Mittwochsdefekt

Ich würde sagen, dass Figorakel hat ganze Arbeit geleistet. Er hat nicht nur den Sieger herausgeschmeckt, er hat sogar den exakten spielverlauf vorhergesagt. Indem er nämlich zunächst zielsicher zum portugiesischen Napf gestürmt ist, hat er die erste und einzige große Chance von Ronaldos Mannen erkannt, danach bediente er sich aber ausschließlich aus dem Napf mit der deutschen Fahne. Klar, dass er den dann nicht mehr aus den Augen gelassen hat … Merkste was ;-)?

Kai dafür am gestrigen Abend: 

Ich sitze derweil mal wieder am Bahnhof und kann nur mit dem Kopf schütteln. 20 Minuten Verspätung wegen einer technischen Störung des Zuges. Wie letzten Mittwoch … und den Mittwoch davor … kann man hier schon von einer geheimnisvollen Serie sprechen? Ich werde das im Auge behalten … ich habe ja noch einen Mittwoch. 
Heute Nachmittag will ich mal wieder zum Arzt, zur Nachkontrolle. Außerdem würde ich gerne wissen, ob das Autofahren so langsam wieder gestattet ist. Das wäre nämlich sehr schön. Ein weiteres Stück Unabhängigkeit! 

Figorakel

Hier nun das, zugegebenermaßen, äußerst dilettantisch gedrehte und nicht ganz unparteiische ;-) Video des Figorakels. Figo, der ja nach Luis Figo benannt wurde ist sogleich zielstrebig auf das Töpfchen von Portugal zugestürmt … aber er ist eben auch nur eine Katze und läßt sich sehr leicht manipulieren … könnte aber auch den Sieg für Deutschland durch einen ungerechtfertigten Elfmeter bedeuten ;-)

Kunstgriffe

Am letzten Wochenende hatten wir Großes geplant. Das letzte Türchen meines Adventskalenders beinhaltete nämlich einen zweitägigen Massagekurs an der Volkshochschule. Für zwei versteht sich. Und es war wirklich ganz großartig. Man bekam abwechseln alle möglichen Griffe, Kniffe und Varianten gezeigt, mit denen man seinen Partner quälen kann ;-) 

Immer abwechselnd durften wir am lebenden Objekt üben. Es war eine kleine Gruppe und man hat erstaunlich viel gelernt. 
Fazit: uneingeschränkt empfehlenswert. 


Gestern Abend dann noch mit dem Rad nach Oberrad, um den wirklich übervollen Kirschbaum in Happs Garten etwas zu entlasten. Ergebnis: eine große Schüssel leckere und knackige Sommerklrschen. 


Zu guter Letzt haben wir dann gestern Abend endlich das Figorakel befragt, angeregt durch das tägliche Zugfahren und die überall großflächig plakatierte Werbung der Bahn, haben wir für Figo eine Möglichkeit eingerichtet, instinktiv den Sieger des heutigen Spieles, Portugal-Deutschland, vorherzusagen. Mal sehen ob er recht hat ;-) 
Das passende Video dazu versuche ich heute nachmittag mal hochzuladen … 

Ordem e Progresso

Gestern war es endlich soweit. Ich konnte Kai bereits die ganze Woche kaum zurückhalten, endlich seine brasilianischen Wurzeln freizulegen und eine riesengroße Flagge im Wohnzimmer zu spannen. Aber seit gestern ist unser Wohnzimmer in schickem grün-gelb dekoriert. Er macht es sich ja sehr leicht, durch die drei Staatsangehörigkeiten, die er innehält, sind „seine“ Chancen, Weltmeister zu werden ungleich höher. Naja … im Tippspiel führe ich jedenfalls mit 2 Punkten Vorsprung ;-) 

Wir freuen uns auf die WM-Zeit, und auch wenn ich noch nie so begeistert vom kollektiven gucken auf Grossbildleinwand war, werde ich mich dieses mal vielleicht dazu breitschlagen lassen. 
Heute schon wieder der letzte Arbeitstag in dieser Woche, kaum zu glauben, die Woche ging total schnell rum. Nach nun fast zwei Wochen kann ich eine sehr positive Bilanz ziehen. Der Fuß hält gut mit, beim Laufen schmerzt es zwar immer noch ein bisschen, aber ich bilde mir ein, es wäre schon besser geworden. Heute sind es auf den Tag genau 3 Monate her, als der Makake mal so eben mein Leben in eine andere Richtung gelenkt hat. Langfristig gesehen, war dies vielleicht nur marginal, aber auf die aktuelle damalige Situation war es eine Wendung um 180 grad. Ich denke oft zurück an die Zeit, die hinter uns liegt. Ich behalte die guten Dinge in Erinnerung, und die schlechten verschwinden so langsam aus dem Gedächtnis. Wenn ich bedenke, dass ich am Anfang kaum in der Lage war, aufzustehen … dann lächle ich und freue mich, dass schon fast wieder alles ganz normal geworden ist … 

Gänsemarsch

Heute trage ich zum ersten Mal meine neuen medizinischen ;-) Schnürschuhe. Zur Reduktion des immer noch stark geschwollenen Transplantat empfahl mir Dr. Peng, solche für eine Weile zu tragen, um den frisch angewachsenen Hautlappen in seine natürlichen Schranken zu verweisen. Da ich sowas nicht besitze, und wir bereits die gesamte Heidelberger Fußgängerzone danach abgegrast haben (große Füße sind da nicht hilfreich), habe ich letzte Woche kurzerhand beim Onlinehändler mit dem Glücksschrei bestellt. 

Bequem sind sie, mal schauen, wie der Fuß nachher aussieht, wenn ich nach Hause komme. 
Unbedingt noch erwähnenswert ist übrigens noch ein Erlebnis unserer sonntäglichen Radtour. Eine Gänsefamilie mit frisch geschlüpften Jungen kreuzte nämlich unseren Weg … und als ich auszuweichen versuchte, sind die Eltern wild aufgeschreckt und fauchten mich an. Völlig normal sowas am Main, das Federvieh ist eben sehr fürsorglich in Bezug auf seinen Nachwuchs. Mich hat es jedoch in vollkommene Panik versetzt. Leicht hyperventilierend konnte ich als staatlich anerkannte Dramaqueen die Fahrt erst nach einer Weile wieder fortsetzen. Hoffentlich geht das nicht so weiter … wir wollen doch noch die Parks und Dschungel dieser Welt bereisen. 

Hot Hot Hot

Nicht ganz ohne Stolz kann ich berichten, dass wir gestern 25 Kilometer mit dem Rad gefahren sind. Anfangs hätte ich nie für möglich gehalten, dass ich schon so weit komme, aber plötzlich lief es irgendwie und ehe wir uns versahen, saßen wir bereits in einem Liegestuhl der „Schiffsmeldestelle“ in Höchst … natürlich mit einem Radler. 

Solange ich noch nicht wieder richtig laufen kann, scheint mir das ein ideales Training für unser Mallorcaziel im Oktober. Yippieh. 
Ansonsten war dieses hochsommerliche Wochenende auch sonst rundum gelungen. Wir gehören ja jetzt auch zu den Balkongrillern, nachdem wir vor zwei Wochen einem kugeligen Citygrill mit qualmfreien und nachbarschaftsfreundlichem Gasanschluss nicht widerstehen konnten. Perfekt. 
Wir haben außerdem mal wieder der Kleinmarkthalle einen Besuch abgestattet. Einem Frankfurter Kleinod, welches mir über die Jahre in dieser Stadt sehr ans Herz gewachsen ist. 

Samstag Abend gab es auf dem Holbeinsteg einen sogenannten Flashmob. Ohne tieferen Sinn treffen sich ein Haufen Leute zu einem festen Zeitpunkt an einer bestimmten Stelle, um irgendetwas zu machen. In diesem Fall wurden Seifenblasen gepustet. Da wir nun mal um die Ecke wohnen, haben wir uns das dann mal angeschaut. Und es war wirklich allerliebst. 

Jetzt sitze ich gerade wieder im Zug, und kann mich nur wundern. Streckensperrung. Bereits der zweite Vorfall in kürzester Zeit, der wohl eine längere Verspätung mit sich bringt. Unfassbar. Und da soll mich noch mal einer fragen, warum ich ansonsten lieber mit dem Auto zur Arbeit fahre. Grmpf. 
Achso ja, bevor ich es vergesse, gestern Abend lief Hangover II im Fernsehen. Für uns absolutes Pflichtprogramm, schließlich wurden teile des Films auf dem Lebua State Tower gedreht. Dem feierlichen Ort unsrer Verlobung <3

Antizyklisch

Neues Spiel, neuer Tag, neues Glück. Mal schauen, ob der Zug heute pünktlich kommt. Während um mich herum tausende mit dunkler Viskose bekleidete Arbeitsbienen die Vorortzüge verlassen, um nur Minuten später die gläsernen Bankentürme zu füllen, warte ich auf meinen nicht annähernd so vollen Zug in die Provinz. Gegen den Strom schwimmen ist nicht nur in diesem Fall ein gutes Gefühl ;-) 

Die ganze Woche strahlt schon die Sonne morgens vom Himmel. Das wirkt sich sehr positiv auf die allgemeine Stimmung aus. Ich freue mich richtig auf die Arbeit. Gestern bekam ich zum Warmwerden ein neues Miniprojekt, in Form einer „einfachen“ Dachaufstockung. Und doch gibt es zahlreiche Fußangeln. Der Bebauungsplan, die Statik und natürlich nicht zuletzt die Wünsche des Bauherren müssen unter einen Hut gebracht werden. Aber das macht den Beruf dann auch spannend, und wie mein Kollege immer zu sagen pflegt: 
Wenns einfach wär, dann könnt’s ja jeder *klopftsichaufdieschenkel* ;-) 

Zufälle

Grundsätzlich habe ich ja gar nichts gegen die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Aber muss es ausgerechnet die Bahn sein? Heute morgen habe ich 2 Stunden und 10 Minuten zur Arbeit gebraucht … normalerweise schafft man das unter einer Stunde. Das macht dann eben keinen Spaß mehr.

Aber aufregen hilft ja sowieso nix. Selbst wenn ich wollte, wäre ich nicht in der Lage ein plötzliches Bremsmanöver mit dem rechten Fuß zu vollziehen. Was eine Versicherung dann im Fälle eines Falles entscheiden würde, mag ich mir gar nicht erst ausmalen. 
Es hilft also kein jammern. Ich häng da jetzt drin und alles ist gut :-)
Gestern Abend hatte ich wieder Krankengymnastik. Meine Therapeutin hatte mir vor kurzem schon erzählt, dass es in der Praxis noch eine Dame mit einer Transplantation am Fuß gibt, und dass es ganz ähnlich aussähe wie bei mir. Auf meine Anfrage erzählte sie auch von mir und jetzt habe ich seit gestern die Adresse und Telefonnummer … stellt sich heraus, wir sind fast Nachbarn. Sie wohnt nur wenige Häuser weiter in der gleichen Straße. Die Welt ist so klein. Am Wochenende werde ich sie mal kontaktieren. Sehr spannend, das. 

Geschüttelt und gerührt

Ich glaube ich habe gerade ein déjà vu. Jetzt sitze ich schon wieder hier am Bahnsteig und habe noch viel zu viel Zeit, bevor der Zug kommt. Egal, vertreibe ich mir eben die Zeit mit verbaler Inkontinenz ;-)

Gestern hatte ich einen ganz wundervollen Empfang im Büro. Ich war ganz gerührt. 

Das ganze Büro wär dekoriert mit Girlanden und Luftballons und frische Blumen gabs auch noch. Ein interessantes Projekt liegt in Reichweite und den gestrigen Tag habe ich mir in der Zwischenzeit mit leichtem Ausschreiben vertrieben. 

Unfassbarerweise waren Dinge wie Rutschfestigkeotsklassen und sonstige Normen noch irgendwo in den Hirnwindungen vorhanden. Kein Wunder dass da oben immer so viel los ist. 
Naja, die Zeit ging rum wie im Flug und bereits um kurz nach 2 betrat ich wieder den Boden der Finanzmetropole. Belohnt habe ich mich dann mit einem sehr leckeren Thaicurry to go, welches ich auf der heimischen Couch genüsslich verspeist habe *rülps* … tschuldigung ;-)