Autor: figolilo
Man spricht deutsch
Aufreger der Woche
Gestern war mal wieder einer dieser Tage, an denen ich die ganzen architektonischen Klotten hätte hinschmeissen können. Ich möchte fast sagen, so einen Hals hatte ich lange nicht mehr. Meine Zuneigung zu Ämtern und Behörden wird sich auch weiterhin in streng limitierten Grenzen halten! Nur Kais beruhigenden Worten habe ich es zu verdanken, daß ich heute Nacht überhaupt schlafen konnte *beißtindietischkante*.
Ansonsten läuft aber gerade alles ganz dufte. Am Samstag habe ich mich im Turnverein angemeldet … genauergesagt bei der TG Bornheim e.V. Ich gehe ja nun schon seit Februar dreimal die Woche ein Laufründchen am Main drehen … aber irgendwie wollte ich diese sportlichen Bemühungen noch weiter ausbauen. Und so kam es, daß per Zufall bei einem Essen mit Freunden, mal wieder das Thema Fitness aufkam … so erhielt ich den Tip mit der TG Bornheim.
Verkehrstechnisch für mich sehr gut an der 661 gelegen ist der Sportcenter dort einfach unglaublich. Schöne, große, helle und vor allem saubere Trainingsräume, gigantische Umkleiden und ein Wellnessbereich, der seines Gleichen sucht. Mit Panoramasauna mit Blick über Frankfurt. Unglaublich. Am Samstag war Tag der offenen Tür, da gab es noch den Aufnahmebeitrag und den ersten Monat geschenkt. Und jetzt kann ich wieder nach Herzenslust zu wilden Rhythmen in diversen Hüpfkursen meine Kondition wieder aufbauen. Ein paar Einheiten zur Muskelkräftigung schaden sicher auch nicht. Ausschlaggebend ist aber der Preis. Für 9,- Euro im Monat biste dabei. Für die Nutzung von Fitnessstudio und Wellness und Parkplatz entfallen weitere 30,- Euro. Ich bin begeistert.
Gestern hatten wir einen Fliesenleger da, der hat in unserer Küche einen Fliesenspiegel aus wunderschönen weißen Fliesen im Format 10/20cm gelegt … im Halbverband. Ein Traum.
Heute bekommen wir unser neues Sofa geliefert. Wie? Sofa? Was? Naja, neulich wollten wir in den Zoo, und weil die Schlange so lang war, sind wir in der Stadt gewesen und haben … schwups … ganz ausversehen … ein neues Sofa gekauft. Am Sonntag wurde das alte abgeholt, das Kai in Windeseile in den örtlichen Kleinanzeigen vertickert hat. Bin sehr gespannt auf heute Abend.
So … und jetzt mal wieder arbeiten … und tiiiiiiiieeef Luft holen. Die tun doch nix. Die wollen nur spielen :-D
Außen vor
Da habe ich mich doch tatsächlich ausgesperrt. Zum Joggen nehme ich immer meinen Wohnungsschlüssel vom Schlüsselbund. Nur dass ich dieses Mal den gesamten Bund mit nach draußen genommen habe. Ohne den Zugang in mein Zuhause. Auf der anderen Seite der Wohnung schabt Figo ungeduldig an der hölzernen Altbautür. Der arme. Weint gar furchterregend. Jaaaa. Frauchen kommt gleich.
Punktklebearbeiten
Nach der wunderbaren Entspannungswoche in den Bergen fing diese Arbeitswoche am Montag ganz grauenhaft an, und das kam sicher nicht durch den Schnee, der sich in den frühen Montagmorgenstunden auf die Straßen legte.
Vielleicht war es nur meine Einstellung zu den Dingen, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Dinge mich nicht mochten. Ich quälte mich mit diffizilen Entscheidungen rum und dem Entwerfen eines Projektes. Der gesamte Prozess ist mittlerweile so komplex, die Meinungen der einzelnen Parteien dazu so unterschiedlich, dass ich die ganze Zeit versucht habe, die eierlegende Wollmilchsau zu produzieren. Als mir das irgendwie nicht gelang, hat mich Kai in gutem Zureden ordentlich durchgeschüttelt und mich dazu gebracht, mich wieder darauf zu besinnen, was meine eigentliche Aufgabe ist … und jedem recht machen kann man es sowieso nicht.
Also jetzt mal echt … funktioniert nicht. So gesehen verlief dann der Rest der Woche auch ganz friedlich. Mal schauen wie die nächste Woche wieder wird.
„Niemand kann von mir verlangen, dass ich mich in Stücke reiße, damit Ihr euch „Ganz“ fühlt.“
Minga
Vorgestern sind wir dann in aller früh in der sonnigen Bergwelt aufgebrochen, um die bayrische Landeshauptstadt anzusteuern. Um die Mittagszeit waren wir dort, haben unser kleines aber feines Hotel am Harras bezogen und sind dann gleich in die Innenstadt gefahren.
Kai hat von mir eine anständige Touristenführung mit allen Schikanen bekommen, so sind wir vom Sendlinger Tor in Richtung Marienplatz gelaufen, haben im Café Glockenspiel mit Blick auf das Rathaus einen kurzen Zwischenhalt gemacht, haben bei Beck am Rathauseck nach Kleidchen für das große Fest Ausschau gehalten und sind im Anschluß weiter zum Odeonsplatz, Theatinerkirche, Hofbräuhaus und Viktualienmarkt gelaufen. Ein volles Programm.
Als dann am Nachmittag noch etwas Zeit war, habe ich Kai zärtlich am Hemdsärmel gezupft, den Kopf leicht schief gelegt und mit meinem süßesten Hundeblick gewinselt, ich würde doch so gerne mal … und da gibt es doch dieses tolle … *räusper* … Wollgeschäft in der Nymphenburgerstraße … die Mercerie … wie sollte er da nur widerstehen ;-)
Und ich wurde nicht enttäuscht, das Geschäft ist wirklich ein Fest für alle Sinne, zumindest wenn man begeisterte Strickerin ist. Kai bekam aber gleich auch einen leckeren Cappucino gemacht und war sehr geduldig, als ich Runde um Runde durch das Geschäft gestreift bin.
Ein paar Stränge schönstes Merinogarn durften dann auch mit.
Abends haben wir dann meine ehemalige Arbeitskollegin mit Mann und vier Kindern besucht. Das war auch ein sehr schöner Abend. Hier konnten wir dann auch höchstpersönlich eine Hochzeits-Save-The-Date-Karte abgeben.
Am nächsten Morgen folgte dann der (für mich ;-) absolute Höhepunkte der Reise. Dieses Mal mußte ich den Kopf nicht schief legen, denn ich hatte Kai schon von langer Hand auf dieses Ereignis vorbereitet. Auf dem Rückweg von München, direkt an der Autobahn in Richtung Nürnberg, liegt die Hochburg der Wollfärberei, die berühmte Wollmeise. Wenn man sich nicht in diesen Kreisen bewegt, dann weiß man damit sicher nichts anzufangen, ach ;-) Wie könnte man es vergleichen, vielleicht mit Trüffeln im Wald? Dieses Garn ist schwer zu kriegen, die Updates auf der Webseite jeden Freitag morgen um 8 sind innerhalb von Minuten ausverkauft, es gibt nur dieses eine Geschäft in Deutschland und das hat auch nur an zwei Tagen in der Woche geöffnet. Kreisch. Und wir waren dort.
Es war ein sooooo wundervolles Erlebnis. Mindestens eine Stunde Zeit durfte ich wühlen und graben und mich mit Farben aller Art umgeben. Während Kai beim leckeren Kaffee das bunte Treiben beobachtete. Der Laden war voll, mit Strickerinnen aus ganz Deutschland, sogar verschiedene Sprachen waren zu hören. Mein gesetztes Budget habe ich auch nur geringfügig überzogen und so durften verschieden Stränge in rot und pink und grau und gelb in mein Wollkörbchen.
Das war für mich natürlich der krönende Abschluß dieser ansonsten auch wirklich wunderschönen und rundum gelungenen Kurzreise.
Gestern Abend gab es dann noch das große alljährliche Familientreffen von Kais Familie und außerdem den Geburtstag meiner zukünftigen Schwiegermutter zu feiern. Wenn man dann so aus der beschaulichen Ruhe Tirols immer nur zu zweit am Tisch gespeist hat, dann ist so ein lautes Familientreffen schon etwas ganz anderes. Es war wie immer lustig und sehr gesellig.
Am heutigen Samstag ist dann nach den turbulenten Tagen Ruhe und Entspannung angesagt ;-) Ich beschäftige mich gerade mit dem Fotobuch unsere Sabbatical Reise, während Kai ebenfalls geschäftig am Schreibtisch sitzt.
Frühnebel
Gestern in der Früh bin ich als allererstes zum Fenster getapert, habe die Vorhänge zur Seite gerissen und konnte draußen nur eine dichte Nebelsuppe erkennen, genau dort wo vorgestern noch verschneite Alpengipfel und tiefblauer Himmel zu sehen war. Naja, wir hatten ja schon so schöne Tage, egal. Erst mal hatten wir sowieso wieder unser Personal Training, denn auch gestern hat sich außer uns niemand für die Morgengymnastik angemeldet.
Innsbruck
Sissi & Franz
Designtechnisch nichts für schwache Nerven ;-)
Rosenmontagsflucht
Endlich sind wir wieder unterwegs. Wurde ja auch langsam Zeit. Aber wir liegen gut im Plan, der lautet nämlich jeden Monat eine kleine oder große Reise :-) Ein Sabbatical auf Raten sozusagen.



















































