Am gestrigen Tag waren wir beide einfach nur glücklich. Wir haben uns so sehr darüber gefreut, dass es nun endlich bald nach Hause geht. Glück bedeutet für mich eben nicht nur an den tollsten Plätzen der Welt zu sein, und schon gar nicht, in Unmengen von Geld zu schwimmen. Das kleine Glück kommt oft unverhofft. Und gestern zeigte es sich, indem Kai ganz entspannt neben mir am Bett saß, während ich ein Nickerchen machte … später, als ich es wieder schaffte, einmal die ganze Station auf Krücken zu umrunden …
Schlagwort: 2014 Sabbatical
Eskortservice
Noch dreimal schlafen. Liege noch wach im Bett, es ist jetzt genau 23.00 Uhr. Bis eben habe ich noch Film geschaut und dabei gestrickt, darüberhinaus habe ich die Zeit einfach vergessen, ein echter Flow sozusagen ;-)
Home Sweet Home
Heute gibt es dann mal endlich echte gute Neuigkeiten. Kein Aprilscherz :-)
Fuss hoch, Leinen Los!
Heute morgen gibt es hervorragende Nachrichten, ich kann am Mittwoch das Krankenhaus verlassen. Weil der Flug aber erst am Samstag geht, hat die Versicherung soeben bestätigt, dass Kai und ich in der Zwischenzeit in einem 5-Sterne-Hotel untergebracht werden. Gleich am Donnerstag werde ich dann auf meinen persönlichen Wunsch in den Zoo von Singapur gebracht und dort mit so einem speziellen Mobil bekommen wir dann alles gezeigt. Anschließend werden wir zu einem sehr großen Einkaufszentrum gebracht und dürfen dort nach Herzenslust Shoppen. Alles auf Kosten der Versicherung. Versteht sich!
Liebeserklärung
Kaum zu glauben, aber wir befinden uns auf der Zielgeraden. Heute früh um 9 Uhr wird Herr Dr. Peng mit seinem Gefolge mein Bein auspacken und dabei sein Werk bewundern. Ob ich es schaffe, einmal hinzuschauen, weiß ich noch nicht. Kai wird aber sicher alles fürs Familienalbum festhalten.
Dann muss die Versicherung alles klären und sorgt hoffentlich auch dafür, dass meine moralische Stütze in dieser schweren Zeit, mein Organiationswunder, mein Bettenaufschüttler, mein Bettpfannenschieber, mein Händchenhalter, meine Duschhilfe, mein morgendlicher Kafffeelieferant, mein 2. Handtuchfrager, mein Aufmunterer, mein Geschenkchenmitbringer, mein Nierenschalenhalter, meine Schulter zum Ausweinen, mein Ein und Alles, mein Kai … mit an Bord der gleichen Maschine darf.
Schweinchenrosa
Heute geht es mir schon ein ganzes Stück besser. Ich habe keinen Schlauch mehr am Fuß, was eine große Erleichterung ist. Dafür sind aber noch 2 Leitungen am Arm, eine ist für die Antibiotika, von denen ich höchstwahrscheinlich heute Abend meine letzte intravenöse Dosis bekomme, die andere ist für das Morphin, welches ich mit einem kleinen Drücker selbst dosieren kann und mich somit selbst ins watteweiche, schmerzfreie Happyland befördern kann.
Flap Surgery & Tendon Repair
Zugegeben. Die Beiträge hier fließen aus gegebenem Anlass doch nicht mehr so regelmäßig wie zuvor. Dennoch ein kleines Update.
Aktueller Stand
Hier mal ein kleines Update zur aktuellen Situation. Vorgestern wurde ich das zweite mal operiert, schon im Laufe der letzten Woche war immer mehr abzusehen, dass es auch dieses mal „nur“ eine größere wundreinigung wird. Allerdings würden noch ein Spezialist für sehnen und ein Hand- und Fusschirurg anwesend sein.
Krankenhausalltag
Die Tage hier in der Klinik gehen komischerweise viel schneller rum, als die wunderschönen Reisetage, die hinter uns liegen.
Während Kai sich gestern Abend zünftig einen eingenudelt hat (er hat beim Inder einen Australier kennengelernt) habe ich meine Nacht im eigenen Schweissbad verbracht. Aber ich gönne es ihm von Herzen. Er kümmert sich wirklich sehr um mich und ich mag mir gar nicht ausdenken, wie es hier ohne ihn wäre.
Morgens um halb acht bekam ich schon die erste Infusion angehängt, danach kam die nette indische Krankenschwester und brachte die Morgenzeitung. Irgendwann brachte der Herr Ober, mit weißem Hemd und Krawatte, mein Frühstückstablett … Unter anderem mit einer Tasse dampfendem Kaffee. Der Ablauf ist eigentlich immer gleich. Es kommen dann in loser Reihenfolge diverse Schwestern zum Messen des Blutdrucks, Verabreichen der Trombosespritze … diverser Medikamente … dann taucht ein 3er Team zum Bettenmachen auf (jeden Tag frische Bettwäsche) gefolgt vom Housekeeping Geschwader. Und wenn man dann endlich zum ersten Schluck mittlerweile nur noch lauwarmen Kaffees ansetzen will, erscheint Dr. Lin auf der Bildfläche und erklärt einem ganz ausführlich seine Ideen für meinen OP Termin am Samstag … wenn der Kaffee bis jetzt immer noch nicht kalt ist, wird er es spätestens dann, wenn die Spezialistin für Infektionskrankheiten Dr. Koh vorbeischaut, um den Behandlungsplan für die Antibiotika zu besprechen.
Aktuelle Ergebnisse gibt es derzeit keine. Die Versicherung meldet sich regelmäßig und zeigt sich sehr kooperativ. Das ist auf jeden Fall sehr beruhigend. Morgen ist wieder OP Tag. Um genau zu sein, morgen um genau diese Zeit atme ich wahrscheinlich bereits durch den Tubus. Örks.
1. Klinik am Platz
Die Dame von der auslandskrankenversicherung sagte gestern auch am Telefon (leicht süffisant): Guten Tag Frau Schneider, ich darf ihnen sagen, dass sie dort bestens versorgt sind, sie haben sich nämlich eines der besten Krankenhäuser in Singapur rausgesucht. Die haben auch entsprechende Preise.




























