Zurück auf Los

Momentan fühle ich mich wie eine dieser Spielfiguren auf dem Mensch Ärgere Dich Nicht Spielfeld, man steht direkt vor dem sicheren Häuschen und plötzlich kommt so ein fieser Gegner daher, und schmeißt einen mit großer Wucht zum wiederholten Male aus dem Spiel. Ja, ich denke dieser Vergleich ist sehr passend. Nein, heute ist nicht der 1. April und ich habe mir die folgende Geschichte nicht ausgedacht:

Vorgestern Abend habe ich als letzte das Büro verlassen und bin auf der letzten von insgesamt 4 Stufen, kurz vor der Haustüre … umgeknickt, mit lautem Karacho … der Schmerz war betörend und verstörend und überaus unangenehm. Ich sank zu Boden und kämpfte alleine auf dem kalten, nackten Steinboden (ein bisschen Suspense gefällig ;-) gegen die Herannahende Ohnmacht und den Brechreiz. Ich bekam vor Panik und Schmerz keine Luft mehr. Irgendwann, das Treppenhauslicht war mittlerweile ausgegangen, schaffte ich es doch, mein Handy aus der Tasche zu wühlen. Ich habe Kai angerufen und der hat ohne zu Fragen sofort die 112 gewählt und solange beruhigend auf mich eingeredet, bis die Sanitäter da waren. Unfähig zu laufen wurde ich in den Krankenwagen gehievt, ab in Richtung Notaufnahme. Dort wurde gleich geröntgt und festgestellt, daß nichts gebrochen war. Erleichterung. Dennoch sollte am nächsten Tag noch ein MRT gemacht werden.

Gestern also dann wieder ins Krankenhaus, ab in die Röhre. Und was dann kam, ist einfach nur unglaublich. Die Ärztin teilte mir mit ernster Mine mit, daß ein sehr wichtiges Band oberhalb des Sprunggelenkts gerissen ist und daß es leider eine der wenigen Bänder ist, wo man noch operieren muß. Morgen früh ist es dann soweit. Um 7 muß ich in der Klinik antreten, was mich allerdings wirklich verzweifeln läßt, ist die Tatsache, daß ich danach den Fuß wieder 6 Wochen nicht belasten darf!!!!!!! Was folgen wird, ist eine Litanei aus Krücken, Badewannensitzhilfen, Kaffee-Rucksack-Tragehilfen und natürlich Physiotherapie … ich hatte gerade vorletzte Woche damit aufgehört :-(

Es ist nicht der Affenfuß, sondern der andere. Ich bin traurig, wütend und verzweifelt. Ich habe zwar auch einen gewissen Galgenhumor, aber als heute morgen die Flugbestätigung nach Saigon kam, liefen mir doch die Tränen. Neben mir steht mein gepackter Rucksack und über dem Stuhl hängen die Kleidungsstücke, die ich auf dem Flug anziehen wollte. Aber das mit dem Urlaub finde ich dieses Mal nicht so schlimm. Das wir das Sabbatical abbrechen mußten, war wesentlich schmerzhafter. Da steckten viel mehr Emotionen drin. Dieses Mal ist es ja nur ein „Kurzurlaub“ von 2 Wochen ;-) Den werden wir einfach nachholen. Was mich einfach fertig macht, daß ich mit jedem Tag immer noch so dankbar war, daß ich mich einfach so fortbewegen kann wie ich will, ich konnte ohne weiteres größere Strecken laufen, alles war endlich gut. Und dann das. Ist das denn zu fassen???

Für Kai tut es mir ja auch so schrecklich leid. Er behauptet steif und fest, daß er mich dennoch heiraten will. Er meint, ich seie ja noch in der Gewährleistung und morgen drängt er im Krankenhaus auf Nachbesserung;-) Für alle die das hier noch vor morgen lesen, ich würde mich wieder über erneutes Daumendrücken freuen. Ich habe doch mal wieder Angst. Meine Knochen werden verschraubt, damit das darum befindliche Band wieder ohne Gegendruck heilen kann. In 6 Wochen ist dann nochmal ein kleiner Eingriff fällig, um diese Schrauben wieder rauszunehmen. Und für alle die es interessiert, es handelt sich um das Syndesmoseband oder auch Ballack-Band, denn es ist wohl eine sehr typische Fußballerverletzung.

Greetings from Spore …

… oder wie die Einheimischen ihre Stadt nennen. Nein, nein, wir sind noch nicht losgeflogen. Aber ich hatte gestern Abend zwei meiner damaligen Ärzte angemailt und gefragt, ob wir uns noch mal sehen könnten, während Kai und ich dort weilen. Heute morgen dachte ich noch, hm … vielleicht etwas vermessen, daß sich die mit Sicherheit hoch bezahlten Doktoren nochmals mit mir treffen würden, ohne daß eine medizinische Notwendigkeit bestünde. Ganz nebenbei hätte ich natürlich nix gegen ein kurze Begutachtung des Resultats ;-)
Vorhin jedenfalls kam dann von beiden eine Bestätigung, daß sie sich sehr freuen, mich wiederzusehen. Wie schön. Dr. Peng und Dr. Tan … meine Retter in der Not. Ich bin den beiden wirklich sehr sehr dankbar. Gerne würde ich auch noch ein paar der Schwestern sehen, die mir damals sehr ans Herz gewachsen sind. Die kann ich leider nicht erreichen, aber wir werden auf jeden Fall mal auf gut Glück im Krankenhaus vorbeischauen. Der Kaffemann im Erdgeschoss ist hoffentlich auch noch da :-)

Gestern Abend habe ich meinen Rucksack zugeschnürt und konnte mein Gepäck tatsächlich noch mal um 3 Kilo erleichtern, so daß er insgesamt nur noch 7 Kilo wiegt, und daß trotz immenser Wollgeschenke ;-) Wichtig ist mir diese Mal übrigens nicht, daß der Rucksack insgesamt zu schwer wird, sondern daß auf dem Rückweg noch genug Platz übrigbleibt, um die diversen Großeinkäufe nach Hause zu schleppen. Schließlich endet die Reise im Einkaufsparadies Singapur. Alleine die Funan-Electronic-Mall scheint mir einen Besuch wert.
Am allermeisten freue ich mich allerdings auf den Singapore Zoo, der soll wirklich ganz toll sein.

Noch drei mal schlafen!!!

Endspurt

Diese Woche geht es noch einmal richtig zur Sache, meine Güte. Gerade prasselt mal wieder arbeitstechnisch alles auf mich herein. Ist wohl so eine Regel kurz vor dem Urlaub … meistens ist es ja dann doch so, daß man wiederkommt und die Sache eigentlich noch Zeit gehabt hätte. Hilft nix, Ärmel hochkrempeln und durch.

Gestern haben wir unsere Rucksäcke gepackt. Das lief wirklich sehr entspannt, weil man ja genau weiß, was einen wettertechnisch erwartet. Es wird wieder der übliche Zwiebellook eingepackt, die Super Wander-Jogging-Sneaker-Alleskönnerschuhe, Flip-Flops und noch ein paar lauffeste Sandalen. Das wars. Ob ich überhaupt eine lange Hose mitnehme, weiß ich noch gar nicht. Dafür auf jeden Fall Badesachen … denn möglicherweise verschlägt es uns ins Paradies, aber das wissen wir noch nicht.
Es wird auf jeden Fall heiß sein, aber möglicherweise auch regnen, aber so ein Tropenregen … das durfte ich ja schon erfahren, ist auf jeden Fall etwas ganz besonderes.

Gestarted wird auf jeden Fall in Saigon (oder auch Ho Chi Minh City), danach ist alles offen. Und am Ende erwarten uns noch 4 Tage in Singapur, auf die ich mich so dolle freue, daß ich schon ganz hibbelig bin (Eine Auslandskrankenversicherung habe ich vorsichtshalber doch noch abgeschlossen ;-)

So, aber jetzt noch mal schnell in die Hände gespuckt …

Freud & Leid

Heute in einer Woche geht es wieder los in die Ferne … ich freue mich soooooooo. Mal schauen, ob ich auch wieder ein bisschen über die Reise schreiben werde, ach … ich glaube schon. Mein Papa hat schon wieder sein Interesse bekundet :-)

Morgen werde ich dann zur Topmodel Fotografin. Ich werde zum Geburtstag meiner zukünftigen Nichte gehen, um dort eine ganze Schar kreischender ;-) Teenagerinnen zu fotografieren, ganz im Topmodel Style versteht sich. Mal schauen, ob ich dieser Aufgabe überhaupt gewachsen bin, aber ich freue mich auch drauf. Wird bestimmt lustig.

Seit längerem schon bewundere ich immer ein älteres Pärchen (beide so um die 80), die ganz fleissig jeden Morgen mit ihren Nordic Walking Stöcken in Richtung Main laufen. Nach einer Weile kannte man sich vom Sehen und irgendwann sprach ich sie mal an. Ich sagte, daß ich mich immer so freuen würde, wenn ich die beiden morgens sehe. Die Dame war auch gleich sehr aufgeschlossen und erklärte mir, daß sie früher auch in unserem Haus gewohnt hat, beim genaueren Reden stellte sich dann sogar heraus, daß sie genau in unserer Wohnung gewohnt hat. Verrückt, welche Zufälle es immer gibt. Später hatte ich mich dann geärgert, daß ich gar nicht mal nachgefragt habe, ob sie nicht Lust haben, uns zu besuchen, auf einen Kaffee und ein bisschen erzählen, wie das früher so war in dieser Gegend. Gestern morgen dann lief Sie mir wieder entgegen, oh wie schön, sogleich habe ich sie wieder angesprochen, ob sie denn nicht Lust auf einen Kaffee habe … sofort schossen ihr die Tränen in die Augen und es kam heraus, daß ihr Mann, mit dem Sie jeden Morgen so freudig lächeln in den Tag spaziert ist, in der letzten Woche beerdigt wurde. Das war so traurig. Naja, sie freue sich umso mehr über meine Einladung und ich hoffe, daß wir uns demnächst mal treffen. Dieses kleine Erlebnis hat mich gestern den ganzen Tag begleitet.

Ringe + Wolle

Wir zählen schon wieder sehnsüchtig die noch verbleibenden Tage, bis es endlich wieder losgeht in die große weite Welt. Am Wochenende wird gepackt und ich bin sehr gespannt, ob ich meinen Rekord unseres Sabbaticals von 10 Kilo unterbieten kann … wobei das schwierig werden könnte, da ich für meine Strickfreundin Jackie aus Singapur ordentlich Wolle gekauft habe, um ihr eine kleine Freude damit zu machen. Ich freue mich schon sehr, sie wieder zu treffen.

Letztes Wochenende habe ich mal wieder eine geruhsame Zeit im beschaulichen Alsfeld verbracht. Kai ist in Frankfurt geblieben, weil er am Samstag Abend Karten für Udo Jürgens hatte. Jaja, ich weiß schon, ein großer Entertainer … ich mochte mir das trotzdem nicht anschauen, musikalisch gesehen bin ich eben sehr verbohrt ;-)
So war ich bei meinen Eltern, tauchte tief in den gemütlichen Lehnsessel ein und strickte mich wie eine Wilde durch den Tag. Sonntag früh kam der Kai dann angefahren und nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir dann in die „Innenstadt“ gegangen, denn dort war verkaufsoffener Sonntag. Wir haben die Chance genutzt, und unsere zukünftigen Eheringe bestellt. Schlicht und einfach … ohne Schnörkel und Schnickschnack … bin sehr gespannt, wie es sich dann anfühlt, ab nächstem Jahr so einen Ring am rechten Zeigefinger zu tragen.

Gestern Abend hatte ich meine allerletzte Lymphdrainage … sehr schade das, denn ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, daß der Hubbel seit dieser Form der Therapie immer kleiner geworden ist. Ich hoffe ich bekomme die Gelegenheit mal den Herrn Dr. Peng in Singapur zu fragen, was er dazu meint, wenn er grünes Licht gibt, daß da noch mehr zu erreichen ist, dann werde ich die Therapie nach der Reise fortsetzen. Ich weiß nämlich nicht, ob ich nochmal ein Messer an den Fuß ranlassen will, nachdem der Heilungsprozess dort wirklich sehr langwierig ist.

Geruchspolizei

Seit der Party am Wochenende liegt ein unfassbar merkwürdiger Geruch in der Wohnung, vornehmlich in der Küche. Es riecht irgendwie nach einer Mischung aus toter Maus und altem saurem Käse *jörks*. Damals in meiner Wohnung in New York hatten wir dieses Problem auch mal, und nach Tagen der Suche stellte sich heraus, daß der Kammerjäger (der Schlaukopf) eine Klebefalle direkt hinter die Küchenzeile positioniert hat, wo man nur drankommt, wenn man die Schränke wieder abrückt, gesagt hat er uns dies aber freundlicherweise nicht. So trat das kleine Tierchen also ahnungslos in die Klebemasse und erlitt einen grausamen Todeskampf … der tote Mausekörper fing dann natürlich an zu riechen … ups, ich schweife ab ;-)
In unserem Falle konnten wir uns einfach nicht erklären, wo der Geruch herkam, eine tote Katze konnte es nicht sein, Figo und Lilo spazierten beide aufrecht in der Wohnung herum. Was dann … hat uns einer der Partygäste irgendwo in die Ecke gekübelt? Hat sich jemand einen Spaß erlaubt und einen faulen Käse irgendwo versteckt? Wir haben alles systematisch abgesucht.
Heute morgen dann die entscheidende Idee … im hinteren Auffangbehälter des Kühlschrankes hat sich Salatsauce aus einer undichten Schüssel gesammelt … ich glaube ich muß nicht näher beschreiben, wie die Reinigungsmassnahmen heute morgen vonstatten gegangen sind *würgt*.

Jetzt kriege ich schon den ganzen Tag diesen Gestank nicht aus der Nase. Ich muß mich mit etwas erfreulicherem ablenken. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß es in nur 2 1/2 Wochen wieder in den Urlaub geht :-D … 2 Wochen Singapur und Vietnam. Worte können meine Vorfreude kaum beschreiben … vor allem erhoffe ich mir ein bisschen, einen versöhnlichen Abschluß zu der bescheuerten Affengeschichte zu finden … außerdem muß ich rausfinden, ob es in Singapur auch noch ein Leben außerhalb des Krankenhauses gibt.

Nachlese zum Marathon

Bereits am Donnerstag Abend, haben wir mit den großen Vorbereitungen für den Feiermarathon am Samstag begonnen. Während Kai sich auf des Schnibbeln und Kochen konzentriert hat, lag das Backen von diversen Kuchen und das Vorbereiten und Dekorieren der Wohnung in meinem Aufgabenbereich. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, die Wohnung rauszuputzen und von Ihrer besten Seite zu zeigen. Freitag nach der Arbeit ging es dann nahtlos weiter, wir haben gekocht, geputzt, gerührt, gebacken, gewerkelt. Freitag Abend fielen wir dann zufrieden ins Bett. Ja und was soll ich sagen, Samstag morgen um 8 war die Nacht vorbei. Denn streng nach dem Handbuch „Wunderschöne Partys feiern“ ;-) gingen wir in die letzte Vorbereitungsrunde. Sahne schlagen, Wurst- und Käseplatten dekorieren, Getränke bereitstellen, Duschen, Umziehen, Musik aufdrehen, Kerzen anzünden, die Feier konnte beginnen.
Bereits um 5 vor 11 tauchte der 1. Partygast auf und dann ging es in loser Folge weiter, immer wieder klingelte es, und neue Gäste wurden begrüßt. Um die Mittagszeit war dann irgendwann die ganze Familie versammelt und die beiden Parteien hatten Zeit, sich schon vor der Hochzeit zu beschnuppern ;-) Am Nachmittag lösten sich die Gäste ab, es gab einen kleinen toten Hund  Punkt zwischendurch, an dem sich der Kreis lichtete, aber je später der Abend, desto illustrer die Gästeschar. So hat sich der gemütliche Familiennachmittag später noch in eine ausgewachsene Party verwandelt. Während Kai und ich schon unter einem gewissen Alkoholeinfluß standen, betraten einige Gäste frisch und ausgeruht erst am Abend das Parkett. Was soll man machen, Kneifen gilt nicht, also feierten wir weiter, und weiter, und weiter.
Wie geplant, lichtete sich der Kreis um 11, aber ein harter Kern blieb unnachgiebig und es kam der lettische Black Balzam auf den Tisch, ein schwarzer Kräuterlikör mit 45 Umdrehungen. Die Letten schwören auf die gesundheitliche Wirkung und Kai glaubt ganz fest daran. Deswegen habe ich überhaupt auch nur daran beteiligt ;-) Man soll am nächsten Tag auf jeden Fall Katerfrei sein. Ich habe dann so gegen 12 schlapp gemacht und Kai hat die letzten Gäste um viertel nach 2 verabschiedet.
Uff … zusammenfassen kann ich sagen, es war wirklich ein unfassbar anstrengender Tag, aber auch absolut harmonisch und wunderschön. Wenn man also von den körperlichen Ausfallerscheinungen absieht, bleibt am Ende die Erinnerung an einen tollen Tag mit Familie und Freunden.

Gestern dann waren die Nachwirkungen dafür umso stärker, da nützt es dann auch nichts, daß die Zeitumstellung eine weitere Stunde geschenkt hat. Ich hatte den mächtigsten Kater seit langem. Während Kai wesentliche fitter schien, hatte ich übelste Kreislauf und Magenprobleme. Autschn, vom Kopf will ich gar nicht anfangen. Aber das gehört wohl auch dazu. Morgens haben wir also unter Schmerzen mit den Renovierungsarbeiten begonnen und nachdem meine Eltern gegen halb zwei zum Bahnhof gebracht wurden, mußte ich erst mal meine Wunden lecken und ein ausgiebiges Mittagsschläfchen halten. Kai hat wie ein Duracell Männchen weiter durchgehalten und noch den gesamten Rest der Wohnung zurück in den Ausgangszustand gebracht. Ach ja, und ein bisschen Marathon gucken waren wir auch noch.
Am Abend dann kam Kai endlich zur Ruhe und wollte mit mir gemeinsam den Tatort anschauen … ich schwöre, es hat keine zwei Sekunden gedauert, als der frischgebackene Fünfziger in einen alles übermannenden Sofaschlaf gefallen ist. Unter Protest „Er müsse doch schließlich wissen wer der Mörder ist“, habe ich ihn dann ins Bett verfrachtet, wo er dann auch sofort wieder wie ein Stein eingeschlafen ist.

Alles Bahnhof

Gestern Abend waren wir zur Feier des Tages noch zum Essen in unserem erklärten Frankfurter Lieblingsviertel unterwegs, dem Bahnhofsviertel. Ich glaube ich hatte es bereits erwähnt ;-) Dort gibt es eine große Auswahl an Köstlichkeiten der unterschiedlichsten Nationalitäten, wobei der asiatische Kontinent sicher dominiert. Aber das kommt mir persönlich ja sehr gelegen. Manchmal sind es nur kleine Nischen in der Wand und man muß schon sehr aufpassen, daß man sie nicht übersieht. Andererseits macht dann auch wieder ein Hipster Laden nach dem anderen auf, die so langsam aber sicher, die alte Klientel verdrängen. Aber noch ist es eben genau dieser Mix, der das Viertel so spannend macht. Samstag Nachmittag waren wir zum Beispiel auf einen Cappucino und einen unfassbar leckeren warmen Schokoladenkuchen (hatte ich was von Diät gesagt ;-) im Maxi Eisen, dies ist einer dieser besagten Szeneläden, jung und ambitioniert. Sooo lecker, am liebsten würde ich bei denen das Hochzeitscatering ordern.

Gestern Abend waren wir bei einem neuen Vietnamesen, dem Pho Ngon. Das war auch sehr lecker, vor allem weil man so nett bedient wurde. Wir haben natürlich stolz berichtet, daß wir in Kürze selber in diesem Land zu Gast sein werden und bekamen noch ein paar Reisetips mit auf den Weg.
Wir waren recht früh zuhause, denn die eigentlichen Feierlichkeiten finden ja in anderem Rahmen statt. Wir freuen uns auf alle, die ihr Kommen zugesagt haben und sind gespannt, wer ohne bisherige Rückmeldung spontan noch auftaucht. Nur soweit, Sitzplätze sind rar und werden sicher den Älteren vorbehalten bleiben. Es könnte daher Spitzen geben, an denen es recht voll ist, vielleicht aber auch nicht und Kollege Zufall regelt das. Wir sind sehr gespannt.

Ach bevor ich es vergessen, apropos Bahnhofsviertel. Kai hat von seinen Geschwistern eine Führung durch das Rotlichtviertel rund um den Bahnhof geschenkt bekommen, uiuiui … ich dachte ja, das wäre eher so von außen und man bekommt viel erklärt … aber die Tour beinhaltet das volle Programm. Sie ist für 2 Personen und ich wußte ja, daß er das geschenkt bekommt, und daß ich höchstwahrscheinlich davon profitieren darf … aber nachdem ich es gelesen habe, weiß ich nicht, ob ich dafür wirklich die richtige bin … hot, hot, hot, sage ich nur ;-)

Entwurzelt

Ich frage mich gerade ernsthaft, wie wohl der Rest der Woche verlaufen wird, wenn es Montag morgen bereits mit einer Wurzelbehandlung losgeht ;-) Genau diese Vergnügen hatte ich nämlich heute früh. Dafür durfte ich direkt im Anschluß dann meinen zukünftigen Neffen in Oberrad abholen, der ab heute ein einwöchiges Praktikum in unserem Büro macht. Bin mal sehr gespannt, ob wir ihm die Vorzüge unserer Arbeit vermitteln können.

War das nicht ein absolut traumhaftes Wochenende? Das Wetter … unfassbar. Wie Sommer … und das Ende Oktober. Gestern waren wir sogar nochmal zum Grillen (ebenfalls in Oberrad) eingeladen und saßen draußen. Auf dem Rückweg sind wir am belebten Mainufer entlang geradelt. Wir haben wirklich jede Minute dieses wundervollen Abends aufgesaugt. Die Luft so klar, ein sensationeller Blick auf die Skyline …

Ansonsten waren wir dieses Wochenende mit Wohnungspräparierungsmaßnahmen beschäftigt. Wir haben mal wieder klar Schiff in unserem Gemäuer gemacht, damit die große Meute am Wochenende über uns hereinbrechen kann. Wir freuen uns schon sehr. Morgen ist es ja soweit, dann findet die große Verschiebung im Raum-Zeit-Kontinuum statt ;-)

Unser Lilchen ist auch soweit in Ordnung, das Ultraschall hat eine Muskelverdickung in einer Herzwand ergeben und jetzt bekommt die gute jeden Morgen eine Tablette in ein Stück Käse oder Wurst verpackt, damit Sie diese auch ordentlich einnimmt. Sie ist sogar extra für Tiere mit Geschmack versehen, so daß selbst Figo plötzlich vortäuscht, Herzkrank zu sein ;-)
Naja … ob das jetzt ein Zufallsbefund war, oder ob das in Zusammenhang mit dem Anfall vom Mittwoch steht, wir wissen es nicht. Fest steht, sie ist ganz die alte und wir freuen uns, daß es ihr gut geht. In diesem Sinne, eine schöne Woche allerseits.