Freitag Abend sind wir direkt vom Terminal 1 mit der Strassenbahn an den Rand der Altstadt von Antalya gefahren. Es war natuerlich schon dunkel und wir rollten unser Gepäck durch die sehr belebten und beleuchteten Gassen. Ein bisschen hat mich das Ambiente an Alt-Sachsenhausen erinnert. Entlang einer der Hauptadern drängte sich eine Bar an der anderen und ueberall dröhnte laute Partymusik aus den Boxen. Uns wurde ein bisschen mulmig, weil unser kleines Hotel nur ein paar Strassen weiter sein sollte. Glücklicherweise mussten wir noch ein paar mal links und rechts abbiegen und da wurde es dann ganz ruhig. Das kleine Bacchus Hotel lag am Ende einer Sackgasse und man hoerte nichts mehr.


Am naechsten Morgen nahmen wir unser Frühstück auf der kleinen Dachterrasse mit grandiosem Blick auf das Meer ein. Es gab einen Berg frisch geschnittener Wassermelone, dazu die leckersten Tomaten und Käse in Salzlake, dazu bekamen wir unaufgefordert ein Riesenomelett gebracht.

Spaeter haben wir uns die schöne Altstadt bei Tageslicht angeschaut und viele tolle Ecken entdeckt. Es gab bunte Bazare mit Fälschungen aller bekannten Designermarken, dazu die wunderschönen Moscheen mit ihren Minaretten. Zwischendurch hörte man den Muezzin laut durch die Gassen rufen.


Katzen gibt es hier zu hunderten, normalerweise erkennt man die kastrierten Exemplare immer an einem abgeknipsten Ohr. Hier hatten das allerdings leider die wenigsten und man sah bereits kleinste Katzen mit ihren Jungen. Ach, seufz, am liebsten moechte ich sie alle mit nach Hause nehmen.







Vom Hafen aus kann man mit einem Aufzug wieder nach oben fahren. Dafuer war ich sehr dankbar, denn trotz dem vielen Sport, den ich in der letzten Zeit mache, habe ich immer noch massive Probleme mit Treppensteigen. Leider verbessert sich das auch nicht. Auch eines meiner zahlreichen Symptome meiner Erkrankung. Ich bekomme dann schlichtweg kaum noch Luft.


BATCAT

Unser Pool am Hotel, klein, aber fein.

Noch kann ich diesen Leckereien widerstehen. Vor etwa 4 Monaten habe ich meine Ernährung ja auf weitgehend zuckerfrei umgestellt. Ab morgen werde ich aber fuer fast eine Woche zum Zumba in einer grossen All Inclusive Anlage untergebracht sein. Laut Aussage der anderen, gibt es dort ebenfalls Berge von Baklava am Buffet. Ich werde mich sicher nicht mehr lange zurück halten können. Ach was solls, ist ja Urlaub 😉
Abends waren wir dann auf Suche nach einem Restaurant und haben außerhalb des Stadtkerns ein typisches türkischen Lokal gefunden, wo wir uns mit Salat, Hühnchen Döner und Kebapspiessen vollgestopft haben, dabei sassen wir im ersten Stock des Lokals und hatten eine wundervolle Aussicht auf die Moschee gegenüber.


Spaeter am Abend kam dann der naechste Schwung der Zumba-Mädels in Antalya an. Wir verabredeten uns kurzfristig und sassen noch eine Weile lachend und quatschend zusammen. Meine Vorfreude auf das folgende Zumba-Event stieg ins unermessliche.
Sonntag morgen haben wir uns nach dem Frühstück einen frisch gepressten Granatapfelsaft gegönnt und dazu die schöne Aussicht genossen. Die Altstadt liegt ja oberhalb einer felsigen Küste und somit ergeben sich immer wieder wunderschöne Ausblicke auf das Meer.


Spaeter haben wir den Rest der Truppe wieder getroffen und haben zusammen Mittag gegessen. Danach war ich schon wieder fertig genug für ein kleines Mittagsschläfchen.

Mit meiner lieben zukünftigen Zimmernachbarin habe ich mich Nachmittags um 4 fuer eine ausgiebige Shoppingtour verabredet. Vorher habe ich mich nochmal kurz im Pool erfrischt. Kai ist derweil alleine losgezogen und wir sind in Richtung eines Bazars gelaufen. Dort wurden wir dann freundlich in einen Laden nach dem anderen verschleppt, und während meine Mitbewohnerin in Windeseile ein Shirt nach dem anderen anprobiert hatte, sah ich staunend zu, wie man richtig handelt. Die Verkäufer tun dann immer so, als ob man ihnen jegliche Geschäftsgrundlage entziehen moechte. Ihr Gesicht wird leidender, aber dadurch ließ sie sich gar nicht beeindruckend. Handeln gehört auf einem Bazaar einfach dazu, und wer nicht mitmacht, der hat was verpasst. So ermutigt, ergatterte ich ein paar sehr gut gefälschte Birkenstocks in pink.

Das wuselige Shoppingerlebnis hat grossen Spass gemacht, doch irgendwann musste ich die weisse Fahne hissen und wir gingen einen Kaffee trinken. Witzigerweeise trafen wir dann zufällig den Rest der Gang.

Zum Ausklang ging es dann nochmal gemeinsam Abendessen. Die Gruppe hat sich wieder um zwei weitere Personen erweitert und ich sage es gerne nochmal: ICH FREUE MICH SOO AUF DIE ZUMBA WOCHE!!!
