteil wird :-)
Spaeter haben wir uns dann frisch gemacht und sind in die Innenstadt fuer den Cocktail auf der Rooftop Bar des Lebua State Tower gefahren. Was dann passiert ist, ist ja bekannt, auch wenn ich … und vielleicht einige von euch ;-) vielleicht eine Ahnung hatten, dass so etwas auf dieser Reise passiert … so hat es mich doch vollkommen aus den Socken gehoben, als die Frage kam. Schon waehrend Kai seine wunderschoenen Worte formuliert hat sind bei mir die ersten Traenen gekullert, irgendwann konnte ich dann nicht mehr, ich habe Rotz und Wasser geheult – vor Glueck, mein Ja ist in einem Traenenmeer fast untergegangen (klingt jetzt irgendwie nach Rosamunde Pilcher ;-) Kai hat dann auch geheult und so baten wir den Ober, ein Foto von uns in diesem einzigartigen Moment zu machen. Als wir ihm den Grund verraten haben, wurden wir dann ploetzlich auf einen anderen weiteren Teil des Daches gefuehrt und dort war es noch viel spektakulaerer (fuer die Cineasten – hier wurden Teile von hangover gedreht ;-) Wir haben dann nochmal Cocktails bestellt, welche unser tagesbudget in jedem Fall gesprengt haben ;-)
Fuer unser anschliessendes Dinner haben wir uns dann direkt am Fusse des Towers eine schrabbelige Garkueche rausgesucht und aus riesengrossen Schuesseln die leckersten Nudeln gegessen und Elefantenbier aus Plastikbechern getrunken … romantischer konnte es nicht sein. Es war ein wirklich wunderschoener Abend, den wir niemals vergessen werden. 
Danke fuer eure vielen Glueckwuensche von ueberall her, wir freuen uns sehr darüber. 
PS. ach so ja, die Ringe … muss noch erwaehnen, dass Kai dies alles von langer Hang geplant hat und ploetzlich eine Schachtel mit den Ringen aus der Tasche gezogen hat … provisorisch … die echten Ringe suchen wir dann gemeinsam in Deutschland aus … oder vielleicht finden wir ja auch hier irgendwo welche. Und falls wer fragt … nein, wir wissen noch nicht genau, wann es soweit sein wird … aber ihr werdet es rechtzeitig erfahren … und ihr solltet dann schon mal eure Festgewaender bereit halten :-) 

Kai & Gaby im Glück

Es ist ja schon wieder so viel passiert. Unendlich viele Fotos haben wir geknipst, für den Blog vorbereitet. Ständig fallen mir neue Geschichten ein. Und dann kommt alles ganz anders:

Heute Abend, ganz plötzlich, auf dem Dach, im 64. Stock des Lebua State Tower, umgeben von einer spektakulären Aussicht mitten in Bangkok, fragt Kai, ob ich ihn heiraten will.

Wir sind sehr glücklich.