Geordnetes Chaos
Bon Soir
Frühling in Sicht :-)
Langsam aber sicher macht sich wieder ein kribbeln breit, die Vorfreude auf ein mir bislang unbekanntes Land breitet sich aus. Es ist ein entspannter Samstag und draußen schneit es gemächlich vor sich hin. Fest steht, vom Schnee werden wir in den nächsten Tagen nichts mitbekommen. Denn wo wir jetzt gleich hinfliegen ist es Frühling.
Nacht der Sterne
Eine Wissenschaft für sich
Mittwoch Abend war ich mal wieder bei den gewichtigen Damen und Herren im Treffen, oder wie mein Vater sie nennen würde, bei den Scientologen ;-) … hierzu zählen übrigens auch die Cash & Carry Kette Metro, sowie Rach der Restauranttester (kleiner Insider ;-)
Es ist jedenfalls so wie in jedem Jahr, in der 2. Januarwoche platzt das Treffen immer aus allen Nähten, so richtig angenehm wird es erst wieder, wenn sich die ganzen Neujahrsvorsätzler wieder verkrümelt haben ;-) Das Treffen wird geleitet von einer quirligen Griechin, die es irgendwie immer wieder schafft, einen erneut zu motivieren, seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, und die Erfolge sprechen ja für sich. Leider haben die auch keine wirksames Rezept, den inneren Schweinehund nach gelungener Abnahme davon zu überzeugen, dieses Gewicht nun auch zu halten. Ich hatte es ja fest vor, doch leider war das letzte Jahr von widrigen Umständen durchzogen, die mich quasi willenlos gemacht haben. Umso stolzer kann ich verkünden, daß ich mich meinem Ziel bereits um 2,2 Kilo angenähert habe. Offizielle Entfernung vom Zielgewicht also nur noch 12 Kilo. Läuft!!!
Heute Nachmittag sind wir zum Kaffee eingeladen, bei Kais Arbeitskollegen und seiner Familie. Ich bin schon mächtig neugierig, denn ich kenne ihn noch nicht … nur virtuell, denn er hat damals auch unsere Reise im Blog begleitet und hin und wieder nett kommentiert. Dann müssen wir dieses Wochenende noch packen, denn endlich, endlich, endlich, dürfen wir am Samstag wieder eine kleine Kurzreise unternehmen. Wenn nichts dazwischenkommt, sollte das eigentlich klappen. Drückt uns die Daumen, daß ich die Woche fehlerfrei absolviere.
Dynamik
Das Jahr hat mich wieder voll im Griff. In dieser Woche hat es bereits volle Fahrt aufgenommen. Montag, Frühtermin Standesamt – Dienstag, Frühtermin Bauherr – Mittwoch, Frühtermin Zahnarzt – 2 x die Woche Physiotherapie – 1 x die Woche Punktezählen ;-) usw. usw.
Man darf sich nur einfach nicht unterkriegen lassen. Meinen Friseurtermin muß ich jetzt bereits das 2. Mal verschieben, weil ich das Terminchaos momentan noch nicht im Griff habe. Aber ich arbeite daran.
Heute morgen durfte ich mich an einer bunten Fülle an Geruchs und Geschmacksnuancen beim Dentisten erfreuen, blaue + gelbe Pasten, die den Feinschmeckergaumen auf unterschiedliche Weise kitzeln. Herrlich. Eine ganze Stunde hieß es heute Morgen: Mund auf, Augen zu. Jetzt schwillt so langsam die linke Gesichtshälfte wieder ab. Brrrr. Ein scheußlicher Morgen.
Heute Abend ist Kai unterwegs, da nutz ich doch die Zeit, um ein neues Projekt anzuschlagen. By the way … ein bisschen DIY gab es in letzter Zeit auch, bitteschön:
Von der Wiege bis zur Bare …
In der vorletzten Woche wollte Kai unsere Hochzeitspläne schon wieder canceln, im Angesicht des bürokratischen Hürdenlaufs, den das Frankfurter Standesamt mit seinen Heiratswilligen veranstaltet. Zunächst einmal füllt man ein Online Formular aus, in dem man ein paar Fragen zur eigenen Person beantwortet, Ziel dieser Übung ist es, zu verdeutlichen, welche Dokumente für die Eheschließung benötigt werden. In einem nächsten Schritt bekommt man dann Formular gemailt, in dem die benötigten Unterlagen aufgelistet sind. Zur Sicherheit schickt es die Stadt einem aber auch noch mal in Papierform zu … damit wir es auch wirklich kapieren. Anschließend wird man aufgefordert, ohne vorherige Anmeldung beim Standesamt zu erscheinen, und zwar beide Ehepartner, um die angeforderten Dokumente zu prüfen. Das haben wir gestern gemacht und alles ist paletti.
Jetzt haben wir dann einen offiziellen Termin zugewiesen bekommen, an dem wir uns offiziell zur Eheschließung anmelden dürfen! Doppelt gemoppelt hält wohl besser. In zwei Wochen ist es dann soweit und wir können uns ja schon mal über das Namensrecht Gedanken machen. Ich witzelte noch, mein Zukünftiger hieße ja nicht „Klohocker“ (bestätigt von der Standesbeamtin, diesen Namen gibt es wirklich, allerdings ohne c;-) sondern trüge einen wunderschönen italienischen Nachnamen, da wurden wir auch schon wieder der Türe verwiesen. Nächster bitte! Romantischer geht es nicht ;-)
Ist natürlich noch nicht alles, denn da wir ja nicht in Frankfurt heiraten, werden im Anschluß die Unterlagen in meine Heimatstadt gesendet, dort angekommen, werden diese sicherlich nochmals geprüft und wir dürfen zu einem persönlichen Gespräch erscheinen. Gut, daß wir alles so früh angefangen haben, sonst würde es am Ende noch eng mit einer Trauung im Sommer …
Vortermin zur Anmeldung zur Anmeldung :-)
Aktuelle Gedanken
Ich muß zugeben, daß es angesichts der aktuellen Ereignisse tatsächlich etwas schwer fällt, über die diversen Belanglosigkeiten des alltäglichen Lebens zu schwadronieren. Aber der journalistische Tiefgang ist nicht meins, das können die anderen weitaus besser. Dennoch bedrückt es mich, und es macht auch Angst. Am meisten beindruckt hat mich das Interview mit einer ehemaligen Mitarbeiterin des Magazins, die gesagt hat, daß die verbliebenen Kollegen bereits an der Ausgabe für nächsten Mittwoch arbeiten. Das finde ich sehr bewegend und verdient meinen tiefsten Respekt. Ich muß zugeben, ich hätte niemals diesen Mut. Am allermeisten ärgert es dann noch, daß die Menschen aus purer Unwissenheit ihre Angst in Demonstrationen gegen die angebliche Islamisierung des Abendlandes kanalisieren. Das finde ich grauenhaft.
Als ich damals mein Datingprofil im Netz erstellt habe, habe ich bewußt und in Worten nach einem „weltoffenen“ Mann gesucht. Dies bezog ich natürlich nicht nur auf das Reisen im Allgemeinen (wo ich ja mit Kai den perfekten Partner gefunden habe :-) … sondern auf Toloranz im Besonderen … und auch da habe ich natürlich mit Kai ins Schwarze getroffen. Toleranz scheint mir eine der wichtigsten Eigenschaften zu einem respektvollen Miteinander. Einfach mal über den Tellerrand hinausschauen hilft ungemein.
Wie sicher jeder weiß … wir reisen sehr gerne (ach ;-) und auch eine Reise nach Paris ist in diesem Jahr geplant, die hatte ich Kai ja zum 50.sten geschenkt, der Flug für Ende April ist bereits gebucht. Irgendwo auf der Welt brennt es wohl immer, als wir im letzten Jahr nach Thailand geflogen sind, haben wir mit Sorge und Interesse die aktuellen Ereignisse in Bangkok verfolgt, auch Hongkong haben wir besucht, und das war in den letzten Monaten ebenfalls in den Schlagzeilen. Werden wir uns das Reisen dadurch vermiesen lassen?
Die Antwort ist ein klares Nein!
Um dies zu untermahlen, haben wir in den letzten Tagen eine lose Abfolge von Kurzreisen gebucht und organisiert. Ende Januar geht es los. Wohin verrate ich nicht, aber ich werde sicher live berichten.


































